GEO vs. SEO: Wie sich Suchmaschinenoptimierung 2026 verändert?
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Was ist Generative Engine Optimization vs. SEO?
Generative Engine Optimization (GEO) ist die systematische Optimierung von Content für Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten von KI-Suchen wie ChatGPT, Perplexity oder den Google AI Overviews bzw. AI-Mode. Im Gegensatz zu SEO, das Rankings in Suchergebnislisten optimiert, ist das Ziel von GEO, dass Unternehmen bzw. Marken als vertrauenswürdige Quellen erkannt, korrekt und positiv dargestellt und bevorzugt zitiert werden.
Erstellt: 12. Februar 2026
7 wichtige Fakten und Einordnungen zur GEO
- Google AI Overviews erreichen über 2 Milliarden Nutzer:innen ( Jul2025 – Google)
- ChatGPT hat laut OpenAI (Dez 25) mehr als 800 Millionen wöchentliche Nutzer, zum Vergleich die Gemini App von Google hat 750 Millionen Monthly Active User ( Q4/25 –Earnings-Call Google)
- 40-60 Minuten sind die von OpenAI erhobene tägliche Einsparung an Arbeitszeit bei Unternehms-Anwendern von ChatGPT, bei Heavy-Nutzer sind es bis zu 10 Stunden
- Verweise über ChatGPT, Perplexity & Co. sind auf Basis von 19 GA Properties, die ausgewertet wurden, um 527% gestiegen (Previsibile)
- Beispiel 121watt: Bei der 121WATT hat sich der relative Anteil des Traffics von 0,85% auf 1,54% (letzte 3 Monate vs. Vorjahr) – wie du das selber erhebst findest du hier im nachfolgenden Tipp
- Laut der Princeton University ist eine Steigerung der Sichtbarkeit um bis zu 40 % durch richtige Optimierung möglich (Jun 24)
- Die 5 wichtigsten Konzepte in der GEO, die du als SEO-Manager meiner Meinung nach verstehen musst, sind Query Fan-out, Retrieval Augmented Generation (RAG) vs. Foundational Model, Entitäten (things not strings), Topical Authority und E-E-A-T
Tipp zur AI-Tool Analyse in GA4: Gehe in den Bericht Akquisition -> Session-Report -> Filter mit folgendem regulären Ausdruck – wer einen erweiterten Regex sucht, gibt es hier noch einen Artikel von Dana di Tomaso
.*\.ai/.*|.*\.openai.*|.*copilot.*|.*chatgpt\.com|.*gemini.*$|perplexity\.+|claude\.ai|.*\.mistral\.ai|.*\.deepseek\.com|.*\.edgepilot\.ai
Was sind relevante Ziele in der GEO?
SEO und GEO verfolgen dasselbe Ziel – Sichtbarkeit für relevante Nutzer:innen –, unterscheiden sich aber grundlegend darin, wo und wie diese Sichtbarkeit entsteht: SEO hat den Fokus auf Top-Positionen in der SERP, GEO hat das Ziel der „Citation“.
- Entity Control: Als klare Entität erkannt werden (nicht „irgendein Anbieter“)
- Trust: als vertrauenswürdige Entität (Brand/Person/Produkt) in der KI-Suche erscheinen
- Right Citation: Nicht nur zitiert werden, sondern richtig zitiert
- Sentiment Control: Positive und korrekte Darstellung deiner Marke, Produkte und Dienstleistungen
- USP Accuracy: Mit den richtigen Differenzierungsmerkmalen genannt werden
- Shortlist Presence: In Vergleichstabellen & Top-X Optionen auftauchen
- Journey Coverage: Entlang der Customer Journey präsent sein (Topical Authority)
- Conversion: AI-Traffic muss langfristig relevant abschließen können
Zusammengefasst: SEO hilft dir, gefunden zu werden – GEO entscheidet darüber, ob du im entscheidenden Moment auch als beste Option wahrgenommen wirst. Die KI-Suche liefert nicht zehn blaue Links, sondern eine verdichtete Antwort mit wenigen empfohlenen Quellen. Bei einer Abfrage wie: „Wer macht die besten GEO Seminare die 121WATT oder die OMR Education?“, dann gewinnt nicht das beste Ranking, sondern die Marke, die mit klaren USPs und Trust-Signalen in dieser Antwort erscheint. Wenn du für dein Unternehmen SEO und GEO kombinierst, optimierst du nicht nur für Klicks, sondern für Entscheidungen in der KI-Suche
SEO vs. GEO die fundamentalen Unterschiede
SEO und GEO unterscheiden sich fundamental – nicht weil moderne SEO „veraltet“ wäre, sondern weil die KI-Suchen, für die du optimierst, grundlegend anders funktionieren. Für die meisten SEOs ist Google im Zentrum der Optimierung, in der GEO haben wir mit AI-Overviews, AI-Mode, ChatGPT, Perplexity oder Mistral ein Multi-Plattform-Ökosystem. Queries in der SEO sind (eher) fragmentiert und keyword-basiert, Abfragen in der KI-Suche sind eher „conversational“ und länger.
