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ᐅ [ Definition ] Was ist SEO? Suchmaschinenoptimierung 2021!

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In diesem Artikel möchte ich dir erklären, was SEO eigentlich ist, wie wichtig Suchmaschinenoptimierung für dein Website ist und was die Herausforderungen sind, die wir in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) haben. Oft fehlen uns aber auch die Grundlagen für das Verständnis von Suchmaschinen. Deswegen möchte ich dir in diesem Artikel ein paar Grundlagen zur Funktionsweise von Suchmaschinen geben und erklären was Relevanz wirklich bedeutet. Und natürlich sehr praktisch, welche Optimierungsansätze dir helfen, damit du bessere Ergebnisse bei Google in der natürlichen Suche bekommst? Dieser Blogbeitrag ist genau richtig, wenn du ambitionierter Einsteiger bist und ein systematisches und detailliertes Verständnis für die Suchmaschinenoptimierung  brauchst.

  • Definition: Was ist eigentlich Suchmaschinenoptimierung?
  • Bedeutung: 4 Aspekte, warum SEO einer der wichtigsten Digital Marketing Kanäle für dich ist.
  • Abgrenzung: Welche Suchmaschinen sind relevant und wie grenzt sich SEO von SEA ab?
  • SEO 2021: Was sind die wesentlichen Elemente für deine Suchmaschinenoptimierung?
  • Rankingfaktoren 2021: Eine aktuelle Studie des Search Engine Journals vom September 2021
  • How search works: Du musst Google verstehen, um gute Optimierung zu machen.
  • Relevanz: Was genau bedeutet Relevanz für Google & Co. und warum ist das so wichtig für dich?
  • SEO als Prozess: Welche Elemente gehören zur Optimierung?
  • Status Quo: Wie gut sichtbar bist du bei Google auf Basis der Google Search Console, Ryte & Sistrix?
  • Keywords: Tools und Tipps für deine Suchbegriffsrecherche!
  • Onpage Optimierung: Inhalte, Meta-Daten und Struktur
  • Aufgabenerfüllung: Wie wichtig ist Aufgabenerfüllung, wie kannst du diese bei dir umsetzen & messen?
  • UX-Playbooks: Welche Empfehlung gibt Google zur Verbesserung der User-Experience (UX)
  • Überschriftenstruktur: Wie wichtig ist die H1 für deine Suchmaschinenoptimierung?
  • Exkurs Technische Optimierung: Mobile Only Indexing und Core Web Vitals
  • Erste Erfolge SEO: Wie lange dauert SEO eigentlich?
  • Kennzahlen: Was sind relevante Kennzahlen zur Messung deines SEO-Erfolges?
  • Suchalgorithmen: Was sind wichtige Updates von Google, die du kennen musst?
  • SEO-Manager: Lust auf SEO? Was sind Anforderungen an einen SEO-Manager?

Was ist SEO?

Das Ziel der Suchmaschinenoptimierung

Ziel von SEO ist es somit nicht, einfach nur oben zu stehen. Suchmaschinenoptimierung hat das Ziel, bei relevanten Suchanfragen mit relevanten Seiten auf guten Positionen in den relevanten Suchmaschinen vertreten zu sein. Diese Suchmaschinen können zum Beispiel abseits von Google auch Suchmaschinen, wie Bing, Yahoo oder Yandex sein, aber auch spezialisierte Suchmaschinen, wie Amazon (Produktsuche), Indeed (Stellensuche) oder Trivago (Hotelsuche). Die Darstellung des in den Suchmaschinen zu Verfügung stehenden Textes (Snippet) soll dabei den Nutzer zu einem Klick auf das Ergebnis motivieren, mit dem Ziel, die Erwartung des Nutzers in Hinsicht auf inhaltliche Übereinstimmung zwischen Suchbegriff, Text und Inhalt der Webseite zu erfüllen. Voraussetzung ist der klare und eindeutige Zugang zur gesamten relevanten Website, die optimal für Nutzer aufbereitet ist, und das unabhängig vom Device (mobilfeundlich).

Warum ist SEO so wichtig?

Im Folgenden möchte ich 4 Gründe darstellen, warum das Thema Suchmaschinenoptimierung so wichtig für dich und für viele Unternehmen ist:

  • Viele Nutzer: Zum einen, und das kannst du mit deinen eigenen Web-Analytics-Daten überprüfen, ist für viele Unternehmen Google bzw. sind Suchmaschinen der wichtigste Kanal zur Gewinnung von Nutzern für die eigene Website.
  • Hohe Conversionsraten: Nutzer, die über Suchmaschinen kommen, haben in der Regel eine hohe Motivation auf deiner Seite, die gewünschte Zielerreichung durchzuführen. Schließlich haben die Nutzer einen Suchanfrage eingegeben, der sie auf eure Website geführt hat.
  • Neukundengewinnung: Für viele Unternehmen sind Suchmaschinen, die wichtigste Quelle, um über generische Suchanfragen, Nutzer auf die eigene Seite zu bringen. Das heißt, SEO ist (oft) der wichtigste Kanal zur Neukunden-Gewinnung.
  • Google ist dankbar: Nachhaltige Suchmaschinenoptimierung führt meist auch zu nachhaltigen Sitzungen. Eine einmal erreichte Position für einen Suchbegriff ist meist sehr stabil, wenn die Suchmaschinenoptimierung nachhaltig und nutzerorientiert aufgebaut wurde. So ist nach aktueller Überprüfung beispielsweise die zalando.de seit 06.02.2017 auf No.1 für den Begriff „Sommerkleider“.

Abgrenzung und Zusammenspiel von SEA und SEO

Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization – SEO) ist ein Teilgebiet des Suchmaschinenmarketings (Search Engine Marketing – SEM). Der zweite Teilbereich im Suchmaschinenmarketing (SEM) ist die Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising – SEA), wie zum Beispiel Google Ads oder die Schaltung von Bing Ads. Üblicherweise versucht man über Suchmaschinen immer Nutzer zu erreichen, die ein sehr konkretes Bedürfnis haben. Die wesentlichen Unterschiede zwischen SEO und SEA sind aber

  • Abrechnungssystematik: Google Ads hat ein variables Abrechnungsmodell (Cost-per-Click). Suchmaschinenoptimierung ist nicht kostenlos, sondern unterscheidet sich in der Abrechnungsform, die meist projektbezogen ist.
  • Wirkung: Google Ads ist sehr performanceorientiert und hat klare Kennzahlen (Impressionen, CTR, CPC, RPC), bei nachvollziehbaren Kosten. Suchmaschinenoptimierung ist hier eher wie Pressearbeit zu verstehen. Durch die Bündelung vieler sinnvoller Maßnahmen erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit auf gute Positionen, nur eine Garantie für Top-Positionen kann euch niemand machen.
  • Keywordstrategien: Der Fokus in der SEO liegt auf bestimmten, relevanten Suchanfragen oder Suchanfargen-Clustern. Bei der bezahlten Suche ist es genauso möglich, auf angrenzende Suchbegriffe zu bieten, auch wenn diese ggf. einen schlechten Google-Ads-Qualitätsfaktor haben. Am Ende zählt dann hier die Konversion. Ein Beispiel für eine erweiterte Keywordstrategie: Für uns wichtige Begriffe sind zum Beispiel SEO Seminar oder SEO Schulung, auf die wir selber optimieren (SEO). Trotzdem erweitern wir die Bewerbung (Google Ads) unserer eigenen Seminare auf Begriffe, wie SEO Fortbildung, Weiterbildung etc über Google Ads.

Seo versus AdWords Keywordstrategien mit dem Ziel erweiterte Keywordstrategie umsetzen zu können.

Wie sieht Suchmaschinenoptimierung 2021 aus?

Eigentlich musst du dich im Schwerpunkt um 3 wesentliche Kriterien kümmern.

  • Relevante Inhalte: Du brauchst relevante, qualitativ hochwertige Inhalte, basierend auf den Bedürfnissen deiner Zielgruppen, mit den richtigen Formaten in Abhängigkeit vom Kontext.
  • Technische Optimierung: Du brauchst eine gute Zugänglichkeit der Seite, eine gute Informationsarchitektur, gute interne Verlinkung, und deine Seite muss schnell laden, schnell nutzerbar sein und visuell stabil (Core Web Vitals)
  • Aufbau von Vertrauen: Externe relevante Verlinkung, Markenaufbau, Erwähnungen & sinnvolle Pressearbeit

So sieht Suchmaschinenoptimierung im Jahr 2021 aus!

Hinweis: Hier kannst du mal gleich deine Seite auf die Core Web Vitals testen. Mehr zu den Web Vitals findest auch hier

SEO Rankingfaktoren 2021

In einer Umfrage unter 2.800 Suchmaschinenoptimieren hat das Search Engine Journal wichtige Aspekte zusammengefasst, die für die Suchmaschinenoptimierung 2021 relevant sind. Hier findest du eine wichtige Einschätzungen und Prioritäten für deine Suchmaschinenoptimierung.

  • Content rules: On-Page ist der entscheidende Bereich in der Suchmaschinenoptimierung ist
  • Rankings müssen verdient werden: Google will die beste Antwort auf jede Frage, also beantworte bestmöglich die Fragen der Nutzer, die über Google auf deine Seite kommen
  • Awesomeness: Relevanz, Zufriedenheit, Markenbekanntheit, Einzigartigkeit sind wichtiger als einzelne Rankingfaktoren
  • Search-Intent: Du musst die Suchanfrage deiner Nutzers

Neben diesen eher qualitativen Aussagen, findet du hier eine Zusammenfassung der wichtigsten „Rankingfaktoren“ auf Basis der Einschätzung von 2.800 Suchmaschinenoptimierern. Die prozentuale Zahl bedeutet, wie viele SEOs in Prozent einem einzelnen Faktor den höchsten Einfluß in der Suchmaschinenoptimierung zugeordnet haben. Hier findest du die gesamte SEO-Studie 2021 

  1. On-Page (Meta-Titel/Beschreibungen, H1) 32,8%
  2. Nutzerverhalten (CTR, Bounce, Verweildauer auf der Seite) 30,9%
  3. Tiefe und Genauigkeit des Inhalts 24,6%
  4. Strukturierte Daten (Schema.org) 21,1%
  5. Aktualität der Inhalte 19,0%
  6. Mobilfreundlichkeit 17,9%
  7. Brand Awareness 17,8%
  8. Themenrelevanz 17,5%
  9. Offpage Signale (Links) 17,4%
  10. Pagespeed 13,8%

Wie funktioniert Google als Suchmaschine?

