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Kampagnentagging mit Google Analytics UTM-Parameter

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Als Kampagnentagging wird das Tracken von Kampagnen anhand von verschiedenen Variablen bezeichnet, um so die Performance von Kampagnen messen zu können. Warum spielt Kampagnentagging eine große Rolle, was sollte man bei einer erfolgreichen Tagging-Strategie beachten – diese und weitere Fragen will ich Dir in diesem Artikel beantworten.

Warum Kampagnentagging?

Was sind UTM-Parameter ?

Als Kampagnentagging in Google Analytics wird das Tracken von Kampagnen anhand von UTM-Parametern bezeichnet. Das Ziel ist die kurz- und langfristige Erfolgsmessung von (Digital) -Marketing-Kampagnen. Anhand der UTM-Parameter kann Google Analytics über die Felder Quelle, Medium, Kampagnenname, Anzeigeninhalt und Keyword genau zuordnen, wie Besucher auf eine Website kommen.

Was sind UTM-Parameter in Google Analytics?

Kampagnentagging bei Google Analytics

Bei diesen benutzerdefinierten Kampagnen ist es also notwendig, die URLs mit Parametern zu erweitern (URL-Tagging), so dass auch für diese Kampagnen die notwendigen Informationen an Analytics übertragen werden. Diese überschreiben die Standardkategorisierung, die dem jeweiligen Traffic eigentlich zugewiesen wird. Wenn Du z.B. eine E-Mail ohne Kampagnentracking versendest und der Empfänger auf einen Link zu eurer Website klickt, würde dieser Klick standardmäßig dem Medium direct / (none) zugeordnet werden und man erkennt nicht, dass dieser Nutzer durch die E-Mail auf die Website gelangt ist.

Mithilfe der Informationen, die durch das Kampagnen Tagging übertragen werden, lassen sich Kampagnen umfangreich und eindeutiger auswerten und Ihr erkennt, aus welcher Quelle die User auf die Website kommen und wie sie sich anschließend verhalten. Ohne die Tagging-URL werden keine Kampagneninfos gesammelt und die Daten in Google Analytics zeigen Dir nicht immer den wirklichen Erfolg Deiner Marketingaktivitäten

Wie sieht das Kampagnentagging aus?

Wie bereits geschrieben, muss die URL durch Parameter ergänzt werden. Pflichtparameter sind Quelle, das Medium und der Kampagnenname. Optional lässt sich die URL noch durch den Kampagnenbegriff und den Content ergänzen. Beispielhaft sieht das ganze wie folgt aus:

https://www.121watt.de/seminarkatalog/?utm_medium=cpc&utm_source=facebook&utm_campaign={dach}.fb.roi.service.&utm_content=service.seminarkatalog&utm_term={target}.fans.{age}.25-50

In dieser beispielhaften Tagging-URL haben wir eine Facebook Ad geschaltet, in der die User über die Anzeige auf unsere Katalog-Downloadseite gelangt sind. Was bedeuten nun die einzelnen Parameter und Zeichen?

1. Zeichen in der Tagging-URL

Damit Google erkennt, wann die eigentliche URL zu unserer Website endet und wann die Parameter beginnen, wird ein Fragezeichen hinter unsere Website URL gesetzt. Die einzelnen Parameter werden durch utm_ eingeleitet. (Mehr Infos dazu: www.urchin-software.info) Das Gleichheitszeichen zeigt an, wie die Bezeichnung für unser jeweiliges Kampagnentagging ist. Diese Bezeichnung wird dann in Analytics ausgewiesen. Die jeweiligen Parameter werden durch ein &-Zeichen getrennt.

2. Website-URL in der Tagging-URL

Im ersten Abschnitt findet Ihr die URL, auf die wir unsere User führen möchten: https://www.121watt.de/seminarkatalog/

3. Parameter in der Tagging-URL

  • -utm_medium: Dieser erforderliche Parameter gibt das Medium an, z.B. cpc.
  • -utm_source: Hier wird die Quelle angegeben, z.B. Facebook. Auch dieser Parameter ist Pflicht.
  • -utm_campaign: In diesem notwenigen Parameter könnt Ihr den Namen Eurer Kampagne angeben.
  • -utm_content: Dieser Parameter ist optional und wird für A/B-Tests oder content-bezogene Kampagnen verwendet.
  • -utm_term: Standardmäßig werden in diesem optionalen Parameter die bezahlten Keywords ausgewiesen. Er kann aber auch z.B. für Angaben zur Zielgruppe oder weiteres verwendet werden.

