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Blog Künstliche Intelligenz 10. November 2023

Erstelle Personas mit KI

Das Erstellen von Personas kann viel Zeit in Anspruch nehmen: Du musst Marktanalysen erstellen, Interviews führen, Kundendaten sammeln etc. Wie wäre es, wenn KI dir einen großen Teil dieser Arbeit abnehmen würde? Wir zeigen dir Prompts und Workflows, die dir bei der Erstellung von Personas helfen können.

Außerdem haben wir Expertinnen-Tipps von unseren Content-Profis Sarah-Yasmin Hennessen und Dr. Christina Jacker-Hundt. Beide haben sich intensiv mit dem Erstellen von Personas mithilfe von KI befasst und können dir hier spannende Insights geben.

Schema für eine Persona

Was macht eine gute Persona aus?

Im Gegensatz zu einer Zielgruppe ist eine Buyer Persona eine fiktive Person mit einem Gesicht, einem Namen und einer Persönlichkeit. Sie ist dein idealer Kunde bzw. deine ideale Kundin. In der Regel haben Unternehmen mehrere Buyer Personas. Sie sollen dir helfen, die Bedürfnisse deiner Kundinnen und Kunden besser zu verstehen und deine Marketingaktivitäten daran auszurichten. Da Menschen empathische Wesen sind, können wir uns eher in eine konkrete Person hineinversetzen, als in eine allgemeine Zielgruppe.

Disclaimer:
Gute Personas basieren auf Daten, genau genommen auf Informationen über deine individuelle Zielgruppe und auf Marktforschungsdaten. Die Ergebnisse, die du rein über KI-Prompts erhältst, sind fiktiv: Die KI generiert plausible Profile auf Basis ihres Trainingswissens, nicht auf Basis deiner Kundinnen und Kunden. Deswegen solltest du sie mit echten Daten abgleichen. Wie du das machst, zeigen wir weiter unten im Artikel.

So erstellst du eine Persona mit KI: Schritt für Schritt

Wir zeigen dir den Workflow am Beispiel von Claude, genauer gesagt mit einem Claude-Projekt. Ein Projekt ist ein dauerhafter Workspace, in dem du Projektanweisungen und relevantes Projektwissen hinterlegen kannst. Jeder Chat innerhalb dieses Projekts kann auf diese Projektanweisungen und die hinterlegten Materialien zugreifen. Wichtig: Inhalte aus einzelnen Chats stehen nicht automatisch allen anderen Projekt-Chats zur Verfügung, sofern du sie nicht explizit im Projektwissen oder in den Projektanweisungen speicherst.

So musst du dein Unternehmen nicht in jedem Prompt neu erklären und kannst die fertige Persona später im selben Projekt für Content-Erstellung, Kampagnen-Checks oder Tonality-Prüfungen nutzen. Wenn du kein Projekt-Feature nutzen willst oder kannst, funktioniert der Workflow auch in einem normalen Chat. Dann solltest du den Unternehmenskontext direkt in deinen ersten Prompt schreiben und wichtige Zwischenergebnisse im weiteren Verlauf wieder mitgeben.

Schritt 1: Projekt anlegen und Unternehmenskontext hinterlegen

Lege ein neues Projekt an, zum Beispiel „Buyer Personas 121WATT“, und hinterlege in den Projektanweisungen den Kontext zu deinem Unternehmen. Je konkreter, desto besser. Die KI nutzt diese Informationen als Grundlage für die weitere Arbeit im Projekt

Projekt in Claude erstellen -> Projekte -> neues Projekt -> Projekt erstellen

Vorlage für deine Projektanweisungen:

Unternehmenskontext:
[Dein Unternehmen] ist ein Anbieter von [Produkten/Dienstleistungen] mit Sitz in [Ort/Land]. Das Angebot umfasst:

– [Angebot 1]
– [Angebot 2]
– [Angebot 3]

Das Themenspektrum umfasst [Themen, Kategorien oder Leistungsbereiche]. Die Angebote richten sich an [Zielgruppe]. Besonders relevant sind Kundinnen und Kunden, die [typische Ziele, Herausforderungen oder Kaufanlässe] haben.
Bitte nutze diesen Unternehmenskontext als Grundlage für die Erstellung und Weiterentwicklung von Buyer Personas. Kennzeichne im weiteren Verlauf klar, welche Aussagen direkt aus diesem Kontext abgeleitet sind und welche Aussagen plausible Annahmen sind.

