Digital Leadership lernen: So führst du Menschen, Teams und Prozesse in digitalen Arbeitswelten

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Dein Team arbeitet hybrid an mehreren Standorten, das Weekly endet ohne klare Entscheidungen und bei jeder zweiten Entscheidung landet der Ball wieder bei dir?
Die Zahlen dazu sind eindeutig: Laut einer Studie von McKinsey scheitern rund 70 Prozent aller digitalen Transformationsprojekte – nicht wegen fehlender Technologie, sondern wegen unzureichender Führung. Teams, die aneinander vorbei arbeiten. Entscheidungen, die zu langsam getroffen werden. Führungskräfte, die mit analogen Werkzeugen in einer digitalen Welt navigieren.
Das Problem ist nicht die Digitalisierung. Es ist ein Führungsproblem.
Und die Antwort darauf? Digital Leadership!

Dein Team arbeitet hybrid an mehreren Standorten, das Weekly endet ohne klare Entscheidungen und bei jeder zweiten Entscheidung landet der Ball wieder bei dir?
Die Zahlen dazu sind eindeutig: Laut einer Studie von McKinsey scheitern rund 70 Prozent aller digitalen Transformationsprojekte – nicht wegen fehlender Technologie, sondern wegen unzureichender Führung. Teams, die aneinander vorbei arbeiten. Entscheidungen, die zu langsam getroffen werden. Führungskräfte, die mit analogen Werkzeugen in einer digitalen Welt navigieren.
Das Problem ist nicht die Digitalisierung. Es ist ein Führungsproblem.
Und die Antwort darauf? Digital Leadership!

In diesem Artikel erfährst du, was Digital Leadership von klassischer Führung unterscheidet und warum moderne Führung heute in vier zentralen Dimensionen aufgeteilt wird: Selbstführung, Mitarbeiterführung, Teamführung und strategische Führung im Wandel.

Warum stößt klassische Führung heute an ihre Grenzen?

Traditionelle Führungsmodelle wurden für eine Welt entwickelt, die es so nicht mehr gibt: planbar, hierarchisch, langsam. Entscheidungen werden nach oben eskaliert, abgestimmt und freigegeben. Dieses klassische „Command and Control“-Modell, zieht sich oft über Tage (oder Wochen). Bei den Mitarbeitenden erzeugt das Frustration statt Motivation, Abhängigkeit statt Eigenverantwortung und Langsamkeit statt Agilität.
Denn: Die Realität sieht heute anders aus. Teams arbeiten verteilt, Wissen ist nicht mehr an Positionen gebunden und Entscheidungen müssen oft schneller fallen, als es klassische Abstimmungs- und Freigabeprozesse erlauben.

FÜHRUNG FRÜHER VS. HEUTE

LEISTUNGSVERSTÄNDNIS: früher - Anwesenheit galt als Maßstab für
Leistung; heute - Ergebnisse und Beiträge zählen

UMGANG MIT WISSEN: früher - Führungskräfte hatten einen
Wissensvorsprung; heute - Wissen ist im Team verteilt und digital verfügbar

FÜHRUNGSLOGIK: früher - Kontrolle sollte Sicherheit schaffen; heute - Es herrscht Klarheit über Ziele, Rollen und Erwartungen

ENTSCHEIDUNGSFINDUNG: früher - Entscheidungen wurden nach oben eskaliert; heute - Teams bekommen
Entscheidungsspielräume und treffen schneller selbst
Entscheidungen

Praxischeck: Woran du erkennst, dass dein Führungsmodell nicht mehr passt

    • Zu viele Entscheidungen landen bei dir
    • Dein Team ist beschäftigt, aber nicht fokussiert
    • Meetings erzeugen wenig Verbindlichkeit
    • Feedback findet zu selten statt
    • Veränderungen stoßen schnell auf Widerstand

Hier setzt Digital Leadership an: nicht als Buzzword, sondern als konkrete Antwort auf genau diese Führungsprobleme.

Was ist Digital Leadership?

