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Instagram-Entwicklungen in 2023

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Erschienen in Jan I 2023 | Instagram
Level: Beginner

Neues Jahr, neues GlĂŒck! Das dachten sich wohl auch die Köpfe hinter Instagram. Das letzte Jahr lief fĂŒr die Plattform ambivalent. Auf der einen Seite knackten sie die 2-Milliarden-User-Marke, auf der anderen Seite sorgte die sukzessive AnnĂ€herung an TikTok fĂŒr viel Kritik. User:innen starteten sogar eine Petition mit der Forderung, „Instagram wieder zu Instagram zu machen“.
Kein Wunder, dass Instagram sein Image aufpolieren möchte. Instagram-Chef Adam Mosseri hat dazu bereits Ende 2022 einen Tweet veröffentlicht, in welchem er schildert, welche Entwicklungen wir dieses Jahr bei Instagram erwarten können.

Der Grundgedanke, den Instagram verfolgen möchte und den Instagram schon immer verfolgt ist folgender: Menschen auf Grund ihrer Interessen zusammenbringen.
Um das zu erreiche stellt Mosseri folgende Ziele vor:

1. Instagram will User:innen dazu inspirieren, kreativer zu sein
In seinem Video erklĂ€rt Adam Mosseri Instagram quasi zur Mutter der „crazy“ Foto-Filter und Rahmen. Auch wenn diese Möglichkeiten zuvor schon bei Snapchat verfĂŒgbar waren, bietet Instagram hier mittlerweile unzĂ€hlige Effekte, Filter und Bearbeitungsmodi. Somit können wir davon ausgehen, dass Instagram auch in Zukunft weitere Filter, Effekte und Gestaltungsmöglichkeiten veröffentlichen will, um das Engagement der User:innen zu bekommen und um sie weiterhin neugierig zu halten. Spannend wird die Frage, inwieweit Instagram sich mit den Themen kĂŒnstliche Intelligenz und Augmented Reality beschĂ€ftigen wird. Trends wie der TikTok-Filter „AI Manga“ oder die Lensa App lassen vermuten, dass auch Instagram frĂŒher oder spĂ€ter auf den Trend aufspringen wird.

2. Instagram will User:innen dabei helfen, fĂŒr sie interessante Inhalte zu entdecken
Laut Mosseri will Instagram in Zukunft dafĂŒr sorgen, dass User:innen nicht nur mehr Videos, sondern auch Fotos und Creator:innen entdecken können und somit auf neue Inhalte stoßen, die sie gut finden.
Wie gut das bei Nutzer:innen ankommt, wird sich zeigen. 2022 wurde Instagram stark dafĂŒr kritisiert, immer mehr „fremde“ Inhalte anzuzeigen. Der Algorithmus identifizierte Ă€hnliche Inhalte zu den Inhalten, die man konsumiert. So war bisher fast jeder dritte Post im Feed ein Beitrag von einem Account, dem man selber nicht folgt. Im Rahmen der Petition „Make Instagram Instagram again“ forderten die Nutzer:innen, dass dieser Algorithmus zurĂŒckgeschraubt wird und man wieder vermehrt Inhalte von User:innen und Creator:innen ausgespielt bekommen, denen man tatsĂ€chlich folgt.

3. Instagram will Menschen verbinden
Ein klarer Hieb in Richtung TikTok: Instagram will sich vom Wettbewerb abheben und eine Plattform bieten, auf der Nutzer:innen sich nicht nur zurĂŒcklehnen und konsumieren. Das Ziel ist es, dass User:innen auf und wegen Instagram Unterhaltungen starten. Dazu hat Instagram 2022 bereits eine neue Funktion eingefĂŒhrt: Instagram Notes. Das sind Textnachrichten, die Nutzer:innen Ă€hnlich wie eine Story fĂŒr 24 Stunden teilen können. Allerdings sind diese nur fĂŒr „enge Freunde“ und Personen, die sich auch gegenseitig folgen, verfĂŒgbar. Eine weitere Funktion, die seit Ende 2022 getestet wird, sind die sogenannten Gruppenprofile. Das Gruppenprofil Ă€hnelt einer Art geschlossenen Facebook-Gruppe. Nur speziell zugelassene Personen können hier posten und die Posts der anderen sehen. Die BeitrĂ€ge erscheinen dann ausschließlich im Feed der Gruppe und nicht im normalen Feed der Personen. Beide Funktionen haben (im Moment) ausschließlich einen Nutzen fĂŒr private User:innen. Firmenaccounts können mit den Notes und den Gruppenaccounts aktuell nicht viel anfangen.

Letzte Woche sind wir auf eine weitere Entwicklung aufmerksam geworden:

4. Instagram ĂŒberarbeitet die Navigation
Ab Februar wirst du in deinem Instagram-Account eine verĂ€nderte Navigation haben. Dabei verĂ€ndert sich vor allem die Navigationsbar am unteren Rand des Bildschirms. In der Mitte findest du dann das „+“ mit welchem du Inhalte und Videos erstellen und direkt teilen kannst. Das Reels-Tab wandert dafĂŒr nach rechts. Außerdem entfernt Instagram das Shopping-Tab. Zwar kannst du weiterhin Shops auf Instagram anlegen und betreiben, jedoch können Nutzer:innen nicht mehr ĂŒber das HauptmenĂŒ nach Produkten suchen.

Wir haben unseren Instagram-Pro Daniel Zoll gefragt, was die VerÀnderungen zu bedeuten haben:Portrait Daniel Zoll

„Instagram hat ja letztes Jahr schon verlauten lassen, dass sie die ganzen Shopping AktivitĂ€ten ein bisschen herunterfahren bzw. weniger in Shopping investieren und das nicht mehr so sehr pushen wollen. [Anm. der Redaktion: ZurĂŒckzufĂŒhren sind diese Informationen auf einen Beitrag des US-amerikanischen Magazins The Information]. Es ist also nur konsequent, das Shopping-Tab aus der Navigationsleiste rauszunehmen. Außerdem wollen sie Creator:innen stĂ€rken und dementsprechend kommt das Plus unten in die Mitte hin. Damit kannst du deine Videos und Inhalte direkt aufnehmen. Auch das ist in sich konsequent und spricht fĂŒr das, was sie selbst auch verkĂŒndet haben, nĂ€mlich dass sie Creator:innen mehr und mehr stĂ€rken wollen. Außerdem ist es momentan mit den vielen Plusses ĂŒberall recht unĂŒbersichtlich und es ist unklar, wo man was machen kann. Von dem her ist auch das eine gute Sache. Wenn du dann noch ĂŒberlegst, dass laut mehreren Studien die Leute immer mehr Suchanfragen ĂŒber Instagram und auch TikTok starten, ist auch da nur logisch, dass die Suchlupe im HauptmenĂŒ mit drin ist. Und das Reels-Tab darf natĂŒrlich auch nicht fehlen, weil sie das auch pushen wollen. Also insgesamt ist es denke ich nachvollziehbar, sehr konsequent und spricht fĂŒr das, was Instagram auch verkĂŒndet hat.“