121WATT

Haben Sie Fragen?
089 416126990

Wie du deinen Content durch Republishing effizient einsetzt und so das meiste aus ihm herausholst

Zum Lesen auf deinem Desktop Erinnerung einrichten »

Keine Artikel mehr verpassen? Jetzt Newsletter abonnieren »

Stell dir vor, Apple stellt im Herbst das iPhone 6s vor. Es gibt ein Event, einen großen, bunten Marketing-Knall und dann… Stille. Keine TV-Spots, keine Reviews – nichts mehr. Eine Woche später kommt dann das iPhone 7 – inklusive einem neuen Event und allem Drum und Dran. Unvorstellbar? Ein bisschen. Und doch handeln Blogger und Content-Marketer jeden Tag exakt auf die beschriebene Weise. Sie schreiben großartigen Content, veröffentlichen und promoten ihn, freuen sich über Traffic und schreiben dann den nächsten Artikel.

Klar: man muss ständig für neuen Content sorgen. So ist das Geschäft, so ticken die Uhren einfach. Aber warum nicht das meiste aus dem herausholen, was man schon hat? Warum der Effektivität nicht ein wenig Effizienz verpassen? Die Prämisse lautet deshalb vielleicht nicht mehr, alten Content zu toppen. Vielleicht lautet sie, Content strategisch geschickt einzusetzen. Intelligentes Recycling also, das mindestens den gleichen Mehrwert bietet.

Solltest du gerne mehr wissen wie man Content Marketing strategisch und taktisch richtig angeht, haben wir einen umfangreichen Artikel zur Definition von Content Marketing geschrieben.

Definition muss sein

Bei diesem Thema kann schnell Verwirrung aufkommen. Deshalb hier in aller Kürze meine Definition von Republishing: Ich betrachte Republishing als jede Wiederveröffentlichung des gleichen Contents – auch in leicht abgewandelter und aktualisierter Weise – unabhängig von seiner Form. Ganz klar abgrenzen möchte ich Republishing vom Remarketing, das ich als Wiedervermarktung in Form von Verweisen auf den Content definiere.

Hast du schon einmal über Republishing nachgedacht? Es ist machbar. Ohne negativen Beigeschmack. Ohne Betrug an der Zielgruppe. Es kann sogar den Wert deiner Inhalte steigern.

Wie du Content fürs Republishing findest

Zuerst einmal: es geht hier nicht darum, einen Blog Post aus dem September letzten Jahres im Juni diesen Jahres einfach noch einmal unverändert und an derselben Stelle zu veröffentlichen. Das wäre spammy und einfallslos. Es geht darum, deinen Content erneut und auf andere Weise unters Volk zu bringen.

Publikumslieblinge

Für gutes Republishing könntest du zunächst nach dem Content suchen, der besonders beliebt ist. Schau also, was am besten funktioniert hat. Wenn deine Inhalte den Menschen geholfen haben, die sie beim ersten Mal gesehen haben – warum dann nicht auch jemandem, der sie erst jetzt sieht? Zeit und Gelegenheit sind Faktoren, die nicht unter den Tisch fallen sollten.

Log dich also in Google Analytics ein und schau nach:

Verkannte Genies

Such nach den Blog-Posts, von denen du wirklich überzeugt bist. Nach denen, die du im Moment der Veröffentlichung für deine größten Würfe gehalten hast. Nur weil sie damals nicht gezündet haben, heißt das nicht, dass sie nicht genau jetzt zum Blockbuster-Blog-Posts werden können. Vielleicht warst du damals einfach zu früh dran. Ein tiefer Griff in die Zitate-Kiste bringt es auf den Punkt:

„Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“ (Victor Hugo)

Stichwort Zeit: ein Republishing bedeutet auch immer die Gelegenheit von den Influencern gesehen zu werden, denen dein Content vorher entgangen ist.