Verwendet Ihr in Google Analytics die deutsche Spracheinstellung, dann könnt Ihr zum Beispiel diese Felder durch Quelle, Medium, Kampagne, Anzeigeninhalt oder Keyword als primäre oder wie hier in diesem Beispiel als sekundäre Dimension in Google Analytics darstellen.

UTM-Parameter in Google Analytics als primäre oder sekundäre Dimension!

Google Tool zur Erstellung von Tagging-URLs

Google stellt Euch ein hilfreiches Tool zur Verfügung, um die Tagging-URLs automatisiert über ein Formular zu erstellen.

Google Tool zur Erstellung von Tagging-URLs

Hinweis: Aber Achtung, der Campaign-URL Builder von Google ist ein erstes Tool, um den die Definition von UTM-Parametern zu testen. Die Herausforderung bei diesem Tool ist allerdings, das es keine Historie kennt, das es innerhalb von Teams nur asynchron und ohne Gedächtnis funktioniert und das man keine vorgegebenen Felder definieren kann, um die Konsistenz des Tracking zu bewahren.

Herausforderung beim Kampagnentagging

Das Ziel von Kampagnentagging ist eine umfassende Analyse und Bewertung von Channels und Kampagnen. Um diese verschiedenen Kampagnen zu analysieren, ist es wichtig, eine Homogenität im Tagging zu schaffen. Mithilfe dieser Homogenität lässt sich Analytics nach verschiedenen Attributen filtern, wie einer bestimmten Zielgruppe oder bestimmten Inhalten, die beworben wurden und diese in einem größeren Zusammenhang auswerten.

Alle Medien und Quellen haben aber unterschiedliche Charakteristika. Die Herausforderung bei einem sinnvollen Tagging besteht also darin, zum einen diese verschiedenen Charakteristika zu berücksichtigen und gleichzeitig Homogenität und Nachvollziehbarkeit im Tagging zu schaffen. Um dies zu erreichen, solltet Ihr im Vorfeld eine konkrete Tagging Strategie erarbeiten, die kampagnenübergreifend für alle Kanäle genutzt wird.

Hinweis: Wenn Ihr die Paramater nicht richtig setzt oder auslasst, kann dies in den Kampagnenberichten zu (not set) führen. Wie das aussieht, haben wir in einem umfangreichen Artikel wie es zu (not set) bei Google Analytics kommt.

Schritt für Schritt eine Strategie für Kampagnentagging entwicklen

1. Verschafft Euch einen Überblick

Um langfristig mit einer Tagging Strategie zu arbeiten, solltet Ihr Euch im ersten Schritt mit den Zielen und der Strategie Eures Unternehmens beschäftigen:

  • Überlegt Euch, welche Ziele Ihr habt, z.B. Brand, ROI, Engagement.
  • Was sind Eure Zielgruppen? Welche Interessen haben diese?
  • Was sind Eure Produkte und Inhalte? Was wollt Ihr vermarkten?
  • Welche Medien und Quellen nutzt Ihr?

2. Namenskonventionen entwickeln

Google Analytics stellt uns fünf Kampagnenparameter zur Verfügung, die Ihr nutzen könnt. Überlegt Euch, welche Infos Ihr benötigt, um die Effektivität und Effizienz Eurer Kampagnen analysieren zu können. Definiert Euch ein Set, das Eeure jeweiligen Marketingmaßnahmen abbildet.

