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„Ich buche den Begriff und Google spielt meine Anzeige aus, wenn jemand diesen Begriff sucht.“
So leicht ist es leider nicht. Google interpretiert Suchanfragen, erkennt ähnliche Bedeutungen und nutzt immer mehr Automatisierung. Dadurch entstehen Chancen, aber auch Risiken: Du erreichst mehr potenzielle Kund:innen, verlierst aber schneller die Kontrolle, wenn Match Types, negative Keywords und Suchbegriffe nicht sauber verstanden werden.
In Teil 3 unserer Serie erklären wir dir deswegen, was Keywords und Suchbegriffe sind, wie du sie vernünftig einbuchst und was du bei deiner Strategie beachten musst.
Teil 1 und 2 verpasst? Hier gelangst du zu den vorherigen Artikeln:
Auf deinem Weg zum Google Ads Profi solltest du zunächst den Unterschied zwischen Keyword und Suchbegriff verstehen. Beide Begriffe werden fälschlicherweise oft synonym verwendet, bedeuten aber etwas Unterschiedliches.
Ein Keyword ist das Wort oder die Wortgruppe, die du in Google Ads einbuchst. Damit gibst du Google einen Hinweis, bei welchen Suchanfragen deine Anzeige erscheinen könnte.
Ein Suchbegriff ist dagegen das, was Nutzer:innen tatsächlich bei Google eingeben.
Ein Beispiel: Du buchst in Google Ads das Keyword meta ads seminar ein. Nutzer:innen suchen aber vielleicht nach meta ads kurs für anfänger, meta ads lernen online, meta ads schulung münchen, wie funktionieren meta ads oder meta ads zertifizierung kurs. Je nach Keyword-Option kann Google deine Anzeige auch bei solchen ähnlichen, abweichenden oder verwandten Suchanfragen ausspielen.
Ein Keyword allein ist noch keine Strategie. Es sagt dir zunächst nur, zu welchem Thema eine Anzeige erscheinen könnte. Ob dieses Keyword wirklich sinnvoll ist, hängt aber davon ab, wie Google die Absicht hinter der Suche interpretiert, ob dein Angebot dazu passt und ob die Landingpage die Erwartung der Nutzer:innen erfüllt.
Der Suchintent beschreibt das Ziel oder Bedürfnis, das eine Person mit ihrer Suchanfrage verfolgt, also die Frage, was sie eigentlich finden, wissen oder erreichen möchte. In einigen Fällen lässt sich dieser nicht aus dem Suchbegriff alleine herauslesen.
Du musst ein Keyword also immer im Zusammenhang betrachten
Ein Beispiel: Das Keyword meta ads wirkt auf den ersten Blick attraktiv, weil es ein hohes Suchvolumen hat. Dahinter können aber sehr unterschiedliche Absichten stecken. Eine Person sucht vielleicht nur eine Definition, eine andere braucht Hilfe beim Login, jemand möchte Meta Ads lernen, eine Agentur finden, Preise vergleichen oder direkt eine Kampagne starten.
Suchvolumen bezeichnet die geschätzte Anzahl der Suchanfragen zu einem bestimmten Keyword innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Nicht jedes Keyword mit hohem Suchvolumen ist automatisch ein gutes Keyword. Entscheidend ist, ob das Keyword Nutzer:innen erreicht, die wirklich zu deinem Angebot und deinem Ziel passen.
Bevor du dich mit Keyword-Optionen wie Exact Match, Phrase Match oder Broad Match beschäftigst, musst du die Suchintention verstehen. Denn dieselben oder ähnliche Begriffe können je nach Kontext sehr unterschiedliche Absichten ausdrücken.
Eine Person, die nach was ist meta ads sucht, befindet sich wahrscheinlich noch in der Recherche. Die Kaufabsicht ist hier meist gering. Eine Suche nach meta ads kurs vergleich zeigt dagegen schon ein stärkeres Interesse: Die Person prüft verschiedene Anbieter oder Lösungen. Bei meta ads seminar buchen ist die Handlungsabsicht noch konkreter, weil die Person offenbar kurz vor einer Buchung steht.

Für deine Keyword-Strategie bedeutet das: Entscheide nicht nur nach Suchvolumen, sondern vor allem nach der Absicht hinter der Suche. Die beste Keyword-Strategie mit der Frage: Welche Suchanfragen zeigen, dass jemand wirklich zu meinem Angebot passt?
