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Die 17 besten KI-Tools für Unternehmen – Anwendungsbeispiele unserer Experten

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Welche Tools haben aktuell die Nase vorn?

Ein Jahr ist es her, dass künstliche Intelligenz (KI) Einzug in unseren Alltag erhalten hat. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Tools kommen und gehen, Algorithmen werden besser, Ethikfragen kommen auf. Du fragst dich sicher auch: Welche Modelle kann ich in meinem Unternehmen erfolgreich einsetzen? Welche Tools haben die ersten längeren Praxistests überstanden? Darum haben wir unsere Expert:innen gefragt, welche KI-Tools sie regelmäßig nutzen und warum. Ihre Antworten werden dich interessieren…

Arbeitest du in deinem Unternehmen schon regelmäßig mit KI-Tools? Auch wir im “Backoffice” bei der 121WATT haben natürlich das ein oder andere Lieblingstool, was uns doch schon recht konstant bei der Arbeit unterstützt. Darüber hinaus probieren wir gerne auch neue Modelle aus, um euch davon berichten zu können. Die Bandbreite ist jedoch riesig, weswegen wir gerne von unseren Referent:innen wissen wollten, welche KI-Tools sie verlässlich in ihrem jeweiligen Aufgabengebiet einsetzen. Dazu haben wir sieben Expert:innen nach ihren Erfahrungen gefragt.

Wir wollten wissen:

  1. Welches ist dein aktuell favorisiertes KI-Modell und warum?
  2. Was war die jeweilige Zielsetzung für den Einsatz der KI in Unternehmen oder bei euren Kunden und Kundinnen?
  3. Wie bist du vorgegangen? Gibt es einen Prozess?
  4. Gibt es ein konkretes Beispiel?
  5. Welche Learnings kannst du uns aus dem Einsatz weitergeben? Do’s and don’ts?

Los geht’s!

 

Jens Neumann

KI in der Videoproduktion

Jens Neumann ist unser Spezialist rund ums Bewegtbild. Als Referent für Videoproduktion, Videokonzeption und YouTube-Marketing liebt er es, neue Trends und Tools auszuprobieren. Lies mehr über seine Erfahrungen mit der KI:

Welches ist dein aktuell favorisiertes KI-Modell und warum?

Ehrlich gesagt gibt es für den Videobereich noch nicht ganz so viele KI-Tools, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Aber es gibt einige Tools, die sehr gut unterstützen und die du auf dem Schirm haben solltest:

  • CapCut: Ganz gute Erfahrungen habe ich mit dem ChatGPT-Plugin CapCut gemacht. Das Tool verspricht, dass du eine Video-Idee eingibst und im Handumdrehen ein perfektes Skript erhältst. So 100%ig klappt das noch nicht: Du bekommst zwar ein Skript, auch auf Deutsch, aber mit englischsprachigem Sprecher. Meiner Meinung nach ist das Plugin erst in den Anfängen und braucht noch ein paar Monate, aber habt es auf jeden Fall auf dem Schirm!
  • Video SEO Copilot: Darüber hinaus experimentiere ich mit Video SEO Copilot. Die KI hinter diesem Tool will dir YouTube-Videobeschreibungen anhand von Transkripten schreiben und aktualisieren, SEO-Schlüsselwörter identifizieren und die Sichtbarkeit von Videos verbessern.
  • Invideo: Ich empfehle auch, dir mal Invideo anzuschauen. Das Plugin verspricht aus einem simplen Text “stunning” Videos zu machen. Da könnte sich echt ein gutes Tool draus entwickeln.
  • HeyGen: Diese Plattform solltest du dir auf jeden Fall anschauen. HeyGen ermöglicht es dir, professionelle (Geschäfts-)Videos mit generativen KI-Avataren zu erstellen. Das ist zum Beispiel für Erklärvideos supergut. Ich denke, die so erzeugten Avatare werden das ablösen, was wir bislang aus dem klassischen Tutorial-Bereich kennen. In der Tiefe muss aber auch hier noch Hand angelegt werden. [Anmerkung der Redaktion: Mit HeyGen erstellt auch die 121WATT gerade Avatare. Schau dir gerne den digitalen Zwilling von Christoph Röck auf LinkedIn an.]
  • Wonder Dynamics: Schau auch mal bei Wonder Dynamics vorbei. Das ist ein KI-Tool, das computergenerierte Charaktere automatisch in einer Live-Action-Szene animiert.
  • ChatGPT: Ja klar, den Chatbot nutze ich natürlich auch. Meistens als blankes Blatt Papier für Ideen und Konzepte wie z. B. bei der Erstellung einer Hero-Hub-Help-Strategie im Content Marketing.

Was war die jeweilige Zielsetzung für den Einsatz der KI und wie bist du vorgegangen?

Die KI kann mir generell schon gut bei Videoprojekten helfen, nur eben nicht allein und ohne menschliches Zutun.

Beispiel: Ein Kunde (Energiekonzern) möchte z. B. die “kleine Energiewelt einfach erklären”. Hier kann mir die KI erste Anhaltspunkte dazu liefern, welche Short-Video-Trends es im Bereich des Kunden aktuell gibt. Dann suche ich mir relevante Themen raus und gleiche mit Hilfe der KI die Ziele des Kunden mit den Themenvorschlägen ab. Jetzt bekomme ich Ideen dazu, was der konkrete Inhalt für passende Shorts sein könnte. Jetzt kann die KI ein Skript für den oder die Sprecher:in entwickeln. Das hört sich wie ein Fingerschnips an, allerdings bleiben in der Regel nur ca. 25 % davon übrig. Denn hier fließt immer noch viel eigene Recherche und auch die Meinung des oder der Sprecher:in selbst ein. Das finale Skript kann ich nun bei ChatGPT eingegeben und mir fünf YouTube-Überschriften geben lassen. Das mache ich mit dem folgenden Prompt:
“Erstelle 5 YouTube-Video-Überschriften für Shorts mit weniger als 50 Zeichen und lege dabei Wert auf eine klickstarke, emotionale und virale Formulierung die Neugierde weckt, auf der Grundlage des unten stehenden Skripts:”

