AI Max: Erst testen, dann skalieren – so gehst du Schritt für Schritt vor
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Level: Beginner
Künstliche Intelligenz ist in Google Ads schon lange kein einzelnes Feature mehr, sondern sie sieht sich durch dein gesamtes Konto. Wie auch die organische Suche entwickelt sich die bezahlte Suche weiter, und wenn du am Ball bleiben willst, solltest du die KI-Funktionen zumindest einmal testen.
Das Wichtigste zu AI Max in 5 Punkten
- AI Max ist eine Feature-Suite für Suchkampagnen in Google Ads, das sich einfach per Schalter aktivieren lässt.
- Du solltest dich mit AI Max beschäftigen, weil Suchanfragen immer komplexer/longtailiger werden und du nicht jede Variante manuell abdecken kannst.
- AI Max erweitert deine Kampagne durch KI-basiertes Matchen der Suchbegriffe, Textanpassung und Erweiterung der finalen URL.
- Über Eingrenzungen wie negative Keywords, Begriffsausschlüsse, Text-Restriktionen und URL-Ausschlüsse behältst du etwas Kontrolle.
- Teste AI Max immer in mehreren, aufeinanderfolgenden Experimenten, statt es direkt in allen deinen Kampagnen zu aktivieren.
1. Warum du dich jetzt mit AI Max beschäftigen solltest
Aufgrund der AI Overviews werden Suchanfragen immer spezifischer und verschieben sich weg von generischen Shorttail-Begriffen hin zu ganzen, komplexen Fragen, also Longtail-Queries. Das macht es dir als Marketer:in unmöglich, alle vorkommenden Varianten deines Keywords manuell einzubuchen. Gleichzeitig ist aber kein separates Targeting nur für AI Overviews möglich und du hast ebenfalls keine Möglichkeit, deine Anzeigen für die Placements um die AI Overviews auszuschließen. Mit AI Max möchte Google Suchkampagnen KI-tauglicher machen und deine Kampagnen so gestalten, dass sie auch bei breiten und komplexen Suchintentionen sauber performen. Du erschließt mit AI Max also weitere, relevante Suchanfragen und generierst zusätzliche Reichweite. Bisher war das in einem engeren Rahmen über den Broad Match Matchtype möglich.
Kleine Beruhigung: Zwischenzeitlich kursierten die Gerüchte, dass du in Werbeanzeigen über oder unter einem AI Overview nur auftauchen kannst, wenn deine Anzeigen mit AI Max geschaltet werden. Wie Google selbst bestätigt, ist das aber Quatsch.
2. Was ist Google AI Max?
AI Max ist kein eigenständiger Kampagnentyp wie Performance Max oder Demand Gen, sondern fasst eine Reihe von Funktionen zusammen, die in deinen Suchkampagnen aktiviert werden können.
Die Features umfassen hauptsächlich die folgenden drei Funktionen:
a) Semantische Relevanz durch Search Term Matching
Das Search Term Matching ist die wichtigste Komponente von AI Max. Dabei sammelt die KI Informationen wie Produktdaten, USPs und strukturierte Daten von deiner Landingpage, um den Suchintent möglichst präzise treffen zu können. Stellt ein:e Nutzer:in dann eine Suchanfrage, wird diese von der KI semantisch aufgedröselt und codiert, sodass ein Relevanz-Score gebildet werde kann. Dieser wird anschließend mit deinem Kampagnenprofil abgeglichen. Dieses System lernt nach jeder Suchanfrage, nach jeder Impression und nach jedem Klick dazu und kann den Abgleich damit immer weiter optimieren und den Nutzenden passendere Ergebnisse liefern.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Du bewirbst „Laufschuhe“. AI Max kann auch bei „laufschuhe bei
knieschmerzen überpronation“ matchen, weil Google aus deiner Seite erkennt, dass du Modelle mit Stabilität/Dämpfung anbietest.