Match Types bestimmen, wie eng oder weit Google dein eingebuchtes Keyword mit tatsächlichen Suchanfragen abgleichen darf.
Früher waren Match Types stärker wörtlich zu verstehen. Heute bewertet Google stärker die Bedeutung und Absicht hinter einer Suchanfrage. Du solltest Match Types nicht als exakte Steuerungsinstrumente missverstehen, sondern eher als Abstufungen der Reichweite.

Exact Match ist die engste Option. Du erkennst sie an eckigen Klammern: [meta ads kurs]. Trotzdem bedeutet Exact Match nicht, dass deine Anzeige nur bei exakt dieser Wortfolge erscheint. Google kann auch Suchanfragen berücksichtigen, die aus seiner Sicht dieselbe Bedeutung oder dieselbe Suchintention haben. Exact Match bietet also mehr Kontrolle als andere Match Types, aber keine vollständige Kontrolle.
Das Keyword [meta ads kurs] könnte für folgende Suchanfragen ausgespielt werden:
Exact Match eignet sich besonders für wichtige Keywords mit klarer Kaufabsicht, für Brand-Begriffe und für Kampagnenstarts, bei denen du zunächst möglichst kontrolliert Daten sammeln möchtest.
Phrase Match ist etwas breiter gefasst. Du erkennst diese Option an Anführungszeichen: „meta ads kurs“. Deine Anzeige kann erscheinen, wenn die Suchanfrage die Bedeutung deines Keywords enthält oder eng damit zusammenhängt. In diesem Beispiel könnte deine Anzeige für folgende Suchbegriffe ausgespielt werden:
Auch bei folgenden Suchanfragen wäre eine Ausspielung möglich, wenn Google der Meinung ist, dass eine verwandte Intention vorliegt:
Phrase Match ist sinnvoll, wenn du mehr Reichweite möchtest als mit Exact Match, die Suchintention aber weiterhin relativ klar bleiben soll. Es eignet sich besonders, um neue relevante Suchbegriffe zu entdecken, ohne direkt so breit auszuliefern wie bei Broad Match.
Broad Match ist die weiteste Option. Das Keyword wird ohne Klammern oder Anführungszeichen eingebucht: meta ads kurs. Google kann deine Anzeige auch bei Suchanfragen ausspielen, die nicht dieselben Wörter enthalten, aber aus Googles Sicht zur Suchintention passen. Das kann zusätzliche Reichweite bringen, führt aber schneller zu Streuverlusten, wenn Tracking, Smart Bidding und Negativkeywords nicht sauber eingerichtet sind.
Anzeigen für das Keyword meta ads kurs könnten dann bei folgenden Suchanfragen ausgespielt werden:
Seit einiger Zeit gibt es in den Kampagneneinstellungen in Google Ads die Option „Weitgehend passende Keywords“ zu aktivieren.

Wenn diese aktiviert ist, werden alle Keywords der Kampagne auf Broad Match gesetzt, unabhängig davon, welchen Match Type du ursprünglich eingebucht hast.
Achte besonders darauf: Ab September 2026 will Google Kampagne, welche die kampagnenweite Broad-Match-Einstellung aktiviert haben, automatisch auf AI Max umstellen.
Broad Match gibt Google mehr Spielraum bei der Ausspielung deiner Anzeigen. Deine Anzeige kann also auch bei Suchanfragen erscheinen, die nicht exakt dein eingebuchtes Keyword enthalten, aber aus Googles Sicht zur gleichen Suchintention passen.
Damit dieser größere Spielraum nicht zu unnötigen Streuverlusten führt, wird Broad Match häufig mit Smart Bidding kombiniert. Smart Bidding versucht bei jeder einzelnen Auktion einzuschätzen, wie wahrscheinlich eine Conversion ist. Google betrachtet dabei nicht nur den Suchbegriff, sondern viele weitere Signale, zum Beispiel Gerät, Standort, Tageszeit, Nutzerverhalten und bisherige Conversion-Daten.
Deshalb ist Broad Match ohne gutes Conversion-Tracking riskant. Wenn Google nicht weiß, welche Klicks wirklich zu wertvollen Conversions führen, bekommt der Algorithmus zu wenig Orientierung. Mit sauberem Conversion-Tracking, passenden Conversion-Zielen und Smart Bidding kann Broad Match dagegen helfen, zusätzliche relevante Suchanfragen zu erschließen.