Das Ergebnis siehst du hier:

Durch Laden dieses Videos akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Du siehst, KI kann dich bei der Videoproduktion unterstützen, dich als Mensch aber nicht ersetzen. Du musst wissen, wie du die KI für deine Ziele nutzt und du wirst immer wieder korrigieren und anpassen müssen.
Eine Vorschau davon, welche individuellen Lösungen es für ChatGPT schon gibt, kannst du unter dem folgenden Link sehen. Wenn du bei ChatGPT eingeloggt bist, kommst du direkt auf meinen Digitalen ChatGPTJenz, wo ich meinen Stil und bestimmte Fragestellungen zur Videoproduktion hinterlegt habe. Probier’s gerne aus!

Welche Learnings kannst du uns aus dem Einsatz weitergeben? Do’s and don’ts?

Da erzähle ich gerne von meinem Spaghetti-Eis-Beispiel. Ich liebe Spaghetti-Eis und egal, wo ich in Deutschland bin, dort mache ich mich auf die Suche nach der besten Version dieser Eiskreation. Hier könnte ich jetzt auch die KI fragen: “Sage mir, wo es das beste Spaghetti-Eis gibt”! Würde mir der Algorithmus das zufriedenstellend beantworten? Nein, denn es kann mir nicht sagen, wie es schmeckt und was genau “gut” für mich ist. Hier zählt die persönliche Erfahrung, weswegen ich lieber mein Netzwerk frage.
Ein kleines Experiment in diese Richtung habe ich auch schon mit den Teilnehmer:innen meiner Seminare gemacht. Ich habe zwei Gruppen erstellt: Eine hat für die Content-Erstellung ChatGPT genutzt, die andere nicht. Bei den Ergebnissen der “ohne”-Gruppe hast du viel mehr Emotionen und Liebe gesehen. Das, was wir im Content meistens brauchen. Für Verkaufsvideos, emotionale Stories und Social Media kannst du die meisten Techniken deswegen (noch) nicht verwenden. Da ist menschliches Know-how und Gefühl gefragt.
Trotzdem ist es eine super Geschichte, mit KI zu arbeiten. Ich nutze es jeden Tag in meinem Business.

Meine klare Do-Empfehlung:

  • Nutze KI zur Ideenfindung oder um Ideen zu verfeinern, für die Keyword-Recherche oder das Konzept-Writing. Darunter verstehe ich, dass du das, was du vorher zusammengetragen hast, durch die KI jagen kannst. Zuvor hast du dem Algorithmus mit Custom Instructions einen eigenen Schreibstil gegeben.
  • Probiere auch die einzelnen KI-Optionen der professionellen Schnittprogramme wie Final Cut oder Premiere aus. Damit kannst du z.B. sehr gut kleine Fehler ausgleichen, wenn irgendwo was fehlt.

Du willst mehr zu Custom Instructions wissen? In unserem ausführlichen Artikel zu „Wie du Custom Instructions für ChatGPT verwendest“ findest du alle Antworten.

Mein klares Don’t:

  • Lass die Finger aktuell noch von der KI, wenn es um die Produktion von klickstarken Videoanzeigen, Reels oder Stories geht. Das sieht aktuell furchtbar nach KI aus. Bis auf HeyGen und Wonder Dynamics, da geht schon mehr, aber die kosten leider richtig Geld.

Bedenke auf jeden Fall vorher, wofür du die KI verwenden möchtest und ob das Ergebnis stimmt. Bitte übernimm die Resultate nicht einfach. Es könnte nicht stimmen oder nicht zu deinen Zielen passen.

 

Chrissy Jacker-Hundt

KI für Kampagnen und Visuals

Dr. Christina Jacker-Hundt ist unsere Referentin für Personas und DIE Expertin für Gen Z. Auch aus Chrissys Alltag ist KI nicht mehr wegzudenken. Hier sind ihre Erfahrungen:

Welches ist dein favorisiertes KI-Modell und warum?

Natürlich nutze ich auch ChatGPT, aber ich möchte gerne mal zwei andere Tools in den Fokus stellen, nämlich rescribe.ai und Photoshop Beta.

  • rescribe.ai haben tatsächlich befreundete Entwickler von mir ins Leben gerufen und ich durfte es seit der Beta-Phase mittesten. Es ist in erster Linie ein KI-Tool zur Contenterstellung. Du kannst damit Blogartikel in verschiedene Sprachen, Social Media Posts, Produktbeschreibungen und Texte umformulieren lassen.
    Für einen Blogartikel gibst du z. B. das Thema und Schlagworte vor (idealerweise sind das schon relevante Keywords). Die KI generiert dir dann einen Titel und Subheadlines. Diese kannst du dann nochmal anpassen. Erst dann erstellt er dir je Sektion einen Text (die Anzahl der Wörter kannst du auch angeben). Du bekommst also wirklich in kürzester Zeit einen echt guten Blogartikel. Ich habe für einen Kunden die Probe aufs Exempel gemacht:
    Gleiches Thema, einmal mit rescribe.ai und einmal mit ChatGTP. Von der Richtigkeit der Informationen und der Aufbereitung hat rescribe.ai gewonnen. Auch beim „Ist das ein KI-generierter Text“-Test, wurde rescribe.ai als weniger offensichtlich bis gar nicht offensichtlich eingestuft.