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Du bewirbst ein Programm für Zeiterfassung. AI Max kann auch bei „zeiterfassung mit schichtplanung und DATEV export“ matchen, weil die KI Features/Integrationen aus deiner Website ableitet.
b) Kreative Intelligenz durch Text Customization
Die Text Customization Funktion generiert optimierte Anzeigentexte auf Basis deiner selbst festgelegten Anzeigentexte. Sie testet verschiedene Varianten und Verbindungen, um die Kombinationen zu identifizieren, die am besten performen. Die KI passt die Botschaft außerdem an weitere Faktoren wie Gerät, Standort und die konkrete Suchintention an. Auch hier lernt das System kontinuierlich weiter.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Bei „laufschuhe schnelle lieferung“ betont die Anzeige eher Versand/Lieferung, bei „stabilitätsschuhe überpronation“ eher Support/Stabilität, ohne dass du für jede Intention neue Anzeigen schreiben musst.
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Bei „zeiterfassung mit outlook integration“ hebt die Anzeige Integration hervor, bei „zeiterfassung für handwerker“ eher den Branchen-Use-Case (z. B. Aufträge/Angebote).
c) Dynamische Zielsteuerung durch Final URL Expansion
Die Final URL Expansion bringt vor allem Websitebetreiber:innen mit einer großen Website einen klaren Vorteil. Google evaluiert selber, welche deiner URLs am besten zur gestellten Suchanfrage passt und leitet den Nutzer bzw. die Nutzerin direkt zur relevantesten Unterseite weiter. Dein Vorteil: Du musst nicht für jede Unterseite eine separate Anzeigengruppe erstellen.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Statt auf die allgemeine Kategorie /laufschuhe/ schickt Google bei „wasserdichte trailschuhe damen“ direkt auf die passendste Unterkategorie oder Filterseite, sofern du URL-Ausschlüsse sauber setzt.
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Bei „zeiterfassung mit schichtplanung“ landet der Traffic nicht auf der Startseite, sondern direkt auf /features/schichtplanung/ oder einer passenden Feature-Seite.
3. Habe ich damit nun gar keine Kontrolle mehr über meine Kampagnen?
Google versteht, dass es Werbetreibenden schwer fällt, so viel Kontrolle über ihre Kampagnen und damit auch ihr Budget abzugeben. Deswegen gibt es ein paar Hebel, mit denen du die AI-Max-Funktionen etwas steuern kannst:
a) Negative Keywords
Du hast nach wie vor die Möglichkeit, negative Keywords anzulegen. Für diese werden deine Werbemittel auch mit AI Max nicht ausgespielt.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Wenn du z. B. keinen Second-Hand-Traffic willst, schließt du z. B. gebraucht, second hand, ebay und kleinanzeigen aus.
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Wenn du nur Unternehmen targetest und keine Studien-/Schul-Use-Cases, schließt du z. B. schule, uni, seminararbeit, vorlage und pdf aus.
b) Begriffsausschlüsse
Pro Kampagne kannst du bis zu 25 Begriffe definieren, die nicht in automatisch generierten Text-Assets vorkommen dürfen.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Wenn du keinen „Billig-Frame“ willst oder keine aggressive Werbung willst, schließt du z. B. billig, schnäppchen, mega deal, nur heute und letzte chance aus.
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Wenn du keine „zu krassen“ Versprechen oder Preis-Kommunikation in KI-Assets willst, schließt du z. B. garantiert, 100%, kostenlos, ab 9,99€ und sofort aus.
c) Einschränkungen für Werbetexte (Beta)
Des Weiteren kannst du Konzepte, Assoziationen und Stile definieren, die in deinen Assets nicht vorkommen sollen.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Vermeide Superlative wie ‚beste‘, ‚Nr. 1‘. etc oder vermeide Druck-/Knappheits-Stil wie ‚nur heute‘, ‚letzte Chance‘.
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Vermeide Wettbewerber-Vergleiche wie ‚besser als…‘. oder Vermeide Clickbait-Ton und reißerische Formulierungen.
d) URL-Ausschlüsse
Über die URL kannst du präzise angeben, welche Websites Google nicht als Zielseiten für deine Anzeigen verwenden darf.