Beispiel für 121WATT:

Unternehmenskontext:
Die 121WATT ist ein Weiterbildungsanbieter für digitales Marketing mit Sitz in München. Das Angebot umfasst:

– Live-Seminare mit einer Dauer von ein bis zwei Tagen, online und in Präsenz
– Online-Kurse zum Selbstlernen
– Lehrgänge mit Hochschulzertifikat, zum Beispiel Certified Digital Marketing Manager, SEO Manager oder AI Officer

Das Themenspektrum umfasst SEO, Google Ads, Social Media, Content Marketing, KI im Marketing, Webanalyse, Performance Marketing und weitere Digital-Marketing-Themen. Alle Angebote sind deutschsprachig. Es gibt Formate für Einsteiger und Fortgeschrittene. Die Zielgruppe sind Marketing-Verantwortliche in Unternehmen, die ihre Kompetenzen im digitalen Marketing ausbauen wollen.

Optional kannst du ergänzende Dokumente ins Projekt hochladen, zum Beispiel eine Produktübersicht, eine Webseiten-Beschreibung, bestehende Zielgruppenanalysen oder interne Zusammenfassungen aus Sales, Support und Kundenfeedback. Claude kann diese Materialien in Projekt-Chats berücksichtigen und daraus relevantere Persona-Entwürfe ableiten.

Schritt 2: Persona erstellen

Öffne jetzt einen Chat innerhalb des Projekts. Da Claude den Unternehmenskontext bereits über die Projektanweisungen und das hinterlegte Projektwissen kennt, kann dein Prompt kurz und fokussiert sein.

Prompt-Vorlage:

Erstelle eine Buyer Persona für [dein Unternehmen]. Das Profil soll folgende Dimensionen abdecken:

– Demografisches Profil, soweit es für Marketing- und Kaufentscheidungen relevant ist
– Berufliche Rolle, Verantwortungsbereich und Wissensstand
– Ziele und Pain Points
– Entscheidungsfaktoren bei der Wahl von [Produkt/Dienstleistung/Anbieterart]
– Sprache: Welche Wörter und Ausdrücke verwendet die Persona, um ihre Herausforderungen zu beschreiben? Wonach sucht sie bei Google?
– Trigger: Welche konkreten Situationen lösen bei der Persona den Impuls aus, nach [Produkt/Dienstleistung/Lösung] zu suchen?
– Unsicherheiten: Welche Annahmen im Profil sind plausibel, aber noch nicht durch eigene Daten belegt?

Bitte kennzeichne im Ergebnis klar, welche Punkte auf dem Unternehmenskontext beruhen und welche Punkte plausible Annahmen sind.

Im 121WATT-Beispiel würdest du die Platzhalter so ausfüllen:

– [dein Unternehmen] = 121WATT
– [Produkt/Dienstleistung/Anbieterart] = Weiterbildungsanbieter
– [Produkt/Dienstleistung/Lösung] = Weiterbildung

Dich erwartet nun eine mehr oder weniger ausführliche, erste Version deiner Persona. Von hier aus arbeitest du weiter.

Schritt 3: Ergebnis verbessern

Mit einem Prompt ist es nicht getan. Das erste Ergebnis ist meistens noch nicht aussagekräftig und du musst gezielt nachschärfen. Gib der KI gezieltes Feedback, ähnlich wie du es mit einer Kollegin oder einem Kollegen tun würdest, die dir einen ersten Entwurf liefern.