Die Grundlage für ein gutes Verständnis der Suchmaschinenoptimierung ist ein Verständnis für „wie Google als Suchmaschine funktioniert“. Hier findest du mal ein paar interessante Ressourcen

Auf Basis des 04/2021 Podcasts von „Search off the record“ habe ich das mal hier als Grafik für dich gescribbelt. Neben dem Thema Crawling und Indexing, also wie Google deine Seite findet und verarbeitet, ist für viele SEOs der entscheidende Aspekt das Ranking der eigene Seite für wichtige Keywords. Interessanterweise spricht Google selber nicht von Ranking, sondern von Serving. Also, wie sieht der Prozess von der Suchabfrage („Query“) bis zur Präsentation des Ergebnisses aus. Ranking ist nur ein Prozessschritt. Der ganze Prozess nennt sich in Google’s eigener Sprache „Serving“.

Was bedeutet Serving bei Google im Prozess " How search works"

Was ist eigentlich Relevanz?

 

Wie oft hast du das schon gehört? Unsere Inhalte müssen relevant, ich nutze Google weil die die relevantesten Ergebnisse haben. In der Suchmaschinenoptimierung reden wir oft über Relevanz ohne eine genaue Einordnung vorzunehmen. Der Begriff Relevanz ist aber in der Informationswissenschaft genauer definiert. Ein Dokument muss für den Nutzer relevant, pertinent und nützlich sein. Was aber steck hinter diesen Definitionen?

  • Was bedeutet Relevanz?: Relevanz bewertet die Beziehung zwischen dem Informationsbedürfnis (Suchabfrage)
    und einem vorgeschlagenen Dokument (also deinem Inhalt). Dein Inhalt ist relevant, wenn er objektiv zur Suchanfrage deines Nutzers passt.
    Was bedeutet Pertinenz?: Pertinenz ist die subjektive Relevanz für deine Nutzer und beschreibt, ob der Nutzer deinen Inhalt als verständlich und anwendbar empfindet. Konkret, wenn es deinem Nutzer subjektiv bei seiner Entscheidung hilft oder er etwas besser versteht bzw. es für Ihn eine Frühwarnfunktion erfüllt, dann ist dein Inhalt pertinent.
  • Nützlichkeit: Heisst, ob ein Inhalt subjektiv eine Bedeutung für deinen Nutzer hat und noch zusätzlich einen Mehrwert hat. Die Information muss neu und umsetzbar sein.

Was bedeutet Relevanz bei Suchmaschinen und was hat das mit Pertinenz und Nützlichkeit zu tun?

Was bedeuten Relevanz, Pertinenz und Nützlichkeit?

  • Nicht relevant: Dein Nutzer sucht nach der Firma Alphabet Inc. (Hinweis das ist die „Google Holding“) und du beschreibt das Alphabet als eine Systematik kleinster Sprachezeichen. Du bist weder objektiv noch subjektiv relevant und auch nicht nützlich
  • Nicht pertinent: Dein Inhalt passt zu der Suchanfrage, dein Nutzer versteht aber den Inhalt nicht, dann ist der Inhalt objektiv relevant, aber nicht pertinent.
  • Nicht nützlich: Wenn ein Nutzer die Information versteht, diese aber schon kannte ist sie nur objektiv und subjektiv relevant, aber nicht nützlich.

Ich habe das ganze mal in den zwei folgenden Grafiken versucht darzustellen. Warum ist dieses Konzept so wichtig? Viele schreiben ihre Inhalt komplett an ihren Zielgruppen vorbei.

  • Beispiel 1: Du willst Fortgeschrittene und Experten ansprechen und du baust ein Glossar mit Basisinformationen auf deiner Seite auf.
  • Beispiel 2: Du bist Arzt und möchtest neue Patienten ansprechen. Die Artikel , die du schreibst lesen sich, wie ein medizinische Abhandlung

Du willst noch mehr dazu wissen, dann empfehle ich dir dieses Video von Prof. Dirk Lewandowsi und hier von der Heinrich Heine Universität in Düsseldorf eine Einführung zum Thema Information Retrieval.

Beispiel für Relevanz, Pertinenz und Nützlichkeit

Beispiel für Relevanz, Pertinenz und Nützlichkeit in der Suchmaschinenoptimierung

Ableitung für deine Suchmaschinenoptimierung: Plane genau deine Inhalte und überlege, ob die Inhalte, die du für deine Zielgruppe erstellst das richtige Wissen, im richtigen Umfang, im richtigen Format, in der richtige Qualität und in der richtigen Sprache vermitteln, so das du deine Ziele erreichst.

Die verschiedenen Bereiche der SEO

In der Regel wird die Suchmaschinenoptimierung in folgenden Bereiche unterteilt:

  • Keywording: Entwicklung von Keyword-Strategien
  • Technisches SEO: technische Optimierung wie Core Web Vitals, Crawling und Indexing, schema.org
  • OnPage-Optimierung: Inhalte, Metadaten, Struktur
  • Informationsarchitektur: Sense of Place & Informationscent etc.
  • Off-Page Optimierung: der Aufbau von Vertrauen, interne und externe Verlinkung, Mentions
  • Content-Marketing: Nutzer und Links über sinnvolle Inhalte gewinnen
  • Mobile SEO: Mobile Optimierung und Mobile-Freundlichkeit
  • SEO KPIs: Erfolgsmessung über sinnvolle Kennzahlen
  • Neue Trends: wie zum Beispiel Optimierung für Google Discover, Core Web Vitals etc.

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Wie gliedert sich die Suchmaschinenoptimierung auf?

Zunächst noch einmal in aller Kürze unsere eigene SEO-Definition:

Suchmaschinenoptimierung (SEO) beinhaltet alle Strategien und Taktiken, um nachhaltig für relevante Suchbegriffe bzw. Themen mit relevanten Seiten auf den optimalen Positionen in den relevanten Suchmaschinen vertreten zu sein. Mit dem Ziel, sinnvolle Konversionen für das Unternehmen zu erzielen.

Mit relevanten Suchmaschinen sind nicht nur Google oder Bing gemeint. Neben dem “Hauptindex” von Google können auch vertikale Suchdienste, wie Google News, Google Bilder oder Google Maps (Local SEO) relevant sein. Aber auch Suchsysteme, wie die Optimierung für Amazon (Amazon SEO), jameda, Monster, Slideshare oder Youtube oder Stepstone können für die Suchmaschinenoptimierung von Bedeutung sein.

Deswegen findest du in der Suchmaschinenoptimierung neben der klassischen Optimierung auch eine starke Spezialisierung:

  • Bing-SEO: Auch wenn Bing einen geringen Marktanteil in Deutschland hat, ist die Microsoft-Suchmaschine für dich auf dem amerikanischen Markt wichtig. Hier und hier ein paar Ressourcen zur Optimierung bei Bing.
  • Local-SEO: Hier geht es darum, für Unternehmen mit einer physischen Präsenz ihre lokale Sichtbarkeit zu optimieren. Zentral ist hier die Optimierung des lokalen Google My Business Eintrages. Hier und hier findest du einige wichtige Ressourcen, wie du deine lokale Präsenz verbessern kannst.
  • Bilder-SEO: Ziel ist es, mit den eigenen Bilder bessere Positionen in der Google Bilder-Suche zu bekommen oder auch direkt auf der Google Suchergebnis-Seite (SERP). Hier findest du mal einen guten Startpunkt für die Optimierung von Bildern
  • Youtube-SEO: Neben Google ist natürlich Youtube einer der größten Suchmaschinen. Hier findest du eine Reihe von Tipps für die Youtube-Optimierung
  • Amazon-SEO: Suchmaschinenoptimierung gibt es nicht direkt bei der größten Produktsuchmaschine, da es hier eine Vermischung mit der Schaltung von Anzeigen gibt. Hier einmal als Startpunkt Informationen zur Optimierung für Amazon.

Weiter Ansätze für die vertikale Suchmaschinenoptimierung sind News-SEO, App-SEO,  Google Shopping, Google Discover Optimierung.

 

Alternative Suchmaschinen für die Optimierung

 

Der Prozess in der Suchmaschinenoptimierung

Wenn du eine Analysen deiner SEO machst, ist es sinnvoll, wenn du die Probleme in verschiedene Bereiche gliederst. Wo hast du Potential und wo liegen die Probleme. Ich gliedere die Suchmaschinenoptimierung in die folgenden Aspekte auf. Dabei kann zum Beispiel mangelndes Engagement auch mit technischen Problemen, wie einer hohen Seitenladegeschwindigkeit, zusammenhängen.

  • #1 Relevanz: Wie wähle ich die richtigen Suchbegriffe aus?
  • #2 Sichtbarkeit: Wie sichtbar ist deine Website in den Suchergebnissen im Vergleich zu deinen Wettbewerbern?
  • #3 Rankings: An welchen Positionen bist du mit deinen (relevanten) Suchbegriffen?
  • #4 CTR: Wie hoch ist deine Klickrate (CTR) in den Search Engine Result Pages (SERPs)?
  • #5 Engagement: Können Nutzer ihre Aufgabe auf deiner Seite lösen?
  • #6 Ergebnisse: führt deine Optimierung zu nachweisbaren Erfolgen?

#1 Relevanz | Keyword-Auswahl

Relevance – Die richtigen Suchbegriffe und Themen wählen

Die Basis deiner Suchmaschinenoptimierung bilden Recherche, Bewertung, Überprüfung und Erweiterung der relevanten Suchbegriffe beziehungsweise Themen. Meines Erachtens wird diese Grundlage oft zu schnell übergangen.