  • utm_medium: Welches Medium wird genutzt, z.B. cpc, email, post?
  • utm_source: Was ist die Quelle, z.B. das eigene Unternehmen, ein Refferer o.ä.: 121WATT, Facebook, etc.?
  • utm_campaign: Nutzt diesen Parameter, um das Ziel sowie den groben Inhalt Eurer Kampagne anzugeben.
  • utm_content: Welchen konkreten Content hat Eure Kampagne? Geht es hier um ein bestimmtes Produkt oder einen Service, den Ihr anbietet?
  • utm_term: In AdWords werden hier Keywords ausgeliefert. Nutze diesen Parameter, um z.B. Eure Zielgruppenmerkmale zu taggen, wie Alter, Geschlecht oder Interessen.

Und so könnte ein Definitionsset für die Inhalte der Parameter aufgebaut sein:

Tagging Definitionsset

Überlegt Euch nun, wie die einzelnen Parameter aufgebaut werden können, z.B. utm_campaign=region.ziel.zielgruppe.inhalte. So lassen sich diese Parameter mit den Angaben aus den Definitionssets für jede Kampagne ergänzen.

3. Reporting erstellen

Wie lassen sich diese Kampagnen bei Google Analytics analysieren? Google Analytics hat für Kampagnen einen eigenen Bericht, den Ihr unter Akquisition – Kampagnen findet. Wie so ein Bericht aussehen kann, seht Ihr in der nächsten Abbildung.

Kampagnentagging Reporting erstellen

 

Dieser Bericht kann durch verschiedene sekundäre Dimensionen erweitert werden, um detaillierte Informationen zu den einzelnen Kampagnen zu bekommen. Die verschiedenen Parameter der URL sind in den Dimensionen wiederzufinden: Anzeigeninhalt, Kampagne, Zielseite, Medium, Quelle und Keyword. Ebenso lässt sich die primäre Dimension anpassen, so dass zwei Dimensionen gegenübergestellt werden können.

Um nun z.B. einzelne Kampagnen, Medien oder bestimmte Zielgruppen zu betrachten, kann ein Filter über den Bericht gelegt oder nach den Parameterangaben gesucht werden. In der nachfolgenden Abbildung haben wir z.B. mithilfe des einfachen Filters nach unseren E-Mail-Kampagnen gefiltert:

Kampagnentagging Reporting E-Mail

Was solltet Ihr beim Kampagnentagging beachten?

Um immer einen Überblick über Euer Kampagnentagging zu behalten, nutzt am besten eine Excel Tabelle oder ähnliche Anwendungen wie Google Docs (Hier findet Ihr eine Vorlage für das Tagging Sheet für Google Docs. Ganz wichtig ist, dass Ihr das Dokument vor der Verwendung kopiert, so dass Ihr das Original nicht verändert).

  • Beachtet die Groß- und Kleinschreibung, denn in Google Analytics werden unterschiedliche Schreibweisen erkannt und ansonsten verschiedene Kampagnen ausgewiesen.
  • Die Werte für Medium und Quelle sollten einheitlich sein, um einheitliche Daten zu haben.
  • Führt Qualitätskontrollen durch, um zu testen, ob der Link und das Tagging funktionieren.
  • Bei Google AdWords werden automatisch Kampagnenlinks ausgespielt (hier gehts zum Google AdWords Autotagging) und die Daten an Analytics übertragen. Hierfür ist es notwendig, das Google AdWords Konto mit dem Google Analytics Konto verknüpft wird. Der Vorteil ist, dass neben den 5 oben genannten Parametern so automatisch auch z.B. die Matching-Optionen sowie das Netzwerk aus AdWords an Analytics übergeben werden.
  • Bei internen Verlinkungen sollte das Kampagnentagging ebenfalls nicht zum Einsatz kommen. Die Trafficdaten in Google Analytics werden so verfälscht und bei jedem Klick auf einen Link wird eine neue Session gestartet.
  • Manchmal habt Ihr (un)beabsichtigte Taggingparameter in Euren Daten, beispielsweise bei Mailchimp oder auch bei Social Media Apps (buffer), die ein einfaches Tagging ermöglichen sollen, aber leider meiner Meinung nach Euch eher die Datenanalyse erschweren. Im Folgenden seht Ihr mal ein Beispiel von uns aus dem Jahr 2015, wie so ein Mailchimptagging im utm_campaign „Wirkung“ zeigt. Mehr zum Thema Google Analytics und Mailchimp findet Ihr hier.

