Das Ziel hierbei: die optimale Attribution von Online Marketing Budgets.
Grundsätzlich gibt es drei Szenarien für den Umgang von Google Analytics mit Daten aus Google Ads:
Wenn weder das Ads- mit dem Analytics-Konto verknüpft ist und keine Parameter an die Ziel-URLs gehängt werden, laufen die Ads-Daten in GA (Google Analytics) unter dem Medium Organisch oder Verweis auf.
Bewertung: Dies ist das schlechteste aller drei Szenarien. Es werden so keine aussagekräftigen Daten in Analytics zur Verfügung gestellt.

Du kannst Informationen aus Google Ads auch ohne die Verknüpfung beider Dienste erhalten. Per manuellem Kampagnentagging.
Mit manuellem Kampagnentagging ist die Tag-Kennzeichnung von Hand gemeint, mittels derer du herausfinden kannst, über welche Google Ads-Kampagnen Nutzer auf die Website zugreifen. Die manuelle Tag-Kennzeichnung verwendet man üblicherweise für alle Online-Marketing-Kanäle, mit denen man Nutzer abseits von Google Ads für die eigene Website gewinnt.
Über die manuelle Tag-Kennzeichnung kannst du bis zu 5 Parameter an GA übergeben. Davon gibt es drei Pflicht- und zwei optionale Parameter. Pflicht sind Source, Medium und Campaign. Optional sind die Parameter Term und Content.
Hier sind ein paar Beispiel-Links, an denen du die Verwendung der Parameter sehen kann:
Für die manuelle Tag-Kennzeichnung stellt Google ein Tool zur Verfügung, dass du ebenfalls nutzen kannst.
Hinweis: Du brauchst noch mehr Google Ads Tools? Hier gibt es eine umfangreiche Sammlung mit wichtigen Google Ads Tools und Ressourcen.
Und hier gibt es noch einen umfangreichen Artikel, der erklärt, wie du strategisch an das Thema „Manuelles Linktagging mit UTM Parametern“ herangehen kannst. Du suchst noch mehr Hilfe? In diesem Artikel haben wir wichtige Google Analytics Tools für das Jahr 2018 zusammengestellt.
Bewertung: Du kannst die Links manuell taggen und das solltest du für alle Online-Marketing-Kanäle abseits von Google Ads auch tun. Die beste Lösung ist aber die automatische Tag-Kennzeichnung, wie der nachfolgende Absatz beschreibt.
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Wenn du Google Ads und Analytics miteinander verknüpfst, steht dir die volle Kraft der automatischen Tag-Kennzeichnung zur Verfügung. Im Vergleich zur manuellen Tag-Kennzeichnung stehen mehr als doppelt so viele Dimensionen und Metriken zur Verfügung.
Ein weiterer positiver Effekt: Alle Berichtsfunktionen und Anzeigenblöcke, die Google in Zukunft realisieren wird, werden durch die automatische Kennzeichnung ebenfalls automatisch verfügbar sein.
Hier eine Liste mit wichtige Daten, die nach der Verknüpfung zur Verfügung stehen:
Durch die automatische Kennzeichnung erhältst du außerdem Zugriff auf Dimensionen und Metriken, die bei der manuellen Tag Kennzeichnung nicht verfügbar sind.
Die Google Ads-Daten findest du nach der Verknüpfung in Google Analytics unter Akquisition -> Google Ads.

In diesem Reiter stehen dann 9 Unterberichte zur Verfügung, mit denen du Google Ads dann im Detail analysieren kannst. Zum Beispiel:
Durch die Verknüpfung werden neue Daten nicht nur in Analytics verfügbar, sondern auch im Ads-Konto. Um sie zu betrachten musst du über den Reiter Spalten, die Werte im Unterreiter Google Analytics den einzelnen Ansichten hinzufügen.

Hier werden die Werte zugeordnet
Nach der Anpassung in den Spalten können dann diese Daten in Ads zur qualitativen Bewertung von Kampagnen, Anzeigengruppen oder Keywords verwendet werden.