| Aspekt | SEO (2012-2024) | GEO (2023-2026) |
|---|---|---|
| Primäres Ziel | Ranking in SERP (Position 1-10) | Citation in AI-generierter Antwort (2-7 Slots) |
| Fokus Plattform | Google-zentriert (~> 90% Marktanteil DE), Bing oder Ecosia eher marginal | Multi-Platform: ChatGPT (800M+ weekly), Perplexity (30M+ monthly), AI Overviews (2B+), Gemini App (750M+), Claude, Mistral |
| Stabilität & Determinismus | Deterministisch: Rankings (meist) stabil über Tage/Wochen, A/B-Testing möglich | Non-Deterministisch: Jede Query = neue Generation, Citations fluktuieren massiv |
| Typische Query-Patterns | Fragmentiert, keyword-basiert: „seo agentur münchen“, „crm software vergleich“ | Conversational, context-reich: „Welches CRM eignet sich für mittelständisches Weiterbildungsunternehmen?“, „121watt vs. OMR Education“ |
| Wettbewerbsdichte | 10 organische Positionen auf Seite 1 | 2-7 Citations pro Antwort (40-80% intensiver) |
| Primäre KPIs | Position, organischer Traffic, CTR, Conversions | Citation Rate, Share of Voice, AI-referred Traffic, Brand Search Uplift |
Hier siehst du mal bei der Anlage eines „Projektes“ in Rankscale, wie deutlich aufwändiger das Tracking von „Prompts“ ist. Neben dem Search Term (sollten wir uns von diesem Begriff trennen?) definierst du hier im Detail in welchen KI-Suchsystemen du eine Analyse brauchst. Hier ist die Wahl zwischen Google AI Overviews, dem AI-Mode, aber auch Gemini, Perplexity, und den Foundational Models, wie GPT-4o etc. möglich. Zusätzlich dann noch Frequenz und die Abfrageregion.
Die Gemeinsamkeiten – Was SEO und GEO verbindet?
Was sowohl GEO als auch die Suchmaschinenoptimierung gemeinsam haben sind die Qualitätsprinzipien. Am hilfreichsten ist hier als Framework das E-E-A-T Konzept von Google. Hier findest du einen umfangreichen Artikel zu E-E-A-T.
E-E-A-T ist das gemeinsame Fundament
Experience, Expertise, Authoritativeness und Trust bilden die Bewertungsgrundlage für Suchmaschinen und KI-Suchen. Noch mehr als bei Google merkt man z.B. bei Perplexity, wie umfangreich in der Analyse relevanter Quellen, Bewertungen oder Bewertungsportale jede Art von Vertrauen ist. Das kannst du hier mal in diesem Screenshot von Perplexity sehen

Wie kann ich E-E-A-T konkret umsetzen?
E-E-A-T ist nachvollziehbar, aber in der Umsetzung oft unklar. So finden sich hier in den Guidelines von Google zu hilfreichen und vertrauenswürdigen Inhalten bereits gute Tipps zur Umsetzung von E-E-A-T in deinen Inhalten, wie
- Bietet der Inhalt einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu anderen Seiten in den Suchergebnissen? oder
- Werden die Informationen vertrauenerweckend präsentiert?
