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Kampagnenstart ist nicht gleich Kampagnenende!
Bisher ging es in dieser Artikel-Serie um Strategie, Conversion-Tracking, Keywords, Kampagnentypen, Budget und Gebotsstrategien. Damit hast du das Fundament gelegt, aber jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Du solltest deine Kampagnen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen, sondern sie regelmäßig prüfen und optimieren.
Wir stellen dir heute 3 grundlegende und 3 fortgeschrittene Optimierungsmaßnahmen vor. Falls du noch keine Kampagnen erstellt haben solltest, hast du hier alle vorherigen Teile unserer Serie „Google Ads Strategie für Einsteiger:innen“.
Eine der wichtigsten und gleichzeitig einfachsten Optimierungsroutinen ist der Blick in den Suchbegriffsbericht. Dort siehst du nicht nur die Keywords, die du eingebucht hast, sondern auch die tatsächlichen Suchanfragen, für die deine Anzeigen ausgespielt wurden. Dieser Bericht verrät dir, ob dein Budget in passende Suchanfragen fließt, oder ob Google deine Anzeigen auch bei Suchanfragen ausspielt, die gar nicht zu deinem Angebot oder der Suchintention passen.
Gerade bei den Match Types Phrase Match und Broad Match sowie bei automatisierten Funktionen wie AI Max und in PMax-Kampagnen ist diese Kontrolle wichtig. Je mehr Spielraum du Google bei der Ausspielung lässt, desto häufiger können Suchbegriffe auftauchen, die gar nicht deinen eingebuchten Keywords (oder zumindest deren Sinn) entsprechen.
So gehst du vor:
1. Öffne in Google Ads die gewünschte Kampagne oder Anzeigengruppe.
2. Gehe zum Bereich Kampagnen > Statistiken und Berichte > Suchbegriffe
3. Stelle einen sinnvollen Zeitraum ein, z. B. „letzte 30 Tage“, wenn du den Bericht alle 30 Tage analysierst.
4. Setze eine Filter für „Hinzugefügt/Ausgeschlossen: Keines“, damit du nur Suchbegriffe siehst, die du weder eingebucht noch bereits ausgeschlossen hast.
5. Blende wichtige Spalten ein, z. B. Kosten, Klicks, Conversions, CPA und ggf. auch Conversion-Wert.
6. Sortiere anschließend nach Kosten und zu sehen, welche Suchbegriffe tatsächlich Budget verbraucht haben.

7. Prüfe jetzt die Suchintention: Welche Begriffe passen zu deinem Angebot, und welche nicht?
8. Über das Häkchen an der linken Seite kannst du alle Begriffe markieren, für die du nicht ranken möchtest und sie anschließend über den Button „Als auszuschließendes Keyword hinzufügen“ als negatives Keyword auf Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene ausschließen. Du hast auch die Möglichkeit, die Suchbegriffe einer Ausschlussliste hinzuzufügen, die du dann auch auf anderen Kampagnen anwenden kannst.

Beispiel: Wir wollen unser Google-Ads-Seminar bewerben. Begriffe wie „google ads kostenlos“, „google ads login“, „google ads jobs“ oder „google ads support“ markieren wir als auszuschließende Keywords, da hinter ihnen eine ganz andere Suchintention steckt, die wir gar nicht bedienen.
Wichtig dabei: Setze negative Keywords nicht blind ein. Ein Begriff wie „kosten“ kann durchaus relevant sein, wenn jemand wissen will, wie viel ein Seminar kostet. „Kostenlos“ wäre dagegen bei einem kostenpflichtigen Angebot eher unpassend. Entscheidend ist also nicht nur das Wort selbst, sondern auch die Intention dahinter.
Achte außerdem auf den passenden Ausschluss-Typ. Negative Keywords funktionieren anders als normale Keywords: Sie sind wörtlicher und schließen nicht automatisch alle Varianten, Synonyme oder verwandten Begriffe aus.

