Einmal geblinzelt – zack gibt es 3 neue KI-Anwendungen, 7 neue ChatGPT-Funktionen und fünfmal so viele Personen, die dir erklären wollen, dass ihr KI-Tool das einzige ist, welches du wirklich brauchst (und Überraschung: du musst bereit sein, monatlich 20.000 € dafür zu bezahlen ).
Das Tempo, mit dem KI sich aktuell weiterentwickelt ist enorm und wir merken am eigenen Leib, wie schwer es ist, da immer den Überblick zu behalten, zumal wir die letzten Wochen eher damit beschäftigt waren, unseren Messeauftritt vorzubereiten, Kataloge zu drucken, den Stand zu planen, Süßigkeiten einzukaufen und so weiter…
Heute wollen wir dir deswegen einen kleinen Rundumschlag darüber geben, was sich in Sachen Künstliche Intelligenz in den letzten Wochen so getan hat. Wir verraten dir, welche Entwicklungen wirklich für dich relevant sein können – ganz unabhängig und ohne versteckte Kosten.
Ende April hat Google bekannt gegeben, dass die Audiozusammenfassungen, die als Podcast-ähnliche Gespräche ausgegeben werden können, ab jetzt in über 50 verschiedenen Sprachen verfügbar sind. Bisher hattest du nur die Möglichkeit, die Gespräche in Englisch anzuhören. Jetzt werden sie automatisch in der Sprache deines Google-Kontos ausgegeben. Innerhalb von NotebookLM kannst du die Sprache aber jederzeit auch anderweitig anpassen.

Daneben liefert dir NotebookLM nun auf Nachfrage auch Quellen zu einem gewünschten Thema. Indem du auf „Quellen entdecken“ klickst und anschließend das Thema erläuterst, das dich interessiert, liefert dir NotebookLM verschiedene Internetquellen zu genau diesem Thema, ähnlich wie du es von der Google SERP gewohnt bist. Diese kannst du dann in ein Noteboook-Projekt übernehmen.

Quelle: Google Blog
Die neue Bildgenerierung mit ChatGPT 4o kennst du sicher bereits. Die Bilder, die mit ChatGPT 4o erstellt werden, sind deutlich realistischer als die der vorherigen Integration von Dall-E.
Die Möglichkeit, Bilder mit 4o erstellen zu lassen, ist nun auch für CustomGPTs verfügbar. So kannst du beispielsweise automatisch Bilder und Grafiken für deine Blogartikel erstellen lassen. Die Funktion kannst du in den Einstellungen deines CustomGPTs aktivieren.

Bei der Gelegenheit hat unsere Redakteurin gleich mal alte Bilder von Dall-E mit dem gleichen Prompt von ChatGPT 4o erstellen lassen, um diese zu vergleichen. Das kam dabei raus.



