XML Sitemap oder HTML Sitemap – Was ist besser für SEO?
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Level: Beginner
Du willst Google und Co. zeigen, welche Seiten auf deiner Website wichtig sind, aber welche Sitemap hilft dabei wirklich: XML oder HTML? Rund um das Thema kursieren viele Halbwahrheiten: Die einen schwören auf die XML-Sitemap als „Pflichtprogramm“ für SEO, andere setzen auf eine HTML-Sitemap als Rettungsanker für nutzer:innenfreundliche Navigation. Die Wahrheit ist wie so oft: Es kommt auf deine Website an. In diesem Artikel schauen wir uns an, was XML- und HTML-Sitemaps tatsächlich leisten, wo ihre Grenzen liegen und wann du mit beiden Formaten einen echten Vorteil hast. Du bekommst außerdem konkrete Best Practices (von Dateigröße bis Index-Datei), typische Fehlerquellen und eine einfache Entscheidungshilfe: Welche Sitemap brauchst du wirklich und welche ist nur „nice to have“?
XML Sitemap und HTML Sitemap: Warum beide für SEO unterschiedliche Aufgaben haben
Sitemaps gehören zu den SEO-Themen, die schnell „abgehakt“ werden, bis plötzlich Seiten nicht indexiert werden, neue Inhalte ewig brauchen oder wichtige Bereiche in der Search Console fehlen. Dann stellt sich die Frage: Reicht eine XML Sitemap, braucht es zusätzlich eine HTML Sitemap oder ist das alles gar nicht so entscheidend? Wichtig ist: Beide Formate verfolgen unterschiedliche Ziele. Die XML Sitemap ist in erster Linie ein technisches Signal an Suchmaschinen, welche URLs gecrawlt und (idealerweise) indexiert werden sollen. Die HTML Sitemap ist dagegen eine Navigationsseite für Nutzer:innen, kann aber über interne Links auch für Bots hilfreich sein. Was „besser“ ist, hängt deshalb weniger von einem Glaubenssatz ab, sondern davon, wie groß deine Website ist, wie gut deine interne Verlinkung funktioniert und wo deine SEO- oder UX-Probleme gerade liegen.
Best Practices für XML Sitemaps
Damit deine XML Sitemap Suchmaschinen wirklich hilft (und nicht nur „irgendwo existiert“), lohnt sich ein Blick auf ein paar handfeste Regeln. Wichtig ist vor allem: Die Sitemap ist keine Wunschliste, sondern ein sauberer Feed deiner relevanten URLs. Heißt: Nimm nur Seiten auf, die du auch wirklich crawlen und indexieren lassen willst und halte das Ding technisch so „langweilig“ wie möglich, damit Bots sie problemlos verarbeiten können. Für größere Websites gilt außerdem: lieber mehrere schlanke Sitemaps als eine überladene Datei. Und wenn du mehrere Dateien brauchst, bündelst du sie in einer Sitemap-Index-Datei, damit Suchmaschinen alles zentral finden.
Kurz-Checkliste (XML)
- nur indexierbare Seiten aufnehmen (keine noindex-, Login- oder Filterseiten)
- kanonische URLs eintragen (keine Weiterleitungsziele doppelt, keine Varianten)
- 200-Status als Standard (damit du keine Fehlerliste mitlieferst)
- bei vielen URLs: Sitemap splitten + Index-Datei nutzen
- regelmäßig aktualisieren (gerade bei News-, Shop- oder großen Content-Seiten)
Was du bei XML Sitemaps beachten solltest
Best Practices sind hilfreich, aber es gibt Situationen, in denen du bewusst davon abweichst. Ein typischer Fall: du stellst viele URLs um (Relaunch, neue Kategorien, URL-Struktur geändert) und arbeitest mit vielen 301-Weiterleitungen. Eigentlich willst du in der XML Sitemap nur 200er-URLs. In der Praxis kann es aber sinnvoll sein, die „alten“ URLs zeitweise in einer separaten Sitemap zu führen, damit Suchmaschinen die Weiterleitungen schneller neu crawlen und übernehmen, vor allem dann, wenn du interne Links auf die alten URLs bereits entfernt hast und Google sie sonst nur noch selten findet.