Meine direkten Vorteile von rescribe.ai:

    • Gibt dir direkt eine Struktur.
    • Ist inhaltlich (zumindest laut bisherigen Kundenerfahrungen) besser als ChatGTP (wobei ich hier nur für die Free Version von ChatGTP sprechen kann).
    • Du hast im Tool gängige Texteditormöglichkeiten.
  • Photoshop Beta nutze ich gerne, um neueste Trends sofort ausprobieren zu können. Aktuell bietet mir diese Variante die Funktionen „Generative Füllung“ und „Generatives Erweitern“ und erzeugt einfach gute Ergebnisse. Mit Beta ist aber noch viel mehr möglich. Beispiel: Du hast ein Stockbild mit einer Person, die in ein Notizheft schreibt. Du möchtest aber, dass es so aussieht, als würde sie mit einem Pen auf ein Tablet schreiben. Markiere das Notizbuch und schreibe lediglich „Replace book by tablet“. Ohne große weitere Erklärungen bekommst du hier ein erstaunlich gutes Ergebnis.

Meine direkten Pluspunkte für die Photoshop Beta Version:

    • Mit wenig Aufwand super Effekte erzielen
    • KI bringt es meistens mit einem Prompt auf den Punkt

Beide Tools sind für mich die „kleinen Waffen“ von Content Creators -> Texte und Bildbearbeitung in kürzester Zeit.

Was war die Zielsetzung für den Einsatz der KI? Was wolltest du erreichen?

Zwei Anwendungsbeispiele:

  1. Ich mag es nicht, wenn ich in Bereichen, in denen ich keine Expertin bin, vollkommen auf andere angewiesen bin. Zum Beispiel SEO oder schlicht Inhalte von Auftraggeber:innen, von deren Branche ich keine Ahnung habe. KI hilft mir dabei, diese Lücke (fast) zu schließen.
  2. Schwingt in 1. auch schon mit: schnelle und effiziente Contenterstellung – und wenn es nur der Impuls für Ideen ist. Insbesondere, wenn es um Themen geht, in denen ich nicht tief drin bin.

Wie bist du vorgegangen?

Bleiben wir beim Contentbeispiel “Blogartikel erstellen mit rescribe.ai”:

  1. Initiales Briefing vom/von der Kund:in mit Stichpunkten zum Inhalt (natürlich kann man auch schon einen Schritt vorher ansetzen und sich Themeninspiration durch z. B. ChatGTP geben lassen oder die gute alte Internetrecherche nutzen).
  2. Eingabe im Tool von: Sprache, Titel, Keywords, Wörter pro Abschnitt generieren lassen.
  3. Vorgeschlagene Struktur (Überschrift und Subtitel) prüfen und ggf. anpassen
  4. Textgenerierung starten und warten.
  5. Erstellen, Text gegenlesen, ggf. etwas anpassen und mit z.B. https://www.scribbr.de/ki-detector/ checken, ob KI erkannt wird (SEO!).
  6. Prüfung durch Auftraggeber:in.

Hast du ein konkretes Beispiel?

Ja, um das Thema Schlüsselreize und Überraschungseffekt bildhaft zu erklären, habe ich Photoshop Beta genutzt. Das Ergebnis ist fast schon gruselig.

 

KI-Beispiel - Bildgenerierung - Chrissy Jacker-Hundt

Quelle Chrissy Jacker-Hundt

Um den im Post erwähnten Überraschungseffekt zu erzeugen, wollte ich die Augen reptilienartig wirken lassen. Ich habe sie in Photoshop Beta markiert und der KI mitgegeben: „Make the eyes look like reptile eyes“. Mir wurden sofort 3 verschiedene Vorschläge geliefert. Alle wirklich gut. Schaut euch gerne den ganzen Post auf LinkedIn von mir an.

Learnings aus dem Einsatz? Do’s and don’ts?

Keep it simple.

In punkto Content: Vorher schon mal recherchieren, was es zu den Themen gibt und Inspiration an Keywords für das Tool holen. Weniger ist in dem Fall auch mehr.
Bildbearbeitung: Einfacher Prompt. Kurz, prägnant. Was willst du erreichen? Zumindest Photoshop Beta kann mit wenig Info schon viel anfangen. Lieber dann in einem zweiten oder dritten Schritt nachoptimieren.

 

Alexander Holl

KI für deine Datenanalyse

Geschäftsführer der 121WATT, KI- und Webanalyse-Experte Alexander Holl freut sich über die wachsenden Möglichkeiten, Daten mithilfe von künstlicher Intelligenz umfassend analysieren zu können. Deswegen dreht sich bei ihm alles um seinen Favoriten Advanced Data Analysis:

 

Welches ist dein favorisiertes KI-Modell und warum?

Advanced Data Analysis von ChatGPT (ehemals Code Interpreter) ist wahrscheinlich eines der beeindruckendsten Tools, das ich kenne. Die Advanced Data Analysis kannst du in deinem Unternehmen für eine Reihe von Aufgaben einsetzen, von der Datenanalyse über die Programmierung eines Spiels bis hin zur Entwicklung einer ansprechenden Präsentation. Für mich, mit meinem Hintergrund in Digital Analytics und GA4, steht die Analyse von Daten im Fokus. Warum? Weil ich hier erweiterte Möglichkeiten der Analyse habe, wie zum Beispiel eine Unterstützung bei der Auswertung und Interpretation von Daten. Oder ganz einfach: Ich kann Analysen machen, die ich davor nur mit der Unterstützung von Entwickler:innen machen konnte.
Mein Haupt-Pluspunkt der Advanced Data Analysis: Unglaubliche Fähigkeiten, Daten zu analysieren und aufzubereiten.

Was war die Zielsetzung für den Einsatz der KI?

Da habe ich mehrere, zum Beispiel:

  1. Die detaillierte Analyse von Daten aus einem Crawl mit dem ScreamingFrog zur Analyse der internen Verlinkung.
  2. Die Analyse unseres Youtube Kanals.
  3. Die Analyse von Daten aus der Google Search Console.

Wie bist du vorgegangen?

