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Hol dir die Kontrolle über deine Konzentration zurück! – Wirksame Ablenkungs-Killer für besseres Lernen

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Wenn du etwas Neues lernen möchtest, musst du dich konzentrieren. Egal, ob du lernst, weil es in deiner Zielvereinbarung steht oder weil du dich auf eine neue Position vorbereitest: Der größte Feind der Konzentration ist die Ablenkung. Jeder Anruf, jede E-Mail und jedes Katzen-Meme lenkt dich von deinem Lernziel ab. Mehr, als du wahrscheinlich denkst. Selbst dann, wenn du alle äußeren Ablenkungen eliminiert hast, sabotierst du dich auf dem Weg zum Lernerfolg permanent selbst.

Durch diesen Artikel lernst du, was Ablenkungen deiner Konzentration und Produktivität antun, warum es so wichtig ist, sie zu beseitigen und wie du sie aus deinem Lernprozess verbannen kannst.

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Das passiert, wenn du abgelenkt wirst

Montagnachmittag. Du sitzt an deinem Schreibtisch und studierst die Unterlagen deines letzten 121WATT-Seminars. Das Telefon klingelt. Ein Freund ruft an und beginnt ansatzlos, von seinem Wochenende zu erzählen.

Nachdem du aufgelegt hast, brauchst du mindestens 23 Minuten, um wieder ins Thema zu finden. Dreiundzwanzig Minuten. Noch zwei solcher Störungen und eine ganze Stunde produktiven Schaffens wurde dem Mitteilungsbedürfnis deiner Mitmenschen geopfert.

Warum 23 Minuten? Und warum ist das Wochenenderlebnis eines Freundes so ein großer Produktivitätsfeind?

Gloria Mark, Professorin für Informatik an der University of California hat in einer Studie Unterbrechungen und ihre Kosten für die Produktivität untersucht.

Das kam dabei heraus:

  • Nach einer Unterbrechung benötigt man im Schnitt 23 Minuten und 15 Sekunden, um wieder in das Thema hineinzufinden.
  • Die durchschnittliche Konzentration der untersuchten Personen auf eine Aufgabe betrug im Schnitt nur 3,5 Minuten, bevor sie durch andere oder durch sich selbst unterbrochen wurden.
  • Ganze Themengebiete wurden alle 10,5 Minuten gewechselt. Und das nicht einmal am Stück. Die Untersuchten arbeiteten an Projekt A, dann an Projekt B, dann an Projekt C und schließlich wieder an Projekt A.
  • Unterbrechungen hatten keine gravierenden Auswirkungen, wenn sie sich um das Thema drehten, bei dem die Untersuchten gerade unterbrochen wurden. Dann half die Unterbrechung sogar, das Thema besser zu bearbeiten.
  • Unterbrechungen hatten weniger gravierende Auswirkungen, wenn es sich um eine kurze Tätigkeit handelte, die das Gehirn quasi auf Autopilot erledigt. Zum Beispiel das Annehmen eines Pakets mit Unterschrift. Ein Problem bekommst du hier möglicherweise aber dann, wenn du das Paket öffnest. Ich weiß ja nicht, was du dir so bestellst.
  • Extreme Auswirkungen hatte die Unterbrechung aber, wenn das Thema oder sogar das ganze Themengebiet oder Projekt gewechselt wurde. Egal, ob durch eine Unterbrechung oder selbstgewählt.
  • 82 % der unterbrochenen Arbeit wurde am selben Tag fortgesetzt.
  • Unterbrechungen bedeuten Stress. Die Untersuchten fühlten nach Unterbrechungen mehr Stress, waren frustrierter, geistig angestrengter und fühlten sich unter höherem Zeitdruck als diejenigen, die nicht unterbrochen wurden.
  • Das, was die Untersuchten durch Unterbrechungen nicht schafften, führte in einigen Fällen zu Invisible Work: Arbeit am Wochenende oder am Abend, weil sie das Gefühl hatten, in der Woche nicht alles geschafft zu haben.

Die Ergebnisse dieser Studie führen zu vielen Fragen. Allen voran diese:

  • Wenn auch wir alle 10,5 Minuten das generelle Thema wechseln: Wie können wir dann so tief in ein Thema einsteigen, dass wir etwas von Bedeutung schaffen oder lernen können?
  • Wie viel Zeit verschwenden wir am Tag mit unproduktiven Phasen durch das Wechseln von Themen?
  • Aus welchem Grund wechseln wir zu einem anderen Projekt, obwohl wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am selben Tag wieder zum ursprünglichen Projekt zurückkehren werden?

