OMR 2026: Zwei Tage Hamburg und zwei Vorträge zum Mitnehmen

Keine Artikel mehr verpassen? Jetzt Newsletter abonnieren »

Erschienen in Mai I 2026 | Neues von der 121WATT

Auch dieses Jahr waren wir mit unserem eigenen Messestand auf der OMR in Hamburg. Im Vergleich zum letzten Jahr fühlte sich einiges vertrauter an: Wir wussten, was uns erwartet, hatten unsere Routinen am Stand und konnten Wege zwischen den Hallen und Wartezeiten für Vorträge und Masterclasses gut einschätzen. Was sich auch nicht verändert hat: Die Mischung aus echtem Wissenstransfer und gut verpackten Verkaufsshows. Und der Matcha Latte, der auch 2026 wieder ein Lifesaver war.

Während wir von einigen Masterclasses nicht ganz so begeistert waren, war die Masterclass unserer Geschäftsführer Alexander Holl und Christoph Röck auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg: Wir sind überwältigt von dem positiven Feedback, dass wir zum Vortrag “KI Hacks für dein Unternehmen – Marketing Empowerment mit KI” bekommen haben.

Du hast keinen Platz mehr bekommen oder warst nicht auf der OMR? Kein Problem: Alexander und Christoph holen ihre Masterclass von der OMR 2026 noch einmal auf die virtuelle Bühne – einmalig und kostenfrei als Live-Vortrag.

Wann? 27. Mai 2026, 12 Uhr
Wo? Online via Zoom
Hier geht’s zur Anmeldung!

Du willst von Alexander und Christoph mehr über Künstliche Intelligenz in der Marketing-Praxis erfahren? Dann besuche unsere Seminare, beispielsweise das GEO-Seminar mit Alexander oder das Seminar KI im Online Marketing mit Christoph. In jeweils 2 Tagen bringen dir unsere Experten das Handwerk bei, das du brauchst, um KI effizient in deinen Arbeitsalltag zu integrieren.

An unserem Stand haben wir einige unserer Teilnehmer:innen, Trainer:innen und langjährigen Kundinnen und Kunden getroffen. Diese Treffen mit konkreten Fragen, ehrlichem Feedback, neuen Impulsen für unsere Seminare oder einfach auch mal etwas Smalltalk machen uns immer besonders viel Freude.
Inhaltlich gab es zwei Vorträge, die für uns besonders herausgestochen sind und die wir dir gerne kurz zusammenfassen möchten.

State of the Internet: Vom AI Overview bis zur Microshow

Philipp Westermeyer und Roland Eisenbrand haben ihren jährlichen Aufschlag wieder mit Gewinnern und Verlierens eröffnet. Hängen geblieben ist bei uns vor allem das Makrobild: Microsoft, Google, Amazon und Meta investieren in diesem Jahr fast 800 Milliarden Dollar in neue Rechenzentren. Das ist mehr als der gesamte deutsche Bundeshaushalt. Die Effekte schwappen auch bis zu uns rüber: Siemens Energy verkauft beispielsweise die Gasturbinen, die diese Datacenter überhaupt erst betreibbar machen.
Spannender für unseren Marketing-Alltag wurde es aber im Teil von Roland Eisenbrand. Die folgenden drei Themen solltest du in den nächsten Monaten verfolgen und ernst nehmen:

  • AI Overviews auf dem Vormarsch: 1,5 Milliarden Menschen nutzen AI Overviews. In Deutschland gehen dadurch geschätzt eine Viertelmilliarde Klicks pro Monat verloren. Wenn deine Marke in den AI Overviews nicht sichtbar ist, findet sie nicht mehr statt. Content-Strategien, die in den AI Overviews gut funktionieren:
    • „Chunking“ (kurze, faktenbasierte Wissensblöcke, ähnlich zu FAQs)
    • „Listicals“ (z. B. „die 7 besten X“)
    •  YouTube-Videos mit sauberem Transcript und Kapiteln

Mehr über Sichtbarkeit in der KI-Suche und in generativen AI-Modellen lernst du in unserem GEO-Seminar. Wenn dich das Thema näher interessiert, ist vielleicht die Weiterbildung zum GEO-Manager das richtige für dich.