Digital Leadership beschreibt die Fähigkeit, Menschen und Organisationen in einer von Digitalisierung geprägten Arbeitswelt erfolgreich zu führen. Es geht nicht darum, als Führungskraft selbst jede Technologie perfekt zu beherrschen. Entscheidend ist vielmehr, in einem Umfeld von Unsicherheit, Schnelligkeit und Komplexität handlungsfähig zu bleiben, Orientierung zu geben und Leistung zu ermöglichen.

Die zentrale Frage lautet heute nicht mehr: „Wie kontrolliere ich Arbeit?“, sondern: „Wie ermögliche ich Leistung?“

Ein Digital Leader führt dementsprechend nicht vor allem durch Kontrolle sondern über Klarheit, Vertrauen, Kommunikation und der Bereitschaft, sich selbst kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Besonders hilfreich ist dabei ein Blick auf vier zentrale Führungsfelder: Leading Myself, Leading People, Leading Teams und Leading Business. Wenn du in allen vier Bereichen wirksam bist, führst du nicht nur moderner, sondern oft auch deutlich erfolgreicher.

Die 4 Dimensionen des Digital Leaderships

4 DIMENSIONEN DES DIGITAL LEADERSHIPS

Leading Myself: Selbstführung heißt, Zeit, Energie und Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. So führst du auch unter Druck klar und wirksam. Beispiel: Mit dem Kalender-Audit erkennst du, welche Termine wenig Mehrwert bringen. Reduzierst du Meetings und schützt Fokuszeiten, bleibt mehr
Raum für Führung.

Leading People: Leading People heißt, Mitarbeitende individuell zu führen, Motivation zu verstehen und klare Orientierung zu geben. Beispiel: In regelmäßigen 1:1-Gesprächen klärst du Ziele, gibst Feedback und förderst Entwicklung. So entstehen Vertrauen, Verbindlichkeit und mehr Eigenverantwortung.

Leading Teams: Leading Teams heißt, Zusammenarbeit zu gestalten.
V. a. in hybriden Teams braucht es klare Rollen, gemeinsame Werten und gute Formate.
LEADING MYSELF
Selbstführung heißt, Zeit, Energie und Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. So führst du auch unter Druck klar und wirksam.
Beispiel: In regelmäßigen 1:1-Gesprächen klärst du Ziele, gibst Feedback und förderst Entwicklung. So entstehen Vertrauen, Verbindlichkeit und mehr Eigenverantwortung.
Beispiel: Mit einem strukturierten Sync-Meeting schaffst du Transparenz, klärst Hindernisse und triffst Entscheidungen. So stärkst du Ausrichtung und Zusammenarbeit im Team.
Beispiel: Mit dem Kalender-Audit erkennst du, welche Termine wenig Mehrwert bringen. Reduzierst du Meetings und schützt Fokuszeiten, bleibt mehr
Raum für Führung.

Leading Business: Leading Business beschreibt die strategische Seite von Führung.
Du gestaltest Veränderung aktiv, erkennst Chancen früh und richtest den Bereich zukunftsfähig aus.
Beispiel: Bei neuen KI-Tools prüfst du Nutzen, Stakeholder und Risiken. So gelingt Veränderung und wird im Team besser angenommen.

Leading Myself – Selbstführung als Fundament

Bevor du andere führst, musst du dich selbst führen können. Das klingt selbstverständlich, wird im Führungsalltag aber erstaunlich selten konsequent umgesetzt. Denn gerade in digitalen Arbeitsumfeldern gerätst du als Führungskraft schnell in einen Modus aus Reaktion, Taktung und Dauererreichbarkeit.

Effektives Selbstmanagement bedeutet heute mehr als gutes Zeitmanagement. Es geht darum, Prioritäten zu setzen, Fokus zu schützen und die eigene Energie so zu steuern, dass überhaupt noch Raum für Führung bleibt.

Nimm dir kurz Zeit, um die folgenden Fragen für dich selbst zu beantworten:

  • Wie gehst du mit einem Kalender um, der permanent überläuft?
  • Wie setzt du Prioritäten, wenn alles dringend ist?
  • Wie schützt du deine kognitive Leistungsfähigkeit in einem Umfeld voller Ablenkungen und Benachrichtigungen?