B2C-Beispiel Laufschuhe: Damit Google nicht auf irrelevante Bereiche schickt, schließt du z. B. /blog/, /ratgeber/, /karriere/, /impressum, /datenschutz und /warenkorb/ aus
B2B-Beispiel Zeiterfassung: Wenn du Leads willst, schließt du z. B. /login/ und /dokumentation/ aus.
4. Wie stelle ich AI Max ein?
Du kannst AI Max sowohl für neue als auch für bereits bestehende Kampagnen aktivieren.
Für neue Suchkampagnen: Beim Einstellen neuer Suchkampagnen wird AI Max direkt als eigener Punkt angezeigt und du kannst die Funktionen aktivieren, die du brauchst.

Für bestehende Suchkampagnen: Rufe die Kampagneneinstellungen auf. Hier findest du relativ direkt einen eigenen Reiter für die AI Max Funktionen.

Beachte: Wenn du alle AI-Max-Funktionen nutzen willst, sollten deine Kampagnen über Smart Bidding laufen, da AI Max Signale aus automatischen, conversion-basierten Gebotsstrategien nutzt. Vor allem das Search Term Matching ist nicht mit manuellen Gebotsstrategien wie Klicks maximieren kompatibel. Außerdem solltest du deine Keywords als Broad Match einbuchen.
5. Wie teste ich, ob sich AI Max für meine Kampagnen überhaupt funktioniert?
So einfach und verlockend die AI Max Funktionen auch klingen: Sie eignen sich nicht für jedes Kampagnen-Setup und es gibt Szenarien, in denen du ohne die KI-Erweiterungen besser fährst.
Da jeder Case anders ist und es keine Checkliste für diese Szenarien gibt, solltest du in deinem Account testen, ob die AI-Max-Funktionen deine Kampagnenperformance verbessern.
Schritt 1: Wähle eine passende Kampagne
Starte nicht mit der Suchkampagne, die dir den meisten Umsatz liefert, und auch nicht mit einer Kampagne, die ohnehin instabil läuft. Ideal ist eine Kampagne, die reibungslos läuft und genügend Daten liefert.
Eine geeignete Kampagne erkennst du an folgenden Kriterien:
- Sie liefert genügend Conversion-Volumen, damit dein Test nicht ewig dauert und die Ergebnisse statistisch aussagekräftig sind (mindestens mehrere Conversions pro Woche).
- Das Tracking läuft stabil, bedeutet Conversions werden zuverlässig erfasst und es gibt keine Lücken durch Consent- oder Tagging-Fehler. Außerdem muss die Conversion-Aktion zum Ziel der Kampagne passen.
- Eine saubere, funktionierende Landingpage ist ebenfalls wichtig. Sie sollte schnell laden und keine 404-Fehler verursachen.
- Für die Kampagne sollten keine strikten Compliance-Vorgaben vorliegen, die dich zwingen, bestimmte Assets an feste Positionen zu pinnen.
Schritt 2: Starte AI Max als Test
Schalte die AI-Max-Funktionen nicht einfach direkt in der ausgewählten Kampagne an. Damit du saubere Vergleiche ziehen kannst, solltest du die AI-Max-Version in einem Experiment gegen eine Kontrollgruppe (ohne AI Max) testen. Nur so stellst du sicher, dass keine anderen Einflüsse die Performance beeinträchtigen.
- Öffne dazu in Google Ads den „Test“-Bereich.
- Klicke auf das „+“-Zeichen und wähle „Kampagnenfunktionen und -einstellungen“.
- Als Variable wählst du nun „AI Max für Suchkampagnen“.
- Im nächsten Schritt wählst du die Kampagne, die du zuvor festgelegt hast.
- Nun kannst du noch die Laufzeit deines Tests festlegen.