Genauso wichtig: Eine XML Sitemap ist kein Ersatz für interne Verlinkung. Wenn deine Website-Architektur kaputt ist (z. B. wichtige Seiten sind tief vergraben oder bekommen kaum Links), wird die Sitemap das Crawling zwar unterstützen, aber nicht alle Probleme lösen. Außerdem kann eine „schmutzige“ Sitemap dir sogar schaden, zwar nicht im Sinne einer direkten Abstrafung, aber indem du Suchmaschinen ständig URLs präsentierst, die nicht indexierbar sind oder technische Fehler liefern. Das führt im Zweifel zu mehr Crawl-Aufwand an den falschen Stellen.
Praxis-Regeln: Wenn…, dann…
- Wenn du viele Redirects ausrollst: temporär eine Sitemap mit alten URLs nutzen (und später wieder entfernen).
- Wenn du viele Parameter-/Filter-URLs hast: nicht in die Sitemap aufnehmen, sondern sauber kanonisieren/noindexen.
- Wenn du häufig Inhalte aktualisierst: nur pflegen, wenn du es zuverlässig korrekt setzen kannst.
- Wenn du Indexierungsprobleme debuggen willst: Sitemap in der Search Console einreichen und die betroffenen URL-Gruppen gezielt prüfen
Was ist eine HTML Sitemap?
Eine HTML Sitemap ist eine ganz normale Webseite mit Links, im Grunde ein Inhaltsverzeichnis deiner Website. Anders als die XML Sitemap ist sie nicht primär für Bots gedacht, sondern für Menschen: Wenn Nutzer:innen über Navigation oder Suche nicht ans Ziel kommen, bietet die HTML Sitemap einen „Fallback“, um wichtige Seiten trotzdem zu finden. Typisch ist ein Link im Footer, manchmal auch auf Support- oder Hilfeseiten.
Der SEO-Nutzen ist dabei eher indirekt: Weil eine HTML Sitemap klickbare Links enthält, können Suchmaschinen diese Links ebenfalls crawlen (sofern sie followbar sind). Das kann helfen, Seiten auffindbar zu machen, die ansonsten schwach intern verlinkt sind. Gleichzeitig ist sie ein Signal für dich: Wenn viele Nutzer:innen überhaupt auf die HTML Sitemap angewiesen sind, ist das oft ein Hinweis darauf, dass die Hauptnavigation oder die interne Struktur nicht optimal ist.
Kurz-Checkliste (HTML)
- als normale Seite erreichbar (z. B. über den Footer)
- Links sind followbar (kein nofollow)
- die verlinkten URLs sind nicht per robots.txt ausgesperrt
- Fokus auf wichtige Bereiche (nicht zwangsläufig jede URL, vor allem bei großen Websites)
- logisch strukturiert (Hierarchie/Cluster statt Link-Wüste)
Best Practices für HTML Sitemaps
Bei einer HTML Sitemap gilt: Sie ist dann hilfreich, wenn sie sich wie eine gute Orientierungshilfe anfühlt, nicht wie eine unendliche Linkliste. Das erreichst du vor allem über Struktur. Idealerweise bildet die Seite deine wichtigsten Themenbereiche ab und führt Nutzer:innen in wenigen Klicks zu den relevanten Unterseiten. Für SEO ist dabei entscheidend, dass die Links technisch sauber sind: Suchmaschinen können nur profitieren, wenn sie den Links folgen dürfen und die Zielseiten überhaupt crawlbar sind.
Kurz-Checkliste (HTML)
- klar gegliedert nach Themen/Seitentypen (z. B. „Leistungen“, „Ratgeber“, „Über uns“, „Kontakt“)
- maximal 1–2 Ebenen tief (Kategorie → Unterseite), damit es scannbar bleibt
- Links ohne nofollow und ohne unnötige Tracking-Parameter
- nur auf Seiten verlinken, die du wirklich erreichbar machen willst (keine noindex- oder internen Suchseiten)
- gut auffindbar: Link im Footer oder im Hilfebereich
Was du bei HTML Sitemaps beachten solltest
Eine HTML Sitemap ist häufig ein „letztes Netz“, kein Primär-Navi. Wenn du feststellst, dass du sie brauchst, weil Nutzer:innen sonst wichtige Inhalte nicht finden, ist das ein Hinweis auf ein größeres Thema: Informationsarchitektur und interne Verlinkung. Die Sitemap kann das abfedern, aber sie sollte nicht dazu führen, dass du die eigentliche Navigation vernachlässigst.