  • Reddit verstehen: Reddit ist die am zweithäufigsten zitierte Quelle in AI Overviews und hat in den letzten zwei Jahren eine Sichtbarkeitsexplosion bei Google hingelegt. Und wusstest du, dass 40 % aller Reddit-Posts kommerzielle Relevanz haben? Dennoch ist bei der Nutzung von Reddit durch Unternehmen Vorsicht geboten: Plumpe Verkaufsversuche werden von der Community schnell abgestraft. Nur wenn du es schaffst, deiner Community zuzuhören, Botschafter aufbaust und Social Proof zurück in deine Kampagne holst, kannst du gewinnen. Reddit Pro Trends und Reddit Answers sind die neuen Werkzeuge, mit denen du die Plattform systematisch nutzen kannst.
  • Microshows produzieren: Auf Instagram bestehen nur noch 7 Prozent der Inhalte aus Posts von Menschen, denen du folgst. Der Rest sind algorithmische Empfehlungen. Als Marke kannst du da nur noch mit Entertainment punkten: episodische Hochkantvideos, 60 bis 180 Sekunden, mit Wiedererkennungswert. Workplace Comedy, Workplace Documentary, Dating-Formate,… die Liste der Optionen ist lang. Erfolgsbeispiel ist hier der Rasurfachladen Hannemann aus Lübeck (Instagram, TikTok), der mit mittlerweile 36 Millionen Views seinen Umsatz versechsfacht hat. Oft fehlt es weniger am Budget als am richtigen Format

Beyond the AI Hype: Was Philipp Klöckner uns mitgegeben hat

Philipp Klöckner hat in 148 Folien und 56 Minuten den Bullshit-Detector auf Anschlag gestellt. Die folgenden Punkte waren für uns als 121WATT besonders relevant:

  1. KI-Texte sind erkennbar geworden, und das wird zum Problem. Das letzte Jahr hat KI-Output zur unsichtbaren Standardzutat gemacht, mit dem Ergebnis, dass die typischen Artefakte mittlerweile jeder erkennt. Die langen Bindestriche, Wörter wie „Delve“ und vor allem das „fake dialectic“ im Stil von „It’s not just X, it’s Y“. Klöckner hat gezeigt, dass selbst CEOs börsennotierter Unternehmen ihre Aktionärsbriefe inzwischen offensichtlich KI-generiert veröffentlichen, teils mit absurden Inhalten. Für dich gibt es an dieser Stelle nur nochmal den Appell: KI als Texthilfe zu verwenden ist Standard, aber ungefiltert KI-Output zu veröffentlichen kostet dich Glaubwürdigkeit. Wenn du ernst genommen werden willst, musst du KI-Texte nicht nur produzieren, sondern auch wieder entkernen.
  2. Google hat den Vorteil, den niemand sonst hat: eigene Chips, die meisten Daten, neun Apps mit über einer Milliarde Nutzer:innen und ein Werbemodell, das KI dauerhaft kostenlos subventionieren kann. Gleichzeitig stirbt der Rest des Webs aus. Anthropics Crawler besucht 71.000 Mal eine Website, bevor er einen einzigen Besucher schickt. Wenn deine Strategie noch ausschließlich auf klassischem SEO-Traffic aufbaut, hast du ein Problem.
  3. Der Job-Crash ist nicht, was die Schlagzeilen erzählen: Die Hiringraten gehen runter, aber nicht weil KI Jobs frisst, sondern weil Tech-Unternehmen Budget für Datacenter brauchen und andere Posten kürzen. Anwälte werden so häufig eingestellt wie nie. Wer jetzt aufhört, junge Leute mit KI-Skills einzustellen, baut das gleiche Wissensdefizit auf wie damals bei der Digitalisierung. Klöckners Empfehlung war eindeutig: erst recht jetzt ambitionierte Junioren einstellen.
  4. Die meisten Marketer:innen kratzen nur an der Oberfläche: 75 Prozent aller KI-Nutzer:innen führen weniger als 10 Konversationen pro Woche, zwei Drittel hören schon nach dem ersten Monat wieder auf. Die absolute Mehrheit hat noch nie eine KI länger als eine Minute nachdenken sehen, also keinen Deep Research Task gestartet, kein komplexes Bild generiert, kein längeres Projekt durchgezogen. Heißt für dich: Zugang zum Tool hat jeder. Dein Wettbewerbsvorteil liegt eher in der Tiefe der Nutzung: Wenn du Prompts strukturiert aufbaust, mit Deep Research arbeitest und KI nicht nur für Textüberarbeitung nutzt, bist du nicht „ein bisschen voraus“, sondern in einer komplett anderen Liga.

Was wir mitnehmen

Die OMR 2026 hat bestätigt, was wir seit Monaten in unseren Lehrgängen aufbauen: GEO ersetzt klassisches SEO nicht, verändert die Spielregeln aber spürbar. Reddit, YouTube und kurze Entertainment-Formate gehören für erfolgreiche Marken zum Pflichtprogramm. KI ist mittlerweile als Infrastruktur im Marketing-Alltag angekommen, von einem „KI-Hype“ brauchen wir nicht mehr zu sprechen. Wenn du jetzt anfängst zu lernen, bist du noch nicht spät dran, sondern unter den ersten drei Prozent.
Bis nächstes Jahr, Hamburg. Den Matcha-Vorrat haben wir uns schon vorgemerkt.

Hat dir der Artikel gefallen? Dann lass uns gerne eine Bewertung oder einen Kommentar da.

Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.

 

 

 

Diskutiere mit uns das Thema:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert