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Wovon hängen die Kosten für meine Facebook-Ads ab?

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Erschienen in Jun I 2022 | Social Ads
Level: Beginner

Du möchtest in Facebook Ads investieren und stellst dir die Frage nach dem passenden Budget? Wenn du dann nur mit der Antwort „es kommt drauf an” abgespeist wirst, ist das nicht hilfreich für dein Vorankommen. Wir schauen uns aus diesem Grund heute an,
welche Faktoren du berücksichtigen solltest, um dein Budget zu bestimmen. Spoiler: Als Grundlage nutzen wir den Artikel von Hootsuite. Wir haben auch unseren Geschäftsführer und Online-Marketing-Pro Dr. Christoph Röck nach seiner Meinung zum Thema Benchmarks befragt.

  1. Starte mit deiner Zielgruppenausrichtung
    Wen möchtest du mit deiner Anzeige erreichen? Setze dich vorab mit deiner Zielgruppe auseinander. Wenn du deine Anzeige an eine eng gefasste Zielgruppe ausspielen lassen möchtest, solltest du bereit sein, mehr Budget in die Hand zu nehmen als bei einer breiteren. Du kannst also entweder 0,15 € pro Klick für gesamt Deutschland ausgeben und nur 1 % deiner Klicks werden in Conversions umgewandelt. Oder du schneidest deine Anzeige auf die passenden 40- bis 55-jährigen Gartenprofis Münchens zu, mit einem Budget von 0,65€ pro Klick und einer Conversionsrate von 10 %. Das entscheidest du! Auf Facebook erstellst du eine benutzerdefinierte Zielgruppe und trägst den Wohnort, die Altersspanne, die demografischen Daten und Interessen ein.
  2. Betrachte deine Branche
    Es ist branchenabhängig, wie groß der Wettbewerb auf beliebte Anzeigenplätze ist. Sind die Anzeigenplätze in deiner Branche hart umkämpft, so sind auch die Kosten für deine Anzeigen entsprechend höher. Deine Anzeigenkosten steigen ebenfalls, je höher der Preis deines Produktes oder deiner Dienstleistung ist und gleichfalls je wertvoller der Lead ist, den du erzielen möchtest.
  3. Schaue dir den Wettbewerb an
    Nicht nur als großer Player kannst du erfolgreich mit Facebook Ads sein. Auch kleine Unternehmen haben Potenzial. Dein Ziel sollte es sein, dich von deiner Konkurrenz deutlich abzuheben. Aber wie? Halte dich auf dem Laufenden, was deine Mitstreiter am Markt tun, aber lege eigenständig fest, wie du deine Anzeigen gestalten möchtest, und finde ein angemessenes Budget für deine Unternehmensgröße.
  4. Berücksichtige Jahreszeiten und Feiertage
    Du bist ein online Blumenlieferservice und schaltest Anzeigen vor Valentins- oder Muttertag? Hier wirst du tief in deinen Geldbeutel langen müssen, denn das sind konkrete Daten, an denen deine Anzeigenkosten deutlich höher sind als beispielsweise im Oktober. Je nach Branche sind verschiedene Jahreszeiten oder auch Feiertage dafür verantwortlich, dass die Anzeigenkosten sehr schwanken. Black Friday oder Cyber Monday sind ebenfalls sehr gute Beispiele für in die Höhe schnellende Anzeigenkosten.
  5. Die Tageszeit spielt eine wichtige Rolle
    Du kannst davon ausgehen, dass du zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens weniger Budget ausgeben musst, da der Wettbewerb oftmals zu diesen Zeiten geringer ist. Standardmäßig laufen deine Anzeigen uneingeschränkt den ganzen Tag. Du kannst jedoch auch einen benutzerdefinierten Zeitplan erstellen und stundengenau deine Ausspielung festlegen.

Du bist auf der Suche nach konkreten Benchmarks? Bei Hootsuite findest du sie aufgedröselt in Wochentage oder Stunden. Du kannst sie als Anhaltspunkt für deine Berechnungen verwenden. Wir möchten dir aber davon abraten, sie als ultimative Wahrheit anzusehen und dich stattdessen kritisch mit solchen konkreten Werten auseinanderzusetzen. Warum? Das erklärt die 121WATT-Geschäftsführer und Marktforschungs-Experte Dr. Christoph Röck.

Dr. Christoph RöckBenchmarks sind mit Vorsicht zu genießen und können aus meiner Sicht auch problematisch sein. Folgende Punkte reduzieren zum Teil stark die Aussagekraft und den Nutzen von Benchmarks: Die Zusammensetzung des Benchmarks kann sehr heterogen sein. Zum Beispiel „Education“: Hier werden häufig Weiterbildungsanbieter, E-Learning-Anbieter, Hochschulen, Schulen und Volkshochschulen zusammengefasst, alle mit sehr unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Häufig ist auch nicht klar, wie die Kennzahlen des Benchmarks zustande kommen. Wenn z. B. eine Aussage über die durchschnittliche Conversionrate einer Branche getroffen wird, kann es sein, dass innerhalb des Benchmarks reine Informationsanfragen mit konkreten Käufen vermischt werden. Die Conversionrate kann zudem auch von der Klickrate abhängig sein und diese wiederum vom Werbemotiv. D.h. hohe Klickraten können zu niedrigen Conversionrates führen und den Benchmark nach unten ziehen und umgekehrt. Viele E-Commerce-Geschäfte kennen das aus dem Bereich der Bademode. Bikinis werden einfach häufig geklickt und im Anschluss wenig gekauft, insbesondere, wenn kein Targeting auf das passende Geschlecht erfolgt 😉 . Auch das beeinflusst wiederum Benchmarks. Es ist selten klar, auf welcher Basis der Durchschnitt gebildet wird. Ist er gewichtet mit der Größe des einfließenden Unternehmens oder einfach ein Durchschnitt über alle teilnehmenden Unternehmen. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es innerhalb von Benchmarks riesige Unterschiede geben kann und ein Durchschnitt kein Best-Practice ist. Der Median (der häufigste Wert) wird auch selten parallel dargestellt.

Meiner Ansicht nach sollten wir uns deshalb auf interne Benchmarks konzentrieren. Der Vorteil gegenüber externen Benchmarks: Wir haben eine hohe Transparenz darüber, wie die Daten zustande gekommen sind. Beispiel: Nimm den besten Wert innerhalb deines Unternehmens und versuche, diesen mit neuen Ansätzen zu schlagen.”

💡 Weiterführende Informationen zum Thema sowie einen Einblick in Benchmarks findest du im Artikel von Hootsuite.