Display Ads gehören zu den sichtbarsten Formen digitaler Werbung und gleichzeitig zu den vielseitigsten. Richtig eingesetzt, können sie Markenbekanntheit steigern, Zielgruppen gezielt ansprechen und sogar Conversions pushen.
In diesem Artikel erfährst du, wie Display-Werbung funktioniert, welche Strategien sich in der Praxis bewährt haben und welche Stellschrauben du nutzen kannst, um deine Kampagnen noch erfolgreicher zu machen.
Schlau gemacht haben wir uns bei semrush.
Beim Einkauf von Display-Anzeigen gibt es drei zentrale Methoden, die sich in Kostenstruktur, Kontrolle und Reichweite unterscheiden. Die Wahl des richtigen Modells hängt von deinem Budget, deinen Ressourcen und deinen Zielen ab.
Hier schließt du mit einem Publisher (z. B. einer großen Nachrichten-Website oder einem spezialisierten Branchenportal) direkt einen Vertrag für die Platzierung deiner Anzeigen ab – an einer festgelegten Position, für einen definierten Zeitraum und zu einem fixen Preis.
Vorteile:
Nachteile:
Tipp: Direktbuchungen lohnen sich besonders, wenn deine Marke stark auf ein qualitativ hochwertiges, thematisch passendes Umfeld angewiesen ist z. B. Luxusgüter, B2B-Produkte oder Premium-Events.
Werbenetzwerke wie das Google Display Network oder das Microsoft Audience Network bündeln die Werbeflächen vieler Websites und Apps. Du kannst deine Anzeigen in diesem Netzwerk ausspielen und gezielt nach Interessen, Themen, Keywords oder Nutzerverhalten ausrichten.
Vorteile:
Nachteile:
Tipp: Setze Platzierungsausschlüsse und Themen-Targeting, um unpassende Umfelder zu vermeiden und die Relevanz zu erhöhen.
Programmatic Advertising ist der automatisierte, auktionsbasierte Einkauf von Werbeflächen in Echtzeit über Ad Exchanges (z. B. über Plattformen wie The Trade Desk, StackAdapt oder DV360). Dabei werden Zielgruppen, Gebote und Platzierungen dynamisch gesteuert.
Vorteile:
Nachteile:
Damit deine Display-Anzeigen nicht nur sichtbar sind, sondern auch einen messbaren ROI liefern, solltest du strategisch vorgehen. Nutze dazu die folgenden 6 Tipps:
Bevor du dich für einen Kanal entscheidest, solltest du dir folgende Fragen stellen:
Beliebte Plattform-Optionen:
Google Display Network (GDN):
Microsoft Audience Network:
Programmatische Werbeplattformen (z. B. The Trade Desk, StackAdapt, AdRoll):
In der Welt der Display-Werbung hast du nur wenige Sekunden, um die Aufmerksamkeit deiner Zielgruppe zu gewinnen, oft sogar weniger. Und weil der Platz für Text extrem begrenzt ist, müssen Headline, Anzeigentext und Call-to-Action (CTA) zielgenau formuliert sein.
So gestaltest du überzeugende Anzeigentexte und CTAs:
Vorteile statt Features betonen
Nutzer:innen wollen wissen, was sie davon haben, nicht nur, was dein Produkt kann.
Beispiel: Statt „Cloud-Speicher mit 1 TB“ lieber „Nie wieder Speicherplatzprobleme – alle Dateien sicher an einem Ort“.
Konkret statt vage
Zahlen und Fakten schaffen Vertrauen.
Beispiel: „Steigern Sie Ihre Conversion-Rate um 27 %“ wirkt stärker als „Verbessern Sie Ihre Ergebnisse“.
Handlungsorientierte Sprache verwenden
Verben wie „Jetzt kaufen“, „Gratis testen“ oder „Angebot sichern“ geben klare Anweisungen.
Achte darauf, dass die Handlung sofort nachvollziehbar ist.
Klarheit vor Kreativität
Ein klarer CTA wie „Kostenlose Testversion starten“ funktioniert oft besser als ein metaphorischer Aufruf wie „Wagen Sie den Sprung“.
Personalisierung einbauen
Wenn möglich, die Botschaft auf Standort, Interessen oder Verhalten zuschneiden.
Beispiel: „Finde dein Traumhotel in Berlin“ statt „Buche jetzt dein Hotel“.
Dringlichkeit erzeugen
Zeitlich begrenzte Angebote oder begrenzte Verfügbarkeiten animieren zum schnellen Handeln.
Beispiel: „Nur heute: 20 % Rabatt“
Wer verstehen will, wie erfolgreiche Display-Kampagnen funktionieren, sollte nicht nur die eigenen Zahlen im Blick haben. Der Blick auf die Konkurrenz kann Gold wert sein. Die Analyse von Wettbewerber:innen hilft dir zu erkennen, welche Formate, Botschaften und Platzierungen in deiner Branche funktionieren und welche nicht. So kannst du eigene Kampagnen datenbasiert optimieren, statt im Blindflug zu testen.
So gehst du vor:
Nutze Tools wie z.B. AdClarity (im Semrush Werbe-Toolkit) oder SimilarWeb, um herauszufinden:
Bei Display-Anzeigen gilt: Das Auge klickt mit. In einer Welt, in der Nutzer:innen täglich hunderte Werbebotschaften sehen, entscheidet die visuelle Gestaltung in Bruchteilen einer Sekunde darüber, ob deine Anzeige wahrgenommen wird oder im Scrollfluss untergeht.
Best Practices für starke Visuals:
Setze auf hochwertige Bilder
Fokus statt Überladung
Markenkonsistenz sicherstellen
Mobile-First-Design
Animationen gezielt einsetzen
Kontrast als Blickfänger
Tipp:
Teste variierende Bildformate (Querformat, Hochformat, quadratisch), um zu sehen, welche am besten performen. Für saisonale Kampagnen lohnt es sich außerdem, die Farbwelt leicht anzupassen (z. B. warme Töne für den Herbst, frische Farben für den Frühling), um emotional mitzuschwingen.
Der Erfolg einer Display-Kampagne hängt nicht nur von der kreativen Gestaltung ab. Die Wahl der richtigen Platzierungen und Formate kann den ROI entscheidend beeinflussen. Es geht darum, Anzeigen dort auszuspielen, wo sie relevant, sichtbar und konversionsstark sind.
Best Practices für die Platzierungsoptimierung:
Regelmäßige Platzierungs-Reviews durchführen
Verschiedene Anzeigenformate testen
„Above the fold“ vs. „Below the fold“ bewusst einsetzen
Geräte- und Kontext-Optimierung
A/B-Tests sind ein zentrales Werkzeug, um herauszufinden, welche Anzeigevarianten am besten performen. Dabei werden zwei Versionen einer Anzeige gleichzeitig an verschiedene Zielgruppensegmente ausgespielt. So kannst du datenbasiert ermitteln, welche Variante mehr Klicks, Conversions oder Umsatz generiert.
Schritte für einen erfolgreichen A/B-Test:
Klares Ziel definieren
Nur eine Variable pro Test verändern
Ausreichende Stichprobengröße sicherstellen
Testdauer realistisch festlegen
Laufende Tests regelmäßig überwachen
Gewinner-Variante implementieren & weiter optimieren