Schritt 3: Definiere deine Messlogik
Bevor du den Test live stellst, legst du (für dich) noch fest, wann der Test erfolgreich war. Dazu entscheidest du dich für eine primäre KPI (und ggf. mehrere sekundäre KPIs), die das ursprüngliche Ziel deiner Kampagne widerspiegeln.
Beispiel E-Commerce: „AI Max ist für uns erfolgreich, wenn der Return on Ad Spend (ROAS) im Testzeitraum um mindestens 10 % steigt.“
Je nach Business und Kampagnen-Setup kann dein Ziel aber auch komplexer ausfallen: „AI Max ist für uns erfolgreich, wenn der ROAS im Testzeitraum um mindestens 10 % steigt, ohne dass der Cost per Action (CPA) um mehr als 5 % steigt und ohne dass die Conversion Rate um mehr als 5 % fällt.“
Beispiel B2B Leadgen: „AI Max ist für uns erfolgreich, wenn der Cost per Lead (CPL) im Testzeitraum um mindestens 10 % sinkt.“
Komplexer: „AI Max ist für uns erfolgreich, wenn der CPL im Testzeitraum um mindestens 10 % sinkt, ohne dass die Lead-Qualität (z. B. Anteil Terminbuchungen) schlechter wird und ohne dass der Anteil irrelevanter Suchanfragen im Suchbegriffsbericht zunimmt.“
Schritt 4: Schaffe die Grenzen für AI Max
Da du kein Geld für irrelevante Klicks ausgeben möchtest, musst du vor dem Test eine Art Sicherheitsschranke festlegen. Das sind die Kontrollhebel, die wir weiter oben im Text bereits genannt haben:
- Negative Keywords: Starte mit einer soliden Liste an No-Go-Begriffen. Je nach Business und Kampagnenziel sind das z. B. gratis, Definition, Job, Wettbewerber-Namen oder deine eigene Brand.
- Begriffsausschlüsse: Durch diese Ausschlüsse kannst du beispielsweise eine Billig-Frame verhindern (gratis, Schnäppchen, billig etc.)
- Einschränkungen für Werbetexte (Beta): Hier gibst du weitere, konkrete Anweisungen an, z. B. Vermeide Preiserwähnungen, z. B. ‚ab 9,99€‘, vermeide Superlative wie ‚Nr. 1‘, ‚beste‘ etc. oder vermeide Wettbewerber-Vergleiche, z. B. ‚besser als…‘.
- URL-Ausschlüsse: Gib hier URLs an, auf die Nutzer:innen nicht über Anzeigen gelangen sollen, z. B. https://deinedomain.com/impressum oder https://deinedomain.com/warenkorb
Schritt 5: Monitoring aufsetzen
Neben den KPIs und den Ausschlüssen legst du auch fest, wie du das Monitoring gestalten kannst, damit dein Test nicht aus dem Ruder gerät. Überprüfe zweimal pro Woche die Suchbegriffe und Landingpages, um rechtzeitig zu erkennen, ob irrelevante Intents entstehen oder falsche URLs angesteuert werden. Prüfe einmal pro Woche die Leistung der Assets. So kannst du checken, ob die Texte wirklich besser werden oder ob deine Botschaft verwässert.
Wichtig dabei: Nimm während des Tests keine großartigen Änderungen an der Kampagne oder der Testkampagne vor (z. B. am Budget, an der Gebotsstrategie, am Conversion-Ziel oder komplett neue Assets). Andernfalls verliert der Test seine Aussagekraft, da nicht mehr nur AI Max als Variable besteht.
Schritt 6: Auswertung des Tests
Nachdem die Laufzeit deines Tests verstrichen ist, machst du dich an die Auswertung. Sei dabei ehrlich und stelle dir die Frage: „Hat AI Max in unserem Kontext funktioniert?“
Bewerte folgende Aspekte:
- Hat sich die primäre KPI verbessert, verschlechtert oder ist sie gleich geblieben?
- Kam wirklich zusätzlicher, relevanter Traffic rein oder nur mehr Suchanfragen?
