Im Kontext der GEO taucht seit kurzer Zeit ein neues Konzept auf: Grounding Pages. Diese speziell strukturierten Webseiten sollen dafür sorgen, dass KI-Systeme Fakten über dein Unternehmen korrekt wiedergeben können, statt sie sich aus Wahrscheinlichkeiten zusammenzureimen. Doch wie bei vielen neuen Ansätzen gibt es berechtigte Argumente dafür und dagegen.
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„Wir verlieren Anfragen an Wettbewerber, die vorher nie auf unserem Radar waren. Ein Kunde hat gemeint, ChatGPT hätte sie empfohlen.“
Willkommen im „Great Decoupling“. Die große Entkopplung. Die Entkopplung von Suche und Klick durch KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und viele weitere. Kunden fragen nicht mehr Google, sondern die KI: „Welcher Anbieter in X ist spezialisiert auf Problem YZ?“ Die KI liefert eine fertige Antwort mit drei, vier Namen und Begründung. Nicht das Google-Ranking entscheidet hier über deine Sichtbarkeit, sondern ob KI dein Unternehmen als vertrauenswürdige Quelle identifiziert und empfiehlt.

In diesem Kontext taucht seit kurzer Zeit ein neues Konzept auf: Grounding Pages. Diese speziell strukturierten Webseiten sollen dafür sorgen, dass KI-Systeme Fakten über dein Unternehmen korrekt wiedergeben können, statt sie sich aus Wahrscheinlichkeiten zusammenzureimen. Doch wie bei vielen neuen Ansätzen gibt es berechtigte Argumente dafür und dagegen. In diesem Artikel bekommst du eine fundierte Einführung in das Thema, damit du selbst entscheiden kannst, ob und wann es für dich relevant wird.
Im Kern: eine HTML-Seite, die als Faktenquelle für KI-Systeme dienen soll. Klingt erstmal nicht sonderlich kompliziert. Sie liegt meistens unter einer eigenen URL (bspw. /facts/ oder /grounding/) und enthält verifizierte Fakten über deine Entität: ein Unternehmen, eine Person, ein Produkt, ein Konzept etc.
Der wichtigste Unterschied zu einer normalen Landingpage: Grounding Pages verzichten bewusst auf emotionales Marketing, menschliche Formulierungen oder Werbesprache. Stattdessen setzen sie auf extrem hohe Informationsdichte und faktische Sprache.
Der Grounding Page Standard definiert dabei derzeit drei essentielle Bereiche:
„Grounding Pages sind kein SEO-Trick und kein Sichtbarkeits-Hack. Sie sind eine infrastrukturelle Antwort auf eine grundlegende Verschiebung: In KI-Suchsystemen gibt es keine Rankings mehr im klassischen Sinne.
Statt Platzierungen geht es um Entitäten. Um die Frage, ob eine Marke überhaupt in einer Antwort auftaucht, welche Rolle sie dort spielt und wie sie beschrieben wird. Ist sie zentral oder nur eine Randnotiz? Wird sie korrekt eingeordnet oder entstehen Halluzinationen, Vereinfachungen oder falsche Zuschreibungen?
Damit erweitert sich auch die Rolle von SEO. Suchmaschinenoptimierung wird zunehmend zur Kuratierung von Entitäten und zur maschinenlesbaren Markenführung. Es geht nicht mehr nur darum, Inhalte auffindbar zu machen, sondern darum, ein klares, belastbares Bild der eigenen Entitäten im System zu verankern.
Eine gute Grounding Page funktioniert dabei wie eine Art Mini-Wikipedia für die relevanten Entitäten eines Unternehmens. Wikipedia ist seit vielen Jahren eines der erfolgreichsten Konzepte im Internet. Bei Nutzern, bei Google und auch als Quelle für KI-Antworten. Nicht wegen cleverer Optimierung, sondern wegen Klarheit, Neutralität und sauberer Struktur. Im Grunde ist jede gut gepflegte Wikipedia-Seite bereits eine Grounding Page.