Im Folgenden findest du beispielhafte Prompts für die Iteration. Passe auch diese auf dein Unternehmen an:

Iteration 1: Pain Points konkretisieren

Die Pain Points sind plausibel, aber sie könnten für viele Unternehmen in [deine Branche/dein Zielmarkt] gelten. Was unterscheidet die Situation von [Persona-Name] von jemandem, der eine kostenlose Alternative wie [z. B. YouTube-Tutorial, Blogartikel, kostenlose Tool-Version] nutzt? Warum braucht sie/er [dein Produkt/deine Dienstleistung] statt [Alternative]? Bitte arbeite konkrete Situationen, Entscheidungsdruck und typische Einwände heraus.

Im 121WATT-Beispiel wäre [dein Produkt/deine Dienstleistung] ein bezahltes Seminar und die kostenlose Alternative zum Beispiel ein YouTube-Tutorial.

Iteration 2: Alltagssprache statt Branchen-Deutsch

Die Ausdrucksweise klingt noch zu sehr nach Lehrbuch. Wie würde [Persona-Name] das in einer kurzen Nachricht an eine Kollegin oder einen Kollegen formulieren? Bitte nutze weniger abstrakte Begriffe und mehr Formulierungen, die echte Menschen im Arbeitsalltag verwenden würden.

Iteration 3: Offene Annahmen priorisieren

Du hast bereits markiert, welche Aussagen auf unserem Unternehmenskontext beruhen und welche plausible Annahmen sind. Priorisiere jetzt die wichtigsten offenen Annahmen: Welche davon hätten den größten Einfluss auf Content, Kampagnen, Produktkommunikation oder Angebotsentwicklung, wenn sie falsch wären?
Erstelle eine Tabelle mit:

– Annahme
– Warum sie wichtig ist
– Risiko, falls sie falsch ist
– Welche Datenquelle zur Prüfung geeignet wäre, z. B. Sales, Support, Webanalyse, Kundenfeedback, CRM oder Suchanfragen
– Priorität: hoch, mittel oder niedrig

Schritt 4: Persona mit aktuellen Daten anreichern

Du kannst die Persona zusätzlich mit aktuellen externen Daten anreichern, ohne alle Quellen manuell zusammensuchen zu müssen. Wenn du in Claude die Websuche aktivierst, kann die KI aktuelle Informationen einbeziehen, zum Beispiel Branchenberichte, Gehaltsdaten, Stellenanzeigen oder Trends in deinem Markt. Wichtig: Prüfe die Quellen, die Claude verwendet, und übernimm keine Aussage ungeprüft.

Prompt-Vorlage:

Recherchiere aktuelle Daten, die das Profil von [Persona-Name] belastbarer machen. Berücksichtige dabei nur Quellen, die du benennen kannst.
Prüfe insbesondere:

– typische Aufgaben und Anforderungen in aktuellen Stellenanzeigen für [relevante Berufsrolle] in [Land/Region]
– aktuelle Themen und Trends in [Branche/Themenfeld]
– Hinweise auf Budgets oder Entscheidungsprozesse in [Zielgruppe/Unternehmenstyp]
– relevante Gehalts-, Karriere- oder Marktdaten, sofern belastbare Quellen verfügbar sind

Ergänze das Profil von [Persona-Name] mit diesen Daten. Kennzeichne zu jeder Information:

– Quelle
– Veröffentlichungsdatum oder Abrufdatum
– Relevanz für die Persona
– Sicherheit der Aussage: hoch, mittel oder niedrig

Für das 121WATT-Beispiel würdest du zum Beispiel nach aktuellen Stellenanzeigen für Marketing-Manager in Deutschland, Weiterbildungsthemen im Online-Marketing, Hinweisen auf Weiterbildungsbudgets in mittelständischen Unternehmen sowie relevanten Gehalts- oder Karrieredaten suchen.
Hinweis: Web-Recherche liefert öffentlich verfügbare Durchschnittswerte, Trends und Hinweise, aber keine spezifischen Kundendaten deines Unternehmens. Die Persona wird dadurch realistischer, aber nicht automatisch validiert. Dafür ist der nächste Schritt wichtig.

