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Was kann Matomo?

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Erschienen in Apr I 2022 | Digital Analytics
Level: Advanced

In den letzten Wochen haben wir dir berichtet, dass Universal Analytics abgeschaltet wird. Im gleichen Atemzug haben wir fast immer das Analyse-Tool Matomo genannt. Matomo bezeichnet sich selbst als „Google-Analytics-Alternative, die deine Daten und die Privatsphäre deiner Kundinnen und Kunden schützt“. Und tatsächlich bietet Matomo einige (datenschutzrelevanten) Vorteile gegenüber Google Analytics. Heute möchten wir dir das Tool, seine Funktionen sowie Vor- und Nachteile genauer vorstellen. Außerdem haben wir für dich eine Einschätzung von unserem Matomo-Trainer Marius Hüpel eingeholt.

Datenschutz wird gewahrt
Der wohl größte Pluspunkt von Matomo ist, dass der in der EU vorherrschende Datenschutz-Standard gewährleistet wird. Da du Matomo auf deinem eigenen Server hosten kannst, werden keine Informationen an Dritte weitergegeben. Somit schützt du nicht nur deine Daten, sondern auch die Privatsphäre deiner Kundschaft. Daneben hat das Tool noch viele weitere Funktionen, die zum Schutz der Daten und der Privatsphäre beitragen. Erfahre 👉🏼 hier mehr über diese Funktionen

Cookie-loses Tracking ist möglich
Third-Party-Cookies werden schon sehr bald der Vergangenheit angehören. Einige Webbrowser (z.B. Safari und Firefox) haben Cookies bereits verbannt, der Marktführer Google Chrome wird 2023 nachziehen. Dem hat sich Matomo angepasst. Das Tool verwendet ausschließlich First-Party-Cookies und falls gewünscht, kann das Tracking auch komplett ohne Cookies stattfinden. Dabei ist es egal, ob die Cookies vom Browser oder von Nutzerinnen und Nutzern selber abgelehnt wurden. Das Tracking ohne Cookies kann allerdings dazu führen, dass einige Berichte ungenauer werden. Beispielsweise wird die Anzahl der wiederkehrenden Besucher abfallen, da weitere Besuche eines Nutzers oder einer Nutzerin nicht immer korrekt zugeordnet werden können. Alle Informationen zum cookieless Tracking mit Matomo findest du 👉🏼 hier.

Umfassende Analyse-Möglichkeiten sind gegeben
In Matomo hast du, ähnlich wie bei Google Analytics, umfassende Analyse-Möglichkeiten. Diese reichen von Standard-Metriken (Besucher, Verhalten, Akquisition,…) bis hin zu fortgeschrittenen und benutzerdefinierten Berichten, die du dir selber zusammenstellen kannst. Auch eine Integration für E-Commerce ist möglich. Daneben gibt es einige kostenfreie sowie bezahlte Plug-ins, mit denen du deine Matomo-Integration noch besser auf deine Bedürfnisse anpassen kannst. Matomo erkennt übrigens auch UTM-Parameter. Informationen zu Analyse-Möglichkeiten findest du 👉🏼 hier.

Wenn es um Matomo geht, kennt sich bei der 121WATT niemand so gut aus wie unser Matomo-Trainer & –Marius HüpelExperte Marius Hüpel. Wir haben ihn zu einem klitzekleinen Interview eingeladen:

Q: Was ist deine Lieblings-Funktion bei Matomo?
Marius: „Das ist eine spannende Frage, da es viele tolle Funktionen zur Analyse gibt. Ich persönlich finde den Funnel-Bericht in Matomo sehr anschaulich, da ich mit Hilfe des Funnel-Plugins die hinterlegten Ziele mit den jeweiligen Schritten versehen kann, die Besucher:innen gehen müssen, bevor sie am Ende die Conversion auslösen. Dadurch kann ich zum Beispiel erkennen, wo Besucher:innen auf der Website aussteigen und wo ich dann ggf. die Seite optimieren muss, damit diese Besucher:innen doch noch eine Conversion auslösen. Zum Beispiel habe ich als Ziel den Kauf eines bestimmten Produktes hinterlegt und nun kann ich mit Hilfe eines Funnels erkennen, wie viele Besucher:innen zum Beispiel bei der Abgabe der Bestelldaten aussteigen. Dann kann ich im nächsten Schritt analysieren, woran das liegen könnte. Es könnte sein, dass die bevorzugte Zahlungsmöglichkeit nicht ausgewählt werden kann und die Besucherin oder der Besucher den Kauf deshalb nicht tätigt.“

Q: Was ist der größte Vorteil, den Matomo gegenüber GA4 hat?
Marius: „Der größte Vorteil von Matomo ist auf jeden Fall der Datenschutz. Denn mit Matomo kann ich erst einmal grundlegende Einstellungen wie die IP Anonymisierung individuell und umfangreich einstellen. Der bedeutendste Punkt ist aber, dass die Daten in der Version zum selber hosten durch den Seitenbetreiber:in erhoben werden können und dieser oder diese dann die 100%-ige Kontrolle über die erhoben Daten hat. Das heißt für uns als Websitebetreiber:innen, dass wir diese Daten nicht an dritte Parteien weitergeben müssen, wie es zum Beispiel bei Google Analytics der Fall ist. Außerdem kann bei Matomo ein sogenanntes First-Party-Skript auf der Website eingebunden werden, welches durch Adblocker in der Regel nicht blockiert wird. Dadurch können wir eine größere Datengrundlage erreichen.“