Viele Führungskräfte sind den ganzen Tag beschäftigt: Meetings, Rückfragen, Freigaben, spontane Abstimmungen. Gute Selbstführung heißt deshalb, nicht einfach alles mitzumachen, sondern bewusst Prioritäten zu setzen, den eigenen Fokus zu schützen und die verfügbare Energie sinnvoll einzuteilen. Entscheidend ist, dass du als Führungskraft erkennst, wo dein Einsatz wirklich nötig ist und wo du Verantwortung besser im Team lässt. Wer dauerhaft nur reagiert, statt bewusst zu steuern, verwaltet am Ende vor allem Auslastung.

Praxisübung: Kalender Audit
Schau dir die letzten zwei Wochen in deinem Kalender an. Wie viel Zeit hast du in Meetings verbracht, die du als wenig wertvoll erlebt hast? Was hast du dabei nicht getan, was eigentlich wichtig gewesen wäre? Die meisten Führungskräfte sind erschüttert, wenn sie diese Rechnung wirklich aufmachen.

Fähigkeiten, die du als Führungskraft besitzen solltest, um Leading Myself zu praktizieren:

  • Agil vorgehen: Du reagierst flexibel auf neue Situationen und passt dein Handeln an veränderte Rahmenbedingungen an.
  • Proaktiv sein: Du wartest nicht ab, sondern erkennst Herausforderungen früh und stößt Veränderungen aktiv an.
  • Anpassungsfähig denken: Du planst nicht starr, sondern denkst in Optionen, Szenarien und sinnvollen nächsten Schritten.
  • Lernbereit bleiben: Du hinterfragst regelmäßig dein eigenes Wissen und entwickelst deine Führung kontinuierlich weiter.
  • Aus Fehlern lernen: Du nutzt Fehler als Anlass, dein Vorgehen zu reflektieren und künftig bessere Entscheidungen zu treffen.

Leading People – Individuelle Mitarbeiterführung in digitalen Kontexten

Die Führung einzelner Menschen ist die unmittelbarste und gleichzeitig anspruchsvollste Dimension von Digital Leadership. In hybriden und digitalen Arbeitswelten sind Gespräche zwischen Tür und Angel oft nicht möglich und auf situative Präsenz kannst du nicht mehr vertrauen.

Spontane Gespräche im Flur gibt es nicht mehr, wenn Mitarbeitende remote arbeiten. Das Gespür für „der oder die ist heute irgendwie nicht gut drauf“ entwickelt sich schwerer über einen Bildschirm. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Mitarbeitende erwarten klarere Ziele, mehr Feedback und eine Führungskraft, die wirklich zuhört. Deshalb muss individuelle Führung bewusster und strukturierter werden. Gute Mitarbeiterführung zeigt sich heute weniger darin, alles im Blick zu haben, sondern darin, die richtigen Gespräche zu führen: klar, regelmäßig und entwicklungsorientiert.

3 Hebel für erfolgreiche Mitarbeiterführung

1. Ziele alltagstauglich vereinbaren
Viele Ziele existieren formal, haben aber kaum wirklichen Einfluss auf den Arbeitsalltag. Sie werden einmal definiert, dokumentiert und verschwinden dann im Tagesgeschäft.
Im Fokus steht nun aber nicht mehr die klassische Zielvereinbarung, die einmal im Jahr im HR-System landet und danach in der Schublade verschwindet. Stattdessen entsteht ein lebendiger Prozess, in dem Ziele regelmäßig überprüft, angepasst und mit Commitment verbunden werden.

Ziele müssen nicht nur sauber formuliert sein, sondern im Arbeitsalltag Orientierung geben. Gute Führung fragt deshalb nicht nur: „Was ist das Ziel?“, sondern auch:

  • Woran erkennen wir Fortschritt?
  • Was hat gerade Priorität?
  • Welche Hindernisse stehen im Weg?
  • Wo braucht es Unterstützung oder Entscheidungsspielraum?

2. Feedback als Führungselement anerkennen
Feedback ist das wichtigste Wachstumsinstrument, das du als Führungskraft hast. Gleichzeitig ist gutes Feedback alles andere als selbstverständlich. Viele Führungskräfte geben entweder zu wenig Rückmeldung oder bleiben zu unkonkret, um wirklich Entwicklung auszulösen. Nützliches Feedback ist klar, zeitnah und respektvoll. Es benennt Verhalten und Wirkung, statt pauschal zu urteilen. Und es funktioniert in beide Richtungen: Holst du als Führungskraft selbst kein Feedback ein, verlierst du schnell den Kontakt zur Realität im eigenen Team.