Schritt 5: Persona gegen eigene Erkenntnisse prüfen

Du hast jetzt ein detailliertes Profil. Es basiert auf dem Unternehmenskontext, dem Trainingswissen der KI und gegebenenfalls öffentlich recherchierten Daten, aber noch nicht zwingend auf deinen tatsächlichen Kundinnen und Kunden. Um die Persona belastbar zu machen, gleiche sie mit dem ab, was du über deine Zielgruppe weißt.
Dafür musst du keine Rohdaten hochladen. Fasse die wichtigsten Muster aus deinen Kundendaten in eigenen Worten zusammen und gib sie der KI als anonymisierten Kontext. Besonders hilfreich sind Muster aus Kundengesprächen, Supportanfragen, Seminarbuchungen, CRM-Auswertungen, Webanalyse, Suchanfragen und Feedbackformularen.

Prompt-Vorlage:

Hier sind Erkenntnisse über unsere tatsächlichen Kundinnen und Kunden als anonymisierte Zusammenfassung:

– [Erkenntnis 1, z. B. häufigste Rolle oder Funktion]
– [Erkenntnis 2, z. B. häufige Supportfrage]
– [Erkenntnis 3, z. B. typischer Kauf- oder Buchungsvorlauf]
– [Erkenntnis 4, z. B. häufiger Auslöser für Kaufinteresse]
– [Erkenntnis 5, z. B. typischer Einwand oder Entscheidungsfaktor]

Prüfe die Persona [Persona-Name] gegen diese Erkenntnisse. Teile deine Antwort in vier Bereiche:

– Was stimmt mit unseren Erkenntnissen überein?
– Was fehlt im Profil?
– Was widerspricht den Daten?
– Welche Annahmen sollten wir weiter prüfen?

Beispiel für 121WATT:

Hier sind Erkenntnisse über unsere tatsächlichen Kundinnen und Kunden als anonymisierte Zusammenfassung:

– 70 % unserer Teilnehmer sind Marketing-Manager oder Team Leads in Unternehmen mit 50–500 Mitarbeitenden
– Die häufigste Frage im Support lautet: Welches Seminar passt zu meinem Kenntnisstand?
– Der durchschnittliche Buchungsvorlauf liegt bei drei bis vier Wochen vor Seminarbeginn
– Häufigster Buchungsanlass ist neue Verantwortung im Job, zum Beispiel Beförderung, Abteilungswechsel oder ein neu übernommenes Themenfeld

Prüfe die Persona Lisa gegen diese Erkenntnisse. Teile deine Antwort in vier Bereiche:

– Was stimmt mit unseren Erkenntnissen überein?
– Was fehlt im Profil?
– Was widerspricht den Daten?
– Welche Annahmen sollten wir weiter prüfen?

Wichtig: Lade keine personenbezogenen Kundendaten wie Namen, E-Mail-Adressen, vollständige Support-Tickets oder CRM-Exporte in KI-Tools hoch, sofern für dein Unternehmen kein geprüfter Unternehmensvertrag inklusive AVV/DPA, Datenschutzfreigabe und passender Sicherheitskonfiguration besteht. Arbeite stattdessen mit anonymisierten und aggregierten Zusammenfassungen wie im Beispiel oben.

Schritt 6: Mit der Persona arbeiten

Deine Persona ist jetzt nicht nur ein einmaliges Dokument, sondern ein Arbeitskontext für dein Marketing. Damit das funktioniert, solltest du das finale Persona-Profil im Projektwissen oder in den Projektanweisungen speichern. So kann Claude die Persona in späteren Projekt-Chats für Content-Erstellung, Kampagnen-Checks oder Tonality-Prüfungen berücksichtigen.
Drei Beispiele, wie du die Persona ab sofort einsetzen kannst:

Content erstellen:

„Schreibe einen [Content-Format, z. B. LinkedIn-Post] für [dein Unternehmen], der [Persona-Name] anspricht. Thema: [dein Thema].“

