SEO-Manager:in – früher vs. heute
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Die Aufgaben einer SEO-Managerin bzw. eines SEO-Managers haben sich in den letzten 10 Jahren stark gewandelt. Grund dafür ist vor allem der Paradigmenwechsel von keyword-getriebener zu nutzerzentrierter SEO. Der Suchintent der User:innen ist immer wichtiger geworden. Ziel ist es heute nicht mehr, auf konkrete Keywords zu optimieren, sondern die Bedürfnisse der Nutzer:innen zu verstehen und Inhalte zu erstellen, die einen klaren Mehrwert bieten, für Menschen, Suchmaschinen und zunehmend auch für KI-gestützte Sucherlebnisse.
Aufgaben von SEO-Manager:innen: Vor 10 Jahren vs. heute
1. SEO-Strategie
- Vor 10 Jahren: Damals hast du mit der Suchmaschinenoptimierung einen eher technischen Ansatz verfolgt. Der Kern deiner Strategie waren die Keywords und Backlinks. Du hast viel manuelle Arbeit in die Keywordrecherche, in die Optimierung von Meta Tags und in den Aufbau von Backlinks gesteckt.
- Heute: Heute verfolgst du einen daten- und nutzergetriebenen Ansatz. Tools wie SISTRIX, Screaming Frog oder die Google Search Console nutzt du, um datenbasierte Entscheidungen über Inhalte und Keywords zu treffen. E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trust) berücksichtigst du in jedem Schritt deiner SEO-Strategie. KI-Tools und Machine Learning helfen dir dabei, den Nutzerintent besser zu verstehen und gezielt Inhalte zu erstellen, die diesen bedienen.
2. Keyword-Recherche & -optimierung
- Vor 10 Jahren: Die Keyword-Recherche war zentraler Bestandteil deiner SEO. Du hast Tools wie SISTRIX oder die Google Search Console (damals: Webmaster Tools) verwendet, um relevante Keywords anhand von Suchvolumen, Wettbewerb und potenziellem Ranking zu identifizieren. Faktoren wie die Keyword-Dichte, Long-Tail-Keywords und die Keyword-Platzierung waren essenziell für die Rankings deiner Seiten.
- Heute: Keywords sind weiterhin relevant, aber nicht mehr das alleinige Zentrum. Tools mit KI-gestützter Themenanalyse helfen dir dabei, Suchintentionen zu erkennen, Lücken zu entdecken und Content holistisch zu planen. Die Qualität und natürliche Einbindung von Keywords steht über der bloßen Anzahl. Die Nutzererfahrung und Relevanz deiner Inhalte ist entscheidender als die exakte Keyword-Platzierung.
3. Meta Tags
- Vor 10 Jahren: Die Title Tags, Meta Descriptions, Alt-Tags und die Struktur von H1 bis H6 waren früher essenzielle Rankingfaktoren. Ein großer Teil deiner Arbeit bestand darin, sie immer wieder zu optimieren, um bessere Rankings zu erzielen. Es war wichtig, Haupt- und Nebenkeywords darin zu platzieren, um die organischen Rankings zu verbessern.
- Heute: Wie die Keywords spielen auch Title Tags und Meta Descriptions immer noch eine Rolle, auch wenn Google häufig eigene Snippets generiert. Du weißt: Die Meta Description ist kein Rankingfaktor, aber maßgeblich für die Klickrate (CTR). Du verwendest KI-Tools, um Snippets effizient zu erstellen. Auch die Überschriftenstruktur optimierst du, da sie zur Nutzerführung beiträgt. Alt-Tags sind heute zusätzlich ein Thema der Barrierefreiheit. Auch hier hilft dir KI, passende Beschreibungen effizient zu generieren.
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4. Linkbuilding
- Vor 10 Jahren: Als SEO-Manager:in warst du stark auf den Aufbau eines starken Backlinkprofils angewiesen. Ähnlich wie in der PR-Arbeit hast du Kontakt zu anderen Websitebetreiber:innen aufgebaut, um Link-Partnerschaften und Gastbeiträge zu arrangieren. Links von hochwertigen und themenrelevanten Websites waren besonders wertvoll.
- Heute: Backlinks zählen weiterhin, insbesondere für die Autorität (E) und Expertise (A) deiner Website. Im Gegensatz zu früher betreibst du kein aggressives Linkbuilding mehr. Du gehst keine willkürlichen Link-Partnerschaften ein, betreibst keinen Link-Tausch und kaufst auch keine Links. Backlinks entstehen im besten Fall natürlich. Das gelingt dir, indem du gute und interessante Inhalte bereitstellst.
5. Content Marketing
- Vor 10 Jahren: Als SEO-Manager:in hast du gezielt Inhalte erstellt, die auf bestimmte Keywords ausgerichtet waren. Vielleicht hast du auch noch sogenannte „SEO-Texte“ erstellt, die Suchmaschinen dazu dienten, deine Seite besser einschätzen zu können. Für User:innen hatten sie keinerlei Nutzen. Du hast Beiträge getextet und mit Bilder und und Grafiken aufbereitet, um sie für Nutzende ansprechend zu gestalten.