Unbeabsichtigtes Kampagnentagging über Mailchimp

Anwendungsbereiche Kampagnentagging

E-Mail-Marketing

Das Kampagnentagging eignet sich für Newsletter, für die E-Mail-Signatur und für alle weiteren E-Mails, die Ihr an Eeure Kunden verschickt. Mithilfe der Tagging URL könnt Ihr so erkennen, auf welche Links in welcher E-Mail geklickt wurde und wie diese performen. So könnt Ihr verschiedene Links testen und Eure E-Mails optimieren.

Welche Informationen könnten hier für die Parameter interessant sein?

  • Das Ziel
  • Der E-Mail-Typ, z.B. welche Art von Newsletter
  • Die Zielgruppe, also das Segment, an das die E-Mail versendet wurde

Display Adverstising

Ohne Kampagnen Tagging besteht keine Möglichkeit, den jeweiligen Bannern eine Kampagne zuzuordnen. Google Analytics würde den Traffic über einen Banner als referrel auswerten und so die Daten in Eurem Analytics Konto verfälschen. Mithilfe der Parameter könnt Ihr diese Kampagnen umfangreich auswerten und die einzelnen Banner und Placements bewerten.

Welche Informationen könnten hier für die Parameter interessant sein?

  • Das Ziel
  • Die Plattform sowie der Publisher
  • Das Bannerformat

Social Media

In den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter & Co. können die Performance von Posts/Tweet/etc. sowie von den Ads gemessen werden. So lassen sich z.B. der Erfolg von einzelnen Facebook Pages oder von einzelnen (nicht-) bezahlten Kampagnen tracken. Bei Facebook können Kampagnen sehr zielgerichtet ausgespielt werden, so dass Ihr mithilfe des Kampagnen-Tagging auch genau sagen könnt, welche Zielgruppe besondern effizient ist. Dabei gilt es zu beachten, dass einzelne Anzeigen nicht zu weitläufig ausgespielt werden, sondern man für jede seiner Zielgruppe, die ein bestimmtes Interesse verfolgt, eigene Anzeigengruppen anlegt.

Welche Informationen könnten hier für die Parameter interessant sein?

  • Das Ziel
  • Das Netzwerk
  • Die Interessen, also das Targeting der User

Print Kampagnen

Print Kampagnen (sowie alle anderen Offline-Kampagnen) lassen sich ebenfalls mit dem Kampagnen-Tagging erfassen. So lassen sich Aussagen über die Effektivität der Kampagnen und der jeweiligen Medien treffen.

Welche Informationen könnten hier für die Parameter interessant sein?

  • Das Ziel
  • Die Zeitschrift
  • Das Format der Anzeige

Damit diese URLs auch printtauglich werden, sollten die URLs gekürzt werden. Ein Short-URL leitet dann automatisch auf die Kampagnen-URL weiter. Diese Short-URLs könnt Ihr über verschiedene Tools erstellen. Zum Beispiel hat Google einen eigenen Shortener zur freien Verwendung: https://goo.gl/. Ein weiteres bekanntes und häufig verwendetes Shortener Tool findet Ihr hier: https://bitly.com/.

Alternativ zur Short-URL könnt Ihr Euch auch eigene URLs erstellen, die nur für die jeweilige Kampagne gedacht sind. Wenn wir z.B. eine Anzeige in der Website Boosting veröffentlichen, können wir eine neue Domain verwenden oder unsere Website-URL erweitern, wie z.B. www.121watt.de/wb. Dafür können natürlich auch eigens für die jeweilige Printkampagne erstellte Landingpages verwendet werden.

Diese URLs werden dann automatisch auf unsere eigentliche Tagging-URL weitergeleitet und können über Google Analytics ausgewertet werden.

Google MyBusiness Einträge über UTM-Parameter tracken

Wenn Ihr lokal unterwegs seid, kann es interessant sein, die Links, die Ihr zu Euren lokalen Landeseiten setzt, mit UTM-Parametern zu versehen. Als Ergebnis seht Ihr dann bei Euren Google Analytics Daten, wie Nutzer, nicht nur über die „klassische Optimierung“ zu Euch kommen, sondern ob Eurer Google MyBusiness Eintrag zu Sitzungen und Konversionen bei Euch führt.