Tipp für Einsteiger:innen: Stelle nicht einfach alle Keywords auf Broad Match. Sinnvoller ist es, zuerst das Conversion-Tracking zu prüfen, mit Exact Match und Phrase Match zu starten, Suchbegriffe auszuwerten und negative Keywords aufzubauen. Erst danach solltest du Broad Match gezielt testen und die Ergebnisse nicht nur nach Klicks, sondern vor allem nach Conversion-Qualität bewerten.
Je breiter Google deine Keywords interpretiert, desto wichtiger werden negative Keywords. Mit negativen Keywords schließt du Suchanfragen aus, bei denen deine Anzeigen nicht erscheinen sollen. So verhinderst du, dass Budget in irrelevante Klicks fließt.
Wenn du wie wir Meta-Ads-Seminare anbietest, könnten Begriffe wie kostenlos, job, gehalt, login, support, gutschein, pdf, definition oder praktikum unpassend sein. Diese schließen wir auf Kampagnen-Ebene aus. Gleichzeitig solltest du negative Keywords nicht blind setzen: Begriffe wie Kosten oder Preis können je nach Angebot sehr relevant sein, weil sie auf konkrete Kaufabsicht hinweisen.
Wichtig ist: Negative Keywords funktionieren anders als normale Keywords. Positive Keywords werden von Google heute stark über Bedeutung, ähnliche Varianten und Suchintention interpretiert. Negative Keywords sind dagegen wörtlicher. Das heißt: Wenn du job ausschließt, sind damit nicht automatisch alle Varianten wie jobs, jobangebote oder stellenangebote ausgeschlossen. Solche Begriffe musst du bei Bedarf zusätzlich ergänzen.

Negative Keywords kannst du auf Anzeigengruppen-, Kampagnen- oder Kontoebene hinterlegen. Außerdem kannst du negative Keyword-Listen erstellen und auf mehrere Kampagnen anwenden. Gerade bei wiederkehrenden Ausschlüssen wie jobs, gratis, login oder support kann das sinnvoll sein.
Nachdem du nun die Keyword-Optionen Exact Match, Phrase Match und Broad Match kennst, wird der nächste Schritt besonders wichtig: der Suchbegriffsbericht. Dort siehst du nämlich, bei welchen Suchanfragen deine Anzeigen tatsächlich ausgespielt wurden.
Das ist ein entscheidender Unterschied. Ein Keyword kann je nach Match Type mehrere unterschiedliche Suchbegriffe auslösen. Besonders bei Phrase Match und Broad Match können Suchanfragen dabei deutlich vom eingebuchten Keyword abweichen. Aber auch bei Exact Match lohnt sich die Kontrolle, weil Google auch hier ähnliche Bedeutungen und Suchintentionen berücksichtigen kann.
Im Suchbegriffsbericht erkennst du zum Beispiel:
Für Einsteiger:innen reicht am Anfang eine einfache Logik: Stelle dir regelmäßig zwei Fragen.
Ein Beispiel: Du hast das Keyword „meta ads kurs“ eingebucht und siehst im Suchbegriffsbericht Suchanfragen wie meta ads kurs kostenlos, meta ads kurs für anfänger und meta ads kurs mit zertifikat. Kostenlos könnte ein Ausschlusskandidat sein, wenn du ein kostenpflichtiges Seminar anbietest. Für Anfänger oder mit Zertifikat könnten dagegen wertvolle Hinweise für neue Keywords, Anzeigentexte oder Landingpage-Inhalte sein.
Wichtig ist: Der Suchbegriffsbericht zeigt nur Suchbegriffe, nach denen eine beträchtliche Anzahl von Nutzer:innen gesucht hat (Quelle: Google). Selten genutzte Suchbegriffe werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt, unabhängig davon, ob sie Kosten verursacht haben. Google nennt diese im Bericht als „Gesamt: Sonstige Suchbegriffe“.