Und warum haben wir ständig das Gefühl, nicht genug geschafft zu haben?

Es ist ganz einfach:

Weil wir die Kontrolle über unsere Konzentration abgegeben haben.

An Push-Notifications, E-Mail-Alerts, Telefone, andere Menschen, die eigene Aufmerksamkeitsspanne und vielleicht auch ein bißchen an die Langweile.

Aber du kannst sie dir zurückholen. Und zwar so:

Such dir einen Rückzugsort

Es ist auch ohne Ablenkungen eine gute Idee, an einem Ort zu lernen, der nur für diesen Zweck geschaffen ist. Du kannst hier für eine ablenkungsfreie Atmosphäre sorgen, ohne jemanden um Erlaubnis fragen zu müssen.

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Schon Carl Jung, der berühmte Schweizer Psychiater, der seinerzeit sogar Sigmund Freuds Thesen infrage stellte, hat sich in einem alten Turm ein Refugium geschaffen, in dem er störungsfrei wirken konnte.

Geräusche an deinem Rückzugsort

Dieser Raum sollte vor allem still sein oder nur von den Geräuschen erfüllt, die dich beim Lernen unterstützen. Vielleicht kannst du dich ja besonders gut konzentrieren, wenn im Hintergrund leise Bach läuft. Oder Slayer – je nachdem.

So kannst du außerdem für Ruhe sorgen

Schaffst du es nicht, für Ruhe zu sorgen – entweder, weil das in deinem Arbeitszimmer nicht geht oder weil du diesen Rückzugsort schlicht nicht hast, dann kauf dir ein paar Noise-Cancelling-Kopfhörer. Selbst, wenn du damit keine Musik hörst, reduzieren sie das Geräuschlevel um dich herum beträchtlich.

Falls du dich beim Musikhören nicht gut konzentrieren kannst, dann höre doch ein wenig weißes Rauschen. Dieses leichte Rauschen wird von Psychoakustikern zur Maskierung von Geräuschen eingesetzt und hilft sogar bei der Tinnitus-Therapie. Es gibt diverse Apps, die diesen Geräuschblocker kostenlos liefern.

Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit einer Otoplastik gemacht, also einem individuell angefertigten Silikon-Gehörschutz. Nicht sehr teuer, aber sehr wirksam.

Dein Rückzugsort dient nur einem Zweck

Zum Schluss ein wichtiges Konzept für deinen Rückzugsort: Wenn du dort bist, dann bist du dort, um zu lernen. Und wenn du ihn verlässt, dann beendest du das Lernen. Diese Denkweise erleichtert dir möglicherweise die disziplinierte Konzentration auf das, was du dort erreichen willst.

Ordnung als Ablenkungskiller

Eine aufgeräumte Umgebung als Konzentrationsboost. Klingt langweilig? Mag sein. Aber es funktioniert.

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Ordnung

Wenn dein Schreibtisch voller Dinge liegt, lenkt dich das ab. Mehr als du denkst. Denn jedes Ding, dass du siehst, kann einen Denkprozess auslösen.

Siehst du zum Beispiel eine leere Getränkedose neben deinem Laptop, denkst du möglicherweise an eine Situation, in der du dieses Getränk das letzte Mal genossen hast. Das kann eine ganze Kaskade an Gedanken auslösen, die dich aus deinem momentanen Thema reißen.

Wie ich oben schon erwähnt habe: Ein harter Themenwechsel ist extrem schlecht für deine Konzentration. Und der Wechsel von den besten Techniken zum Ausschluss von URL-Suchparametern zu deinem letzten Wanderausflug im spätsommerlichen Spanien ist nicht gerade weich.

Herumliegende Arbeitsutensilien und Unterlagen erinnern dich an Aufgaben, die du statt deiner momentanen Aufgabe erledigen könntest. Sie sind wie ein Freifahrtschein zur Prokrastination.

Also: Räum weg, was du nicht unbedingt zum Lernen brauchst.

Digitale Ordnung

Auch auf deinem Rechner erwarten dich eine Menge Ablenkungen. Auch digitale Unordnung kann dich vom Lernen abhalten.

Denke einmal an dein letztes Weiterbildungsthema. Dann schau dabei 10 Sekunden auf diesen Desktop und versuche, dich weiterhin auf das Thema zu konzentrieren.

lerntipps für mehr konzentration ordnung desktop 1

Jetzt schau 10 Sekunden auf diesen Desktop und versuche, dich weiter auf das Thema zu konzentrieren.

lerntipps für mehr konzentration ordnung desktop 2

Jetzt denke kurz darüber nach, was dir stattdessen durch den Kopf gegangen ist.