- Heute: SEO-Texte im klassischen Sinn sind überholt. Dein Fokus liegt auf hilfreichen, relevanten Inhalten für echte Menschen. Du nutzt KI-Tools wie ChatGPT, Jasper oder WriteSonic, um Inhalte strategisch zu planen, effizient zu produzieren und zielgerichtet zu optimieren, auf Basis von Suchintentionen und Conversion-Zielen.
6. Ladegeschwindigkeit der Seite
- Vor 10 Jahren: Die Seitenladezeit war auch damals ein wichtiger Ranking-Faktor. Als SEO-Manager:in hast du Bilder komprimiert, unnötige Skripte entfernt und Caching-Methoden implementiert, um Ladezeiten zu verkürzen.
- Heute: Die PageSpeed Insights-Anwendung gibt es seit 2018. Seitdem fällt es dir leichter, die Geschwindigkeit deiner Website einzuschätzen und zu verbessern. Deine Aufgabe ist es, die Core Web Vitals wie INP, LCP und CLS zu verstehe und aus ihnen Verbesserungen für die Websitegeschwindigkeit abzuleiten.
7. Wettbewerbsanalyse
- Vor 10 Jahren: Die Analyse von Wettbewerbern und deren Rankings war ein wichtiger Schritt um herauszufinden, welche Keywords die Konkurrenz verwendet. Deine Aufgabe war es dann, herauszufinden, wie du sie in den Suchergebnisse übertreffen kannst. Als SEO-Manager:in hast du Tools wie MOZ, SEMrush und Ahrefs genutzt, um die Keyword-Strategien der Konkurrenz zu analysieren.
- Heute: Wettbewerbsanalyse funktioniert heute noch fast genau so, wie früher. Der Unterschied ist, dass sich die Tools weiterentwickelt haben und dir mehr verschiedene Analysen zur Verfügung stehen. Sie sind KI-gestützt und liefern dir Insights zu SERP-Dynamiken, Content-Gaps und sogar Prognosen. Wettbewerbsanalyse bedeutet heute: strategische Positionierung entlang der User Journey und nicht bloß Keyword-Vergleiche.
8. Technical SEO
- Vor 10 Jahren: Technical SEO war auch schon vor zehn Jahren ein Thema, allerdings ist sie im Vergleich zu heute weniger komplex gewesen und war stark auf die grundlegende technische Optimierung fokussiert. Als SEO-Manager:in hast du die XML-Sitemap und die Robots.txt eingerichtet und gepflegt. Du hast Canonical-Tags und Weiterleitungen sowie hraflang-Tags bei internationalen Seiten eingerichtet. Außerdem hast du dich um die URL-Struktur der Website gekümmert. 2014 wurden außerdem die ersten Auszeichnungen des Schema.org Markups eingeführt, weswegen du bereits erste Erfahrungen gesammelt hast.
- Heute: Die Aufgaben, die du in der technischen SEO bereits vor 10 Jahren durchgeführt hast, gehören immer noch zu deinem Aufgabenbereich. Allerdings sind noch einige Tasks hinzugekommen. Du entwickelst Crawling-Strategien, nutzt diverse strukturierte Datenformate, arbeitest an der GA4-Implementierung, denkst an serverseitiges Tracking und berätst bei JavaScript-SEO und Rendering-Optimierung. Technical SEO ist heute eng verzahnt mit Entwicklung und Analytics.
9. Mobile-First-Ansatz beachten
- Vor 10 Jahren: Bereits vor zehn Jahren hat Google damit begonnen, der mobilen Seite mehr Gewicht zuzuschreiben. Deswegen hast du dich damit beschäftigt, wie du deine mobile Seite optimieren kannst und hast hier erste Anpassungen vorgenommen.
- Heute: Heute betrachtet Google für das Ranking ausschließlich die mobile Seite und auch User:innen sind vorwiegend mit dem Smartphone im Internet unterwegs. Als SEO-Manager:in ist es deine Aufgabe, auf die On- und OffPage-Optimierungen für die mobile Seite zu achten und diese aufrecht zu halten bzw. weiter zu verbessern.
10. GEO – Generative Engine Optimization
- Vor 10 Jahren: Generative Suchergebnisse gab es nicht. Die SERPs waren statisch und basierten auf
- Heute: Mit dem Aufkommen von KI-Suchergebnissen durch Google SGE, ChatGPT oder Perplexity hat sich SEO um die Disziplin GEO (Generative Engine Optimization) erweitert.
Was sich verändert hat:
- KI-generierte Antworten in der Suche (z. B. in Google) ersetzen in vielen Fällen klassische Rankings.
- Du optimierst Inhalte so, dass sie von generativen KI-Systemen erkannt, verstanden und zitiert werden können.
- Das bedeutet: klare, strukturierte Inhalte, Fragen & Antworten, vertrauensvolle Quellen, E-E-A-T-Konformität und ein verständlicher Schreibstil.
- GEO ist besonders wichtig für informationalen Content, der Fragen beantwortet oder Zusammenfassungen liefert.
Aktualisiert: Dez 2025
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