Außerdem: Je größer deine Website ist, desto wichtiger wird eine bewusste Auswahl. Eine HTML Sitemap, die jede einzelne URL abbildet, wird schnell unübersichtlich – und verliert ihren Nutzen für Menschen. Für sehr große Websites ist deshalb oft besser: eine HTML Sitemap pro Bereich oder eine zentrale Sitemap, die auf Bereichs-Sitemaps verlinkt
Welche ist besser für SEO?
Die kurze Antwort: keine von beiden ist „per se“ besser weil XML- und HTML-Sitemaps unterschiedliche Aufgaben lösen. Wenn du SEO rein technisch denkst, ist die XML Sitemap meist der größere Hebel: Sie ist direkt für Bots gebaut, lässt sich in der Search Console prüfen und unterstützt dich dabei, Crawl- und Indexierungsprobleme gezielt zu adressieren. Die HTML Sitemap spielt ihre Stärken eher dort aus, wo Nutzer:innen (und damit oft auch interne Links) Hilfe brauchen: bei großen Websites, komplizierten Navigationswegen oder Bereichen, die sonst zu selten verlinkt werden.
Entscheidungshilfe: Wann welche Sitemap sinnvoll ist
- Kleine Website, gute Navigation, alle Seiten sauber verlinkt (z. B. < 20–30 Seiten):
Oft reicht die interne Verlinkung. Eine XML Sitemap ist „nice to have“, eine HTML Sitemap meist nicht nötig. - Website wächst, neue Inhalte kommen regelmäßig dazu (Blog, Magazin, Shop): XML Sitemap priorisieren, damit Suchmaschinen neue/aktualisierte URLs schneller finden.
- Große Website mit tiefen Strukturen, vielen Kategorien oder Submenüs: XML + HTML: XML für Crawl/Index, HTML als Navigations-Backup und zusätzlicher Link-Hub.
- Du siehst Indexierungsprobleme oder viele „Entdeckt – derzeit nicht indexiert“ / Crawl-Anomalien: XML Sitemap sauber aufsetzen, bereinigen und in der Search Console überwachen.
- Nutzer:innen finden Inhalte schlecht (Support-Anfragen, hohe Absprünge, interne Suche wird übernutzt): HTML Sitemap als Auffangnetz – plus Navigation/IA verbessern.
Mini-Checkliste: „Welche brauche ich?“
- Habe ich Indexierungs-/Crawl-Probleme? → XML
- Habe ich Navigations-/UX-Probleme? → HTML
- Habe ich beides oder eine sehr große Website? → beide
Wann du eine XML Sitemap nutzen solltest
In der Praxis ist die XML Sitemap dein Standard-Werkzeug, sobald eine Website mehr ist als „ein paar Seiten“. Sie hilft vor allem dann, wenn Suchmaschinen nicht zuverlässig alle wichtigen Inhalte über die interne Verlinkung finden (oder nicht oft genug wiederkommen). Auch wenn viele Systeme XML Sitemaps automatisch erzeugen, lohnt sich ein prüfender Blick weil eine „automatische“ Sitemap schnell URLs enthält, die du gar nicht indexiert haben willst.
Typische Einsatzfälle
- Viele Seiten oder viele neue URLs (Shop, Magazin, Wissensdatenbank): Suchmaschinen bekommen eine klare URL-Liste.
- Seiten sind tief vergraben (mehrere Klicks vom Startpunkt entfernt): Sitemap erhöht die Chance, dass sie trotzdem gefunden werden.
- Orphan Pages (kaum/keine internen Links): Sitemap kann sie sichtbar machen – auch wenn du parallel die Verlinkung reparieren solltest.
- Häufige Updates (z. B. Ratgeber-Refresh, Produktdaten): Suchmaschinen bekommen schneller mit, dass sich etwas geändert hat.