Hast du an deinen letzten Urlaub in den Alpen gedacht? Oder daran, wie schön es jetzt wäre, zu wandern? Vielleicht hast du beim Anblick der Ordner auch gemerkt, dass du morgen bei der Arbeit noch den Newsletter verschicken musst, oder daran, dass der neue Katalog fertig werden muss.

Auf jeden Fall wird es dir schwerer gefallen sein, dich beim Anblick des zweiten Screens zu konzentrieren als beim ersten.

Deshalb räume am besten noch heute deinen Desktop auf.

Schau dir danach auch noch diese digitalen Müllhalden an:

Deinen Browser – lösche Bookmarks, die du nicht mehr brauchst. Sei bei der Auswahl hart. Alles, was du nicht mehr unbedingt brauchst, kann weg. Das gilt besonders für die Stellen, an denen die Lesezeichen besonders deutlich zu sehen und mit nur einem Klick zu aktivieren sind:

lerntipps für mehr konzentration ordnung bookmarks weg

Deine To-Do-List-App – Durchforste sie nach alten Aufgaben, die du schon lange vor dir herschiebst und lösche sie oder verlagere sie in eine Subliste. Aufgaben, die gerade nicht relevant sind, lenken dein Denken auf neue Bereiche und leiten damit den besonders störenden Themenwechsel ein.

Surfen

Du kannst nicht ohne? Super! Dann ist das doch eine tolle Motivation. Belohne dich nach einer bestimmten Zeit konzentrierten Lernens mit einer Browsing-Session.

lerntipps für mehr konzentration surfen

Du kannst diese Disziplin nicht aufbringen? Dann zwing dich. Besonders gut geht das mit Apps, die bestimmte Websites oder auch ganze Programme auf deinem Rechner oder deinen mobilen Geräten blockieren.

Für den Mac nutze ich selbst Focus. Diese App blockiert je nach Vorliebe Programme und Websites für einen frei wählbaren Zeitraum. Du kannst auch Zeitpläne erstellen.

lerntipps für mehr konzentration focus

Wenn du Konzentration ganz besonders nötig hast, gibt es auch den Hardcore-Modus, den du wirklich gar nicht stoppen kannst, bis der Zeitplan abgelaufen ist. Also Vorsicht bei der Nutzung.

Für Windows und alle anderen Systeme kannst du Freedom nutzen.

Für alle, die mit dem Firefox-Browser surfen, gibt es das Add-On Leechblock.

Social Media

Eine besondere Form der Unterbrechung sind Social Networks. Natürlich kannst du sie mit oben genannten Tools verstummen lassen. Aber nicht mit jedem System gelingt das auch auf mobilen Geräten. Und gerade hier stören Facebook, Instagram, Snapchat und vielleicht auch noch Twitter.

Fang damit an, dir bewusst zu machen, wie viel Zeit du mit Social Networking verbringst. Das funktioniert übrigens auch bei anderen Ablenkungen.

Schreibe dir also über eine Woche auf, wie viel Zeit du mit dieser Form der Kommunikation verbracht hast. Wenn du keine Lust hast, das manuell zu machen – wozu ich dir dringend rate, um wirksam zu sein – dann kannst du dafür auch eine App benutzen:

Wenn das Bewusstsein nicht reicht

Vielleicht reicht dir dieses Bewusstmachen schon aus, um intrinsisch motiviert in Zukunft auf diese Ablenkung zu verzichten. Wenn nicht, dann nutze die Daten aus dieser Analyse für eine andere Methode:

Identifiziere die Dienste, die deine Zeit am meisten beanspruchen. Gerade sie müssen einen Maulkorb bekommen, wenn du die Kontrolle über deine Zeit zurückbekommen möchtest.

  • Der weniger radikale Ansatz: Unterdrücke die Push-Notifications auf dem Telefon.
  • Der radikale Ansatz: Lösche sie von deinem Telefon und blocke sie an deinem Rechner für eine bestimmte Zeit am Tag. Nutze sie erst, wenn du das Lernen für diesen Tag beendet hast.

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Es geht nicht darum, alles aus deinem Leben zu verbannen, was Spaß macht. Es geht darum, das Wechseln von Aufgaben und Themen und die damit verbundenen Kosten für Psyche und Produktivität zu vermeiden.