Der Suchbegriffsbericht ist nicht nur da, um passende Suchanfragen auszuschließen, sondern er zeigt dir auch, welche Suchbegriffe besonders gut funktionieren. Diese Begriffe können die Performance deiner Kampagne positiv beeinflussen.
Bleibe dafür im gleichen Bericht und sieh dir nicht nur die Begriffe mit hohen Kosten an, sondern die Begriffe mit guten Ergebnissen. Interessant sind vor allem Begriffe, die tatsächlich Conversions auslösen und eine gute CVR aufweisen. Solche Suchbegriffe zeigen dir, welche Formulierungen Nutzer:innen wirklich benutzen.
Voraussetzung für diese Analyse ist, dass dein Conversion-Tracking korrekt eingerichtet ist.
So gehst du vor:
1. Bleibe im Suchbegriffsbericht deiner Kampagne oder Anzeigengruppe.
2. Sortiere die Begriffe nach Anzahl der Conversions.
3. Suche nun nach Begriffen, die möglichst viele Conversions auslösen und zu deinem Angebot passen.

4. Prüfe, ob diese Suchbegriffe bisher nur über ein breiteres Keyword ausgelöst wurden (Phrase Match oder Broad Match), oder ob nicht schon ein Exact Match Keyword existiert.
5. Nimm besonders relevante Suchbegriffe als eigene Keywords auf, wenn es noch kein Exact Match Keyword dazu gibt.
6. Überlege dir, ob daraus eine eigene Anzeigengruppe sinnvoll ist, wenn sich die Suchintention deutlich von anderen Begriffen unterscheidet. Zu jedem neuen Keyword kannst du optional eine neue, finale URL und einen max. CPC angeben, wenn du das möchtest.

Ein Beispiel: Wir bewerben unser Google-Ads-Seminar und haben im Suchbegriffsbericht erkannt, dass „google ads seminar für anfänger“ regelmäßig Seminaranmeldungen bringt. Diesen zufälligen Treffer haben wir genauer betrachtet, ihn als eigenes Keyword aufgenommen und eine weitere Anzeige erstellt, die stärker auf Einsteiger:innen ausgerichtet ist. Eine eigene Anzeigengruppe haben wir nicht erstellt, da „google ads seminar für anfänger“ zu wenig von „google ads seminar“ abweicht.
Dabei gilt: Nicht jeder gute Suchbegriff braucht sofort eine eigene Kampagne oder Anzeigengruppe. Wenn ein Begriff nur einmal geklickt wurde, ist die Datenbasis noch zu klein. Wenn ein Suchbegriff aber wiederholt gute Ergebnisse liefert oder eine besonders klare Suchintention zeigt, lohnt es sich, ihn gezielter zu steuern.
Anzeigen und Assets müssen ebenso gepflegt werden wie die Suchbegriffe. Nach dem Kampagnenstart zeigen dir Leistungsdaten, welche Botschaften funktionieren, welche nur Klicks auslösen und welche kaum ausgespielt werden. Diese Daten kannst du nutzen, um deine Anzeigen Schritt für Schritt relevanter zu machen.
Deine Anzeigen bewertest du auf Basis der Anzeigeneffektivität. Diese wird unterteilt in „unvollständig“, „schlecht“, „durchschnittlich“, „gut“ und „sehr gut“. Google gibt an, dass jede Anzeigengruppe mindestens eine „gute“ oder „sehr gute“ Anzeige haben sollte.
So gehst du vor:
1. Öffne die Anzeigenübersicht und prüfe dort die Anzeigeneffektivität für die aktiven RSAs (Responsive Search Ads).

2. Kümmere dich zunächst um Anzeigen, die als „unvollständig“ gekennzeichnet sind. Diese sind am leichtesten zu bearbeiten. Öffne den Anzeigeneditor und füge fehlende Titel, Beschreibungen und Sitelinks ein.
3. Um alle anderen Anzeigen zu verbessern, hältst du dich am besten an die Tipps von Google zur Verbesserung der Anzeigeneffektivität.
4. Du solltest deine Anzeigen nicht nur anhand der Anzeigeneffektivität bewerten. Klickrate, Conversions, CVR und CPA sind mindestens genauso wichtig. Performt eine Anzeige hier nicht wie gewünscht, öffnest du ebenfalls den Editor und prüfst: Sind Anzeigentitel und Beschreibungen konkret genug? Wird die Suchintention aufgegriffen oder besteht deine Anzeige aus generischen Aussagen wie „jetzt informieren“ oder „Top Angebot“? Passe schwache Assets ggf. an.