AI Max eine Erweiterung für klassische Suchkampagnen. Wenn du AI Max aktivierst, nutzt Google zusätzliche KI-Funktionen, um
Damit orientiert sich Google nicht mehr nur an den Keywords, die du eingebucht hast. Mit Keywordless Matching kann Google auch Suchanfragen erschließen, die nicht direkt durch deine Keywords abgedeckt sind. Dafür nutzt Google unter anderem Signale aus deiner Kampagne, deiner Website, deinen Anzeigenassets oder Feeds. Das kann zusätzliche Reichweite bringen, bedeutet aber auch: Deine Anzeigen können bei Suchanfragen erscheinen, die du nicht explizit als Keyword gebucht hast.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Final URL Expansion. Dabei kann Google Nutzer:innen auf eine andere Landingpage deiner Website leiten als die URL, die du ursprünglich in der Anzeige oder Anzeigengruppe hinterlegt hast. Google wählt dann aus seiner Sicht die Seite aus, die besser zur Suchanfrage und Suchintention passt. Das kann hilfreich sein, wenn deine Website gut strukturiert ist und viele passende Inhalte enthält. Für Einsteiger:innen kann es aber auch problematisch sein, weil Traffic möglicherweise nicht auf der erwarteten Landingpage landet.
AI Max macht Suchkampagnen damit flexibler, aber auch erklärungsbedürftiger. Die klassischen Keyword-Grenzen werden weniger starr, Anzeigen und Zielseiten können dynamischer ausgewählt werden und Google erhält mehr Spielraum bei der Aussteuerung. Das kann zusätzliche Chancen eröffnen, erhöht aber auch den Bedarf an Kontrolle.
Für Einsteiger:innen heißt das: AI Max ist keine Funktion, die du einfach aktivierst und dann ignorierst. Prüfe vorher, ob dein Conversion-Tracking sauber funktioniert, ob deine Landingpages wirklich zu deinen Angeboten passen und ob es Seiten gibt, auf die kein bezahlter Traffic geleitet werden sollte. Kontrolliere außerdem regelmäßig Suchbegriffe und Landingpages. Indem du deinen Suchbegriffsbericht in der Spalte “Keyword-Option” nach AI Max filterst, kannst du auswerten, welche Suchbegriffe ausgespielt wurden.

Gerade am Anfang kann es sinnvoll sein, AI Max nur gezielt zu testen oder bestimmte Funktionen wie Final URL Expansion zunächst einzuschränken. So lernst du besser, welche Rolle deine Keywords, Suchbegriffe und Landingpages tatsächlich spielen.
Wenn du deine Keywords für Google Ads aufbaust, solltest du nicht einfach eine lange Liste aus einem Keyword-Tool übernehmen. Besser ist ein strukturierter Ablauf, bei dem du Keywords sammelst, bewertest, gruppierst und nach dem Kampagnenstart weiterentwickelst.
Schritt 1: Keyword-Ideen sammeln
Starte mit Begriffen, die direkt zu deinem Angebot passen. Nutze dafür deine Website, Angebotsseiten, Kundenfragen, Wettbewerberseiten und Keyword-Tools.
Checkliste:
Schritt 2: Suchintention prüfen
Bewerte jedes Keyword danach, was Nutzer:innen wahrscheinlich erreichen wollen. Suchen sie nur Informationen, vergleichen sie Anbieter oder möchten sie direkt kaufen, buchen oder anfragen?
Checkliste:
Ist die Suchanfrage eher informierend, vergleichend oder transaktional?
Passt die Suchintention zu deinem Angebot?
Ist die Person wahrscheinlich schon nah an einer Entscheidung?
Gibt es Begriffe, die zu allgemein oder mehrdeutig sind?
Schritt 3: Keywords priorisieren und gruppieren
Ordne deine Keywords nach Relevanz und fasse ähnliche Begriffe zu Themenclustern zusammen. So kannst du später passende Anzeigen und Landingpages zuordnen.
Checkliste:
Schritt 4: Match Types festlegen
Entscheide, ob du Keywords als Exact Match, Phrase Match oder Broad Match einbuchst. Für den Einstieg sind Exact Match und Phrase Match meist kontrollierbarer.
Checkliste:
Schritt 5: Negative Keywords vorbereiten
Sammle schon vor dem Start Begriffe, bei denen deine Anzeigen nicht erscheinen sollen. Das reduziert Streuverluste von Anfang an.
Checkliste:
Schritt 6: Suchbegriffe nach dem Start auswerten
Nach dem Kampagnenstart prüfst du im Suchbegriffsbericht, welche tatsächlichen Suchanfragen deine Anzeigen ausgelöst haben.
Checkliste:
Schritt 7: Keyword-Set gezielt weiterentwickeln
Erweitere deine Keyword-Strategie schrittweise auf Basis echter Suchbegriffe und Performance-Daten. Teste neue Keywords, Broad Match oder AI Max nicht pauschal, sondern mit klarer Kontrolle.
Checkliste:
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