3. Motivation abseits von Geld verstehen
Ab einem gewissen Punkt ist Gehalt kein Motivator mehr. Was Menschen dann wirklich antreibt, sind Autonomie, das Erleben von Kompetenz und soziale Verbundenheit.
Motivation entsteht im Alltag oft an kleinen, aber entscheidenden Stellen: Wenn Mitarbeitende eigene Entscheidungen treffen dürfen, wenn ihre Fortschritte gesehen werden, wenn sie Aufgaben übernehmen, die zu ihren Stärken passen, und wenn klar ist, warum ihre Arbeit wichtig ist. Wenn du dagegen nur Aufgaben verteilst, aber weder Orientierung noch Entwicklung oder Anerkennung bietest, darfst du dich über sinkende Motivation nicht wundern.

Praxisimpuls: Drei Fragen für das nächste 1:1
Wenn du die individuelle Führung verbessern willst, brauchst du für den Anfang keine komplizierte Methode. Drei gute Fragen reichen oft schon aus:

    • Was läuft gerade gut — und warum?
    • Wo fehlt dir aktuell Klarheit oder Unterstützung?
    • Woran möchtest du in den nächsten Wochen wachsen?

Warte damit nicht bis zum nächsten Jahresgespräch, sondern baue es in das nächste, reguläre 1:1-Meeting am Ende mit ein.

Leading People bedeutet also: Menschen nicht nur zu managen, sondern sie gezielt in Leistung, Entwicklung und Eigenverantwortung zu bringen.

Fähigkeiten, die du als Führungskraft besitzen solltest, um Leading People zu praktizieren:

  • Soziale Kompetenz zeigen: Du begegnest Mitarbeitenden mit Empathie, Respekt und Wertschätzung und schaffst so Akzeptanz für deine Führung.
  • Klar kommunizieren: Du gibst Orientierung, hörst aufmerksam zu und schaffst auch über Distanz Vertrauen.
  • Mitarbeitende befähigen: Du schaffst Rahmenbedingungen, in denen Menschen selbstständig handeln und sich weiterentwickeln können.
  • Mitarbeitergespräche sinnvoll nutzen: Du führst Gespräche so, dass sie Motivation, Leistung und Entwicklung fördern.
  • Entwicklung aktiv unterstützen: Du förderst Stärken gezielt und verbindest sie mit klaren Erwartungen an Verantwortung und Wachstum.

Leading Teams – Teamführung in hybriden und digitalen Kontexten

Ein Team ist mehr als die Summe seiner Einzelpersonen. Aber damit ein Team auch wirklich als Team funktioniert, braucht es bewusste Führungsarbeit: gemeinsame Ausrichtung, klare Rollen, gute Kommunikation und Vertrauen. Gerade in hybriden und verteilten Kontexten entstehen Reibungsverluste schnell. Informationen laufen nicht automatisch, Zuständigkeiten verschwimmen und Missverständnisse bleiben länger unter der Oberfläche. Deshalb ist Teamführung heute weniger eine Frage von Präsenz als von Struktur.

Remote- und Hybrid-Modelle stellen Teamführung vor besondere Herausforderungen:

  • Wie entsteht Zusammengehörigkeit, wenn wir uns nur einmal im Monat physisch sehen?
  • Wie verteilen wir Rollen, wenn jeder von einem anderen Ort aus arbeitet?
  • Wie führen wir Meetings, die niemanden einschlafen lassen und trotzdem zu Entscheidungen führen?

Eine der wichtigsten Stellschrauben liegt genau dort, wo viele Teams täglich Zeit verlieren: in der Art, wie sie sich abstimmen.

Praxisimpuls: Das Sync-Meeting als Führungsinstrument
Viele Meetings werden schlecht geführt: Kein klares Ziel, kein Zeitmanagement, keine konsequenten Entscheidungen. Ein gut geführtes Sync-Meeting hingegen kann ein Team in 30 Minuten ausrichten, Hindernisse aus dem Weg räumen und Energie erzeugen, statt sie zu verbrauchen.