Quelle: ActiveCampaign
ActiveCampaign ist eine führende Marketing-Automatisierungssoftware, die sich nicht nur auf E-Mail- und CRM-Lösungen spezialisiert hat, sondern auch gezielt Display-Anzeigen einsetzt, um bei kalten Zielgruppen Markenbekanntheit aufzubauen.
Anders als Marken wie Casper, die stark auf Direktbuchungen setzen, verlässt sich ActiveCampaign bei seinen Display-Kampagnen überwiegend auf programmatic Advertising. Das bedeutet: Die Anzeigenplätze werden automatisiert über Auktionssysteme eingekauft, was mehr Reichweite bei gleichzeitig flexibler Steuerung ermöglicht.
Ein spannender Aspekt: 88 % der Anzeigen werden „below the fold“ ausgespielt, also in Bereichen einer Website, die Nutzer:innen erst nach dem Scrollen sehen. Zwar sind diese Platzierungen meist weniger prominent, aber auch deutlich günstiger – ActiveCampaign erreicht so einen sehr niedrigen CPM von nur 2,84 US-Dollar. Das erlaubt es, große Reichweiten zu erzielen, ohne das Budget zu sprengen.
Casper ist eine erfolgreiche E-Commerce-Marke, die Matratzen, Kissen und andere Schlafprodukte vertreibt. Das Unternehmen nutzt Display-Anzeigen gezielt, um zeitlich begrenzte Angebote zu promoten und Kundenerfahrungen emotional zu inszenieren. Typisch sind Kampagnenmotive, die eine gemütliche, wohlfühlorientierte Schlafumgebung zeigen, oft kombiniert mit klaren Call-to-Actions wie „Shoppen Sie bei target.com“ und einem konkreten Rabatt.
Diese klare Botschaft sorgt für schnelle Entscheidungsimpulse, was gerade im E-Commerce mit kurzen Kaufzyklen entscheidend ist. Laut AdClarity-Daten hat Casper allein in den letzten 12 Monaten in den USA über 4.000 verschiedene Display-Anzeigen getestet. Diese hohe Testfrequenz erlaubt es, ständig neue Creatives, Headlines und Platzierungen zu vergleichen, um die Performance zu maximieren.

Quelle: Casper
Netflix zeigt eindrucksvoll, wie man die Kraft eines ikonischen Produkts für Display-Werbung nutzen kann. Statt viele Botschaften oder visuelle Elemente zu kombinieren, setzt das Unternehmen auf ein sofort wiedererkennbares Bild aus einer seiner beliebtesten Serien. Dieses visuelle Storytelling zieht Fans sofort an und weckt zugleich die Neugier von Nutzer:innen, die die Serie noch nicht kennen.

Quelle: Netflix
Air France zeigt, wie eine gelungene Display-Anzeige visuelle Aufmerksamkeit und einen starken Call-to-Action kombiniert. Die Anzeige setzt auf leuchtende Farben, die sofort ins Auge fallen und im Feed oder auf einer Website aus dem Einheitsgrau anderer Anzeigen herausstechen.
Zusätzlich werden attraktive, klar kommunizierte Preise prominent platziert. Ein direkter Anreiz für Nutzer:innen, sich näher mit dem Angebot zu befassen

Quelle: AirFrance
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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