Wichtig ist deshalb auch: Es reicht selten aus, nur eine einzelne Seite zu bauen. Unternehmen bestehen aus mehreren relevanten Entitäten. Marke, Unternehmen, Produkte, Märkte, zentrale Personen. Für diese Entitäten braucht es jeweils eigene, klar abgegrenzte Referenzseiten.
Technisch setzen Grounding Pages bewusst auf bewährte Standards wie HTML. Sie spielen im bestehenden Web-System und benötigen keine besondere Anerkennung durch KI-Anbieter. Sie sind vom ersten Tag an auf dem Spielfeld, weil sie dort spielen, wo KI-Systeme ohnehin lernen und referenzieren. Anders als theoretische Konstrukte oder Zusatzdateien geht es hier nicht um neue Formate, sondern um saubere Inhalte im offenen Web.
Am Ende ist sogar der Name zweitrangig. Man muss sie nicht Grounding Pages nennen. Entscheidend ist das Konzept: klare, faktenbasierte, zitierfähige Seiten zu den eigenen Entitäten bereitzustellen. Wer das sauber umsetzt, reduziert Fehlinterpretationen und erhöht die Chance, in KI-Antworten korrekt, konsistent und überhaupt stattzufinden.
Zum Abschluss noch wichtig: Das Grounding-Page-Projekt auf groundingpage.com ist ausdrücklich als Anregung für dieses Konzept zu verstehen. Es liefert Orientierung, Inspiration und praktische Beispiele, aber keine Blaupause, die man exakt kopieren muss. Individuelle Lösungen, Abwandlungen und Experimente sind ausdrücklich erwünscht. Als bewusste Mutationen im offenen Web, die sich im Alltag von Suchmaschinen und KI-Systemen bewähren oder eben nicht.
Genau so hat sich SEO schon immer weiterentwickelt. Durch Ausprobieren, Beobachten, Vergleichen und das Teilen von Erfahrungen.Wenn wir diese Varianten offen testen und ihre Wirkung im System beobachten, entsteht ein Survival of the Fittest der Ansätze. Und genau daraus lernen wir gemeinsam, wie maschinenlesbare Markenführung im KI-Zeitalter wirklich funktioniert.“
– Hanns Kronenberg
Hanns hat es bereist erwähnt: Um zu verstehen, warum Grounding Pages überhaupt diskutiert werden, hilft ein Blick auf den größeren Wandel. Das Ziel der klassischen SEO ist es natürlich, in den obersten Google-Ergebnissen zu landen. Die neue Disziplin Generative Engine Optimization (GEO) fragt stattdessen, ob du von KI-Systemen als Quelle zitiert wirst.
Diese Verschiebung ist lange nicht mehr nur ein Gefühl oder Theorie.
Die Befürworter von Grounding Pages argumentieren auf drei Ebenen: Kontrolle, Effizienz und Zukunftssicherung.
Trotz der technologischen Argumente gibt es Kritikpunkte. Wer die Diskussion ernst nehmen will, muss auch diese Seite kennen.

Grounding Pages sind kein Allheilmittel, und die Panik-Implementierung bringt niemandem was. Die Relevanz hängt von einigen konkreten Faktoren ab:

Mit der Grounding Page kontrollierst du deine eigene Wahrheit. Das bringt natürlich auch ein gewisses Missbrauchspotenzial mit sich. Drei Prinzipien, die du also beachten solltest:
Im Kern geht es darum, ehrlich zu sein, auch wenn niemand hinsieht.
Grounding Pages sind kein Hype, aber auch kein Allheilmittel. Menschen fragen zunehmend ChatGPT statt Google und wenn die KI dich nicht kennt, existierst du für diese Anfragen nicht. Wer jetzt auf der anderen Seite panisch eine Grounding Page bastelt, ohne zu verstehen wofür, verschwendet Zeit und Geld. Oder riskiert es schlimmstenfalls, dass die eigene Marke in fragwürdigen Kontexten auftaucht.
Nach diesem Artikel hast du verstanden, was Grounding Pages sind, welche Vor- und Nachteile es gibt und ob sie für dein Geschäftsmodell Relevanz haben. Beobachte, ob deine Zielgruppe tatsächlich KI für Recherche nutzt. Wenn ja: Überlege, ob du eine Grounding-Page wirklich anlegen möchtest. Die Art, wie Menschen Informationen finden, ändert sich massiv. Ob Grounding Pages die finale Lösung sind, ist nicht bekannt.