Hier sind die Daten letztlich in Google Ads zu sehen.
Tipp: Mit einem zusätzlichen Ads-Filter könnten alle Suchbegriffe mit hohem Optimierungspotential analysiert werden. Der Filter könnte wie folgt aussehen: „Keywords mit geringen Absprungraten, vielen Seiten / Sitzung aber keiner / geringer Zielerreichung“.
Zum Thema „Google Ads “ bieten wir regelmäßig Seminare an, die über einen einfachen Einstieg ins Thema weit hinausgehen. Hier sind die nächsten Termine für dich:
Durch die Verknüpfung können auch direkt Ziele beziehungsweise E-Commerce-Umsätze in Ads importiert werden. Also anstatt noch einmal gesondert Conversions in Ads zu erstellen, können gleich die hinterlegten Ziele aus GA zur Überprüfung der Effektivität von Ads verwendet werden.
Die Integration der Analytics-Ziele findet sich unter dem Reiter Tools.

Hier werden die Analytics-Ziele in Google Ads integriert.
Die Verbindung der Services ist im Prinzip sehr einfach und kann in wenigen Minuten erledigt werden. In der Verwaltung von Google Analytics wählst du innerhalb des Kontos die Property aus, die mit Google Ads verbunden werden soll. Danach verknüpfst du das Google Ads -Konto.


In einem nächsten Schritt werden die Datenansichten ausgewählt, in denen Google-Ads-Daten auftauchen sollen.

Die automatische Tag-Kennzeichnung in Ads und Analytics sollte immer eingeschaltet sein. Das ist sie per Default bereits. Dieser Punkt ist also nur relevant, wenn du hier aus Versehen die automatische Tag-Kennzeichnung gelöscht haben solltest.
Hier gibt es bei Google auch noch einen Artikel darüber, wie man die automatische Tag-Kennzeichnung testen kann.
Wichtig: Du brauchst in Google Analytics das Recht zum Bearbeiten auf Property-Ebene und einen Administratorzugriff für das Ads-Konto. Bei Google findest du einen ausführlichen Hinweise dazu, wie du gleich dein ganzes MCC mit Analytics verknüpfen kannst. In diesem Artikel haben wir nebenbei noch ganz viele nützliche und hilfreiche Google Analytics Tools gesammelt.
So einfach die Integration inzwischen technisch möglich ist, so wichtig ist es zu überprüfen, ob die Integration auch tatsächlich richtige Daten liefert. Andernfalls analysierst du dauerhaft aufgrund falscher oder unvollständiger Daten. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir sagen, dass zirka 30 % aller Verknüpfungen nicht vorhanden und / oder fehlerhaft sind.
In Google Analytics kannst du folgende Aspekte schnell überprüfen:

Eine Abweichung, die auf den ersten Blick wenig besorgniserregend ist.
In diesem Beispiel siehst du auf aggregierter Ebene, dass die Klicks (4.210) nicht allzu stark von den Sitzungen (4.344) abweichen. Die Abweichung beträgt hier nur zirka 3 %. Im Detail siehst du aber hier eine Kampagne mit 55 Klicks und 0 Sitzungen. Das deutet schon einmal auf ein Integrationsproblem hin.
Warum kommt es aber überhaupt zu Abweichungen?
Zu erst einmal gilt: Klicks sind nicht gleich Sitzungen.
Klicks sind eine Google Ads-Definition, Sitzungen werden durch den Google-Analytics-Tracker protokolliert. Somit wird es also immer zu Abweichungen zwischen Klicks und Sitzungen kommen.
Wenn die Zahl der Klicks die der Sitzungen überschreitet – wenn auch nur marginal – hat das mehrere mögliche Ursachen.