Wir sind zum Beispiel in Deutschland mit unseren Online Marketing Seminaren in München, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt unterwegs. Wir haben in jeder Stadt unsere Google MyBusiness Einträge, wollen aber verstehen, welche lokalen Rankingfaktoren (Bewertungen, Neighborhood, Erwähnung etc. ) tatsächlich zu erhöhter Sichtbarkeit führen.

Wenn Ihr sehen wolltet, wie wir das machen, schaut Euch doch mal beispielsweise unseren lokalen Google MyBusiness Eintrag für München oder Hamburg an.

utm Parameter auf den Google My Business Eintrag hinterlegen

UTM Parameter & rel=“canonical“

Gerade bei der Verwendung von UTM-Parametern in Sonderfällen, wie beim Google MyBusiness Eintrag können diese URLs unter Umständen zu doppelten Inhalten führen. Zum Beispiel, wenn ein Nutzer diese URL verwendet und in einem Beitrag auf Eure Seite verlinkt. Und so schön es ist, diese Daten in Google Analytics zu haben, führt das möglicherweise zu unschönen doppelten Inhalten. Duplicate Content führt aber durch Verschwendung zu Prolemen der Linkkraft und zu Problemen in der Suchmaschinenoptimierung. Also denkt immer daran, Eure Landeseite mit selbtsverweisenden rel=canonical“ zu versehen. Mehr und umfangreichere Informationen zu „Duplicate Content“ findet Ihr hier, hier und hier.

Warum kann der Einsatz von UTM-Parametern zu Duplicate Content führen?

  • wenn Ihr Euren Google MyBusiness Eintrag vertaggt und
  • dann jemand mit UTM-Parametern auf Eure Seite verlinkt.
  • oder Ihr UTM-Parameter für interne Links verwendet (solltet Ihr aber so oder so nicht)- Warum Ihr das nicht machen solltet, erklären wir Euch in unserem Beitrag zu Was sind Sitzungen in Google Analytics?

Probleme mit UTM-Parametern in der Google Search Console analysieren

Überprüft doch mal in Euren Search Console Daten im Berichtsreiter -> Suchanfrage -> Suchanalyse -> und dann auf Seiten gehen, ob in Euren Daten URLs mit UTM-Parametern auftauchen. Zum zweiten könnt Ihr mal mit folgendem Suchbefehl in Google prüfen, ob irgendwelche Links von Euch mit UTM-Parametern im Google Index auftauchen (site:euredomain.de inurl:utm_medium). Hier mal ein Beispiel .

Was man sonst noch wissen sollte?

IDs machen das Kampagnentagging gefälliger

Die Tagging-URLs sind sehr lang und die Nutzer können sofort erkennen, dass sie getrackt werden und ggfs. auch, nach welchen Kriterien das geschieht. Dies wird eventuell einige Unternehmen abschrecken, diese URLs zu verwenden. Es gibt aber eine Möglichkeit, diese Parameter zu “verstecken”. Man könnte einen kryptischen Parameter aus Zahlen/Buchstaben erstellen.

Hinter diesen s.g. IDs verbergen sich dann die einzelnen Parameterkombinationen. Jede einzelne Parameterkombination müsste einer eindeutigen ID im System zugeordnet werden. Dies ist natürlich etwas aufwendiger und die Entwickler müssten im ersten Schritt ein System dafür entwickeln und für jeder Parameterkombination eine solche ID erstellen. (Eine weitere Möglichkeit ist die Einbindung dieses Tools: http://wistia.com/blog/fresh-url). Wie das funktioniert, haben wir auch mal bei uns, bei der 121WATT, eingebaut.

 Welche Kampagnentaggingtools gibt es?