Ein einfaches Format kann so aussehen:

    • Was ist seit dem letzten Austausch passiert?
    • Wo hakt es gerade?
    • Welche Entscheidungen brauchen wir?
    • Wer übernimmt was bis wann?

So banal dieses Format klingt: Es schafft Fokus, Transparenz und Verbindlichkeit. Und genau das brauchen Teams, die nicht ständig im selben Raum sitzen.

Ebenso entscheidend ist, Erwartungen an die Zusammenarbeit explizit zu machen. Gute Teams sprechen nicht nur über Aufgaben, sondern auch darüber, wie sie zusammenarbeiten wollen, sondern auch darüber:

    • Welche Reaktionszeiten gelten?
    • Wann braucht es Abstimmung, wann reicht Eigenverantwortung?
    • Wie gehen wir mit Konflikten um?

Konfliktmanagement gehört dabei zwingend dazu. Konflikte sind in jedem Team normal, in digitalen Teams aber oft schwieriger zu erkennen und zu lösen, weil nonverbale Signale fehlen. Motiviere dein Team dazu, Spannungen früh anzusprechen und moderiere diese anschließend sauber. So verhinderst du, dass sie sich im Hintergrund festsetzen und Leistung ausbremsen.

Leading Teams heißt deshalb nicht, alles selbst zu koordinieren. Es heißt, einen Rahmen zu schaffen, in dem ein Team eigenständig stark arbeiten kann.

Fähigkeiten, die du als Führungskraft besitzen solltest, um Leading Teams zu praktizieren:

  • Teams gezielt aufbauen: Du formst aus unterschiedlichen Persönlichkeiten ein Team, das gemeinsam erfolgreich arbeiten kann.
  • Vielfalt produktiv nutzen: Du bringst unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Stärken so zusammen, dass bessere Ergebnisse entstehen.
  • Vertrauen aufbauen: Du schaffst ein Umfeld, in dem Verlässlichkeit, Offenheit und gegenseitige Unterstützung wachsen können.
  • Zusammenarbeit strukturieren: Du schaffst klare Rollen, Regeln und Abstimmungswege für funktionierende Teamarbeit.
  • Fehlerkultur etablieren: Du förderst einen Umgang mit Fehlern, bei dem Lernen wichtiger ist als Schuldzuweisung.

Leading Business – Strategische Führung und Change Management

Digital Leadership hört nicht bei der Mitarbeiterführung auf. Führungskräfte sind auch Gestalter von Veränderungsprozessen. Gerade dieser Teil wird im Alltag oft unterschätzt, da sich vor allem Führungskräfte auf mittleren Ebenen hier nicht in der Verantwortung sehen. Dabei wird genau hier sichtbar, ob Führung nur operativ funktioniert oder auch strategisch wirksam ist.

Organisationen befinden sich in einem permanenten Wandel. Neue KI-Tools verändern Workflows. Marktbedingungen verschieben sich schneller als geplant. Strukturen, die gestern noch sinnvoll waren, passen heute nicht mehr. Als Führungskraft musst du deshalb nicht nur Menschen führen, sondern auch Veränderungen einordnen, Prioritäten setzen und Orientierung geben.

Das beginnt bei einer einfachen, aber oft übersehenen Wahrheit: Veränderung scheitert selten daran, dass niemand eine Idee hatte. Sie scheitert häufiger daran, dass die Veränderung nicht wirklich geführt wurde.

Veränderung braucht mehr als Ankündigung

In vielen Unternehmen werden neue Prozesse, Tools oder Strukturen eingeführt, aber die eigentliche Führungsarbeit bleibt unvollständig. Es wird informiert, aber nicht wirklich begleitet. Es wird entschieden, aber nicht sauber erklärt, was das für die Beteiligten konkret bedeutet. Strategische Führung ist deswegen immer auch Stakeholder-Arbeit. Willst du Veränderungen durchsetzen, schaust du dir nicht nur die Idee an, sondern viel mehr die Menschen, die du überzeugen musst:

  • Wer ist konkret betroffen?
  • Wer unterstützt die Veränderung?
  • Wo ist mit Widerstand zu rechnen?
  • Was brauchen unterschiedliche Gruppen, um mitzugehen?