Der Prozess lässt sich abseits der konkreten Anwendung wie folgt beschreiben:

  • Schritt 1: Prüfen, welche Daten ich mit geringem Risiko für eine Analyse in der Advanced Analysis verwenden darf.
  • Schritt 2: Erste Analyse in relevanten Tools, wie Youtube Analytics, ScreamingFrog oder ggf. GA4. Kriterien können hier sein: Wahl des Berichts, Zeitraum, Segmente, Dimensionen oder Metriken.
  • Schritt 3: Download in relevanten Tools als .csv Datei.
  • Schritt 4: Upload der Daten in der Advanced Data Analysis.
  • Schritt 5: Vor der Analyse zuerst durch die Advanced Data Analysis Daten bereinigen (Cleansing of Data).
  • Schritt 6: Download der bereinigten Daten als .csv und ggf. Überprüfung auf Validität der bereinigten Daten.
  • Schritt 7: Start eines neuen Chats und Analyse mit den bereinigten .csv Daten.
  • Schritt 8: Vorschläge von ChatGPT zur Analyse der Daten anfordern.
  • Schritt 9: Analyse und Visualisierung der Daten und ggf. neue mathematische Ansätze erfragen, wie die Extrapolation der Daten oder Regressionsanalysen.

Hast du ein konkretes Beispiel?

Ja, zum Beispiel gleich das erste Ziel, was ich dir oben genannt habe: Visualisierung der internen Verlinkung unserer Produktseiten mit der Advanced Data Analysis auf Basis von ScreamingFrog-Daten.
Schritte: (1) Ich habe mit dem ScreamingFrog einen Crawl der 121watt.de gemacht und alle internen Links als .csv abgespeichert. (2) Ich habe in ChatGPT die „Advanced Data Analysis“ gestartet mit folgendem Prompt:
Prompt: „Du bist jetzt mein SEO-Analyst – ich habe eine Liste mit Daten, die dir alle internen Verlinkungen zeigt. Mein Ziel ist die interne Verlinkung unser Seminarseiten zu analysieren. Du erkennst die Seminarseiten am URL-Pfad .+/seminare/.+. Bitte visualisiere dann in einem nächsten Schritt die Daten.“

Mit dem ChatGPT Code-Interpreter SEO-Analysen, hier mit dem Screamingfrog durchführen
Was kann man noch machen? Hier startet jetzt die Fantasie. Wenn du möchtest, dann schaue dir gerne ein paar Inspirationen für den ScreamingFrog an.

Learnings aus dem Einsatz?

Im Wesentlichen sind es drei Erkenntnisse für mich:

  1. Mein wichtigstes Learning bei der Analyse von Daten: Erst Daten bereinigen und dann in einem zweiten Prozessschritt die bereinigten Daten analysieren.
  2. Du kannst über externe Datensätze, so wie sie bei Kaggle verfügbar sind, erste Erfahrung mit der Analyse von Daten gewinnen, ohne das Risiko einzugehen, ggf. kritische Unternehmensdaten hochzuladen.
  3. Lass dich durch ChatGPT beim Brainstorming von Analysen und Visualisierungen unterstützen.

Mehr über die Advanced Data Analysis und konkrete Beispiele liest du unter ChatGPT Advanced Data Analysis – 11 coole Anwendungen.

Hier noch ein Extra-Tipp: Ein tolles Tool sind die Zapier Interfaces mit denen du einen ChatBot erstellen kannst. Hier zum Beispiel mit einem Quiz zu Künstlicher Intelligenz im Digital Marketing. Test doch einfach mal aus

 

Neele Hehemann

KI fürs Social-Media-Brainstorming

Neele Hehemann, unsere Referentin für Facebook- und Pinterest-Marketing, ist bei der Agentur EPHNY für den Social Media Bereich verantwortlich. Erfahre mehr darüber, wie sie KI in ihren Arbeitsalltag integriert:

Welches ist dein favorisiertes KI-Modell und warum?

Mein favorisiertes KI-Modell ist Bing Chat, das auf ChatGPT und DALL-E basiert. Ich nutze es gerne, da ich nicht zwischen „Text-KI“ und „Bild-KI“ hin und her springen muss. Es ermöglicht das Verknüpfen von unterschiedlichen Aufgaben an die KI und das Einbeziehen von Suchergebnissen. Hilfreich dabei ist, dass ich direkt visuelle Beispiele und Textbausteine erhalte.
Einsatz im Social Media Marketing: In der Praxis benutze ich es gerne zur Ideenfindung, um die Kreativität zu fördern und um MockUps für Beiträge zu erstellen. Das erleichtert den Prozess der Content-Erstellung enorm.
Da Social Media Content so gut wie immer aus einem visuellem Element (Bild / Video) und Text besteht, ist es sehr praktisch, sich gleich beides ausgeben zu lassen.

Was war die Zielsetzung für den Einsatz der KI?

Ziel war es, Ideen für Weihnachten zu erhalten. Wir wollten nicht die typischen Weihnachtsaktionen spielen oder weihnachtlich verzierte Creatives nutzen, die es überall zu sehen gibt. Es hat uns geholfen, mal auf ganz andere Ideen zu kommen. Oft braucht es einen anderen Gedanken, der sich selbst in eine ganz neue kreative Richtung lenkt. Dann hat dich die KI unterstützt, aber du selbst bist dadurch auf neue Ideen gekommen. Das Volumen spielt hier natürlich auch eine Rolle. In einer vorgegeben Zeit kannst du viel mehr Denkanstöße bekommen.

Wie bist du vorgegangen?

Im Team haben wir ein Brainstorming zur Vorbereitung der Weihnachtskampagnen durchgeführt. Dabei haben alle Personen auf Zetteln notiert, was sie mit Weihnachten verbinden. Z. B. ein Lied, ein Gedicht, ein Weihnachtsfilm, Plätzchen und Geschenke.
Unternehmen und Produkte, für die Weihnachtsaktionen erstellt werden sollten, wurden ebenfalls auf einzelnen Zetteln notiert. Jede Person hat dann einen Zettel zu “Weihnachtsgedanken” und ein Kundenprojekt gezogen. Die KI wurde beauftragt, beide Begriffe zu verknüpfen und daraus einen Social Media Beitrag zu erstellen. Die Ergebnisse wurden im Team präsentiert und haben zu vielen weiteren Ideen für Weihnachtsaktionen und Beiträgen geführt.