Kampagne prüfen:

„Hier ist der Entwurf unserer neuen [Landingpage/Kampagne/Anzeige/E-Mail] für [Produkt/Dienstleistung]. Würde [Persona-Name] sich davon angesprochen fühlen? Was würde sie/er vermissen? Welche Einwände hätte sie/er vor der Entscheidung?“

Content-Passung testen:

„Hier ist unser neuester [Newsletter/Blogartikel/Social-Post]. Lies ihn aus der Perspektive von [Persona-Name]: Würde sie/er ihn öffnen oder lesen? Was würde sie/ihn stören? Welche Alternative wäre relevanter?“

So wird die Persona vom einmaligen Workshop-Ergebnis zum dauerhaften Sparringspartner in deinem Marketing-Alltag. Wichtig ist aber: Aktualisiere sie regelmäßig. Prüfe sie zum Beispiel alle drei bis sechs Monate gegen neue Kundendaten, Supportfragen, Suchanfragen, Sales-Feedback und Veränderungen im Markt.
Wir haben unsere beiden Content-Expertinnen Sarah-Yasmin Hennessen und Dr. Christina Jacker-Hundt nach ihren Tipps zur Erstellung von Personas mit AI gebeten.

Wir haben unsere beiden Content-Expertinnen Sarah-Yasmin Hennessen und Dr. Christina Jacker-Hundt nach ihren Tipps zur Erstellung von Personas mit AI gebeten.

Porträit von Sarah-Yasmin HennessenSarah: „Ich habe schon viel mit dem Erstellen von Personas experimentiert und habe dabei meine eigenen Best Practices gefunden.
Tipp 1: Du hast die Möglichkeit, die Informationen direkt als Tabelle ausgeben zu lassen. So hast du alle wichtigen Informationen übersichtlich zusammengefasst. Dafür kannst du folgenden Prompt verwenden:

Prompt: Du bist ein Online-Marketing-Experte, der Unternehmen dabei hilft, ihre Content-Marketing-Strategie auszuarbeiten. Erstelle eine Buyer Persona für mein Unternehmen, die 121WATT. Die 121WATT bietet Seminare, Webinare und Online Kurse zu den verschiedensten Online-Marketing-Themen an.
Strukturiere deine Antwort in 4 einzelnen Tabellen. Die erste Tabelle trägt den Titel „Buyer Persona 121WATT“. Die Tabellen sollen folgendes Format haben:
Tabelle 01: Demografie
2 Spalten und 7 Zeilen
Spalte 1 = Datenpunkte (Name, Alter, Beruf, Jahreseinkommen, Familienstand, Familiensituation, Ort)
Spalte 2 = Antworten für jeden Datenpunkt in Spalte 1 basierend auf dem Weiterbildungsmarkt für Online Marketing
Tabelle 02: Benutzerbeschreibung
Eine Zusammenfassung der User Persona in maximal 240 Zeichen.
Tabelle 03: Psychografie
2 Spalten und 9 Zeilen
Spalte 1 = Datenpunkte (Persönliche Eigenschaften, Hobbys, Interessen, persönliche Bestrebungen, berufliche Ziele, Schmerzen, größte Herausforderungen, Bedürfnisse, Träume)
Spalte 2 = Antworten für jeden Datenpunkt in Spalte 1 basierend auf dem spezifischen Weiterbildungsmarkt für Online Marketing
Tabelle 04: Einkaufsverhalten
2 Spalten und 8 Zeilen
Spalte 1 = Datenpunkte (Budget, Einkaufshäufigkeit, Bevorzugte Kanäle, Online-Verhalten, Suchbegriffe, Bevorzugte Marken, Auslöser, Barrieren)
Spalte 2 = Antworten für jeden Datenpunkt in Spalte 1 basierend auf dem Weiterbildungsmarkt für Online Marketing
Bitte achte darauf, dass die Antwort in 4 separate Tabellen gegliedert ist und für jeden Datenpunkt eine eigene Zeile enthält. Gib keine Aufzählungszeichen an.