Praxisimpuls: Drei Fragen vor jeder Veränderung
Bevor eine Veränderung kommuniziert oder ausgerollt wird, helfen drei Fragen:

    • Was genau soll sich ändern — und warum?
    • Wer ist konkret betroffen?
    • Was müssen diese Personen verstehen, entscheiden oder mitgestalten können?

Gerade beim Thema KI wird dieser Unterschied sichtbar. Es reicht nicht, neue Tools einzuführen und auf Effizienz zu hoffen. Gute Führung fragt zusätzlich: Welche Arbeit verändert sich dadurch? Welche Unsicherheiten entstehen im Team? Wo braucht es Kompetenzen, Regeln und Orientierung?

Leading Business bedeutet deshalb: nicht jedem Trend hinterherzulaufen, sondern Veränderung sinnvoll zu priorisieren, verständlich zu machen und konsequent zu begleiten.

Fähigkeiten, die du als Führungskraft besitzen solltest, um Leading Business zu praktizieren:

  • Entscheidungen treffen: Du triffst auch unter Unsicherheit fundierte Entscheidungen und übernimmst Verantwortung für deren Umsetzung.
  • Digitale Kompetenz einbringen: Du kennst relevante Tools und Technologien und setzt sie sinnvoll für Zusammenarbeit und Prozesse ein.
  • Technologien einordnen: Du bewertest Chancen, Risiken und Relevanz neuer Technologien für dein Unternehmen.
  • Veränderung steuern: Du gestaltest Wandel aktiv und begleitest Menschen durch Transformationsprozesse.
  • Transformation strategisch denken: Du übersetzt Veränderungen in eine klare Richtung für Team und Organisation.

Die vier Dimensionen von Digital Leadership lassen sich gut unterscheiden, im Alltag greifen sie aber eng ineinander.

Wenn du dich selbst nicht gut führst, wirst du schnell zum Engpass für andere.
Wenn du Menschen nicht individuell führst, bekommst du keine starke Entwicklung im Team.
Wenn du Teams nicht bewusst ausrichtest, werden Veränderungen schwer umzusetzen. Und wenn du Business-Veränderungen nicht aktiv begleitest, überforderst du selbst gute Mitarbeitende und funktionierende Teams.

Gerade deshalb ist Digital Leadership mehr als ein neues Etikett für moderne Führung. Es beschreibt eine Führungspraxis, die auf mehreren Ebenen gleichzeitig wirksam werden muss.

Digital Leadership ist lernbar

Digital Leadership ist keine Eigenschaft, die dir in die Wiege gelegt wird oder nicht. Es ist eine Praxis. Ein Set an Fähigkeiten, Haltungen und Werkzeugen, die du entwickeln kannst.

Das Gute daran: Vieles lässt sich sehr konkret trainieren. Zielvereinbarungsgespräche, Feedbackformate, agile Entscheidungsprozesse, Meetingdesign, Stakeholder-Analyse oder der bewusste Einsatz neuer Technologien. All das sind keine abstrakten Konzepte, sondern praktische Skills, die du lernst, indem du sie anwendest.
Gerade deshalb reicht es oft nicht, Führung nur theoretisch zu reflektieren. Entscheidend ist, Werkzeuge zu kennen, an den eigenen Alltag anzupassen und in echten Situationen anzuwenden.

Fazit

Digital Leadership ist keine neue Modeerscheinung. Es ist die notwendige Antwort auf eine Arbeitswelt, die sich fundamental verändert hat und weiter verändern wird.
Wer heute führt, tut das in einem Umfeld von Komplexität, Unsicherheit und permanentem Wandel. Klassische Führungsmodelle greifen dabei zu kurz. Was gefragt ist, sind Führungskräfte, die sich selbst gut führen, individuelle Potenziale fördern, Teams wirklich zusammenbringen und Veränderungen aktiv gestalten.
Die gute Nachricht: Diese Fähigkeiten sind erlernbar. Und der erste Schritt beginnt — wie so oft in der Führung — mit der Bereitschaft, sich selbst ehrlich anzuschauen.

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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.

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