Hast du ein konkretes Beispiel?

Ja, mehrere:

Shiny Chiefs
Als die Zettel „Glühwein“ und „Autopflegeprodukte“ zusammen gezogen wurden, haben die Kolleg:innen erstmal diskutiert: Alkohol und Autofahren, das geht natürlich nicht zusammen! Aber kein Problem für die KI, mit dem Zusatz, dass „Don`t Drink and Drive“ berücksichtigt werden soll, hat sie einen unproblematischen Weg gefunden, um beides zu verknüpfen. Nach dem Autoputzen muss man sich natürlich aufwärmen – und wie wäre es mit Reinigungsprodukten mit Glühwein Duft? Shiny Chiefs sind schließlich bekannt für ihre ungewöhnlichen Düfte. Klar, darauf hätten wir auch kommen können, es hätte aber sicherlich länger gedauert.
Nach ein paar Rückfragen ist die KI dann thematisch ein bisschen abgeschweift (was für uns im Prozess der Ideenfindung vollkommen in Ordnung ist), und hat eine gute Inspiration für weihnachtliche Creatives geliefert: Waschschaum als Schnee – darauf wären wir nicht gekommen!

 

KI-Beispiel - Autopflege - EPHNY

Quelle EPHNY

Online Shop für Nageldesign
Weihnachtsmusik und Weihnachtsdekoration mit Nageldesign zu verknüpfen ist für die KI natürlich ein Leichtes. Nur die Anzahl der Finger sollte man überprüfen.

 

KI-Beispiel - Nageldesign - EPHNY

Quelle EPHNY

 

Das war uns natürlich zu langweilig! Wir wollten Ideen, die aus der Masse herausstechen. Also was haltet ihr von der neuen Maniküre des Grinch?

 

KI-Beispiel - Nageldesign Grinch - EPHNY

Quelle EPHNY

Online Shop für bedruckte Tassen und Geschenkartikel

Für einen Kunden, der bedruckte Tassen herstellt, lieferte die Kombination mit „Die Geister die ich rief“ zwar keinen weihnachtlichen Beitrag, aber eine super Inspiration für Halloween! Wir haben die Textideen zur Ideenfindung genutzt und auch die Bilder waren eine gute Inspiration, wie wir ohne große Bildbearbeitung etwas Mystik in die Creatives bringen können.

 

KI-Beispiel - Tasse - EPHNY

Quelle EPHNY

Online Shop für Aquariumzubehör
Aquarien und Weihnachten verknüpfen? Für die KI kein Problem:

 

KI-Beispiel - Aquariumzubehör - EPHNY

Quelle EPHNY

Anmerkung: Diese Idee haben wir aus Tierschutzgründen nicht weiterverwendet, um niemanden auf falsche Ideen zu bringen. Das zeigt auch: KI-Vorschläge solltest du unbedingt kritisch hinterfragen!

Learnings aus dem Einsatz? Do’s and don’ts?

Die Verwendung von KI hilft uns, ein kreatives Tief zu überwinden und aus dem Trott des Arbeitsalltag herauszukommen. Für unser Team sind KIs Werkzeuge, die uns unterstützen, wenn wir “hängen”.
KI Antworten können sehr generisch sein, wenn “falsch” gefragt wird. Social Media Marketing ist dann gut, wenn es überraschend und kreativ ist. KI neigt gleichzeitig dazu, “absurde” oder “unrealistische” Ergebnisse zu produzieren, bei gezieltem Nachfragen. Diese können jedoch ideale Denkanstöße sein, um die Kreativität anzuregen.
Wenige Ergebnisse lassen sich 1:1 so umsetzen, doch sie sind spannende Ansatzpunkte, um weitere Konzepte daraus zu spinnen. Nachfragen und Nachbessern können nicht zufriedenstellende Antworten in andere Richtungen lenken, die eventuell besser passen.
Vielleicht ist das eine Idee für das nächste Brainstorming, z. B. für die Jahresplanung?

 

Patrick Klingberg KI im Online Marketing – Custom GPT

Unser Marketing-Allrounder und Referent für Online Marketing und SEO, Patrick Klingberg, ist begeistert von der KI-Welt. Sein Interesse haben vor allem die Individualisierungsmöglichkeiten des ChatGPT Chatbots geweckt:

Welches ist dein favorisiertes KI-Modell und warum?

Im Moment kommt keiner an ChatGPT vorbei. Hier nutze ich das Custom GPT-Feature gerne. Aktuell baue ich mit Unternehmen GPTs, die u. a. auf ihrer Angebotswelt basieren. Diese maßgeschneiderten GPTs ermöglichen es, die vielfältigen Möglichkeiten von KI direkt in den Geschäftsalltag zu integrieren, um eine direkte Verbindung zwischen KI-Technologien und Unternehmenszielen herzustellen.

Was war die Zielsetzung für den Einsatz der KI?

Ziel war es, die interne Kommunikation effizienter und konsistenter zu gestalten. Mit den integrierten KI-Lösungen werden Informationen über Produkte und Dienstleistungen zugänglicher und klarer kommuniziert.

Wie bist du vorgegangen? Gibt es einen Prozess?

Die von mir entwickelten CorporateGPTs, basierend auf GPT-4, bieten nicht nur Informationen über Produkte und Angebote, sondern behalten auch stets die Vision, Mission und Zielgruppen des Unternehmens im Blick. Dies gewährleistet, dass die generierten Inhalte und Antworten immer im Einklang mit den Unternehmenswerten stehen.

