Hast du Fragen?
FAQ
📞 089 416126990

Suche schließen

Welche Targeting-Optionen gibt es bei LinkedIn?

Zum Lesen auf deinem Desktop Erinnerung einrichten »

Keine Artikel mehr verpassen? Jetzt Newsletter abonnieren »

Erschienen in Nov IV 2022 | LinkedIn
Level: Beginner

PrĂ€zises Targeting ist ein grundlegendes Element fĂŒr erfolgreiche Werbekampagnen. Bei LinkedIn haben Werbetreibende sehr viele Möglichkeiten, ihre Zielgruppen einzugrenzen. Deshalb möchten wir dir heute einen Überblick ĂŒber die grundlegenden Targeting-Optionen auf LinkedIn verschaffen und dir Tipps geben, wie du sie am besten nutzt. Außerdem haben wir noch ein paar Insights von unserem LinkedIn-Experten Uli Zimmermann fĂŒr dich. Als Basis verwenden wir das Targeting Playbook von LinkedIn und einen Artikel von Projecter.

Wir erklÀren dir, welche drei grundlegenden Targeting-Optionen du auf LinkedIn verwenden kannst:

  1. Zielgruppenattribute
  2. Matched Audiences
  3. Lookalike Audiences

1. Targeting ĂŒber Zielgruppenattribute

Du kannst als aller erstes eine Vielzahl von demografischen Merkmalen, Interessen und weiteren Attributen fĂŒr dein Targeting verwenden. Diese zĂ€hlen zu den Zielgruppenattributen und werden in folgende Bereiche aufgeteilt:

  • Demografische Daten und Standort
  • Unternehmensdaten
  • Ausbildung
  • Berufserfahrung
  • Interessen und Merkmale

Welche Einstellungen du hier jeweils machen kannst, erklÀren wir dir im Folgenden:

Demografische Daten und Standort
WĂ€hrend du bei einer LinkedIn-Kampagne das Alter und Geschlecht nicht definieren musst, ist die Angabe mindestens eines Standorts zwingend erforderlich. Du kannst hierbei LĂ€nder, Regionen, BundeslĂ€nder und StĂ€dte auswĂ€hlen. Beachte außerdem, dass das Alter zum Teil nur eine SchĂ€tzung von LinkedIn ist, wenn kein Geburtsdatum von Nutzer:innen hinterlegt wurde.
Tipp: Verwende im Normalfall kein Alter und Geschlecht in deinem Targeting, um deine Zielgruppe nicht unnötig stark einzugrenzen.

Unternehmensdaten
Du kannst mit Hilfe von Unternehmensdaten Nutzer:innen auf LinkedIn erreichen, die in einem bestimmten Kontext zu Unternehmen stehen. Die folgenden Optionen stehen dir zur VerfĂŒgung:

  • Branchen (Serviceleistungen, Einzelhandel, etc.)
  • Firmennamen
  • Umsatz des Unternehmens
  • Unternehmens-Follower:innen (Follower:innen deiner Unternehmensseite)
  • UnternehmensgrĂ¶ĂŸe
  • Unternehmenskategorie (z. B. Fortune Globe 500-Liste)
  • Unternehmens-Kontakte (nur bei Unternehmen mit mehr als 500 Personen möglich)
  • Wachstumsrate des Unternehmens

Tipp: Versuche bei Branchen, die nicht auswĂ€hlbar sind, etwas um die Ecke zu denken. Du kannst beispielsweise die grĂ¶ĂŸten Unternehmen aus deiner gesuchten Branche recherchieren und dann die Optionen Firmennamen, Unternehmens-Follower:innen und Unternehmenskontakte verwenden, um deine gewĂŒnschte Zielgruppe dennoch zu erreichen.

Ausbildung
In diesem Bereich können Werbetreibende gezielt Nutzer:innen erreichen, die einen bestimmten Bildungsabschluss erreicht haben, an einer von dir definierten Hoch- oder Berufsschule waren oder ein bestimmtes Studienfach studieren.
Tipp: Wenn du fĂŒr dein Targeting die Ausbildung-Optionen ĂŒber die UND-Funktion verwendest, kann deine Zielgruppe sehr klein werden. Achte deshalb darauf, dass die Zielgruppe nicht zu klein wird und sich dadurch die Performance deiner Kampagne verschlechtert.

Berufserfahrung
Über der Kategorie Berufserfahrung kannst du deine Zielgruppe nach folgenden fĂŒnf Punkten eingrenzen:

  • Jahre an Berufserfahrung
  • Jobbezeichnung
  • Karrierestufen
  • Kenntnisse
  • TĂ€tigkeitsbereiche

Tipp: Suche fĂŒr deine gewĂŒnschte Berufsgruppe alternative Bezeichnungen innerhalb der Kategorie Jobbezeichnung und nehme diese mit in deine Zielgruppe auf, um mehr relevante Personen zu erreichen.