Aber ob das jetzt wirklich operativ hilft, glaube ich nicht. Deswegen will ich dir hier ein paar Ansätze, Ideen und Beispiele skizzieren, wie du E-E-A-T noch konkreter umsetzen kannst.
Die Experience in E-E-A-T
- Eigene Erfahrung mit reinbringen: “ Aus 150 Seminaren zu GA4 habe ich diese 5 häufigsten Fragen von Seminarteilnehmenden mitgenommen
- Eigene Datenanalysen integrieren: “ Hier seht ihr mal Live-Daten aus unserem GA4 zur Entwicklung der AI-Referrals. Unser Zahl von 1,54% AI-Suchanteil deckt sich mit dem Markt
Die Expertise in E-E-A-T
- Terminologie richtig nutzen: Statt zu schreiben „KI-Suchen funktionieren anders als Google“, schreibst du besser (je nach Zielgruppe) „Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT nutzen Retrieval-Augmented Generation (RAG), um Antworten zu synthetisieren. Im Gegensatz zu Google’s indexbasiertem Retrieval zerlegen LLMs komplexe Queries via Query Fan-Out in Sub-Queries“
- Methoden integrieren: Statt zu schreiben “ Ich mache Content-Analysen nach GEO-Kriterien, schreibst du besser, „ich bewerte GEO-Content nach diesen 7 Faktoren-Modell“.
- Golden Zone-Optimierung (25 Punkte)
- Ist die Kernaussage in den ersten 50 Wörtern? (+10)
- Ist die primäre Entität explizit genannt? (+5)
- Gibt es eine Statistik oder Fakt in ersten 150 Wörtern? (+10)
- Strukturierung (10 Punkte)
- H2/H3-Hierarchie korrekt? (+5)
- Absätze 60-80 Wörter? (+5)
- …
- Golden Zone-Optimierung (25 Punkte)
Die Authority in E-E-A-T
- Autoren-Bio: Statt zu sagen, Alexander Holl ist Experte für Generative Engine Optimization, besser die Autoren-Bio z.B. nach folgendem Muster aufbauen:
- [ROLLE & ORGANISATION seit JAHR] + [QUANTIFIZIERTES ACHIEVEMENT über ZEITRAUM] + [EXPERTISE 1] + [EXPERTISE 2] + [PROOF 1] + [PROOF 2] + [AUSZEICHNUNG 1] + [LINKEDIN-PROFIL]. Dabei kann Proof zum Beispiel sein „Spricht bei Konferenz“, „ist GA4 Certified“, „Leiter der Arbeitsgruppe GEO beim Verband“, „Ist Gast-Referent zu Generativer AI an der TU München“ etc.
- Thought Leadership integrieren: Zum Beispiel im Ausblick eines Artikels 5 Trends zu einem Thema definieren „SEO 2026: Meine 5 Thesen zur Entwicklung der Suchmaschinenoptimierung“
Der Trust in E-E-A-T
- Experten-Zitate integrieren: Statt zu schreiben „E-E-A-T ist wichtig in der SEO“, schreibst du besser “ Experience, Expertise, Authoritativeness (E-E-A-T) are all important considerations in PQ (PageQuality Rating). The most important member at the center of the E-E-A-T family is trust. Version September 2025, Section 3.4 „Page Quality Rating“, Seite 26. – Mehr dazu hier in den offiziellen Search Quality Evaluator Guidelines von Google (182 Seiten) und hier eine kompakte Zusammenfassung der Guidelines auf 36 Seiten
Freshness: Freshness ist ein wichtiges Signal in der SEO und GEO. Integriere sichtbar im Artikel ein Erstellungsdatum, ggf ein Aktualisierungsdatum, wie zum Beispiel so
- Erstveröffentlichung: 15. November 2023
- Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2026 (Integration neue Filtermöglichkeiten bei GA4)