Hast du ein konkretes Beispiel?

Ein Beispiel für so einen maßgeschneiderten GPT ist PatrickGPT, mein AI-Twin, der all meine Werte und Prinzipien im Online Marketing widerspiegelt. Schau dir den digitalen PatrickGPT-Twin doch einfach mal an. In unserem Artikel zu “ die besten Custom GPTs“ findest du eine ausführliche Liste zu GPTs für dein SEO, für die Content Erstellung, zu UX oder Social Media. Wie du selber Custom GPTs erstellst findest du hier oder hier von uns auf Youtube.

 

Sarah-Yasmin Hennessen

KI fürs Content Marketing – All-in-One

Sarah-Yasmin Hennessen ist unsere Referentin für Content Marketing und Online Texten. Für ihre Business-Bereiche Redaktion, Content, Marketing und Webanalyse experimentiert sie gerne mit künstlicher Intelligenz:

Welches ist dein favorisiertes KI-Modell, das du gerne einsetzt und warum?

Tatsächlich arbeite ich noch immer am liebsten mit ChatGPT. Andere Tools wie Midjourney, Mubert, ElevenLabs und Neuroflash nutze ich gerne für Content-Projekte, aber ChatGPT ist für mich der beste Allrounder. Durch die Plugins, das „neue“ All-in-One GPT-4 und die Möglichkeit eigene GPTs zu erstellen, ist ChatGPT im Einsatz  für dein Unternehmen extrem vielfältig. Ich kombiniere ChatGPT zum Beispiel gerne mit anderen Tools wie Canva oder AlsoAsked, um das Prompting abzukürzen oder Arbeitsprozesse zu beschleunigen.
Also ganz klar, mein Favorit ist aktuell ChatGPT, weil es einfach in der Anwendung ist und gleichzeitig extrem vielfältig. Das Tool gibt uns User:innen wirklich viel Freiraum und macht es deshalb so spannend, immer wieder Neues auszuprobieren.

Was war die Zielsetzung für den Einsatz der KI?

Zu Beginn war ich einfach neugierig, was KI grundsätzlich kann. Ich habe Anfang 2023 mit einfachen Dingen wie „Blogartikel“ und „Überschriften“ begonnen. Inzwischen suche ich nach immer neuen Wegen, wie uns KI das Content Marketing vereinfachen und verbessern kann. Zum Beispiel habe ich in einer Kombination aus AlsoAsked, Canva, Midjourney und ChatGPT (inkl. Plugins) einen Workflow entwickelt, mit dem du in weniger als 30 Minuten eine Social-Media-Serie aus über 25 Posts erstellen kannst: inklusive Caption, Thumbnail, Hook usw. Das sind die Cases, die mich wirklich begeistern.

Wie bist du vorgegangen? Gibt es einen Prozess?

  1. Zuerst suchst du mit Hilfe eines Tools (z. B. AlsoAsked) nach Fragen, die sich deine Zielgruppe rund um dein Thema stellt. Dabei ist es wichtig, dass du nicht dein Produkt/Dienstleistung als Suchbegriff verwendest, sondern eine Situation oder Fragestellung deiner User:innen.
    Ein Beispiel: Du bist eine SEO-Agentur. Dann suchst du als Suchbegriff nicht nach „SEO-Agentur“, sondern zum Beispiel nach Begriffen wie „SEO“ oder „Google Platzierung“ oder „Google Optimierung“.

    KI-Beispiel - AlsoAsked - Sarah-Yasmin Hennessen

    Quelle Sarah-Yasmin Hennessen

    Natürlich kannst du theoretisch auch ChatGPT nutzen, um an häufige Fragen zu kommen, die deine Zielgruppe stellt. Aber zum einen musst du dann recht ausführlich prompten und zum anderen hast du damit keine realen Daten, sondern Wahrscheinlichkeiten. Deshalb nutze ich für diesen Schritt ein W-Fragen-Tool, wie bspw. das von Seobility.

  2. Du exportierst das Ergebnis als PNG (das geht bei den Tools auch in der Free-Version) und importierst es in ChatGPTPlus. Dazu promptest du:
    „Du findest hier eine Liste an häufigen W-Fragen, die Menschen bei Google eingeben. Meine Zielgruppe sind [Zielgruppe einfügen]. Ich verkaufe [Dein Produkt/Dienstleistung einfügen]. Mein Ziel ist es, eine Social-Media-Kampagne zu machen, in der täglich eine „Häufige Frage“ meiner Zielgruppe beantwortet wird. Du bist Social Media Manager. Bitte analysiere dieses Bild und finde alle Fragen, die sich gut für diese Art der Social Media Posts eignen. Ignoriere alle Fragen, die für mich oder meine Zielgruppe uninteressant oder zu speziell sind.“Falls dir die Menge an Fragen für deine Social-Media-Kampagne nicht reicht, dann kannst du noch einmal „nachprompten“:
    „Hast du noch mehr Fragen gefunden, die für mich relevant sind oder sind das alle? Ich überlege, eine Social-Media-Kampagne zu machen, bei der ich jeden Tag eine dieser Fragen beantworte.“
  3. Diese Fragen sind meist zu lang, um auf ein Thumbnail zu passen, deshalb promptest du:
    „Bitte kürze die Fragen so, dass sie auf ein Instagram-Thumbnail passen.“
  4. Im Anschluss forderst du von ChatGPT die Caption zu deinen Social Posts an:
    „Ich möchte die Fragen jeweils in einem Instagram Post beantworten. Bitte beantworte die Frage in der Caption und schreibe dazu eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, die 3 Schritte enthält. Fordere in der Caption auf, die eigenen Erlebnisse zu dokumentieren. Verwende vereinzelt Emojis“Hier wird ChatGPT nicht auf Anhieb alle Fragen-Captions erstellen, wahrscheinlich musst du immer wieder nachprompten und ein bisschen mit der Formulierung spielen. Z. B.:
    „Bitte erstelle die nächsten 5 Captions für die Fragen.“
  5. Du kannst ChatGPT bitten, dir ein Thumbnail für deinen Post zu erstellen. Dazu promptest du zum Beispiel:
    „Nun entwirf ein Thumbnail für diese Posts im Seitenverhältnis 1:1. Wichtig ist, dass genug freie Fläche vorhanden ist, um die Fragen einzufügen. Das Thumbnail soll im Instagram-Feed hervorstechen und Aufmerksamkeit erzeugen. Verwende knallige Farben.“
  6. Nun kopierst du die Liste der Thumbnail-Fragen in deine Zwischenablage und erstellst bei ChatGPTPlus einen neuen Chat mit der Plugin-“Funktion“. Dabei aktivierst du das Plugin namens „CSV Creator“. In diesem Chat promptest du:
    „Please export these informations in a csv format.”
    Hier importierst du die Fragen aus der Zwischenablage. Diese CSV speicherst du ab.
  7. Danach wechselst du zu Canva und erstellst (aus dem ChatGPT-Bild) ein Creative für deine Instagram Posts. Im Post fügst du an der Stelle, an der später jeweils die Frage stehen soll, einen Platzhalter-Text ein.