Ein Beispiel für mehr Sitzungen als Klicks.
Wenn mehr Sitzungen als Klicks angezeigt werden, dann ist der Grund wahrscheinlich, dass Nutzer, die ursprünglich über eine Google Ads kamen und dann über eine Direkteingabe zurückkommen, der letzten bekannten Quelle zugeordnet werden. In diesem Fall also Google Ads (google/cpc).
Beispiel: Ein Nutzer kommt am 17.06. durch eine Google Ads -Anzeige auf die Website und kehrt am 18.06. direkt auf die Website zurück. Google Ads würde hier einen Klick feststellen, GA zählt aber für Google Ads zwei Sitzungen.
In diesem Artikel findest du , wie du mit berechneten Messwerten(calculated Metrics) in Google Analytics die Qualität deiner Google Ads / Analytics Integration überprüfen kannst.
Wenn die Daten integriert sind und die Daten auch richtig in GA einlaufen, geht es an die Analyse. Im Folgenden findet sich eine Auswahl von drei wichtigen Berichten in Google Analytics, die zur Optimierung von Google Ads beitragen können.
Dabei ist der große Vorteil von Google Analytics, dass zu den umfangreichen Daten, die man aus Ads integriert hat, noch vier weitere Stärken von Google Analytics dazu kommen:
Hier findet Ihr unseren ausführlichen Leifaden „Alles zum Thema Segmentierung mit Google Analytics: erweiterte und sequentielle Segmente, wie ein Profi nutzen“.
Wenn man im Detail verstehen möchte, mit welchen Begriffen Nutzer tatsächlich auf die Website kommen, ist der optimale Bericht dafür Suchanfragen. Man findet ihn unter Akquisition -> Ads -> Suchanfragen. Er verrät, welche Suchbegriffe am Ende zu einem Klick auf die Ads-Anzeigen geführt haben.
Dieser Bericht kann zum Beispiel folgende Fragen beantworten:

Geht es hier um Musik oder Marketing?
In diesem Beispiel geht es eigentlich um ein Seminar zu „Conversion-Rate-Optimierung (CRO) für Online-Shops“. Die Suchenden kamen aber wohl mit der Intention, Merchandise zum Musiker Cro zu kaufen.
Diesen Bericht findest du unter Akquisition -> Google Ads -> Kampagne. Die Auswertung der Leistung von Kampagnen und Anzeigengruppen gehört zum Standard jedes Ads-Managers.
Tipp: Schalte in der Navigationsleiste in Google Analytics auf den Reiter Klicks. Schon finden sich zahlreiche neue Metriken in Google Analytics, wie zum Beispiel die Impressionen oder der RPC (Revenue per Click).
Um diesen Bericht noch interessanter zu machen, könntest du die Daten um weitere Metriken erweitern. Dazu steht aber kein Standardbericht zur Verfügung. Du müsstest hier einen benutzerdefinierten Bericht erstellen.
Hier kannst du den Bericht für den Import in das eigene Google-Analytics-Konto herunterladen.
Um zu überprüfen, mit welchen Suchbegriffen Nutzer auf die Website kommen, aber dann enttäuscht die Website verlassen, könntest du folgenden Google-Analytics-Filter bauen:

Dieser Filter hilft bei der Identifikation der Suchbegriffe, über die Nutzer kamen, die letztlich nicht fanden, was sie suchten.
Mögliche Interpretation: Irreführende Werbung, falsche Versprechen, falsche Zielgruppe, falsche Landeseite, ungeeignete Landeseite, zu hoher Preis.
Wenn du einen besonders schnellen Überblick über die Google Ads -Daten bekommen möchtest, sind die Strukturkarten eine große Hilfe zur systematischen Leistungsanalyse. Die Strukturkarten ermöglichen eine schnelle Untersuchung von zwei Messwerten anhand von Farbe und Größe. Dabei unterscheidet Analytics in primäre und sekundäre Messwerte.
Primärer Messwert: Die primären Messwerte sind quantitative Werte, wie zum Beispiel die Anzahl der Sitzungen oder Kosten. Je größer das dargestellte Rechteck, desto mehr Sitzungen oder desto höher die Kosten
Sekundärer Messwert: Der sekundäre Messwert ist ein relativer Messwert beziehungsweise ein qualitativer Messwert. Sekundäre Messwerte können zum Beispiel die Konversionsrate oder die Absprungrate sein. Je dunkler das Grün des Messwerts, desto positiver ist die Ausprägung und je dunkler das Rot, umso schlechter ist der sekundäre Messwert.
Hinweis: Es stehen maximal 16 Rechtecke in der Strukturkarte zur Verfügung. Dabei werden keine Segmente unterstützt.