5. Als nächstes öffnest du den Asset-Bericht. Sieh dir Impressionen und Klicks an: Je mehr Impressionen ein Asset hat, desto öfter wird es ausgespielt und desto überzeugter ist Google davon, dass dieses Asset gut performt. Die CTR gibt im Gegenzug an, wie überzeugend das Asset für die Nutzer:innen und Nutzer ist. Assets mit sehr vielen Impressionen, aber einer sehr geringen CTR, solltest du entfernen und stattdessen neue, bessere Assets hinzufügen.
6. Auch Assets, die gar nicht ausgespielt werden, kannst du schrittweise durch performantere Varianten ersetzen.
Beispiel: Wie du siehst, scheinen bei uns Assets im Zusammenhang mit dem Zertifikat besser zu performen, als Assets im Bezug auf die Praxisübungen: Die CTR ist fast doppelt so hoch.
Wenn deine Kampagnen bereits mit automatischen Gebotsstrategien arbeiten, solltest du Zielwerte und Budgets nicht abrupt verändern. Google braucht stabile Signale, um Gebote sinnvoll anzupassen. Zu große oder zu häufige Änderungen können dazu führen, dass die Kampagne wieder neu lernen muss oder die Auslieferung stark schwankt.
Bei Ziel-CPA und Ziel-ROAS geht es deshalb nicht darum, sofort den perfekten Zielwert einzustellen, sondern darum, die tatsächliche Performance zu beobachten und Zielwerte schrittweise anzupassen.
So gehst du vor:
Beispiel: Eine Search-Kampagne erzielt seit mehreren Wochen stabil Anfragen zu etwa 80 Euro CPA. Statt den Ziel-CPA direkt auf 40 Euro zu senken, könntest du zunächst 75 Euro testen und beobachten, ob die Kampagne weiterhin genügend Conversions erzielt. Wenn die Auslieferung stabil bleibt, kannst du später weiter optimieren. Bricht die Reichweite dagegen stark ein, war der Zielwert möglicherweise zu ambitioniert
Auch stärker automatisierte Kampagnentypen wie Max, Display oder Demand-Gen darfst du nicht einfach blind laufen lassen. Gerade wie Google hier so viel automatisiert, solltest du die Ausspielung regelmäßig kontrollieren. Sonst kann es passieren, dass Budget für Views und Klicks verwendet wird, die gar nicht auf deine Ziele einzahlen.
Im Gegensatz zu den Suchkampagnen steuerst du hier weniger über einzelne Keywords und Suchbegriffe, sondern mehr über Berichte, Assets, Zielgruppensignale, Placements und die Conversion-Qualität.
So gehst du vor:
1. Prüfe, wo deine Anzeigen ausgespielt werden
Schaue dir je nach Kampagnentyp verfügbare Berichte zu Kanälen, Placements, Zielgruppen oder Asset-Gruppen an. Bei Display und Demand Gen sind Placements besonders wichtig, weil Anzeigen auf vielen Websites, Apps oder YouTube-Flächen erscheinen können. Bei Performance Max solltest du prüfen, welche Hinweise dir Channel-Reports, Asset-Gruppen und Suchbegriffs-Insights liefern.

2. Achte auf Ausspielungen mit viel Kosten, aber wenig Qualität
Suche nach Bereichen, die viele Impressionen oder Klicks erzeugen, aber kaum Conversions bringen. Das können bestimmte Placements, Zielgruppen, Produkte, Asset-Gruppen oder Kanäle sein. Wichtig ist dabei: Bewerte nicht nur nach Reichweite, sondern nach dem Beitrag zu deinem Ziel.