    KI-Beispiel - Was ist SEO - Sarah-Yasmin Hennessen

    Quelle Sarah-Yasmin Hennessen

  8. Du gehst bei deinem Post Links in der Seitenleiste auf „Mehrere Designs erstellen“.
  9. Dann im sich öffnenden Fenster auf „CSV hochladen“. Dort lädst du die CSV hoch, die du vorhin aus ChatGPT exportiert hast, klickst auf deinen Platzhalter-Text und dann auf „Daten verbinden“.
  10. Dann links auf „weiter“ und du kannst mit nur einem Klick alle Visuals für deine Social-Media-Kampagne erstellen.

Learnings aus dem Einsatz?

Das Wichtigste in der Arbeit mit KI ist, dass du nicht im ersten Versuch aufgibst. Wenn du dir einen Case überlegst und an einer Umsetzung mit KI tüftelst, dann gibt es immer wieder Sackgassen, bei denen du nicht weiterkommst. In dieser Situation darfst du nicht aufgeben, denn meistens findet sich nach einigem Rumprobieren dann doch ein Weg.

Sven Giebler

KI fürs Content Marketing – Sparringspartner & Prozessoptimierer

Unser Referent für Content Marketing und CM-Strategie und -Planung Sven Giebler hat sich intensiv und auch durchaus kritisch mit KI-Tools auseinandergesetzt. Erfahre mehr darüber welche Tools er wie als Sparringspartner nutzt:

Welches ist dein aktuell favorisiertes KI-Modell und warum?

Generell frage ich mich vor der Nutzung von (neuen) KI-Tools: Was macht mir in meinen Arbeitsprozessen viel Arbeit oder vielleicht auch weniger Spaß? Das kann dann z. B. die Ideenfindung oder der Redaktionsplan sein. Ich frage mich dann: Könnte mir die künstliche Intelligenz bei der einen oder anderen Aufgabe sinnvoll helfen? Wenn das – wie in den meisten Fällen – so ist, dann nutze ich aktuell die folgenden Tools/Plattformen:

ChatGPT: Klar nutze ich auf jeden Fall auch ChatGPT. Ich probiere viel aus und nutze den Chatbot als Freelancer, vor allem als wertvollen Sparringspartner.
Beispiel: Im Rahmen von Content-Marketing-Projekten hilft mir ChatGPT in der Awarenessphase des Salesfunnels bei der Entwicklung von Kampagnen-Ideen. Zudem unterstützt mich der Chatbot dabei, Daten und Inhalte aufzubereiten und unter Berücksichtigung des MECE-Frameworks keine Dopplungen entstehen zu lassen.

Auch bei der Vor- und Nachbereitung von Podcasts lasse ich mich gerne von KI-Tools unterstützen: Ich gebe Chat GPT zum Beispiel die Rolle eines Podcast-Hosts zu einem konkreten Thema, um einen roten Faden für ein anstehendes Interview zu erstellen und die richtige Tonalität der Fragen für mein Gegenüber zu finden. Ist der Podcast fertig, dann lasse ich das Gesagte transkribieren, um daraus Highlights als Basis für Artikel, Newsletter oder Social Media Posts entstehen zu lassen.

Castmagic hilft mir dabei, Audioinhalte in vielseitige Content Pieces zu verwandeln. Dafür lade ich meine MP3-Datei oder ein YouTube-Video hoch und erhalte Transkripte, Notizen, Title Keywords, Zusammenfassungen, Highlights, Zitate, Speaker Bios und Social Media Posts.

Castmagic Startseite - Sven Giebler

Castmagic Startseite – Quelle Sven Giebler

 

Castmagic Prompts - Quelle Sven Giebler

Castmagic Prompts – Quelle Sven Giebler

 

Castmagic Newsletter - Quelle Sven Giebler

Castmagic Newsletter – Quelle Sven Giebler

Besonders hilfreich finde ich die Möglichkeit der automatischen “Clip Finder”-Erstellung, die Identifikation von Hooks mit Timestamps und Key Statements. Daraus kann ich in Sekundenschnelle ein Gerüst für Social Media Posts entwickeln.

KI-Beispiel - Castmagic Clip Finder- Sven Giebler

KI-Beispiel – Castmagic Clip Finder- Sven Giebler

Das Tool ist kostenpflichtig, aber für mich jeden Cent wert.