Gaststars

Suche nach Inhalten, die du als Gastartikel auf anderen Websites platziert hast. Schau dabei nach denen, die dort besonders gut funktioniert haben. Das verraten dir unter anderem die Zahl der Social Shares und der Kommentare. Vielleicht haben deine Leser damals nicht mitbekommen, dass du dort etwas wirklich Gutes veröffentlicht hast. Gib ihnen die Chance, das zu erkennen. Dein Republishing ist in diesem Fall eher ein Hinweis an das eigene Publikum. Auf keinen Fall solltest du diesen Blog-Post nun selbst wiederveröffentlichen. Erstens könntest du so bei Unterschlagung eines Canonicals echten Schaden anrichten und zweitens wäre es einfach unhöflich.

Dauerbrenner

Damit meine ich echte Evergreens. Content, der garantiert funktioniert. Achte unbedingt darauf, ob sich inhaltlich in der Zwischenzeit Änderungen ergeben haben. Auch wenn es nur Details sind: ein Blog-Post, der veraltet wirkt, gewinnt online keinen Blumentopf. Gerade Evergreens sind diesbezüglich durch ihre lange Existenz möglicherweise ein Risiko. Prüfe deshalb jeden Blog-Post darauf, ob er sich jetzt zum Republishing eignet.

Wie man einen Underdog zum Star macht

Wenn ein Post nicht funktioniert, hat das selten was mit Inhalt oder Schreibstil zu tun – es sei denn hier hast du wirklich Mist gebaut. Wahrscheinlicher ist, dass der Blog-Post zur falschen Zeit gepostet, zu wenig oder falsch promoted, der Benefit nicht hervorgehoben oder die Zielgruppe falsch angesprochen wurde. Möglicherweise hast du damals auch einfach zu wenige Follower gehabt. Wenn dein Blog-Post diesmal ein Erfolg werden soll, muss du noch mal ran.

Lies deinen Post mit dem dir nun zur Verfügung stehenden zeitlichen Abstand noch einmal sehr sorgfältig. Dann optimiere und schleife ihn. Prüfe – ähnlich wie beim Blockbuster – ob du Passagen aktualisieren musst. Noch mal: in der Zwischenzeit kann sich einiges getan haben. Vor allem im Tech-Bereich oder bei Themen wie Entwicklung und Marketing ist Vorsicht geboten.

Nimm anschließend auch die Headline unter die Lupe. Ist sie ansprechend genug? Vermittelt sie, was du sagen möchtest? Dazu empfehle ich dir unbedingt, meinen Artikel über wirksame Headlines zu lesen. Achte auch auf die verwendeten Bilder und Grafiken. Vielleicht brauchen sie eine inhaltliche oder gestalterische Kur.

Neue Zielgruppen ansprechen

Wenn du dir die Perlen unter deinen Inhalten ansiehst, stell dir auch diese Frage: „Kann das eventuell auch anderen Leuten helfen?“ Kannst du das bejahen, hast du vielleicht großes Potenzial entdeckt. Denn auf diese Weise kannst du deinen Content unter Umständen einer neuen und großen Gruppe vorstellen.

Wechsle den Kanal

Bis hierher haben wir über deinen Content in Online-Medien gesprochen. Dabei gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, deiner Zielgruppe auch das letzte Quäntchen Nutzen zugänglich zu machen. Indem du deine Inhalte in ihrer Form variierst, erreichst du möglicherweise andere Personen, als es mit einem Blogartikel möglich gewesen wäre.

Hier sind einige meiner Lieblingsbeispiele:

Fire and Forget war gestern

Du siehst: es gibt eine Menge Möglichkeiten, deine hart erarbeiteten Inhalte durch Republishing effizient einzusetzen. Ist es nicht eigentlich völlig widersinnig, keinen Gebrauch von ihnen zu machen? Content ist eine der Säulen, auf denen ein Online-Business steht. Er ist eine wertvolle Ressource. Behandeln wir ihn also auch so. Nachhaltig und mit Bedacht.

Wie hilfreich war dieser Artikel für dich?

Vielen Dank

Deine Meinung zählt, schreibe uns einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.