Mein Fazit zu den Gemeinsamkeiten von SEO und GEO: Viele Aspekte und Prinzipien, wie E-E-A-T oder Entitäten sind relevant in der SEO und in der GEO. So hat John Müller, Search Advocate bei Google auf BlueSky kommuniziert: „Blindes Fokussieren auf ’nur KI‘ oder ‚altes SEO‘ hilft nicht ganzheitlich.“ und der Grokipedia-Case, den Malte Landwehr von PeecAI hier auf Linkedin analysiert zeigt: Wer in Google abstürzt, verliert simultan in ChatGPT
Fazit – SEO und Generative Engine Optimization als gemeinsame Strategie
Zum großen Teil ist GEO, Suchmaschinenoptimierung, wie wir sie schon seit 2012 hätten machen sollen. Damals hat Amit Singhal (ehemals SVP von Google) in diesem Beitrag den Knowledge Graph „From strings to things“ vorgestellt. Wenn du dich in deinem Unternehmen mit
- E-E-A-T, Entitäten, hilfreiche und strukturierte Inhalte, Schema (SEO & GEO) und
- Query Fan-out, RAG, Citations und Halluzinationen (GEO) auseinandersetzt
dann zahlst du auf beide „Kanäle“ ein. Damit geht es eigentlich nicht um die Frage GEO oder SEO, sondern wie integrierst du beides strategisch. Hier mal ein paar Tipps für deinen
Phase 1 – Start in der GEO
- Mache den AI-Traffic in z.B. GA4 sichtbar und vergleiche mit deinem organischen Traffic
- Integriere die Bing Webmaster Tools, da du in diesen das AI Performance analysieren kannst
- Analysiere deine Top 3-5 wichtigsten Begriffe nach genanntem Schema und analysiere, ob und wie du genannt wirst
- Setze dich mit AI-Tools, wie Rankscale, PeekAI, Otterly oder Sistrix AI/Chatbots auseinander
Phase 2 GEO verstehen
- Schließe Lücken im Verständnis von SEO und GEO, wie Entitäten, Passage Indexing, Semantik, Topical Authority
- Beschäftige dich intensiv mit dem Verständnis von GEO, wie Foundational Models, RAG, Query Fan-out, Chunks, Next Token Predictions
- Basierend auf deinen Keywords (SEO) analysiere, wie du aus Keywords – Prompts definieren kannst
- Überarbeite deine Kennzahlen zur Messung von GEO-Erfolg und wähle ein passendes Tool
Optimiere deine Top 5 -10 Artikel nach GEO-Kriterien und analysiere erste Veränderungen (SEO & GEO)
Phase 3 GEO implementieren
- Implementiere dein SEO / GEO Toolkit (z.B. Google Search Console, GA4, Sistrix, ScreamingFrog, Rankscale)
- Definiere deine Topical Expertise und erstelle dafür dein Tracking in SEO und GEO
- Lege Projects in GEO-Tools an, um Best Practices für deine GEO abzuleiten und
- dann weiter deine GEO zu skalieren
- Definiere relevante SEO / GEO KPIs zur Messung von
- GEO Sichtbarkeit (Projects) und Sentiment
- SEO Sichtbarkeit
- Messung des Einflusses der GEO / SEO auf deine Unternehmensziele
Fazit: GEO ist das strategisch wichtigste Marketing-Thema für 2026 – siehe auch hier https://bvik.org/b2b-trends/ und ist mehr als ein SEO-Addon. Es geht um die Wahrnehmung deines Unternehmens in der KI-Suche und ab 2026 die Wahrnehmung deiner Marke durch AI-Agents Gartner prognostiziert z.B.:“bis 2028 werden 90% aller B2B-Transaktionen durch AI Agents vermittelt“.
Agentic SEO wird ein Top-Thema. Die These: Deine Kunden nutzen nicht mehr Google selbst, sondern verwenden persönliche AI Agent, die recherchieren, vergleicht und kaufen. Neue Protokolle wie UCP (Universal Commerce Protocol) und ACP (Agent Communication Protocol) ermöglichen Agent-to-Brand-Communication bereits heute (Beta Q1 2026). Also sind wir mit GEO gerade in der Startphase
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