Neben der Möglichkeit, ein Google Spreadsheet für die Erstellung von Tags zu verwerden, gibt es auch weitere Tools, die die Arbeit mit den Tags erleichtern, so

In diesem Tool lässt sich das Kampagnentagging eines Unternehmens übersichtlich darstellen, steuern und einsetzen. Ihr könnt u.a. umfangreiche Namenkonventionen für verschiedene Medien anlegen, die dann bei der Tagerstellung als Dropdown-Menü zur Verfügung gestellt werden. So lassen sich einheitliche Tags einfach erstellen und Fehler vermeiden. Auch kann dieses Tool direkt mit Google Analytics verknüpft werden.

Hinweis: Du brauchst noch mehr Google Analytics & Google AdWords Tools? Hier gibt es eine umfangreiche Sammlung mit wichtigen Google AdWords Tools und Ressourcen bzw. Google Analytics Tools

Nicht alle Zeichen funktionieren

Es ist wichtig, dass man auf die Verwendung von Zeichen in der URL achtet. Nicht jedes Zeichen, z.B. die einfachen Klammern, können verwendet werden. Ebenfalls solltest Du es vermeiden, Leerzeichen zu nutzen. Hier kann es zu Fehlern in der URL oder im Tracking kommen. Mehr Infos zu den bereits “reservierten” Zeichen ist hier bei Wikipedia zu finden: http://de.wikipedia.org/wiki/URL-Encoding.

Durchdenke Deine Kampagnentagging-Strategie

Eine Tagging-Strategie lässt sich nicht von heute auf morgen entwickeln. Macht Euch genaue Gedanken über Eure Ziele und testet Eure Strategie. Mit einer gut durchdachten Tagging-Strategie werdet Ihr Eure Kampagnen in Zukunft besser auf Effektivität und Effizienz analysieren und beurteilen können.

Checkliste Kampagentagging

  • Status Quo: Machen wir Kampagnentagging?
  • Strategy: Haben wir eine Strategie für Kampagnentagging?
  • Good strategy: Haben wir eine gute Kampagnentaggingstrategie?
  • Tag everything: Taggen wir alle unsere Kampagnen
  • Discipline: Halten wir unsere Kampagnenstrategie auch konsequent durch?
  • Third Party Tagging: Taggen wir unbewusst?
  • Monitor: Überprüfen wir die Konsistenz unserer Taggingstrategie?

Dynamische URL-Parameter für Facebook

Wie genau die URL-Parameter bei Facebook funktioniere, damit du deine Anzeige mit UTM Parameter vertaggen kannst, findest Du hier direkt bei Facebook:Bisher konnte man in Facebook dynamische URL-Parameter für seine Werbe-URLs (Kampagnentagging) verwenden. Dabei konnten in Facebook folgende Parameter genutzt werden:

  • {{site_source_name}}: gibt an, auf welcher Plattform die Ads ausgeliefert wurden
  • {{placement}}: gibt an, auf welcher Platzierung die Ads ausgeliefert wurden
  • {{ad.id}}: gibt an, über welche Anzeigen ID  die Ads ausgeliefert wurden
  • {{adset.id}}: gibt an, über welche Werbeanzeigengruppen ID die Ads ausgeliefert wurden
  • {{campaign.id}}: gibt an, über welche Kampagnen ID die Ads ausgeliefert wurden
  • {{ad.name}}: gibt an, über welchen Anzeigennamen die Ads ausgeliefert wurden
  • {{adset.name}}: gibt an, über welchen Werbeanzeigengruppennamen die Ads ausgeliefert wurden
  • {{campaign.name}}: gibt an, über welchen Kampagnennamen die Ads ausgeliefert wurden

 

„Tag everything“: Zusammenfassung Kampagnentagging

  • Kampagnentagging hat nichts mit dem Google Tag Manager zu tun 🙂
  • Alle Links, die nicht getagt sind, werden von GA in einer dieser dieser drei Medien eingeordnet
    • (none)
    • organic
    • oder referral
  • Alle Links aus AdWords oder Bing, die nicht getaggt werden, werden unter organic eingeordnet.
  • Wenn Ihr Google AdWords und Google Analytics verbindet, müsst Ihr Eure AdWords Kampagnen nicht taggen. Trotzdem solltet Ihr auch für AdWords eine konsequente Taggingstrategie entwickeln.
  • Alle nicht getaggten Links, bei denen Google Quelle und Medium nicht kennt, werden unter (direct) / (none) eingeordnet (z.B. aus Emailmarketing Kampagnen werden, wenn Sie aus einer Mail Applikation, wie outlook oder ähnlichem kommen)
  • Schliesst Eure Kampagnentags in der Google Search Console aus.
  • Kampagnentagging ist die Voraussetzung für differenzierte Attribution von Marketingkanälen.
  • Kampagnentagging erhöht (erheblich)  die Datenqualität, durch weniger direct / (none) Zuordnungen.