ChatGPT AIPRM ist ein Chrome Plugin, das mir hilft die richtigen Prompts zu finden, denn diese Extension ist wie eine Bibliothek für ChatGPT-Prompt-Vorlagen. Es erspart dir quasi den Prompt-Engineering-Part und steigert durch bereits existierende Prompt-Vorlagen deine Effizienz. Das geht ganz gut für Keyword-Strategien oder für die Bilderstellung über Midjourney oder DALL-E. Das ist vor allem für Einsteiger hilfreich, weil du sofort gute Ergebnisse erzielst. Was ich nicht optimal finde ist, dass du die zugrundeliegenden Prompts nicht siehst. So kannst du auch nichts daraus lernen.

KI-Beispiel - AIPRM - Sven Giebler

AIPRM – Quelle Sven Giebler

Neuroflash: Im Content-Bereich nutze ich zusätzlich gerne Neuroflash. Das Tool hilft, überzeugende, deutschsprachige Inhalte zu erstellen.

Beispiel Newsletter-Erstellung:

Die KI hinter dem Tool unterstützt mich dabei, die entsprechende E-Mail vorzubereiten. Es dient mir als Sparringspartner für Betreffzeilen und Vorschautexte, erstellt Stichpunkte und passende Einleitungstexte. Auch bei speziellen Kampagnen wie Welcome-Mailings oder Reaktivierungskampagnen hilft mir Neuroflash einen effizienten Prozess und das richtige Wording zu finden. Wenn du z. B. intern schon einen Prozess für die Erstellung von E-Mailings hast, dann kannst du das ganz easy auf Neuroflash übertragen. Hier gibt es eine super Anleitung mit insgesamt elf Schritten, die dich Step by Step bis zum Versand führen. Aber übernimm nicht alles blind, sondern schaue, wo du konkret Unterstützung brauchst.
Das Tool hilft dir auch beim Pushen der Öffnungs- oder Klickrate, indem du dir zum Beispiel Betreffzeilen und Teaser für A/B-Tests generieren lässt – und kann dir Vorschläge für einen thematisch ergänzenden LinkedIn Post geben.

 

KI-Beispiel - Neuroflash - Sven Giebler

Neuroflash – beliebte Funktionen – Quelle Sven Giebler

 

Neuroflash - E-Mail-Marketing - Sven Giebler

Neuroflash – E-Mail-Marketing – Quelle Sven Giebler

Welche Learnings kannst du uns aus dem Einsatz weitergeben? Do’s and don’ts?

Ganz wichtig sind die Schritte noch vor dem Einsatz der KI. Die essentielle Frage ist: Was macht mir die meiste Arbeit? Wie ist mein Content-Erstellungsprozess aufgegliedert und womit verbringe ich am meisten Zeit – oder auch am wenigsten Spaß? Zeit, die ich gerne für etwas anderes verwenden möchte? Hier kann KI sinnvoll ansetzen.

Dont’s

  • Nimm Abstand davon, KI-Tools wild aufgrund ihrer neuen Features auszuprobieren. Die Masse an KI überfordert uns alle zurzeit. Hinterfrage deine Prozesse und denke erst im zweiten Schritt an die Lösungen durch KI-Tools. Aktuell haben wir schnell das FOMO-Gefühl, also die Sorge, eine wichtige Entwicklung zu verpassen. Lass dich nicht unter Druck setzen.
    Schau dir deine aktuellen Prozesse an, vielleicht schreibst du die fünf wichtigsten mal auf. Dann analysiere und identifiziere das, was dich viel Zeit kostet oder dir am wenigsten Spaß macht. Nun guckst du, was dir hier helfen kann? Was müsste sich ändern? Erst jetzt schaust du, ob und welche KI-Tools dich unterstützen können. Manchmal lohnt es sich an diesem Punkt auch Hilfe zu holen. Jemand, der dir KI-Lösungen für dein Problem nennen kann. Und lasse dich schließlich darin schulen, wie du die Tools bedienst und das meiste für dich und deine Aufgaben herausholst.
  • Daran schließt sich das nächste Don’t oder auch Do an – je nachdem, aus welcher Richtung du das betrachtest: Informiere dich in deinem Unternehmen erstmal, inwieweit KI rechtlich eingesetzt werden darf und was vielleicht gar nicht erlaubt ist. Viele Unternehmen arbeiten in sicheren Umgebungen oder/und betreiben eigene IT-Systemlandschaften. Vielleicht ist die Nutzung von ChatGPT gar nicht erlaubt, oder muss direkt in die Umgebung integriert werden.
  • Ein weiteres Don’t ist natürlich, die Ergebnisse der KI-Tools nicht 1 zu 1 zu übernehmen. Prüfe bitte jedes Mal, ob die Resultate korrekt sind und dem entsprechen, was du im Namen deines Unternehmens deiner Zielgruppe zeigen möchtest.

Do’s

  • Wenn du feststellst, dass das KI-generierte Ergebnis nicht zufriedenstellend ist, kann es an deinem Input liegen. Der Spruch stimmt daher immer noch: Shit in, Shit out! Also überlege dir dein Briefing bzw. den Prompt für deine KI vorher sehr gut. Hilfreich sind hier auch Templates, die du dir – zum Beispiel für LinkedIn-Postings – erstellst.
  • Verliere nicht die Geduld. Bleibe an dem Thema dran – aber entspannt.
  • Gehe mutig erste Schritte und experimentiere mit einer konkreten Aufgabe aus deinem Umfeld.

Denke daran: Tools hat’s immer schon gegeben. Nur weil es KI-Tools jetzt für alle und in jedem Bereich gibt, musst du dich nicht Hals-über-Kopf darauf stürzen. Es braucht Know-how im Unternehmen und Expert:innen, die diese Modelle bedienen können. Das braucht Zeit und ist übrigens auch keine Garantie, dass die KI-Möglichkeiten dein Business erweitern. Meiner Meinung nach wird es wie immer schon Spezialist:innen brauchen, die entscheiden können, welche Tools dich, mich, also jeden, auf Basis von konkreten Bedarfen effizient unterstützen. Es braucht Menschen, die einen sinnvollen Einsatz von KI einschätzen können.

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