- Debugging & Monitoring: Über die Search Console erkennst du schneller Fehler, Ausschlüsse und Indexierungsstatus.
Praktisches Setup (Best Practices)
- XML Sitemap(s) in der Search Console einreichen und regelmäßig prüfen.
- Nur indexierbare, kanonische 200er-URLs aufnehmen.
- Große Websites: Sitemaps nach Typ clustern (z. B. /sitemap-pages.xml, /sitemap-posts.xml, /sitemap-products.xml) und über eine Sitemap-Index-Datei bündeln.
- Aktualität sicherstellen: nur verwenden, wenn dein System es korrekt pflegt.
Wann du eine HTML Sitemap nutzen solltest
Eine HTML Sitemap ist dann sinnvoll, wenn deine Website so groß oder so komplex ist, dass Nutzer:innen nicht zuverlässig über Navigation oder interne Suche ans Ziel kommen. Sie ist weniger ein „SEO-Muss“ als ein Sicherheitsnetz für Orientierung, kann aber nebenbei auch die Auffindbarkeit verbessern, weil sie zusätzliche interne Links schafft. Entscheidend ist: Du setzt sie nicht ein, um schlechte Architektur zu kaschieren, sondern um sie pragmatisch abzufedern, während du Navigation und interne Verlinkung weiter verbesserst.
Typische Einsatzfälle
- Große Websites mit vielen Bereichen (E-Commerce, Portale, Publisher): Nicht alles passt in die Hauptnavigation.
- Tiefe oder verschachtelte Menüs: Inhalte sind für Menschen schwer zu entdecken.
- Wichtige Seiten bekommen zu wenig interne Links: Eine HTML Sitemap kann als Link-Hub unterstützen.
- Accessibility & Orientierung: Eine klare, gut strukturierte Linkseite hilft Nutzer:innen, die lieber scannen als klicken.
Nur-wenn-Kriterien (damit sie nicht zur Link-Wüste wird)
- Wenn du die Struktur clustern kannst (Themen/Seitentypen statt „alle URLs auf einer Seite“).
- Wenn du die Sitemap auffindbar machst (Footer-Link reicht oft).
- Wenn du sie pflegen kannst: veraltete Links oder 404s sind hier besonders frustrierend.
Mini-Checkliste: So bleibt deine HTML Sitemap nützlich
- klare Kategorien, maximal 1–2 Ebenen
- Fokus auf „wichtige Seiten“, nicht auf jede Tag-/Filter-URL
- Links followbar, Zielseiten crawlbar
- regelmäßiger Link-Check (404/Redirect-Ketten vermeiden)
Fazit: In vielen Fällen ist „beides“ die beste Antwort, aber nicht immer nötig
Wenn du dich zwischen XML Sitemap und HTML Sitemap entscheiden willst, hilft ein Perspektivwechsel: Die XML Sitemap ist dein Werkzeug für Crawl & Indexierung, die HTML Sitemap dein Werkzeug für Orientierung & interne Links. Deshalb ist nicht die eine „besser“ als die andere, sie lösen unterschiedliche Probleme. Für die meisten Websites gilt: Eine saubere XML Sitemap lohnt sich fast immer, weil sie Suchmaschinen aktiv unterstützt und dir über die Search Console beim Debugging hilft. Eine HTML Sitemap ist dagegen vor allem dann sinnvoll, wenn deine Website groß ist, Inhalte tief liegen oder Nutzer:innen sich über Navigation und Suche schwer tun.
Abschluss-Checkliste: So setzt du es direkt um
XML Sitemap
- nur kanonische, indexierbare URLs aufnehmen (Standard: 200)
- Limits beachten (50.000 URLs / 50 MB) und bei Bedarf splitten + Index-Datei nutzen
- in der Search Console einreichen und Fehler/Indexstatus regelmäßig prüfen
HTML Sitemap
- als Footer-Link auffindbar machen
- nach Themen clustern, scannbar halten (keine Link-Wüste)
- followbare Links, keine gesperrten Zielseiten, keine veralteten URLs
Quellen: searchenginejournal, ignitevisibility, hubspot
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