Wenn du etwas im Zusammenhang mit sozialen Medien lernst, weil du zum Beispiel Online-Marketer bist, dann hast du an dieser Stelle ein Problem. Dann hilft nur eisenharte Disziplin.

Instant Messenger

Instant Messenger sind in der Unternehmenskommunikation angekommen. Slack, HipChat und andere Profi-Messenger haben in vielen Unternehmen E-Mail als internes Kommunikationsmittel abgelöst.

Das ist schön, wenn man eine kurze Info braucht. Aber doof, wenn darüber lange Konversationen geführt werden. Denn das ist zeitraubend und stört durch unvorhersehbare Push-Notifications immer genau dann, wenn Konzentration angesagt ist.

Schalte deshalb Push-Notifications für die Zeit, in der du konzentriert lernen möchtest, komplett aus. Wenn dein Messenger es erlaubt, hinterlasse eine Abwesenheitsnotiz, in der du darüber informierst, ab wann du wieder erreichbar bist.

Allgemein gesprochen: Benutze Messenger nur für kurze Informationen und nicht für Gespräche. Wenn es eine längere Unterhaltung wird, greife zum Telefon.

Dein Smartphone

Der Erzfeind deiner Konzentration ist dein Smartphone. Egal wie banal die Information auch ist, du bekommst sie per Push-Notification ohne Verzögerung und direkt geliefert.

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In vielen Fällen bedeutet eine Notification auch gleich ein neues Thema für dich, das dich aus deiner Lernroutine reißt.

23 Minuten und 15 Sekunden… Du erinnerst dich?

Alles okay. Ich mag mein Smartphone auch. Es ist Teil unserer Kultur. Man braucht es, um mit wichtigen Menschen über große Entfernungen in Kontakt zu bleiben.

Aber mit so einem Ding die Kontrolle zu behalten ist verdammt schwierig.

Ich kenne Menschen, die sich eher darüber beschweren, dass man ihnen zu viele Nachrichten schreibt, als ihren Messenger stumm zu schalten.

So schränkst du Störungen durch Apps ein

Nimm dir für diesen Schritt Zeit. Denn ich nehme an, dass auch auf deinem Smartphone eine Menge Apps installiert sind.

1: Apps einteilen

Teile deine Apps in drei Kategorien: Produktive Apps, ablenkende Apps und Kommunikations-Apps.

Produktive Apps

Alle Apps, die dir dabei helfen, etwas von Bedeutung zu schaffen oder etwas zu lernen. Zum Beispiel:

  • Notiz-Apps wie Evernote
  • To-Do-List-Apps wie ToDoist
  • Hörbuch-Apps wie Audible
  • Podcast-Player wie Pocket Casts
  • Kalender
Ablenkende Apps

Alle Apps, die dir einen unendlichen Stream aus neuen Inhalten und damit nichts als schnöde Unterhaltung bieten. Zum Beispiel:

  • Snapchat
  • Twitter
  • Facebook
  • Instagram
  • Reddit
  • 9GAG
Kommunikations-Apps

Alle Apps, mithilfe derer du mit anderen in Verbindung trittst. Zum Beispiel:

  • WhatsApp
  • Facebook Messenger
  • Threema
  • Slack

Die weiche Lösung

Stelle die Push-Notifications für alle ablenkenden Apps so weit ab, wie es technisch möglich ist.

Stelle die Push-Notifications für alle Kommunikations-Apps ab, die nicht dringend nötig sind. Zum Beispiel dann, wenn du 30 WhatsApp-Konversationen gleichzeitig führst und die meisten Nachrichten aus Memes bestehen.

Stelle die Push-Notifications für alle produktiven Apps aus. Außer vielleicht für den Kalender. Einen wichtigen Termin wollen wir nun wirklich nicht verpassen.

Stelle dein Telefon anschließend in den Do-Not-Disturb-Modus oder – wenn möglich – in einen Modus, in dem du nur wichtige Anrufe von zuvor definierten VIP-Kontakten erhalten kannst.

Schaue nun nur in gewissen Abständen auf dein Telefon. Zum Beispiel alle 2 Stunden. Dieser Schritt erfordert eine Menge Disziplin.

Der harte Schnitt

Lösche alle ablenkenden Apps. Stell die Push-Notifications für alle Kommunikations-Apps und alle produktiven Apps ab.

Schaue auch bei dieser Methode nur in gewissen Abständen auf dein Telefon. Zum Beispiel alle 2 Stunden.