Im Folgenden einmal die unterschiedlichen Ebenen:

1. Die Recherche von Suchbegriffen

Das Ziel bei der Recherche von Suchbegriffen ist es, möglichst präzise und umfangreich die Nutzer zu verstehen. Um die richtigen Suchbegriffe zu finden, werden oft eigene Ideen gesammelt, es werden Keyword-Tools eingesetzt und es wird auf Websites von Wettbewerbern recherchiert. In einem ersten Schritt soll auf diese Weise eine möglichst umfangreiche Suchbegriffsliste recherchiert werden.

Keywordtools zur Identifikation von Longatilsuchbegriffen - Beispiel Ubersuggest

Wir haben für dich eine ganze Reihe von Keyword Tools zur Suchbegriffsrecherche zusammengestellt. Einige Basistools für deine Suchbegriffsrecherche habe ich dir schon einmal hier zusammengestellt:

Die Auswahl der richtigen Suchbegriffe ist Managemententscheidung: Die Auswahl der richtigen Suchbegriffe entscheidet darüber, wie Nutzer in der richtigen Entscheidungsphase zum richtigen Zeitpunkt angesprochen werden können. Diese Entscheidung hat direkte Auswirkung auf

      • die Wahrscheinlichkeit guter Positionen.
      • die Konversionswahrscheinlichkeit.
      • die Markenwahrnehmung.

2. Die Bewertung von Suchbegriffen

In einem nächsten Schritt erfolgt die Bewertung der recherchierten Suchbegriffe. Dazu ermittelst du:

  • Quantitative Analyse: wie häufig der recherchierte Suchbegriff bei Google und anderen Suchmaschinen gesucht wird.
  • welche Intention ein Nutzer hat, wenn er einen Suchbegriff eingibt. Sucht er nach einer
    • Information (Know),
    • nach einem bestimmten Unternehmen oder einer bestimmten Marke (Go)
    • will er möglicherweise kaufen oder eine Handlung durchführen (Do)?
    • oder möchte er vor Ort etwas finden (Visit-in-Person)
  • ob der Begriff ein Evergreen mit beständig hohem Suchvolumen ist. Typische Evergreens sind „Wetter“, „Routenplaner“, „Online-Marketing“.
  • ob der Begriff ein Event mit regelmäßig wiederkehrendem Volumen ist. Typische Events sind „Olympia 2021“, „iPhone X“, „Fussball-WM 2022“ oder „Jahreshoroskop 2021“.
  • in welcher Kaufentscheidungsphase der Nutzer ist. Ist der Nutzer noch in einer sehr frühen Phase der Recherche, sucht er nach vergleichenden Inhalten oder steht er schon kurz vor einer Transaktion.

Strategische Keywordrecherche nach AIDA

In der folgenden Grafik siehst du, wie eine Suchbegriffs-Strategie aussehen könnte. Der Nutzer wird bei Fahrrad XXL vom ersten möglichen Kontaktpunkt (Mountainbike) bis zum letzten Kontaktpunkt (Mountainbike online kaufen) mit relevanten Inhalten begleitet.

 

Eine Keyword-Strategie zu entwickeln heisst, deine Nutzer Schritt für Schritt über deine relevanten Inhalte von der Awareness bis zur Action (Conversion) ggf. sogar zur Retention zu begleiten.

Strategische Keyword-Analyse in der Suchmaschinenoptimierung nach AIDA

Weitere Kriterien zur Bewertung eines Suchbegriffs sind:

  • Volumen
  • Wettbewerbssituation
  • Potential zur Optimierbarkeit (Wording, CI-Guidelines)
  • Mögliche Konversionsraten (aus SEM-Erfahrung)
  • Plural oder Singular, soweit es Unterschiede in der Suchintention des Nutzers macht
  • Saisonale Schwankungen
  • Strategische Bedeutung
  • Synonyme („Training“, „Kurs“, „Seminar“)
  • Trends
  • Negativkriterien: Markennamen von Wettbewerbern, verbotene Begriffe, Begriffe mit zu vielen Worten oder Zeichen

Die Überprüfung und Erweiterung der Suchbegriffe

Es ist sinnvoll, die im vorherigen Schritt entstandene Liste auch regelmäßig zu überprüfen. Da Google seit einiger Zeit in seinem Keyword Planner nicht mehr wirklich genaue Zahlen zur Verfügung stellt, kann es bei besonders relevanten Suchbegriffen für die Suchmaschinenoptimierung Sinn machen, deine Begriffe zuerst über Google Ads zu testen.

Du möchtest beispielsweise herausfinden:

  • wie hoch das genaue Suchvolumen für bestimmte Begriffe ist.
  • wie hoch die Klickrate (CTR) auf verschiedene Anzeigentexte ist.
  • welche Produktmerkmale oder USPs deine Nutzer überzeugen
  • wie hoch Konversionsraten für deine Suchbegriffe sind

Relevante Kennzahlen für einen vorgelagerten Google-Ads-Test zur Definition deiner perfekten Keyword-Strategie sind:

  • die Anzahl der Impressionen (wie hoch ist das tatsächliche Suchvolumen?)
  • die Höhe der Klickrate (Produktmerkmale und USPs testen)
  • die Höhe der Absprungraten (beschäftigen sich deine Nutzer mit deinen Inhalten?)
  • die Höhe der Konversionsraten (wollen deine Nutzer auch wirklich kaufen?)

Google Trends zur erweiterten Analyse von Suchbegriffen

Google Trends ist wahrscheinlich nicht das wichtigste Tool für eine Suchbegriffs-Recherche, kann aber oft interessante Zusammenhänge herstellen. Hier unten siehst du mal ein Beispiel zum Thema Jahreshoroskop.

Google Trends als Keywordtool in der Suchmaschinenoptimierung

Ein zweites Beispiel ist hier mal die Entwicklung der Suche nach verschiedenen Emojis über Google Trends. Google selber kann diese seit ca. 10 Jahre crawlen und indexieren. Hier findest du den Link zum Google Trends  Emojis-Ergebnis

Google Trends zur Analyse von Emojis

 

Auch nach ersten Optimierungsansätzen solltest du dein eigenes Keywordset regelmäßig überprüfen:

  • Wie verhalten sich Nutzer, die mit genau diesen Suchbegriffen auf die eigene Seite gekommen sind?
  • Wie hoch sind tatsächliche Absprungraten?
  • Welche Suchbegriffe führen wirklich zu einer Konversion?
  • Gibt es neue Begriffe, die für eine Optimierung interessant sind?
  • Wie entwickelt sich meine Sichtbarkeit?
  • Wie entwickelt sich die Anzahl der Suchbegriffe in den Top 100 (Potential) und Top 10 (Sitzungen)?

Sistrix als Tool zur Potentialanalyse in der Suchmaschinenoptimierung

Bei der Beantwortung solcher Fragen helfen diese Tools:

Google Search Console als Basis

Seit Oktober 2011 werden bei Google die Suchergebnisseiten verschlüsselt. Die Konsequenz: In Web-Analyse-Tools, wie Google Analytics erhältst du keine Keyworddaten mehr, sondern es wird nur noch (not provided) als Keyword ausgewiesen. Das ist natürlich sehr schade, deswegen empfehle ich dir für die Suchbegriffsanalyse die Google Search Console. Das ist deswegen besonders interessant, weil du ja hier an „Originaldaten“ kommst.

Tipp: Seit Juni 2021 gibt es erweiterte Reporting-Funktionen in der GSC mit den sogenannten Search Console Insight. Was hinter diesen neuen Berichten steht, welche neue Metriken du hier findest und wie du Zugriff auf diese Daten bekommst findest du hier in unserem Artikel „Search Console Insights im Detail

Für Fortgeschrittene: Was bisher nur in der Verknüpfung der Google Search Console mit Google Analytics oder Ryte funktioniert, geht auch jetzt direkt in der Google Search Console. Du kannst seit April 2021 mit regulären Ausdrücken direkt in der Search Console arbeiten. Wir unterscheiden damit zum Beispiel Impressionen, Klicks, CTR und Positionen nach der Do-Know-Go Logik. Hier findest du weitere Tipps dazu.

Regulaere Ausdruecke in der Google Search Console

Suchbegriffsrecherche: strategisch versus taktisch

Die Suchbegriffsrecherche hat generell zwei Dimensionen: strategisch und taktisch.

  • Strategisch: Für welche Begriffe möchtest du insgesamt gefunden werden?
  • Taktisch: Wenn du zum Beispiel für dein Content Marketing einen einzelnen Artikel produzierst, ist die Frage, für welche Suchbegriffe dieser einzelne Artikel gefunden werden soll. Dabei helfen dir dann Tools wie ubersuggest.

Fazit: Damit entscheidet die Auswahl der richtigen Suchbegriffe, wie du deine Nutzer bei Google in der richtigen Entscheidungsphase zum richtigen Zeitpunkt ansprechen kannst. Die Auswahl der richtigen Suchbegriffe hat deswegen direkte Auswirkung auf

  • die Wahrscheinlichkeit guter Positionen.
  • die Konversionswahrscheinlichkeit.
  • die Wahrnehmung deiner Marke.

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#2 Die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen

Reichweite

Man könnte den Reach in altem Marketingdeutsch auch als “Share of Voice” bezeichnen. In der Suchmaschinenoptimierung hat sich der Begriff Sichtbarkeit durchgesetzt.

Dieser Begriff wurde von SEO-Tool-Anbietern wie Sistrix oder Searchmetrics geprägt. Du kannst aber auch in einem ersten Schritt direkt Daten aus der Google Search Console analysieren. Das hat den Vorteil, das du die Analyse auf Originaldaten (also direkt von Google) machst, der Nachteil ist, das du deine eigene Domain nicht im Vergleich mit der Entwicklung anderer Domains sehen kannst.

Sichtbarkeit in der Google Search Console analysieren

In der Google Search Console kriegst du wesentliche Kennzahlen, wie sich deine Website in Hinsicht auf Impressionen, Klicks, CTR und Positionen entwickelt. Hier mal ein paar Empfehlungen, was du dir regelmässig im Bericht Leistung ansehen solltest

  • Ländervergleich: Wie ist die Performance für einzelne Länder?
  • Geräte: Wie entwickeln sich Impressionen und Klicks für die verschiedenen Devices?
  • Brand versus NonBrand: Wie entwickeln sich die Brand Suchanfragen im Vergleich?
  • CTR: Wie sehen Impressionen, CTR, Klicks und Position für deine wichtigsten Begriffe aus?