Strukturdaten liefern einen schnellen Überblick.
Die Standarddarstellung: In diesem Beispiel hat die Kampagne A die meisten Sitzungen und die Kampagne B die geringste Absprungrate. Besonders interessant sind die Strukturkarten, wenn man neue primäre und sekundäre Messwerte kombiniert.
Besonders interessant zur Analyse teurer Kampagnen ist es, wenn man als primären Messwert Kosten wählt und als sekundären Messwert RPC (Revenue Per Click).

Die Kampagnen F, G, H und I laufen nicht optimal.
Hier kannst du sehen, dass die Kampagne E einen sehr hohen RPC (Revenue Per Click) erzeugt. Allerdings fließt nicht sehr viel Budget in die Kampagne. Du könntest also prüfen, warum das so ist.
Mögliche Optimierungsansätze: Ist bei dieser Kampagne die Durchschnittsposition zu hoch? Vielleicht kann das Tagesbudget erhöht werden. Vielleicht gibt es auch noch weitere interessante Suchbegriffe?
Die Kampagnen F, G, H und I verdienen in jedem Fall unsere Aufmerksamkeit. Denn sie generieren im Verhältnis zu ihren Kosten zu wenig Umsatz pro Klick (RPC).
Die Verknüpfung von Google ADs und Google Analytics spart nicht nur die lästige und aufwändige manuelle Tag-Kennzeichnung, sondern liefert auch mehr und umfangreichere Daten, die dir bei der Analyse und Optimierung von Ads-Kampagnen enorm helfen können. Gerade die sehr ausgereiften Segmentierungsmöglichkeiten, die präzisen Filtermöglichkeiten und das hohe Maß an Automatisierung sind ein starkes Argument für alle Google Ads -Manager, Google Analytics noch stärker in deinen operativen Alltag zu integrieren.
Weiterhin kannst du über die richtige Integration von Ads in Analytics mehr Details über die Performance von Ads versus andere Marketing-Kanäle, wie zum Beispiel die organische Suche, erfahren. So schaffst du bessere Grundlagen, um zu entscheiden, welche Kanäle optimiert werden sollten. Über die Multi-Channel-Berichte erfährst du, wie das Zusammenspiel der einzelnen Marketingaktivitäten noch besser aufeinander abgestimmt werden kann.
Wenn du einen intensiven Einstieg in Google Analytics brauchst, empfehle ich dir den Besuch des Seminars zum Thema Google Analytics:
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Der Artikel ist wirklich hilfreich, sodass ich mich gleich bei eurem netten unten erscheinenden Balken für „Aktuelles zu Web-Analyse & Optimierung direkt in dein Postfach:“ eintragen wollte, Allerdings weiße Schrift auf weißem Grund ist nicht ganz so userfreundlich ;) nur als kleiner Tipp.
lg
kann ich nur anschließen. Artikel ist sehr gut.
Kleiner Hinweis: Keyword-Positionen wird in Google Analytics bald nicht mehr verfügbar sein. In GA wird er noch aufgelistet aber als depreciated. Zahlen werden noch geliefert. Frage ist nur für wie lang?
Endlich eine Möglichkeit, um Umsatzzahlen vernünftig mit den Kosten zu vergleichen, ohne das Ganze außerhalb der netten Google-Tools machen zu müssen…
Vielen Dank für den hilfreichen Artikel, genau das habe ich gesucht :-)
Zu enttäuschte Nutzer:
Den Bericht kann ich nicht herunterladen, es kommt eine Fehlermeldung, ich habe keine ausreichenden Rechte, obwohl ich im Analytics Konto richtig angemeldet bin.
In einem benutzerdefinierten Bericht kann ich nur auf Dimensionen filtern, nicht auf Metriken, ist der Filter dann nicht ein Segment in einem Bericht?
Danke für Eure Antwort!
Viele Grüße
Gerd
Hallo Gerd, also benutzerdefinierte Bericht sollte wieder funktionieren. Zu (2) – Du solltest über Tabellenfilter in Google Analytics in der Lage sein alle Dimensionen und Metriken in dem Bericht zu filter.