So schränkst du Störungen durch Anrufe ein

Stelle dein Telefon für die Dauer deiner Lernsessions auf lautlos und lege es, Display nach unten, auf den Schreibtisch. Keine komplexen Umleitungsprozeduren, keine Call-Blocker-Apps. Einfach lautlos und umdrehen.

Wenn du möchtest, kannst du noch eine neue Willkommensmessage auf deine Voicebox sprechen, die Anrufer darüber informiert, dass du jetzt wahrscheinlich gerade konzentriert arbeitest und dass du alle X Stunden/Minuten auf dein Telefon schaust und zurückrufst.

Wenn dein Telefon über eine Funktion verfügt, die das Klingeln des Telefons auf vorher definierte VIP-Kontakte beschränkt, dann kannst du auch diese nutzen. Mich persönlich beruhigt es immer, wenn ich für bestimmte, sehr wichtige Personen erreichbar bin, während ich alles andere ausblende.

lerntipps für mehr konzentration smartphone stummschalten

Smartwatches

Du möchtest konzentriert lernen? Schalte deine Smartwatch in den Flugmodus. Denn selbst wenn du dein Smartphone zum Schweigen gebracht hast, wird deine Smartwatch dich immer noch über eingehende Nachrichten informieren.

Am besten du lässt deine Smartwatch in der Schublade, wenn du lernst.

Freunde und Familie

Jetzt wird es hart. Es gilt, deinen Mitmenschen freundlich aber bestimmt deine Grenzen aufzuzeigen. Du hast richtig gelesen. Deine. Nicht ihre.

Sei freundlich zur Person, aber in der Sache sehr bestimmt.

Teile Freunden oder Familie mit, dass du für eine bestimmte Zeit lernst und nicht gestört werden möchtest. Nenne immer einen Grund dafür. Zum Beispiel, dass es dir sehr wichtig ist, weil du damit etwas bestimmtes erreichen möchtest. Gründe machen es Menschen leichter, deiner Bitte nachzukommen.

Vereinbare mit deinen Mitmenschen ein Signal. Das kann zum Beispiel eine rote Fahne sein, die auf deinem Tisch steht oder an deinem Monitor befestigt ist. Stelle klar, dass du in dieser Zeit nicht gestört werden möchtest. Es sei denn, etwas sehr wichtiges oder dringendes ist der Grund.

Am Ende macht auch hier der Ton die Musik. Begründe, warum die Zeit tiefer Konzentration wichtig für dich ist und du wirst auf wenig Widerstand treffen.

Sei hart zu dir selbst – aber nicht zu hart

Es ist nicht leicht, alte Gewohnheiten abzuschütteln. Das gilt für das Verlangen nach 10 Tassen Kaffee ebenso, wie für das Verlangen nach Ablenkung.

Du wirst in der ersten Zeit oft einknicken, immer wieder nach Ablenkung suchen. Du wirst dabei sehr kreativ sein und versuchen, deine selbst angelegten Mechanismen zu umgehen.

Ich habe meine Focus-App (siehe oben) selbst schon per Teminalbefehl beendet und ich habe deinstallierte Apps einfach wieder installiert, um doch noch nach den neuesten Posts in meinen Lieblings-Subbreddits zu suchen.

Wenn dich das Verlangen überkommt, mach dir diese Dinge bewusst:

  • Das Verlangen nach Ablenkung ist zu einem gewissen Teil Gewohnheit. Du bist Sklavin eingebrannter, neuronaler Verbindungen in deinem Hirn, die durch wiederholtes Ausführen einer Tätigkeit stärker verknüpft wurden. Durch Widerstand kannst du neue Verknüpfungen bilden und zukünftig immer leichter widerstehen.
  • Frage dich, inwiefern dich die Tätigkeit hinter der jeweiligen Ablenkung weiterbringt. Macht dich die Antwort „LOL“ auf das gerade von deinem Kumpel geschickte WhatsApp-Meme zu einem besseren Online-Marketer?
  • Frage dich, welche Tätigkeiten für lange Zeit positive Bedeutung und Auswirkung haben und welche nicht.

Lass dich ab und zu gehen

Räume dir tägliche Zeit ein, in der du hemmungslos Blödsinn konsumierst. Vielleicht hast du ja noch ein altes Tablet zuhause, auf dem all die herrlich nutzlosen Zeitfresser installiert sind.

Setz dich abends aufs Sofa und lass dich von dem überraschen, was am Tag so aufgelaufen ist.

Das kann richtig spannend sein.

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