Buyer Persona 121 WATT Tabelle 01: Demografie Datenpunkt Beschreibung Name Julia Meier Alter 32 Jahre Beruf Online-Marketing-Managerin in einem mittelständischen B2B-Unternehmen Jahreseinkommen 55.000-70.000 € brutto Familienstand In fester Partnerschaft Familiensituation Keine Kinder, Doppelverdienst-Haushalt Ort München, urbanes Umfeld mit guter Anbindung an WeiterbildungsangeboteTabelle 02: Benutzerbeschreibung Zusammenfassung Julia verantwortet SEO, Paid Ads und Content in einem 3-köpfigen Marketing-Team. Sie sucht praxisnahe Weiterbildung, die sie sofort anwenden kann, ohne wochenlang aus dem Tagesgeschäft auszusteigen. Zertifikate helfen ihr, intern Budget und Kompetenz sichtbar zu machen.Tabelle 03: Psychografie Datenpunkt Persönliche Eigenschaften Hobbys Beschreibung Strukturiert, wissbegierig, pragmatisch, eigeninitiativ, qualitätsbewusst Interessen Persönliche Bestrebungen Berufliche Ziele Schmerzen Größte Herausforderungen Bedürfnisse Träume Podcasts zu Tech und Business, Laufen, Reisen, gelegentlich Side-Projects mit eigenen Websites Datengetriebenes Marketing, KI-Tools im Arbeitsalltag, Karriereentwicklung, neue Plattform-Features Als Fachexpertin im Unternehmen anerkannt sein und perspektivisch eine Teamleitung übernehmen Marketing-Maisnahmen messbar machen, strategische Verantwortung ausbauen, Wissensvorsprung gegenüber Agenturen gewinnen Halbwissen aus YouTube und Blogartikeln reicht nicht mehr aus, fehlende Systematik bei komplexen Themen wie GA4 oder Google Ads Begrenztes Weiterbildungsbudget, knappe Zeit neben dem Tagesgeschäft, schnelle Veränderungszyklen der Plattformen und Tools Kompakte, aktuelle Inhalte von Praktiker:innen, anwendbare Frameworks statt Theorie, anerkannte Zertifikate als Nachweis Ein Marketing-Team aufbauen und führen, das datenbasiert arbeitet und intern als strategischer Partner wahrgenommen wirdTabelle 04: Einkaufsverhalten Datenpunkt Beschreibung Budget 1.500-3.500 € pro Jahr, häufig über das Weiterbildungsbudget der Firma finanziert Einkaufshäufigkeit 1-2 Seminare oder Kurse pro Jahr, ergänzt durch kostenlose Webinare und Newsletter Bevorzugte Kanäle Online-Verhalten Suchbegriffe Google-Suche, LinkedIn, Fach-Newsletter, Empfehlungen von Kolleginnen, Konferenzen wie OMR Vergleicht Anbieter über Landingpages und Bewertungen, liest Agenda und Trainer-Profile, bevor sie bucht „SEO Seminar", „GA4 Kurs", „Online-Marketing-Weiterbildung", „Google Ads Schulung", „Content Marketing lernen" 121WATT, OMR Education, Google Skillshop, HubSpot Academy, Squared Online Bevorzugte Marken Auslöser Barrieren Neues Tool-Release (z. B. GA4-Umstellung), anstehende Budgetplanung, Führungskräfte fordern Kompetenznachweis, Jobwechsel Unklarer ROI der Weiterbildung gegenüber der Geschäftsführung, Zeitkonflikte mit Projekten, Sorge vor zu theoretischen Inhalten

Tipp 2: Außerdem würde ich dir raten, dich bei der Persona vor allem auf Datenpunkte zu konzentrieren, welche dir wirklich etwas für dein Unternehmen und deine Kampagnen bringen. Es ist nett, wenn du auch die privaten Hobbys deiner Persona festhältst, allerdings werden sie dir in den meisten Fällen nicht viel bringen. Besonders wenn du im B2B-Bereich unterwegs bist, solltest du dich auf die beruflichen Ziele, Herausforderungen und Pain Points deiner Persona konzentrieren und nicht zu viel Zeit damit verbringen, herauszufinden, ob deine Persona gerne Stillleben malt oder lieber einen Triathlon absolviert.