In den USA hat OpenAI ChatGPT um ein integriertes Shopping-Erlebnis erweitert– ganz im Stil von Google Shopping. Nutzer:innen sollen künftig Produkte nicht nur finden, sondern auch vergleichen und direkt im Chat kaufen können. Bei Anfragen, die ein deutliches Kaufinteresse beinhalten, werden die Shopping-Kacheln angezeigt. Da die meisten ChatGPT-Funktionen erst in den USA und dann nach und nach global ausgerollt werden, können wir davon ausgehen, dass wir die Funktion in Zukunft auch erhalten werden.
OpenAI betont, dass es sich (noch) nicht um bezahlte Anzeigen handelt, sondern um unabhängig kuratierte Produktergebnisse. Trotzdem basiert die Auswahl, ähnlich wie bei Google, auch auf persönlichen Nutzerdaten. Zum Start sind Elektronik, Haushaltswaren, Beauty und Mode verfügbar.
Problematisch: Händler:innen haben derzeit keinen Einfluss darauf, ob oder wie ihre Produkte erscheinen – das Auswahlverfahren bleibt eine Blackbox. Vergleichsportale oder Produkttestseiten könnten durch die Direktverlinkung auf Verkaufsseiten an Sichtbarkeit verlieren.
Falls dich jetzt schon interessiert, wie das ganze aussieht, kannst du dir den LinkedIn-Beitrag von Jens Polomski ansehen.
Quelle: Heise
Perplexity hat seine App überarbeitet und stellt nun den iOS Voice Assistant vor. Dieser soll als Assistent für iPhone-Nutzer:innen verfügbar sein und beispielsweise Reservierungen tätigen, E-Mails senden, Musik abspielen und vieles mehr. Klingt eigentlich ganz nach Siri, oder? Genau, Perplexity liefert mit der App die gleichen Funktionen, die eigentlich auch Apples eigener Sprachssistent Siri beherrscht. Die FAZ berichtet allerdings, dass Perplexity der Apple Intelligence „den Rang abläuft“, da Siri mit der Integration von Apple Intelligence einfach noch nicht so weit sei. Andere Quellen loben die Perplexity App ebenfalls und betonen vor allem die Leistungsfähigkeit im Alltag und bei längeren und komplexeren Anfragen. Kritisiert wird im selben Artikel allerdings auch, dass die Nutzerführung der App nicht intuitiv genug ist, und dass noch einige Schnittstellen zu wichtigen Drittanbieter-Apps fehlen.
Neben neuen Gemini-Funktionen in Google Docs, Sheets, Meet, Chat und Vids hat Google auf der Cloud Next 2025 die Einführung von Google Workspace Flows bekannt gegeben.
Wie bereits auf der I/O im letzten Jahr angedeutet, handelt es sich bei Workspace Flows um ein Tool, mit dem sich mehrstufige Prozesse mithilfe von KI automatisieren lassen – inklusive Recherche, Analyse und Inhaltserstellung. Derzeit ist das Feature im Alpha-Programm verfügbar.
Die Automatisierungen nutzen Gems – also benutzerdefinierte Versionen von Gemini, die man selbst erstellt. Wie in der Gemini-App reicht eine einfache Beschreibung in natürlicher Sprache, und Workspace Flows entwickelt komplexe, logikgesteuerte Abläufe – ganz ohne Programmieraufwand oder aufwändige Konfiguration.
In einer Demo wurde gezeigt, wie Workspace Flows mithilfe eines benutzerdefinierten Gems eine Kundenanfrage bearbeitet: Das System analysiert ein eingehendes Formular, erkennt das zugrunde liegende Problem, recherchiert Lösungen, erstellt eine passende Antwort und leitet sie zur Freigabe an das Support-Team weiter. Ziel ist es, ganze Prozesse zu optimieren – nicht nur einzelne Schritte.
Weitere Anwendungsbeispiele für spezialisierte Aufgaben sind:
Workspace Flows kann dabei auch auf Inhalte in Google Drive zugreifen und kontextbasierte Aktionen mithilfe benutzerdefinierter Gems durchführen. Zudem arbeitet Google daran, auch Drittanbieter-Tools in Workspace Flows zu integrieren.
Neue Funktionen in Google Workspace-Tools:
Datenschutz:
Ab sofort gibt es neue Optionen für Datenresidenz, mit denen sich festlegen lässt, wo Gemini Daten verarbeitet – z. B. ausschließlich innerhalb der USA oder EU. Damit trägt Google regulatorischen Anforderungen wie DSGVO oder ITAR Rechnung.
Quelle: 9to5 Google
Microsoft hat mit der Wave 2 Spring Release das nächste große Update für Microsoft 365 Copilot angekündigt: inklusive Fokus auf KI-Agenten, personalisierter Zusammenarbeit und neuen kreativen Funktionen.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
1. Neue Agenten: Researcher & Analyst
Zwei neue, auf OpenAIs Deep Reasoning Modellen basierende Agenten gehen an den Start:
Beide sind über den neuen Agent Store, einem Marktplatz für vorgefertigte Agenten von Microsoft, Partnern (z. B. Jira, Miro, Monday.com) und individuellen Firmenlösungen, verfügbar.
2. Copilot Search
Ein KI-gestütztes Enterprise-Suchtool, das übergreifend in Apps und Datenquellen (Google Drive, ServiceNow, Jira etc.) sucht.
3. Copilot Notebooks
Ein zentrales Tool zur Analyse und Aktionssteuerung auf Basis deiner Inhalte (Notizen, Dokumente, Meetings etc.). Es erkennt automatisch neue Inhalte, aktualisiert sich laufend und bietet Audio-Zusammenfassungen im Podcast-Stil, ähnlich denen von Notebook LM.
4. Personalisierung & Memory
Copilot merkt sich deinen Arbeitsstil sowie bevorzugte Formulierungen und Inhalte und ruft diese bei weiteren Aufgaben immer wieder ab. Die Daten bleiben laut Microsoft privat und kontrollierbar.
5. Create mit GPT‑4o
Ermöglicht die Erstellung von Texten, Bildern und Videos – gebrandet nach CI-Vorgaben:
6. Copilot Studio & Admin-Tools
Mit Copilot Studio können Unternehmen eigene Agenten entwickeln und anpassen.
Neue Admin-Funktionen:
7. Neue Agenten für HR & Organisation
Der Skills Agent ermöglicht die Bildung projektbasierter Teams auf Grundlage von Kompetenzen. Mitarbeitende können Kolleg:innen mit passenden Skills leichter finden.
8. Copilot Shortcut & Windows Integration
Künftig genügt ein Tastendruck (Copilot-Taste oder Win + C), um Copilot-Chat direkt am Arbeitsplatz zu öffnen.
Das Update rollt ab Ende Mai 2025 aus. Unternehmen im Frontier-Programm erhalten vorab Zugang.
Quelle: Microsoft
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