Weitere wichtige Berichte in der GSC, eher aber für die technische Optimierung, sind der Bericht Abdeckung, seit April 2021 der Bericht „Verhalten von Seiten“ und der Core Web Vitals Bericht. Ich habe dir die berichte jeweils verlinkt. Hier findest du mehr dazu, wie du die GSC einrichtest.

Pro-Tipp: Der Nachteil an der Google Search Console ist, das sie nur jeweils 16 Monate Daten zur Verfügung stellt. Wenn du langfristig mit GSC-Daten arbeiten möchtest, empfehle ich dir Ryte als Tool. Neben vielen anderen Aspekten ist für mich hier ganz zentral die Speicherung der Daten und die starken Segmentierungs- und Analysemöglichkeiten.

Ryte als Tool zur Analyse von Google Search Console Daten

Sichtbarkeit mit Sistrix & Co. messen

Der große Vorteil von Tools, wie Sistrix oder Searchmetrics ist, du kannst dich mit dem Wettbewerb vergleichen. Die Basismetrik heisst Sichtbarkeit.

Die Sichtbarkeit bezieht sich auf zwei Einflussgrößen:

  • Die Anzahl und das Volumen der Suchbegriffe, mit denen eine Domain bei Google auftaucht.
  • Die Positionen, die man mit diesen Suchbegriffen besetzt.

Hier siehst du mal einen Wettbewerbsvergleich in der Sichtbarkeitsentwicklung zwischen Linkedin und Xing. Auffallend ist, das es ca. im Dezember zu einer großen Verschiebung kam. Der wahrscheinliche Grund ist hier das Dezember Google Core-Update. Mehr zum Core-Update aus dem Dezember 2020 findest du hier.

Entwicklung der Sichtbarkeit Linkedin versus Xing von 2008 bis 2021

 

Sowohl Sistrix als auch Searchmetrics verwenden die Sichtbarkeit zur ersten Überprüfung einer Website. Bei Sistrix wird dieser Wert Sichtbarkeitsindex genannt und bei Searchmetrics wird von der SEO-Visibility gesprochen.

Und so werden beide Indizes gebildet:

  • Die SEO Visibility (Searchmetrics) einer Domain setzt sich aus dem Suchvolumen und den Positionen der für diese Eingabe rankenden Keywords zusammen. Searchmetrics setzt einen Faktor ein, um jede Position zu gewichten. Außerdem wird berücksichtigt, ob es sich um Keywords mit navigatorischem oder informationalem Suchinteresse handelt.
  • Für den Sichtbarkeitsindex (SISTRIX) werden für ein großes Set an gebräuchlichen Keywords für ein Land die Top-100-Positionen analysiert. Anschließend wird auch hier nach Suchvolumen und Position gewichtet. So zahlt eine schlechte Position auf einem vielgesuchten Keyword stärker auf den Index ein als eine gute Position auf einem wenig gesuchten Keyword. Hier findest du, wie Sistrix seine eigene Sichtbarkeit definiert und wie du diese im Detail interpretierst.
  • Mobile Sichtbarkeit: Seit 2015 zählt als Rankingfaktor auch, ob deine Seite mobilfreundlich ist. Deswegen kann inzwischen auch über beide Tools deine mobile Sichtbarkeit ausgewertet werden.

Auch wenn die Werte von Sistrix und Searchmetrics nicht miteinander vergleichbar sind, so sind sie in sich eine gute Methode, um schnell (SEO)-Probleme mit deiner Website zu überprüfen und sich mit dem Wettbewerb zu vergleichen.

Sichtbarkeit: Der Verlauf ist entscheidend

Interessant für die Suchmaschinenoptimierung sind allerdings nicht nur Momentaufnahmen, sondern insbesondere Veränderungen über einen Zeitraum. Die Frage lautet hier: Warum kam es zu Veränderungen?

Gründe für Veränderungen im  Sichtbarkeitsindex

Bei den Gründen für eine Veränderung im Sichtbarkeitsindex macht es Sinn, für dich nach internen und externen Faktoren zu unterscheiden.

Sichtbarkeit: interne Faktoren

  • eigene Optimierungen
  • neue Inhalte
  • geglückte oder auch missglückte Relaunches
  • technische Gründe, wie zum Beispiel der Ausschluss von Seiten/Verzeichnissen
  • technische Probleme, wie zum Beispiel Duplicate Content

Sichtbarkeit: externe Faktoren

  • Verlust/Gewinn von externen Signalen, wie zum Beispiel Links
  • die Optimierungen von Wettbewerbern, die einen Einfluß auf die eigene Sichtbarkeit haben
  • individuelle Penalties durch Google
  • generelle Neubewertung deiner Seite über Signale, wie über das Core-Algoritmus-Update, Panda- oder Penguin-Update
  • Neue Bewertung der Suchbegriffe durch Google, durch den Einsatz von KI bei Google und Bing, wie BERT oder RankBrain
  • Veränderung der Suchintention – Corona: Veränderung der Suchintention der Nutzer, wie zum Beispiel im Reisebereich. Eine Suche zu dem Begriff „Urlaub Mallorca“ hat inzwischen vielleicht eine Erwartung, das es auf der Landeseite auch Informationen zu Covid-19 gibt.

Du möchtest wissen, welche aktuellen Änderungen es bei Google gibt? Moz und Sistrix halten dich zu Veränderungen der Google Suchalgorithmen auf dem Laufenden.

Somit ist der Reach beziehungsweise die Sichtbarkeit ein wirksamer Indikator, um auf Veränderungen in den Suchergebnislisten überhaupt erst einmal aufmerksam zu werden. Neben der Sichtbarkeit sollten du aber immer auch echte Daten, sprich Sitzungen und Konversionen (aus Google Analytics zum Beispiel), in deine Betrachtung mit einbeziehen.

Rankings als Indikator

Trotz der Zunahme des Kontexts bei Google müssen Rankings in der SEO überprüft werden. Es geht dabei nicht immer um absolute Werte, sondern um Indikatoren für die Suchmaschinenoptimierung.

Bei der Analyse sind diese Werte hilfreich:

  • Anzahl der Suchbegriffe in den Top 100
  • Anzahl der Suchbegriffe in den Top 10
  • Anzahl der Suchbegriffe in den Top 4-10
  • Anzahl der Suchbegriffe in den Top 3
  • Anzahl der Suchbegriffe auf Top 1
  • Prozentuale Verteilung der Suchbegriffe auf den einzelnen Ergebnisseiten
  • Verhältnis von Branded Searches zu Non-Branded Searches
  • Durchschnittliche Rankings für die Top-Suchbegriffe
  • Sichtbarkeit einzelner Keywordcluster
  • Sichtbarkeit einzelner Seiten und Verzeichnisse

Hinweis: Auch die Betrachtung der Ergebnisse in Google Analytics ist wichtig:

  • Wie verändern sich Zugriffe aus dem organischen Bereich?
  • Wie viele Urls bekommen tatsächlich auch Zugriffe aus dem organischen Index von Google?
  • Wie stark korrelieren Sichtbarkeiten mit echten Analytics-Zahlen?
  • Wie reagieren die Nutzer auf eure Inhalte, gute Indikatoren können hier die Absprungrate und die durchschnittliche Sitzungsdauer sein.
  • Welchen Wertbeitrag liefert euer SEO für den gesamten Geschäftserfolg?

Wie steigerst du deine Sichtbarkeit?

Wie schon oben dargestellt, zur Erhöhung der Sichtbarkeit sollten diese Maßnahmen auf dem Plan stehen:

  • Relevante Inhalte: Du brauchst relevante, qualitativ hochwertige Inhalte, basierend auf den Bedürfnissen deiner Zielgruppen, mit den richtigen Formaten, in Abhängigkeit vom Kontext.
  • Technische Optimierung: Du brauchst eine gute Zugänglichkeit der Seite, eine gute Informationsarchitektur, gute interne Verlinkung, und deine Seite muss schnell laden, schnell nutzerbar sein und visuell stabil (Core Web Vitals)
  • Aufbau von Vertrauen: Externe relevante Verlinkung, Markenaufbau, Erwähnungen & sinnvolle Pressearbeit

Bei umfangreichen Webseiten mit vielen Inhalten (Medien, Blogs, Verlage) spielen Aspekte, wie die interne Verlinkung, Informationsarchitektur, Crawling und Indexierung eine noch stärkere Rolle.

#3 Klickrate als Ranking-Faktor

Gute Postionen sind die Voraussetzung für den Klick.

Entscheidend ist aber, ob Nutzer auch wirklich auf dein Snippet (Ergebnis) klicken.

Natürlich stellt sich hier die Frage, was ist eigentlich eine gute CTR auf dein Snippet und wie kann ich die CTR steigern? In dem folgenden Chart siehst du mal, auf Basis einer Klickraten-Studie von Sistrix aus dem Juli 2020, das die Klickrate für die Position 1 im Durchschnitt bei 28,5% liegt. Natürlich ist die Antwort ein wenig komplexer, da es einen großen Unterschied macht, ob der Nutzer eine informationsorientierte (Know), transaktionsorientierte (GO) oder navigationsorientierte Suche (DO) durchführt.  Die gesamte Studie findest du hier und ein weiteres Tool von Advanced Web Ranking mit der du dynamisch die CTR analysieren kannst.

Benchmark für die Klickrate (CTR) aus der Google Search Cosole

Wie analysiere ich die CTR in der Google Search Console?

Der erste Hinweis ergibt sich aus zwei möglichen Analysequellen. Zum einen aus der Google Search Console, die nicht nur Impressionen, sondern auch Klicks und die CTR zeigt, zum anderen aus den echten Zahlen der Web-Analyse.