3. Schließe unpassende Placements aus
Wenn du bei Display oder Demand Gen erkennst, dass Anzeigen auf unpassenden Websites, Apps oder YouTube-Platzierungen erscheinen, solltest du Ausschlüsse prüfen. Das gilt besonders, wenn diese Placements Budget verbrauchen, aber keine relevanten Conversions erzeugen oder nicht zu deiner Marke passen.

Wir haben hier beispielweise ein russischsprachiges und ein arabischsprachiges YouTube-Video ausgeschlossen, da Personen, die sich diese Videos ansehen, vermutlich nicht an unseren deutschsprachigen Seminaren interessiert sind.
4. Prüfe deine Assets und Creatives
Bei PMax, Demand Gen und Display spielen Bilder, Videos, Texte und Asset-Gruppen eine große Rolle. Vergleiche, welche Assets häufig ausgespielt werden und welche schwach abschneiden. Ersetze Creatives, die zu allgemein sind, nicht zur Zielgruppe passen oder keine klare Botschaft transportieren. Du findet den Asset-Bericht unter Kampagnen > Assets > Assets
5. Kontrolliere Zielgruppensignale und Suchthemen
Zielgruppensignale und Suchthemen helfen Google, die passende Richtung zu finden. Prüfe regelmäßig, ob diese Signale noch zu deinem Angebot passen. Wenn du sehr breite oder ungenaue Signale verwendest, kann die Kampagne in eine Richtung lernen, die zwar Reichweite bringt, aber wenig relevante Nachfrage erzeugt.
6. Bewerte PMax nicht nur nach Gesamt-Conversions
Performance Max kann sehr gute Ergebnisse zeigen, aber du solltest genauer prüfen, woher diese Ergebnisse kommen. Wenn ein großer Teil der Conversions aus Brand-Nachfrage, Remarketing oder Bestandskund:innen entsteht, ist die Kampagne möglicherweise weniger stark in der Neukundengewinnung, als es auf den ersten Blick wirkt.
Auch wenn Optimierung wichtig ist: Du solltest nicht jeden Tag an Keywords, Anzeigen, Budgets, Zielwerten und Kampagneneinstellungen drehen. Google braucht Zeit, um nach den Änderungen neue Daten zu sammeln und die Ausspielung dementsprechend anzupassen. Wenn du zu schnell wieder etwas veränderst, kannst du oft nicht mehr nachvollziehen, welche Änderung welchen Effekt gehabt hat.
Das gilt besonders bei größeren Änderungen, zum Beispiel wenn du den Ziel-CPA anpasst, den Ziel-ROAS veränderst, Budgets deutlich erhöhst oder neue Anzeigenvarianten testest. Viele Conversions entstehen außerdem nicht sofort nach dem Klick, sondern erst Tage oder Wochen später. Wenn du zu früh bewertest, fehlen möglicherweise noch wichtige Daten.
Arbeite deshalb lieber mit klaren Hypothesen: Was möchtest du verbessern? Welche Änderung nimmst du dafür vor? Woran erkennst du, ob sie funktioniert hat? Dokumentiere größere Anpassungen und gib ihnen genügend Zeit, bevor du die nächste Hypothese formulierst und auf die Probe stellst.
Google Ads Optimierung bedeutet nicht, täglich möglichst viele Einstellungen zu verändern. Entscheidend ist, regelmäßig die richtigen Signale zu prüfen: Welche Suchbegriffe verbrauchen Budget, welche Anzeigen führen zu qualifizierten Klicks und welche Kampagnen liefern wirklich wertvolle Conversions? Gerade nach dem Kampagnenstart helfen dir Suchbegriffsbericht, Anzeigenleistung, Assets und Zielwerte dabei, Schritt für Schritt bessere Entscheidungen zu treffen. Bei automatisierten Kampagnentypen wie Performance Max, Demand Gen oder Display wird außerdem wichtig, die Ausspielung, Creatives und Conversion-Qualität im Blick zu behalten. Wenn du Änderungen gezielt vornimmst, dokumentierst und nicht zu früh bewertest, entwickelst du deine Kampagnen auf Basis echter Leistungsdaten weiter.
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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