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14 Kommentare zu “Kampagnentagging mit Google Analytics UTM-Parameter”

  1. Tini

    06.04.2017 um 20:44 Uhr

    Hallo, danke für den hilfreichen Artikel! Ich habe noch eine Frage: werden alleine durch die Verwendung der Parameter die Kampagnen automatisch in Analytics angezeigt? Oder muss man diese dann noch hinzufügen damit sie ausgewertet werden? Dankeschön.

    • Alexander Holl

      07.04.2017 um 15:29 Uhr

      Hallo Tini, danke für die Frage. Wenn du die UTM Parameter setzt, findest du alle Daten in Analytics- Die relevanten Dimensionen in GA sind dann: Quelle / Medium, Kampagne, Anzeigeninhalt und Keyword. Du musst dann also, wenn du deine URL richtig vertaggt hast (am besten im Echtzeitbericht testen), nichts noch einmal extra in Analytics machen. Ich hoffe ich konnte mit der Antwort helfen. Viele Grüße Alexander

      • Tini

        07.04.2017 um 15:38 Uhr

        Vielen Dank für die Antwort!

  2. Matthias Haltenhof

    18.01.2018 um 12:58 Uhr

    Dankeschön für diesen ausführlichen Artikel, sehr hilfreich!

  3. Anna

    10.02.2018 um 00:10 Uhr

    Danke für den tollen Artikel! Ich hätte noch eine Frage. Ich würde die UTM gerne an Pipedrive weiterleiten, finde aber den passenden Arbeitsschritt nicht. Weisst du vielleicht Rat?

    • Alexander Holl

      10.02.2018 um 11:17 Uhr

      Hallo Anna, ich habe noch keine Erfahrung zu Pipedrive und Google Analytics. Aber ich habe mal folgendes für Dich gefunden. Vielleicht ist ja eine Integration von Google Analytics zu Pipedrive mit zapier möglich. Wir machen relativ viel mit zapier. Hier einmal der Link. https://zapier.com/apps/google-analytics/integrations/pipedrive
      Bin aber nicht sicher, ob das dir hier hilft. Möglicherweise kann ich aber in ein paar Wochen mehr zur Integration von Google mit CRM Systemen sagen, sobald wir bei uns Salesforce integriert haben.

  4. Daniela Siebertz

    22.03.2018 um 19:26 Uhr

    Vielen Dank für den Artikel. Der ist sehr interessant. Ich habe noch eine Frage zum Kampagnennamen. Wenn man bspw. Jedes Jahr eine Sommer und eine Winter-Kampagne fährt. Ist dann der Name besser sommer18 oder einfach sommer? Man kann ja dann 17 und 18 aufgrund der Zeiträume vergleichen. Oder bringt die Jahreszahl irgenwelche Vorteile? Vielen Dank für die Rückmeldung.

    • Alexander Holl

      23.03.2018 um 15:07 Uhr

      Hallo Daniela, ich lasse Jahreszahlen gerne aus der Analyse raus, da man ja über die Datumsauswahl sieht, wann diese Kampagne tatsächlich gelauncht wurde. Wenn würde ich aber in den UTM Parametern keine Tage, Monate und Jahre wie zum Beispiel so hinterlegen: 2018_23_12. Wenn du das so machst kriegst du mit der Zeit massiv Kardinalitätsprobleme, auch die Lesbarkeit in deinen Auswertungen ist schlecht.