Im unteren Bild siehst du Zahlen meines Artikel zur Absprungrate in der neuen Google Search Console: Beispielsweise wurden wir für den Begriff „Absprungrate“ 2.357 mal ausgeliefert (Impressionen) bei einer CTR von 12,5%.

Klick-through-Rate (CTR) in der neuen Google Search Console analysieren

 

Ob Nutzer tatsächlich auf dein Snippet klicken, hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab:

  • Wie ist die Position deines Ergebnisses?
  • Snippet-Design: Wie gut sind deine Titel und Beschreibungen?
  • Auszeichnungen, wie Deeplinks (gute Informationsarchitektur)
  • Rich Snippets, wie zum Beispiel Bewertungen, siehe auch hier schema.org
  • Brand: Wie bekannt und vertrauensvoll ist deine Marke?
  • Wettbewerb mit vertikalen Integrationen, wie zum Beispiel Google News oder der Google Bildersuche
  • Wettbewerb durch Google Ads
  • Featured Snippets: Gibt es über deiner Top-Position vielleicht ein Featured Snippet ?

Titel und Beschreibungen optimieren

Die Grundlage guter Suchmaschinenoptimierung sind deine Titel und Beschreibungen. Dabei gibt es einige Restriktionen. Google stellt dir einen gewissen Platz, gemessen in Pixel, zur verfügung. Dieser unterscheidet sich je nachdem, ob Nutzer deine Ergebnisse über das Handy oder den Desktop sehen. Aktuell sind die Beschränkungen für deine Titel und Beschreibungen laut Sistrix bei

  • Titel: 580 Pixel (Desktop) beziehungsweise 920 Pixel (Mobile)
  • Description: 990 Pixel (Desktop) beziehungsweise 1.300 Pixel (Mobile)

Wie viele Zeichen in Titel & Description möglich sind, hängt von folgenden Aspekten ab:

  • ist der Begriffe groß- oder kleingeschrieben
  • wie ist die Breite der Buchstaben
  • werden T&Ds über Mobile oder Desktop abgerufen
  • integriert Google zusätzliche Informationen, wie das Datum in die Description

So kannst du  Titel und Beschreibungen optimieren

Hier siehst du mal eine Beispiel für eine gutes Snippet, das im Dezember 2020 für eine Durchschnittsposition 1,8 eine CTR von 28,3% hatte (Google Search Console Daten)

Optimiertes Snippet zur Erhöhung der Klickrate (CTR)

Hier mal ein paar Best-Practices für deine Titel und Beschreibungen:

  • Title Tag: Der Title ist für Google das wichtigste Auszeichnungselement auf der Seite.
  • Keyword: Der für die Seite relevante Suchbegriff steht möglichst weit vorne.
  • Zusätzliche Keywords: Im Title sollten auch Kombinationen enthalten sein, nach den Nutzer suchen.
    • E-Commerce: Transaktionssuchbegriffe wie kaufen oder günstig
    • Lokal: Bei lokalen Produkten & Dienstleistungen zum Beispiel München, Hamburg etc.
    • Produkten: Zusätzliche Produkteigenschaften wie Farbe
    • Content: Zusätzliche Attribute, wie zum Beispiel „Was ist eine normale Absprungrate?“ oder Fragen: „Was ist SEO?“
    • Brand: Die Marke sollte dann enthalten sein, wenn sie bei der Entscheidung zum Klicken wirklich hilft.
  • Länge: Der optimalen Title liegt zwischen 49 & 60 Zeichen – gesamt 524 Pixel
  • Tools: Zur Überprüfung eignen sich insbesondere Tools, wie der ScreamingFrog oder der Sistrix SERP Generator
  • Analyse: Basis für deine Optimierung sind aber, trotz aller Empfehlungen, immer Daten aus der Google Search Console. Die besten Indikatoren, um den Erfolg deiner T&D Optimierung  zu messen, sind das Verhältnis von Impressionen zu Klicks (CTR). Schau dir aber auch im Detail für ein einzelnes Dokument (URL) an, welche Suchbegriffe zu hohen Klickraten und geringen Klickraten führen.

 

Prozess Optimierung von Title & Description

Hinweis: Hier findet ihr mein Video, wie ihr einen Prozess schaffen könnt, um eure Titel und Beschreibungen priorisiert zu optimieren.

Optimierung von SEO-Prozessen mit Screaming Frog & Google Analytics – 121WATT

 

So optimierst du deine SEO-Prozesse mit dem Screaming Frog und Google Analytics. Lerne in diesem Video, wie du mit dem Screaming Frog und Google Analytics deine Titles & Descriptions optimieren kannst.

#4 Engagement – Task Completion und Nutzerverhalten

Für die Suchmaschinenoptimierung und damit die Verbesserung der Position, ist es immer wichtiger, den Nutzer ins Zentrum der Optimierung zu setzen. Schon 2017 schrieb Marcus Tober in seinem Blogbeitrag, wie sich die Suchmaschinenoptimierung zur Search Experience Optimization verändert hat. In den ersten Jahren hatten die Google Updates, wie Panda oder Penguin stets das Ziel verfolgt, schlechte oder dünne Inhalte zu identifizieren (Panda-Update) oder minderwertigen und spammigen Linkaufbau (Penguin) zu erkennen. Die jüngeren Updates, wie die sogenannten „Core Algorithm Updates“, setzen (wahrscheinlich) das Nutzerverhalten in den Fokus. Seiten, mit einem Fokus auf eine gute Nutzererfahrung, scheinen durch diese Algorithmus-Updates profitiert zu haben.

Indikatoren für eine hohe Relevanz sind diese Faktoren:

  • Absprungrate beziehungsweise Bouncerate
  • Verweildauer
  • Seiten pro Besuch
  • Konversionsrate – Makro – und Mikrokonversionen

Wie kann ich meine Inhalte optimieren?

Die taktischen Maßnahmen zur Optimierung der Reaction sind im Schwerpunkt:

  • Informationsarchitekur
  • Layout und Gestaltung
  • Überschriftenstrutur
  • Interne Verlinkung
  • Optimierung Aufgabenerfüllung

Informationsarchitektur als Basis der SEO

Der Nutzer erwartet, dass Suchbegriff, Snippet und Inhalt mit der Webseite übereinstimmen. Diese inhaltliche Übereinstimmung lässt sich über Kennzahlen, die du zum Beispiel in Google Analytics erheben kannst, analysieren. Gute Indikatoren sind hier beispielsweise die

  • Absprungrate
  • Durchschnittliche Sitzungsdauer
  • Seiten/Besuch
  • oder Conversionsraten

Weitere Unterstützung zum besseren Verständnis für Suchmaschinenoptimierung findet sich auch in der Informationsarchitektur – die hilft besser zu verstehen, welche Erwartungen Nutzer an deine Webseiten haben. In der folgenden Grafik findest du wichtige Elemente aus der Informationsarchitektur und über welche Maßnahme man hier auch zu einer Verbesserung der Nutzererfahrung kommt.

Informationsarchitektur als Basis in der Suchmaschinenoptimierung

 

 Hinweis: Wir haben einen sehr ausführlichen Artikel geschrieben, was eigentlich die Absprungrate in Google Analytics bedeutet. Dieser Artikel hilft dir deine eigenen Daten besser zu verstehen und auch, wie du die Absprungrate für eine bessere Suchmaschinenoptimierung verwenden kannst.

Aufgabenerfüllung und Suchmaschinenoptimierung

Besonders die Task-Completion-Optimierung ist hier wichtig, da für Google das Verhalten von Nutzern als Signal immer wichtiger wird. Diese Nutzersignale (User Signals), die bei Google Longclicks oder Shortclicks heißen, sind wichtig, um zu bestimmen, ob das Resultat für einen Nutzer gut oder schlecht war.

High Quality Content- Keywordrecherche:  Kern für die Aufgabenerfüllung ist eine umfangreiche Suchbegriffsrecherche. Keyword-Tools, wie hypersuggest, das Magic Keyword Tool von SemrushAnswer thePublic, das Keyword Discovery Tool von Searchmetrics oder Sistrix, helfen euch, für einen einzelnen Inhalt die Unterthemen zu finden, die dem Nutzer helfen, seine Aufgabe auf eurer Seite zu lösen. Im Folgenden habe ich ein Beispiel, wie wir für unseren Blogartikel zur Absprungrate hypersuggest für den „perfekten Artikel“ einsetzen.

Wie kann ich hypersuggest als Keyword Tool einsetzen, um die Fragestellungen des Nutzers (Task Completion SEO) zu verstehen.

SEO und UX – Die UX Playbooks von Google

  • High Quality Content – Struktur und Inhalt: High Quality Content ist aber nicht nur eine gute Suchbegriffsrecherche, sondern auch, wie ihr für die verschiedenen Seitentypen die Inhalte perfekt strukturiert. In einem ersten Schritt ist es schon einmal hilfreich, den Startleitfaden von Google zur Suchmaschinenoptimierung zu lesen. Aber auch sehr interessant sind die so genannten UX-Playbooks. In diesen UX Playbooks beschreibt Google sehr detailliert, welche Elemente wesentlich für eure Nutzer, für eine perfekte Seite sind. Sehr schön sind auch hier die wesentlichen Kennzahlen beschrieben, die helfen, die Optimierung eurer Inhalte zu analysieren. Im Folgenden seht ihr einen Auszug aus dem UX Playbook für Newsseiten. Die UX-Playbooks gibt es für
  • Google UX Playbook – Content,
  • Google UX-Playbook Leadgeneration
  • Google UX-Playbook Finance
  • Google UX-Playbook Automotive,
  • Google UX-Playbook Travel,
  • Google UX-Playbook Retail,
  • Google UX-Playbook Health und
  • Google UX-Playbook Real Estate.

Wie kann ich Aufgabenerfüllung analysieren?