Natürlich haben wir auch unseren KI-Experten Alexander Holl zu Grounding Pages befragt – hier ist seine Einschätzung:
„Viele “Über uns”-Seiten waren schon immer für Nutzer wichtig. Das habe ich schon früher in meinen Google-Analytics-Seminaren gezeigt: Diese Seite ist oft ein entscheidender Trust-Faktor vor der Conversion. Referenz für die Optimierung war dabei oft dieser Artikel. (inzwischen gibt es hier eine neue Version unter Berücksichtigung von KI – siehe hier)
Doch jetzt gibt es seit ~2023 die KI-Suche (GEO). Was für den Nutzer “Vertrauen” aufbaut (Storytelling, Teamfotos, weiche Werte), ist für eine KI wie ChatGPT oder Perplexity oft nur “Marketing-Fluff”. Perplexity & Co. fühlen keine Emotionen bei deiner Gründungsgeschichte. Relevant sind hier strukturierte Fakten (Entities), klare Definitionen und Abgrenzungen (“Was seid ihr NICHT?“).
Das Dilemma: Optimieren wir die “Über uns”-Seite radikal für die KI (nüchterne Faktenlisten, Entitäten), ist das für den Nutzer langweilig. Bleiben wir beim reinen Storytelling, versteht die KI uns nicht und ordnet unser Unternehmen vielleicht falsch zu (“Semantic Drift”).
Der Test für Euch: Ich habe hier mal einen Prompt gebaut. Damit könnt Ihr (ohne Gewähr) Eure “Über uns”-Seite aus zwei Perspektiven simulieren lassen (P1 = Nutzer, P2 = KI-Suche) und sehen, wo es schon jetzt Potenziale für eine “Grounding Page” gibt.“ – Alexander Holl
Hier der Prompt:
# Der Duale Auditor: Du nimmst nacheinander zwei gegensätzliche Rollen ein, um den folgenden “Über uns”-Text zu bewerten.
# URL ZUR ANALYSE:[Gib hier deine URL ein]
# AUFGABE 1: Die UX-Perspektive (Der Mensch)Agiere als Senior Brand Experte.– Wie emotional ansprechend ist der Text?– Baut er Vertrauen auf (Storytelling, Werte)?– Würdest du als Mensch hier kaufen? (Skala 1-10)
# AUFGABE 2: Die RAG-Perspektive (Die Maschine)Agiere als strikter Knowledge Graph Engineer und RAG-Optimierungs-Algorithmus für eine KI-Suchmaschine.– Scanne den Text NUR nach harten Fakten (Entity Extraction: Wer? Was? Wo? Seit wann? Was nicht?).– Ignoriere alle Adjektive, Visionen und Marketing-Floskeln (“Noise”).– Bewerte die “Informationsdichte”: Wie viel % des Textes sind nutzbare Daten vs. Marketing-Rauschen?
# FAZIT & VERGLEICHErstelle eine Gegenüberstellung:1. Was liebt der Mensch an diesem Text?2. Was verwirrt die Maschine (oder fehlt ihr)?3. Empfehlung: Welche 3 harten Fakten fehlen der KI, die wir auf einer separaten “Grounding Page” (technische Daten-Seite) ergänzen müssten, ohne den schönen Marketing-Text zu zerstören?

„Wie geht es weiter? Wenn ihr mal eine “Grounding Page” angelegt habt, versucht den “Perplexity-Test”: Ändern sich die Antworten über Euer Unternehmen nach z.B. 4 Wochen? Versteht die KI nun besser “Was du bist?” und “Was du nicht bist”?Mein Fazit: Deswegen finde ich das Konzept von Hanns Kronenberg extrem interessant, eine separate Grounding Page anzulegen. Besonders relevant ist das für kleinere Unternehmen, B2B-Tech, Nischen-Player oder Personenfirmen, die bei einer KI vielleicht noch nicht so fest verankert sind wie eine Adidas oder BMW“
– Alexander Holl
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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