  5. Eric Kubitz

    01.05.2018 um 20:25 Uhr

    Hey Alexander,
    vielen Dank! Sehr hilfreich. Ich grüble nur darüber, ob es evtl. nicht einfacher wäre, auf der Zielseite ein Canonical-Tag (auf die URL ohne Parameter) einzuführen und sich die Behandlung in der Search Console zu sparen. Vermutlich vom Effekt her gleich.
    Oder was meinst du? Warum gehst du den Weg über die Search Console?

    • Alexander Holl

      06.05.2018 um 17:31 Uhr

      Hallo Eric, vielleicht habe ich hier ein Denkfehler, aber mir ging es gar nicht so sehr um Duplicate Content, sondern vielmehr darum, die Aufrufe in der Search Console zu korrigieren. Aber ich glaube du hast recht, ich habe gerade überprüft und ich glaube ich habe jetzt hier einen klassischen Google Analytics Filter Denkfehler im Artikel. Danke für den Hinweis. Ich glaube das werde ich noch einmal überarbeiten.
      Beste Grüße und danke für den Hinweis
      Alexander

  6. S.Richter

    11.05.2018 um 09:26 Uhr

    Vielen Dank für den tollen Artikel.

    Ich habe eine Frage zum Thema Youtube. Wenn man dort in der Beschreibung auf eine Landigpage verweist mit utm parametern um zu tracken, dass der Lead / Traffic von Youtube kam, hat dies dann Auswirkungen auf das SEO, ich möchte ja Backlinks von Youtube zusätzlich erhalten zudem, dass ich weiß dass der Traffic von dort kam? Zudem brauche ich die UTM Parameter zum Taggen in Active Campaigns. Wäre für Hilfe dankbar.

    • Alexander Holl

      11.05.2018 um 14:27 Uhr

      Hallo Sebasatian, ja das ist natürlich ein interessanter Aspekt. Die Links auf YouTube sind meiner Meinung nach nicht auf „Nofollow“ gesetzt, sondern sind 303 redirects. Meines Wissens zählen 303 Redirects nicht für den Google Algorithmus. In diesem Sinne, würde es mir glaube ich nichts ausmachen diese mit UTM-Tags zu versehen. Die Parameter gehen auch nicht verloren. Ich hab dies einmal hier auf diesem sensationellen Video getestet https://www.youtube.com/watch?v=nE8-5LGh3-4. Anders wäre das bei mir, wenn ich zum Beispiel bei einem Kooperationspartner direkte Links auf meine Seite habe. Natürlich solltest du diese Links auf Basis der Google Webmaster Richtlinien auf NoFollow setzen. Aber, wenn du das vergisst, glaube ich wären vertaggte Links für mich aus Google Perspektive ein starker Hinweis auf einen gekauften Link. Was macht Ihr mit Active Campaigns? Beste Grüße Alexander

  7. Nino

    22.05.2018 um 12:39 Uhr

    Hallo Alexander,

    danke für den Hinweis auf die Möglichkeit die UTM-Tags zu verstecken. Mit dem kleinen Script funktioniert das auch einwandfrei. Leider ist mir jetzt was aufgefallen. Wenn ich Bannerwerbung schalte und jemand klickt auf ein Banner landet der Besucher auf der Zielseite. Der UTM-Tag wird ausgespielt (Beispiel: Quelle: welt.de, Medium: banner), von Analytics registriert und durch Refresher ausgeblendet. Wenn ich jetzt ein Ereignis auslöse, das ich über den GTM tracke, wird der UTM-Tag überschrieben und gegen den Original Referrer (Quelle: welt.de, Medium: referral) ausgetauscht. Dadurch produziere ich auch mehr Nutzer als Sitzungen. Sobald ich den UTM Refresher deaktiviere funktioniert alles.
    Hattest du schon mal sowas?

    Viele Grüße
    Nino

    • Alexander Holl

      07.07.2018 um 12:36 Uhr

      Das ist ein interessanter Aspekt, das muss ich mir mal ansehen. Weil wir tatsächlich ab und an ein ähnliches Problem haben. Du hats wahrscheinlich einen Scroll Event oder was ähnliches integriert?
      Ich würde das mal gerne durchtesten und dann mal hier fundierter anworten. Danke für den Hinweis

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