Interessen und Merkmale
In diesem Bereich kannst du LinkedIn-Nutzer:innen mit bestimmten Interessen wie „Business und Management“ oder „HR Software” ansprechen. Personen auf LinkedIn werden zudem Merkmale zugeordnet wie “Jobsuchend” oder “im Ausland lebend”. Diese kannst du innerhalb des Punktes Merkmal auswĂ€hlen. Als dritte Möglichkeit in dieser Kategorie hast du die Option Gruppen. Damit kannst du Mitglieder aus bestimmten LinkedIn-Gruppen erreichen.
Tipp: Verwende fĂŒr dein Targeting bestimmte Interessen, wenn du breit angelegte Awareness/Consideration-Kampagnen schaltest.

Die richtige Kombination finden
Beim LinkedIn Targeting gibt es die Möglichkeit, gewisse Targeting-Optionen miteinander zu kombinieren. Du solltest jedoch aus den zuvor genannten Zielgruppenattributen nicht zu viele Merkmale auswÀhlen, sondern im besten Fall nur zwei bis drei Kriterien miteinander kombinieren. Durch die UND-Funktion kannst du deine Zielgruppe spezifizieren und mit der ODER-Funktion erweitern. Bei Projecter findest du drei konkrete Beispiele, wie du Zielgruppenattribute kombinieren könntest, um bestimmte Zielgruppen zu erreichen.

2. Targeting mit Matched Audiences

Matched Audiences entsprechen den Custom Audiences aus der Meta-Welt. Du verwendest diese Targeting-Option fĂŒr das Retargeting innerhalb von LinkedIn. Damit kannst du gezielt Personen erreichen, die auf irgendeine Art und Weise bereits mit deinem Unternehmen interagiert haben. DafĂŒr stehen folgende Optionen zur VerfĂŒgung:

  • Nutzer:innen, die deine Website besucht haben (LinkedIn Insight Tag muss installiert sein)
  • Nutzer:innen, die mit einer Single Image oder Video Ad interagiert haben
  • Nutzer:innen, die eine Lead Gen Form geöffnet oder gesendet haben
  • Nutzer:innen, die mit deiner Unternehmensseite auf LinkedIn interagiert haben
  • Nutzer:innen, die auf dein LinkedIn Event geantwortet haben

3. Targeting mit Lookalike Audiences

Um weitere Zielgruppenpotenziale zu nutzen, kannst du die Lookalike Audiences verwenden. Der LinkedIn-Algorithmus sucht hierbei nach Nutzer:innen, die den Mitgliedern innerhalb deiner gewĂ€hlten Quelle Ă€hnlich sind. Im Gegensatz zu Meta Ads kannst du hier keinen Prozentbereich angeben, inwiefern deine neue Zielgruppe mit deiner Ausgangszielgruppe ĂŒbereinstimmen soll.

Wir haben heute außerdem noch Paar Tipps und Insights von unserem LinkedIn-Experten Uli Zimmermann:Portrait Uli Zimmermann

“Die GrĂ¶ĂŸe der optimalen Zielgruppe hĂ€ngt von der Kampagnenart ab. Im Retargeting gelten keine Untergrenzen, lediglich die MindestgrĂ¶ĂŸe von 300 Mitgliedern. Bei Lead-Kampagnen ist meine Empfehlung eine Zielgruppe im fĂŒnfstelligen Bereich. Bei Reichweitenkampagnen darf die Zielgruppe auch bis zu 500.000 Mitglieder groß sein.

Das Targeting ĂŒber Zielgruppenattribute kann schnell unĂŒbersichtlich werden. Deshalb ist meine Empfehlung im Idealfall, mit drei, maximal fĂŒnf verschiedenen Attributen zu arbeiten. In den meisten FĂ€llen bringt eine EinschrĂ€nkung ĂŒber „Alter“ und „Geschlecht“ keinen Vorteil. Als Alternative zum „Alter“ kann die Berufserfahrung oder Karrierestufe meist mehr Sinn machen.

Werden Zielgruppen zu groß, ist mein Tipp, Entscheider von den Anwendern zu trennen. Alle wollen am besten nur das C-Level adressieren, deshalb sind Anwender-Zielgruppen meist gĂŒnstiger und performanter, vor allem in der Lead-Generierung.”

🔍 Weitere Informationen zu LinkedIn-Targeting findet ihr bei LinkedIn und Projecter.