Die Inhalte sind optimiert und du hast jetzt Top-Positionen bei Google? Jetzt geht es im zweiten Schritt darum, zu verstehen, welche Inhalte tatsächlich zu einer Aufgabenerfüllung führen. Die Web-Analyse, wie zum Beispiel mit Google Analytics, hilft über implizite und explizite Signale, Nutzerzufriedenheit zu messen. Je nachdem, welche Inhalte du optimierst, sind natürlich andere Kennzahlen für die Analyse relevant. Wenn wir informationale (Know) von transaktionalen Inhalten (Do) in einem ersten Schritt trennen, wären die wesentlichen Kennzahlen für zum Beispiel Blogartikel oder Magazinseiten:

  • Relevanz: Ist der Inhalt für den Nutzer relevant?: Kennzahl: Absprungrate
  • Engagement:  Setzt sich der Nutzer mit dem Inhalt auseinander? Kennzahl: Adjusted Bouncerate / qualified Visitis I – mehr dazu hier: 
  • Task Completion: Ist der Inhalt für den Nutzer hilfreich?: Kennzahl: Abfrage Zufriedenheit
  • Engagement II: Interessiert sich der Nutzer für weiterführende Artikel? Kennzahl: Seiten / Sitzung / qualified Visits II – mehr dazu hier
  • Engagement III: Interessiert sich der Nutzer für transaktionale Inhalte? Kennzahl: Product Page Conversions

Hier einmal ein Beispiel von uns. Wir messen beispielsweise das Feedback unserer Blogleser (falls sie uns eins geben) über Google Analytics. Da sieht dann so aus:

 

H1 & Co. – Überschriftenstruktur und SEO

Wenn du Content erstellst hast du die Möglichkeit über verschiedene Strukturelemente, wie zum Beispiel Überschriften, Titel oder Beschreibungen Google einen Hinweis auf den Schwerpunkt deines Inhaltes zu geben. Suchbegriffe, die in HTML-Elementen, wie Überschriften (H1 -H6, tragen ein höheres Gewicht für die einzelne Suchanfrage, als wenn die Suchanfrage auf die du optimierst im Fliesstext vorkommt.

Ist die Überschriftenstruktur wirklich wichtig für SEO?

So mindestens die Theorie hinter der Bedeutung von Überschriften für deine Suchmaschinenoptimierung. In der Tradition gab es somit in jedem SEO-Leitfaden immer ein Passage zu Überschriften und das diese ein wichtiger Ranking-Faktor für deine Inhalte sind. Vorab Überschriften sind wichtig für deine Suchmaschinenoptimierung, aber vielleicht anders als du denkst.

Was sagt Google zu H1 & Co.?

Da die Überschriftenstruktur immer wieder zu Diskussionen in der SEO-Branche führt, habe ich dir hier mal ein paar Aussagen von Google zu Überschriften zusammengefasst.

  • Google verwendet die Überschriften für Ihre Suchmaschine
  • Überschriften sind eine sehr gute Möglichkeit um Inhalte für Nutzer und Suchmaschinen besser zu strukturieren
  • Google erfasst über die Struktur (h1-h6) die Inhalte einer einzelnen Textpassage
  • Überschriften sind nach wie vor ein starkes Signal für Google, um festzustellen, worum es in einer Textpassage geht
  • Trotzdem ist die Bedeutung der Überschriften manchmal ein wenig übertrieben
  • Google erfasst über eine Überschrift den Inhalt eines zugeordneten Bildes
  • Eine Seite kann auch ohne die Verwendung von Überschriften ein gutes Ranking haben
  • Eine Seite kann auch mehr als eine H1 Überschrift haben

Mehr dazu findest du hier in diesem Video  von John Müller, Search Advocate bei Google, ungefähr bei 35:45 und hier in dieser Zusammenfassung des Google Webmaster Centrals Videos

Soll  die Suchanfrage in die Überschrift?

Soll somit die Suchanfrage immer deine Überschriften? Ich würde dir nicht dazu raten. Es geht ja nicht um eine permanente Wiederholung der immer gleichen Suchanfrage, sondern, wie es ja auch Google sagt, zu analysieren, worum es in einer Textpassage geht. Damit beschreibst du bestmöglich worum es in deinem jeweiligen Absatz geht. Das macht meiner Meinung nach nicht für die SEO Sinn, sondern vor allem auch für die Nutzererfahrung auf deiner Seite. Viele Nutzer gehen auf einen Artikel und versuchen über deine Überschriften zu erkennen, worum es im Detail auf deiner Seite geht. Die Überschriften helfen damit dem Nutzer, schnell den Inhalt deiner Seite im Überblick zu erfassen.

Mein Tipp dazu ist: Wenn dein Nutzer über deine Überschriften die wesentliche Inhalte zum Beispiel deine Blogartikel erfassen kann, dann bist auf dem richtigen Weg
Hinweis Fortgeschritten: Vielleicht hast du auch schon einmal davon gehört, das Google inzwischen in der Lage ist, die Relevanz bestimmter Passagen besser zu verstehen und ggf. zu indexieren. Das Ziel dieses sogenannten „Passage Indexing Updates“ ist es, einem Nutzer nicht nur Dokumente (URL), sondern eine einzelne Passage (Überschrift & Passage) als Ergebnis zur präsentieren. Mehr dazu hier im AI Blog von Google.

Gibt es Tools mit denen ich die Überschriftenstruktur analysieren kann?

Es gibt natürlich zahlreiche Tools, um die Überschriften auf deiner Seite zu analysieren. Mein drei Lieblingstools sind hier zu einen

  • die Webdeveloper Toolbar
  • Das Bookmarklet Highlight Headings und
  • zur systematischen Analyse ScreamingFrog

Analyse von Überschriften mit der Webdeveloper Toolbar

Die Webdeveloper Toolbar ist sowie Pflicht SEO-Tool für jeden Optimierer.  Über den Menüpunkt -> Information -> Document-Outline kannst du dir einen schnellen einen Überblick zu einem einzelnen Inhalt, zum Beispiel Blogbeitrag verschaffen. Hier siehst du die Struktur meines Artikel zu Google Analytics 4. Wen du verstehst worum es in diesem Text geht, ohne die einzelnen Passagen zu lesen, haben wir hier richtig optimiert.

Die Analyse der Überschriftenstruktur in der SEO am Beispiel der Webdeveloper Toolbar

 

Titel und Beschreibungen & die H1

Im August 2021 hat Google ein neues „System“ zur Optimierung von Title’s eingeführt. Das Ziel nach Google Aussagen ist ggf. „bessere“ Title“ für Dokumente zu produzieren. In der Praxis sieht man inzwischen, das Google den Title gerne mit dem H1 Tag der Website ersetzt. Manchmal verwenden sie auch mit den Anchortag von verweisenden Seiten.
Konsequenz: Deine H1 Überschrift kann auch deinen Title Tag verändern

Fazit zu SEO und H1 – H6

Mach ein gute Überschriftenstruktur! Und das für die Suchmaschinen und deine Nutzer! Sicher sind Überschriften nicht das wichtigste Auszeichnungselement auf deiner Seite. Aber, nach wie vor sind gute Überschriften und eine gute Überschriftenstruktur wichtig für das Verständnis deiner Inhalte und insbesondere den Inhalten einzelner Textpassagen. Google verwendet deine Überschriften in Zukunft aber auch für die Indexierung einzelner Passagen und ersetzt ggf. deinen Titel mit deiner H1 Überschrift.

Exkurs: Mobile First, Core Web Vitals und SEO

Neben allen inhaltlichen Aspekten ist aber auch gerade die „technische Nutzererfahrung“ auf deiner Seite enorm wichtig. Das zentrale Stichwort dazu heisst „Core Web Vitals“. Spätestens seit dem Mobile-friendly aus dem April 2015 und dem Mai 2016  ist das gesamte Thema Mobilfreundlichkeit auch für die SEO gesetzt. Weiterhin hat Google im November 2016 angekündigt, dass in Zukunft der Mobile Index der Hauptindex sein wird. Diese Ankündigung aus dem November 2016 hat Google jetzt inzwischen auch mit ihrem Mobile First Index zu Ende März 2018 umgesetzt. Aspekte, wie du dich auf das Thema „Mobile Only Indexing“ einstellen kannst, sind:

  • Crawling: Gibt es Probleme beim Crawlen der mobile Website?
  • Mobilfreundlich: Kann die Website mit Smartphones genutzt werden?
  • Content: Sind die wichtigen Inhalte auf der mobilen Website enthalten?
  • Content II: Werden Inhalte mobilfreundlich präsentiert?
  • Verbindung: Kann Google erkennen, ob eine Inhaltsseite sowohl für Mobil als auch für Desktop angeboten wird und diese in Verbindung bringen?
  • Core Web Vitals: Erfüllen deine Seite, die Core Web Vitals

Weitere Informationen zur mobilen Optimierung findest du auch hier.  Ein Tool zur ersten Analyse findest du hier

Core Web Vitals: Mobile Optimierung und Seitenladegeschwindigkeit

Google hat am 17. Januar 2018 angekündigt, das ab Juli 2018 in der mobilen Suche Seitenladegeschwindigkeit ein Ranking Faktor ist. Ab Juni 2021 gelten auch die Core Web Vitals. Auch wenn es laut Google zuerst darum geht, besonders langsame Seiten zu erkennen, so ist auch das wieder ein klarer Hinweis, dass Geschwindigkeit, Interaktivität und Stabilität deiner Website entscheidende Faktoren sind. Google empfiehlt zur Messung zum Beispiel Tools wie Lighthouse oder auch die Chrome Erweiterung Page Speed Insights, um Schwächen auf der eigene Seite analysieren zu können.

Die wesentliche Kennzahlen, mit denen du dich beschäftigen solltest, sind

  • Largest Contentful Paint: Die Zeit, die benötigt wird, bis der Hauptinhalt der Seite geladen wurde. Achte hinsichtlich der Ladegeschwindigkeit z.B. darauf, dass deine verwendeten Bilder möglichst klein sind. – Mehr hier
  • First Input Delay: Die Zeit, die vergeht, bis der Nutzer mit der Website interagieren kann. – Mehr hier
  • Cumulative Layout Shift: Die Größe des Raums, in dem sich ein Element der Website noch einmal während des Ladevorgangs verschiebt. – Mehr hier

Off-Page SEO

Neben der Onpage-SEO, also allen Massnahmen, die auf deiner Seite umsetzt gibt es auch die Off-Page-Optimierung. Off-Page-SEO sind alle Methoden die du einsetzt, mit dem Ziel „Vertrauen“ für deine Inhalte aufzubauen. Vertrauen kann hier generiert werden über Backlinks und Erwähnungen (Mentions). Das bedeutet die Off-Page Optimierung beschäftigt sich im Schwerpunkt mit dem Linkaufbau.