- Gab es Nebenwirkungen (z. B. schlechtere CVR, unpassende Landingpages, mehr irrelevante Suchbegriffe)?
Schritt 7: Rollout-Phase & Skalierung (optional)
Wie geht es nach der Auswertung weiter? Du solltest nun dazu in der Lage sein, aus deinem Test klare Entscheidungen abzuleiten und diese anschließend kontrolliert umzusetzen. Wenn AI Max deine Ziel-KPI im Test zuverlässig verbessert hat, ist dein Ziel nicht „AI Max überall einschalten“, sondern ein durchdachter Rollout, der zeigt, ob dein positives Ergebnis reproduzierbar ist und wie du AI Max langfristig stabil betreiben kannst.
Halte dich an das „Go/No-Go“-Framework
- Go: Deine Primär KPI verbessert sich im Test deutlich und es gibt keine kritischen Nebenwirkungen (z. B. kein irrelevanter Traffic, keine falschen Zielseiten, keine massiven CVR-Einbrüche).
- No-Go: Die Primär-KPI verschlechtert sich oder die Nebenwirkungen sind so stark, dass sie den Nutzen überschreiten.
- Iterate: Die Primär-KPI ist okay, aber du siehst klare Stellschrauben (z. B. zu breite Suchbegriffe oder zu viel Zielseiten-Streuung).
a) Deine Ergebnisse sind positiv – GO
Auch bei einem klar positiven Test solltest du AI Max nicht sofort in allen Kampagnen aktivieren. Der sinnvolle nächste Schritt ist ein Pilot-Rollout:
- Wähle ein bis zwei Kampagnen, die deinem Test-Setup möglichst ähnlich sind (gleiches Ziel, ähnliche Zielgruppe, ähnliche Landingpage-Struktur, ähnliche Conversion-Aktionen).
- Übertrage das Setup 1:1, inklusive aller Ausschlüsse und Beschränkungen (negative Keywords, URL-Ausschlüsse etc.)
- Starte den Test erneut, damit er vergleichbar bleibt und bringe keine neuen Variablen mit rein.
- Gib dem System genügend Laufzeit, bevor du Schlüsse ziehst (mindestens zwei Wochen).
Warum sind diese erneuten Tests wichtig? Gute Ergebnisse können Kampagnenspezifisch oder auch einfach Zufall sein. Durch Tests in weiteren Kampagnen stellst du sicher, dass AI Max auch in einem anderen Kontext funktioniert, und schützt dich davor, dass du einen einzelnen „Glückstreffer“ über deinen gesamten Account ausrollst.
Pilot 1 und Pilot 2 waren ebenfalls erfolgreich?
Dann standardisiere das Setup als „Rollout-Checkliste“.
Wenn Pilot 1 und 2 ebenfalls von AI Max profitieren, lohnt es sich, weiter zu skalieren. Dafür baust du dir eine kurze interne Checkliste, die folgende Punkte enthält:
- Welche AI-Max-Features sind aktiv? (Search Term Matching / Text Customization / Final URL Expansion)
- Welche URL-Ausschlüsse gelten immer?
- Welche negativen Keywords sind „Standard“?
- Welche Begriffe dürfen nicht in Assets vorkommen?
- Welcher Monitoring-Rhythmus ist Pflicht?
Damit wird AI Max nicht zu einem einmaligen Projekt, sondern zu einem prozesssicheren Vorgehen.
Skaliere nun schrittweise und in „Wellen“.
Statt „alles auf einmal“ gehst du in Rollout-Wellen vor:
- Welle 1: 2–3 weitere Kampagnen (ähnlich zu den Piloten-Kampagnen)
- Welle 2: weitere Kampagnen mit größerer Varianz (andere Produktkategorien, andere Intents etc.)