Tipp 3: Was ich dir ebenfalls empfehlen kann, ist, ChatGPT anzuweisen, zunächst nach einem bestimmten Thema zu recherchieren. Für einen Kunden wollten wir beispielsweise, dass unser Persona-Profil nach dem Muster des Value Proposition Canvas von Alexander Osterwalder angelegt wird.

Prompt: Bitte informiere dich über das Customer Profile im Value Proposition Canvas von Alexander Osterwalder. Danach liste mir die Pains, Gains und Jobs für deine Persona Lisa Müller auf. Immer im Hinblick auf 121watt.de. Bitte verfasse deine Antwort in einer übersichtlichen Liste.“

Chrissy Jacker-HundtChrissy: “KI kann nicht nur die Erstellung von Personas sehr bereichern, sondern vor allem auch das tägliche Arbeiten mit ihnen. Manche KI-Tools (z.B. neuroflash) bieten die Möglichkeit, Marken- und Kundenprofile anzulegen. So kann man beispielsweise sein Persona-Profil in der KI hinterlegen und der KI bei der Contenterstellung den Prompt „Erstelle Content für Persona xy“ mitgeben. Umgekehrt kann man seinen Content von der KI aber auch auf die Persona-Passung prüfen lassen.

Eine weitere, fast schon banale Möglichkeit, aber sehr hilfreich: nutze KI um der Persona ein Gesicht zu geben. In meinen Seminaren wird oft gefragt, woher man denn passende Bilder für seine Persona bekommt, wenn man nicht gerade auf Google oder Stockfotodatenbanken zurückgreifen kann/will. Hier kann man beispielsweise https://thispersondoesnotexist.com/ nutzen oder aber KI-basierte Grafiktools, die man mit den Persona-Infos speisen kann.

KI kann also eine spannende Arbeitshilfe im Personaprozess sein, aber Vorsicht: Wer jetzt denkt, er/sie kann rein mit KI seine Personas auch komplett erstellen, der irrt. Der wichtigste Faktor bei der Erstellung von Personas sind – neben Daten – die persönlichen Erfahrungen in Bezug auf Kundinnen und Kunden. Ein einfaches Beispiel: Der Customer Support eines Unternehmens ist so nah an der Kundschaft wie kaum eine andere Abteilung. Diese Erfahrungen und dieses Wissen sind Gold wert. Es gilt also, dieses einzuholen und natürlich kann man es dann wieder in die KI einspeisen.

Zusammenfassend möchte ich also mit auf den Weg geben, dass KI die Erstellung von und das Arbeiten mit Personas sehr bereichern kann, dass es in diesem speziellen Feld aber unbedingt auch die persönlichen, menschlichen Erfahrungen braucht, um ein „lebendiges“ Profil zu erhalten.”

Die Personas der Zukunft
Das Zukunftsinstitut hat in einem ebenfalls KI-gestützten Verfahren fünf Personas identifiziert, welche Unternehmen in der Zukunft beachten sollten. In die Erstellung fließen Themen wie der digitale und der nachhaltige Wandel mit ein. Das Zukunftsinstitut empfiehlt, mit diesen Personas zu arbeiten, um die Marketingaktivitäten an den aktuellen Werteprofilen auszurichten und das Angebot an den schnell wachsenden Personengruppen anzupassen. Heraus kamen folgende 5 Personas:

  • Die Familienglückliche
  • Der Gameworker
  • Die Ökohedonistin
  • Die Slowtransformerin
  • Der Wirtschaftsperformer

Die grafisch aufbereiteten Profile dieser Personas kannst du dir beim Zukunftsinstitut herunterladen und ansehen.

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