Aufbau von Vertrauen ist besser als Linkaufbau

Dabei ist Linkaufbau vielleicht nicht das perfekte Wort, weil es um den Aufbau von Vertrauen geht. Da gerade Backlinks ein nach wie vor wichtiger Bestandteil des Google Algorithmus ist kann ein bewusster „Aufbau“ von Verlinkung schnell dazu führen, das du gegen die Google Webmaster Richtlinien verstößt:

Links sind ein wesentlicher Bestandteil des Google Algorithmus.
Quelle: https://searchengineland.com/now-know-googles-top-three-search-ranking-factors-245882

6 Anforderungen an einen Link

  • Erreichbar: Alle Seiten deiner Website, sollten über einen (auffindbaren) Link von einer anderen Seiten erreichbar sein.
  • Anchortext: Der verweisende Link sollte einen verwertbaren Linktext aufweisen, dies gilt insbesondere für interne Verlinkungen
  • Alt: Handelt es sich um einen Bildlink, sollte das Alt-Attribut definiert sein.
  • Limit: Beschränke die Anzahl der ausgehenden Links auf ein vernünftiges Maß.
  • Werbung: Wenn deine Seite Werbelinks auf Partner von Dir enthält, dann kennzeichne diese mit den Attributen rel=„nofollow“ oder rel=„sponsored“.
  • Natürlich: Die Links, die auf deine Seite zeigen, sollten auf Grund deiner guten Inhalte von Nutzern freiwillig gesetzt werden.

Methoden des Linkaufbaus, die sich negativ auswirken

  • Linktausch: Übertriebener Linktausch kann sich negativ auf deine Seite auswirken.
  • Links kaufen: Der Kauf von Links zur Steigerung der eigenen Sichtbarkeit.
  • Links verkaufen: Auch das Verkaufen von Links verstösst gegen die Google Qualitätsrichtlinien.
  • Advertorials: Links aus einer redaktionellen Werbeanzeige sollten gekennzeichnet werden.
  • Presseportale und Webkataloge: Wenn Links aus Pressemitteilungen oder Webkatalogen mit optimierten Anchortexten versehen werden.

Mehr dazu findest du auch hier in den Google Webmaster Richtlinien

Was sind die Konsequenzen bei einem manipulierten Aufbau von Links

Gerade weil Links ein essentieller Bestandteil des Google Suchalgorithmus sind, hat Google das erste mal im April 2012 den sogenannten Penguin-Update ausgerollt, der ursprünglich Webspam-Update hiess.
Der Penguin-Update ist ein Filter von Google, der Webspam erkennen sollte. Die betroffenen Seiten haben teils erheblichen Verlust an Sichtbarkeit hinnehmen müssen. Nicht generell, aber viele betroffene Seiten haben massiv externe (spammige) Verlinkungen aufgebaut, mit dem Ziel, Top-Positionen bei Google zu erreichen. Der Penguin-Update wurde das erste mal am 24. April 2012 international ausgerollt. Inzwischen gibt es keine Penguin-Updates mehr. Google beurteil Linkspam inzwischen auf einer permanenten Basis

Wie gewinne ich gute Links?

Du gewinnst nachhaltig Links am besten über folgenden Massnahmen zur Gewinnung von Links. Dabei heisst hier eine gute Regel, damit du nicht gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstösst. „You should be surprised, when you get a Link“

  • Linkgewinnung durch gute und sinnvolle Inhalte
  • Rückgewinnung von externen Links, die auf eine 404 Seite bei dir zeigen
  • Klassische PR, wie Aufbau von Reputation, zum Aufbau von Links und Erwähnungen

Wie sieht ein gutes Linkprofil aus?

Ein gutes Linkprofil ist erst einmal natürlich entstanden und damit sehr unterschiedlich und „abwechslungsreich“. Das kann zum Beispiel folgende Kriterien erfüllen

  • Diversität: Links von von unterschiedlichen Domains und von Seiten mit einer unterschiedlichen Bedeutung
  • Vertrauen: Ein gutes Linkprofil weisst Links von besonders „vertrauenswürdigen“ Seiten auf, zum Beispiel können Links von Universitäten, Bildungseinrichtungen oder Organisationen aus deinem Umfeld ein Hinweis auf eine hohe Vertrauenswürdigkeit darstellen

Du kannst dein Backpink-Profil in Tools, wie ahrefs, Sistrix, Searchmetrics aber in einem ersten Schritt auch schon in der Google Search Console analysieren.

#5 Ergebnisse – Relevante Kennzahlen in der Suchmaschinenoptimierung

Results – Führt die Optimierung auch zu einer nachweisbaren Erreichung von ökonomischen Zielen?

Was am Ende zählt, sind Resultate. Und bei weitem nicht nur die kurzfristigen und sofortigen.

Im Recap zu einem Conversion Summit haben wir aus dem Vortrag von „Mr. Web-Analytics“ Avinash Kaushik die folgenden Gedanken zusammengetragen:

  • wenn 2% konvertieren, was macht eigentlich der Rest? Die 2% sind zwar diejenigen, die den unmittelbaren Umsatz ausmachen. Aber zu oft konzentrieren wir uns nicht auf die restlichen 98%.
  • Gibt es neben den unmittelbaren Makrokonversionen auch noch Mikrokonversionen, die zwar keine sofortigen, aber einen mittel- oder langfristigen ökonomischen Wert haben?

Liste möglicher Mikrokonversionen

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  • Newsletteranmeldungen
  • Bewertung schreiben
  • Einen Store-Locator aufrufen
  • Aufruf bestimmter, strategisch wichtiger Unternehmensseiten (Produktseiten)
  • Anfrage eines Infopakets

Bei der Betrachtung des ROI der Suchmaschinenoptimierung, sollte neben den Inputfaktoren,

  • Budgets für Ressourcen
  • Berater
  • Know-how
  • Seminare
  • Tools
  • Prozesse,

auch der Output unter dem Gesichtspunkt Makrokonversionen und Mikrokonversionen im Auge behalten werden.

Wie lange dauert Suchmaschinenoptimierung?

Das ist natürlich eine sehr schwere Frage. Grundsätzlich bedeutet das ja für dich, wenn du was umsetzt, wie schnell siehst du erste Auswirkungen. Von welchen Variablen hängt das ab:

  • Art der Optimierung: Eine Veränderung von Titel und Beschreibung kann innerhalb weniger Tage wirken, wenn du Navigationskonzepte und interne Verlinkung optimierst, eher länger
  • Wettbewerbssituation: In Umfeldern, in denen Google sehr viele relevante Dokumente hat, kann es schwer sein, überhaupt Effekte zu haben. Umgekehrt, du bist der erste, der etwas zu einem neuen Thema schreibt, „Go for No.1“.
  • Autorität: Deine Website geniesst Vertrauen bei Google, weil du in der Vergangenheit gute Inhalte und hohes Vertrauen geliefert hast. Umsetzung und Optimierungen können innerhalb von wenigen Tagen wirken.
  • YMYL: Du gehörst zu den Your Money and Your Life Pages, dann ist der Aufbau von Autorität noch wichtiger, Resultate können dann noch länger dauern.
  • Topic: Du bist stark zu einem Thema, wie wir zu Seminaren, SEO oder Google Analytics, neue Inhalte kriegen gute Positionen innerhalb weniger Tage.
  • Neu: Wenn du eine komplett neue Website aufbaust, kann es je nach Konkurrenzsituation, Wochen bis Monate dauern.
  • Google Update: Es gab eine Veränderung durch ein Update (Google Core Update)? Du versuchst, auf Basis deiner Erkenntnisse, aus diesem Update zu optimieren: Hier kann es wieder eine ganze Weile dauern – siehe auch hier die Aussage von John Müller.

Wie analysiere ich den Erfolg neuer Inhalte?

Analyse: Die beste Möglichkeit zur Analyse bietet dir in einem ersten Schritt die Google Search Console. Beobachte bei neuen Inhalten, wie sich

  • Impressionen entwickeln: Gibt Google dir ein Chance auf die erste Seite?
  • Positionen entwickeln: Gibt Google dir eine Chance auf der ersten Seiten, in den Ergebnisse 7-4, oder besser 2-3 und optimal auf 1?
  • CTR entwickelt: Die Klickrate (CTR) ist natürlich abhängig von deiner Position, aber achte genau drauf, welche deiner Suchbegriffe in den Top Positionen keine gute CTR-Performance hat. Hier findest du eine Klick-Studie von Sistrix als Benchmark.
  • Achtung vor dieser Kurve: Deine Inhalte sind gut platziert, plötzlich geht es für einen „Kernsuchbegriff“ in den Positionen nach unten. Du musst dringend optimieren, wie zum Beispiel deine Inhalte aktualisieren oder erweitern:

Wie lange dauert SEO? Abwaertstrends in der Google Search Console analysieren und schnellstmöglich umkehren

Welche Anforderungen gibt es an einen SEO-Manager?

Du hast jetzt mehr Lust auf die Arbeit als Suchmaschinenoptimierer bekommen? Ich habe mal in einer nicht repräsentativen Untersuchung auf diversen Job-Börsen zusammengefasst, was die Aufgaben und Anforderungen an einen SEO-Manager sind? Hier mal die wichtigsten Aspekten. Dazu musst du natürlich unterscheiden, ob du eher ein technischer oder Content-orientierter SEO-Manager bist.

Aufgaben sind im Schwerpunkt:

  • Audit: Durchführung von SEO-Analysen
  • Strategie: Entwicklung von SEO und Content-Strategien
  • Content: SEO-Briefings für Redakteure bzw. Texter erarbeiten
  • Technik: Crawling und Indexierung sicherstellen bzw. optimieren, Core Web Vitals (meist Seitenladegeschwindigkeit)
  • Reporting: Aufbau Kennzahlen, Analysen und Reporting

Welche Anforderungen werden an einen SEO-Manager gestellt?