- Welle 3: erst jetzt die „großen“ oder sensiblen Kampagnen (hohes Budget, Brand-lastig, stark reguliert)
Nach jeder Welle gilt: kurz auswerten, Ausschlüsse nachschärfen, erst dann kommt die nächste Welle.
b) Deine Ergebnis ist gemischt – ITERATE
Wenn dein erster Test weder eindeutig gut noch eindeutig schlecht war, deutet das darauf hin, dass du Ausschlüsse nicht genügend gepflegt hast. Du solltest AI Max nicht vorschnell abschreiben. Häufig hilft ein zweiter Testlauf (mit derselben Kampagne), bei dem du Risiken reduzierst:
- Wenn falsche Zielseiten das Problem waren: deaktiviere Final URL Expansion.
- Wenn deine Website groß/unklar strukturiert ist: definiere strengere URL-Ausschlüsse.
- Wenn zu viel irrelevanter Longtail reinkommt: hinterlege mehr/härtere negative Keywords.
- Wenn Messaging/Compliance verwässert: schärfe Text-Restriktionen.
Die Logik dahinter: Du nimmst genau die Komponente raus oder fasst sie enger, die den „Leak“ verursacht und testest erneut.
c) Deine Ergebnis ist negativ – No-Go
Wenn AI Max klar schlechter performt, beende den Test und dokumentiere kurz:
- Was war aktiv?
- Was war die Hauptursache (Intent-Drift, Zielseiten, Assets, fehlende Signale)?
- In welchen Kampagnentypen/Use Cases würdest du es künftig nicht einsetzen?
So ist das Ergebnis trotzdem wertvoll, weil du dir (und deinem Team) Wiederholungsfehler ersparst.
6. Was sind Chancen und Risiken, wenn ich AI Max einsetze?
AI Max kann vor allem dann eine Chance sein, wenn du in deinen Suchkampagnen zusätzliche, relevante Reichweite über neue Suchanfragen generieren willst, inklusive Matches, die stärker aus Assets und Landingpages abgeleitet werden. Gleichzeitig können Anzeigen durch dynamische Textanpassung besser zur Suchintention passen und Nutzer:innen dank Final URL Expansion häufiger auf die passendste Zielseite geführt werden. Das eignet sich besonders für Unternehmen mit großen Websites, wo das manuelle Pflegen der Anzeigengruppen und Anzeigen sehr zeitaufwendig ist. Zudem erscheinen Anzeigen mit größerer Wahrscheinlichkeit im Umfeld von AI Overviews, was potenzielle Touchpoints mit Nutzenden in der Recherche-Phase schafft.
Gleichzeitig kann durch breites Matching und dynamische Zielseiten Kontrollverlust entstehen, weswegen regelmäßige Brand-, URL- und Suchbegriffskontrollen auf deiner Tagesordnung stehen. In sensiblen Branchen kann durch dynamisch gestaltete Assets die Compliance untergraben werden, wenn du Regeln und Ausschlüsse nicht penibel pflegst. Monitore deine Kampagnen engmaschig und schalte bestimmte AI-Max-Funktionen im Zweifel ab. Und: Für AI-Overviews gibt es kein separates Targeting oder Opt-out und das Reporting ist nicht als eigener Placement-Block segmentiert, weshalb du die Wirkung nur indirekt über Kampagnen- und Suchanfragen-Daten beurteilst.
Zusammenfassung
AI Max ist kein „Pflichtprogramm“, aber ein sinnvoller Baustein, um Suchkampagnen auf immer komplexere (Longtail-)Suchanfragen und KI-getriebene Suchergebnisse vorzubereiten. Entscheidend ist, dass du die Funktionen nicht blind aktivierst, sondern mit klarer Messlogik, sauberen Ausschlüssen und einem Experiment-Setup testest. Wenn die Ergebnisse reproduzierbar besser sind, kannst du AI Max schrittweise auf weitere passende Kampagnen ausrollen, immer begleitet von regelmäßigem Monitoring. Und wenn nicht, ist das genauso wertvoll: Dann weißt du, welche AI-Max-Features du begrenzen oder deaktivieren musst, um Kontrolle und Performance in Balance zu halten.
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