  • Tools: Google Search Console, Google Analytics, Sistrix, Ryte und der Screamingfrog, manchmal auch Searchmetrics und ahrefs
  • Grundkenntnisse: HTML, CSS und JavaScript, machmal auch PHP
  • Anforderungen: Analytisches Denken

Was sind wichtige Google Updates, die man in der SEO kennen muss?

Es gibt zahlreiche Veränderungen in den Google Suchalgorithmen. Einen Überblick dazu findest du hier. Aber einige Google-Updates musst du kennen. Das sind meiner Meinung nach die 5  wichtigsten Google-Updates, die du als SEO verstehen musst:

  • Panda: Der Panda-Update, ist ein Filter von Google, der qualitativ schlechte, dünne oder minderwertige Inhalte erkennen soll. Die betroffenen Seiten haben durch diesen Update deutlich an Positionen in den Suchergebnissen von Google verloren. Der Panda-Update wurde am 12. August 2011 das erste Mal auf den deutschen Google-Index angewandt.
  • Penguin: Der Penguin-Update ist ebenfalls ein Filter von Google, der Webspam erkennen sollte. Die betroffenen Seiten haben teils erhebliche Verluste an Sichtbarkeit hinnehmen müssen. Nicht generell, aber viele betroffene Seiten haben massiv externe (spammige) Verlinkungen aufgebaut, mit dem Ziel, Top-Positionen bei Google zu erreichen. Der Penguin-Update wurde das erstmal am 24. April 2012 international ausgerollt.
  • Google Core-Update: Einige Mal pro Jahr macht Google grössere Änderungen an seinem Suchalgorithmus. Google spricht in diesem Fall von sogenannten „Core-Updates“. Die meisten Core-Updates führen zu signifikanten Änderungen bei vielen Websites. Das Ziel des „Core-Updates“ sind nicht einzelnen Seiten, sondern es geht Google darum, wie der Algorithmus generell Inhalte beurteilt. Hilfreich zur Beurteilung ist das Konzept E-A-T (Expertise, Authoritativenes, Trustworthiness)
  • Core Web Vitals: Die Core-Web Vitals sind kein wirklicher Update von Google. Core Web Vitals bezieht sich auf die Qualität deiner Website in Hinsicht auf Seitenladegeschwindigkeit, Mobil-Freundlichkeit, Interaktivität und visueller Stabilität deiner Seite. Google wird nach und nach das „Page Experience Update“ ab Mitte Juni 2021 ausrollen. Basis für das Update sind die Core Web Vitals. Mehr dazu findest du hier.
  • RankBrain, Bert & Mum: Das Update BERT und inzwischen MUM haben das Ziel die Interpretation von Suchabfragen durch maschinelles Lernen zu verbessern. BERT steht für für Bidirectional Encoder Representation from Transformers und beinhaltet Ansätze wie „Semi-supervised Sequence Learning“, „Generative Pre-Training“, ELMo und ULMFit. Mehr dazu findest du hier. Mehr zu MUM , das inzwischen nach Google Aussagen 1000 mal performanter ist als BERT, findest du hier.
  • Caffeine:  Caffeine ist die im Juni 2010 veröffentlichte neue Infrastruktur für den  Suchindex von Google. Ziel des Projektes mit dem Namen „Caffeine“ ist es einen „frischeren“ Index für die Nutzer zur Verfügung zu stellen.  Neue Inhalte können schneller gecrawled und  indexiert werden.

Fazit: SEO ist mehr als gute Rankings

SEO ist der wahrscheinlich wichtigste Digital Marketing Kanal. Neben Aspekten, wie Anzahl an Sitzungen, ist gerade auch die Konversionsrate von Nutzern, die über eine Suchmaschine, auf dein Seite kommen, meist sehr hoch. Ein Aspekt der Optimierung, den man nicht immer direkt der (nachhaltigen) Suchmaschinenoptimierung zuordnen kann, ist, dass sie zusätzlich auch noch zu besseren Webseiten führt:

  • Verbesserung der Seitengeschwindigkeit -> Reduktion Absprungrate, Erhöhung Seiten/Besuch, höhere Conversions
  • Optimierung der internen Verlinkung -> Reduktion Absprungrate, Erhöhung Seiten/Besuch, höhere Conversions
  • Bessere Informationsarchitektur -> Reduktion Absprungrate, Erhöhung Seiten/Besuch, höhere Conversions
  • Linkmarketing -> mehr relevanter Traffic, bessere Vernetzung im relevanten Umfeld, höherer Trust
  • Suchbegriffsrecherche -> Aufbau einer nutzerfreundlichen Informationsarchitektur
  • Snippetoptimierung -> Analyse der wichtigsten USPs

Wie bildest du dich weiter als SEO?

Die Basis für deine Entwicklung zu einem guten Suchmaschinenoptimierer ist deine eigene Weiterbildung. Ich möchte dir einige Ressourcen und Inhalte empfehlen, die dir helfen, dich intensiv mit SEO auseinanderzusetzen.

Welche Ressourcen gibt es direkt von Google

Externe Ressourcen zu SEO

FAQ

Warum taucht meine Seite nicht bei Google auf?

Es gibt diverse Gründe warum deine Seite nicht bei Google zu finden ist. Ich habe dir hier 6 Möglichkeiten skizziert.

  • Fehlende Verlinkung: Das Dokument (URL) ist nicht oder nicht ausreichend verlinkt ( intern oder extern)
  • Crawling: Deine URL ist neue und ist noch nicht von Google gecrawlt worden
  • Indexierung: Deine URL ist von Google gecrawlt worden aber du hast die Indexierung unterdrückt.
  • Robots.txt: Du hast den Google Crawler den Zugang zu deiner URL nicht erlaubt
  • Doppelte Inhalte: Du hast „Duplicate Content“ und Google hat sich nur für eine URL entschieden
  • Kanonisierung: Der Inhalt ist vorhanden, aber du hast eine falsche Kanonisierung vorgenommen (rel=“canonical“)

In meinem Artikel „Warum ist meine Seite nicht bei Google zu finden“ zeige ich dir, wie du die Probleme analysieren und lösen kannst.

Was sind wichtige Google Updates die man in der SEO kennen muss?

Es gibt zahlreiche Veränderungen in den Google Suchalgorithmen. Einen Überblick dazu findest du hier. Aber einige Updates musst du kennen. Das sind meiner Meinung nach die 5  wichtigsten Google-Updates, die du als SEO verstehen musst:

  • Panda: Minderwertige Qualität von Inhalte verstehen
  • Penguin: Linkspam identifizieren
  • Google Core-Update: Qualität von Dokumenten verstehen. Hilfreich zur Beurteilung ist das Konzept E-A-T
  • Core Web Vitals: UX deiner Seite, besonders in Hinsicht auf mobile Optimierung
  • BERT: Interpretation von Suchbegriffen
  • Caffeine: Neue Google Infrastruktur zur Optimierung von Crawling und Indexing
  • Page Experience Update: Wie ist die Erfahrung auf deiner Seite, insbesondere Core WebVitals und Mobilfreundlichkeit

Welche Massnahmen gehören zur technischen Suchmaschinenoptimierung?

  • Core Web Vitals: Page Experience, besonders Seitenladegeschwindigkeit
  • Accesibility: Crawling und Indexing steuern
  • Internationales SEO: hreflang, Domainstrategien und Co.
  • Duplicate Content: Probleme bei der Kanonisierung von Inhalten beheben
  • Strukturierte Daten: Optimierung strukturierter Daten (Schema.org)
  • Weiterleitungsmanagement: Korrekte Routinen für die Weiterleitung von Inhalten entwicklen und umsetzen (insbesondere beim Relaunch)

Welche Massnahmen gehören zur Optimierung von Inhalten?

  • Audits: Erstellen von Content-Audits
  • Redaktionsplan: Content-Strategien entwickeln
  • Nutzer verstehen: Analyse von Keywords
  • Creation: Erstellung von Inhalten
  • Task-Completion: Optimierung der Inhalte auf Aufgabenerfüllung
  • Snippets: Optimierung Titel und Beschreibung
  • Trust: Interne und externe Verlinkung

Was sind wichtige SEO-Trends für das Jahr 2021

  • Zero-Click Searches: Google ist dein Wettbewerber
  • Nutzersignale: Such-Intention und Aufgabenerfüllung verstehen
  • SEO-KPIs: CTR und Search-Return-Rate, als zentrale Kennzahlen für die SEO
  • UX: Core Web Vitals als Basis für die Nutzererfahrung auf deiner Seite
  • Become a Brand: Vertrauen aufbauen (EAT | Expertise-Authority-Trustworthiness)

3 Kommentare zu “ᐅ [ Definition ] Was ist SEO? Suchmaschinenoptimierung 2021!”

  1. Sebastian

    31.05.2016 um 12:00 Uhr

    Großartige Zusammenstellung, danke dafür.
    Viel zu schade, die Knowledge-Box bei der Suchanfrage „Was ist SEO“ Absolventa.de zu überlassen, vor allem da ihr deutlich bessere Inhalte habt.
    Aber das korrigiert ihr sicherlich bald ;)

  2. Julius

    09.09.2021 um 10:56 Uhr

    Das ist tatsächlich die größte Zusammenfassung zum Themenkomplex SEO, die ich bisher durchlesen konnte. Vielen herzlichen Dank für deine Mühe! Damit hilfst du sowohl Anfängern, als auch Fortgeschrittenen Bloggern weiter! Für diese Arbeit kann ich mich nur bedanken. Und bitte niemals vergessen, dass man für SEO einen unglaublich stark ausgeprägten Geduldsfaden benötigt.
    Herzliche Grüße
    Julius von iBlogging

    • Alexander Holl

      16.09.2021 um 09:44 Uhr

      Danke lieber Julius für deinen Kommentar inzwischen habe ich auch noch einen Paragrafen zum Thema Überschriftenstruktur (also H1-H6) und die Bedeutung für SEO ergänzt.

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