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Nice to know: Meta-Abo, YouTube KI-Richtlinien & gefährlicher Trend bei Instagram

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Erschienen in Nov II 2023 | Nice to know

Nice to know: Was hat es mit dem Meta-Abo auf sich?Nice to know

Seit kurzer Zeit haben User:innen in der EU und Europa die Möglichkeit, Facebook und Instagram werbefrei zu nutzen. Gegen Bezahlung. Die Preise dafür schwanken je nach Plattform und App zwischen 6 Euro und 12,99 Euro.

Warum hat sich Meta für das Abo-Modell entschieden?

Meta generiert den größten Teil seines Umsatzes aus Werbeeinnahmen. Wieso sollten sie sich nun dazu entscheiden, eine “Konkurrenz” zu diesem Modell anzubieten?
Ganz freiwillig ist dieser Schritt sicher nicht geschehen. Mit den bezahlten Abo-Modellen will Meta die Datenschutzrichtlinien des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) einhalten.
Bisher hat Meta sich im Rahmen seiner Tracking-Aktivitäten auf das “berechtigte Interesse” als Rechtsgrundlage berufen und sich geweigert, die Einwilligung der Nutzer:innen für das Tracking einzuholen. Das hat der EDSA (Europäischer Datenschutzausschuss) nun untersagt. Die Begründung: Auch Verlagshäuser, die ein ähnliches Interesse verfolgen, müssen das Tracking mittels Cookie-Banner erst erlauben lassen.

In diesem Bereich arbeiten viele Unternehmen nun mit bezahlten Abos, ebenso, wie Meta es nun tut. User:innen zahlen entweder einen monatlichen Beitrag, um Inhalte werbefrei zu konsumieren, oder sie nehmen Werbung und das Tracking in Kauf, können die Plattform dafür aber kostenfrei nutzen.

Meta geht bereits davon aus, dass nur wenige Personen in das bezahlte Abo einwilligen und dass sie ihr Geschäftsmodell ganz normal weiterführen können. Die deutschen Aufsichtsbehörden werden scheinbar noch prüfen, ob die Umsetzung so rechtens ist.

Was bedeutet das für dich als Online-Marketer:in?

Betrachten wir das ganze oberflächlich, so kann diese Änderung große Probleme für Marketer:innen, die Social Ads schalten, mit sich bringen. In einem Szenario, in welchem ein Großteil der User:innen sich für das bezahlte Abo entscheidet, könnten sie keine gezielte Werbung mehr schalten und Targeting-Optionen würden sich enorm verkleinern. Schaut man sich aber die Stimmungslage in den sozialen Medien an, so erkennt man schnell, dass ein sehr großer Teil der User:innen Facebook und Instagram in Zukunft weiter unbezahlt inklusive Werbung nutzen möchte. An der Nutzung an sich ändert sich ja auch nichts – wir nutzen die Plattformen genau so wie zuvor und werden genauso wie zuvor auch getrackt.
Solltest du dich als Social-Media-Manager:in für ein bezahltes Abo entscheiden, musst du allerdings folgende Punkte beachten:

  • Innerhalb des betroffenen Instagram- und/oder Facebook-Accounts kannst du keine Anzeigen mehr schalten oder Beiträge bewerben.
  • Du kannst keine Werbung für eine Facebook-Seite schalten, die mit einem Instagram-Account verknüpft ist, der ein bezahltes Abo abgeschlossen hat.
  • Du kannst an keinen Partnership Ads teilnehmen (weder Facebook noch Instagram).
  • Du bekommst keine Vergütung mehr aus Werbung in Reels oder In-Stream Ads.

Aktuell musst du dir noch keine Sorgen machen. Wir würden aber raten, das Thema im Auge zu behalten. Falls es gravierende oder relevante Änderungen gibt, erfährst du dies ebenfalls bei uns.

Quellen: allfacebook.de, heise.de

Nice to know: YouTube führt Richtlinien zu KI ein

Nice to know

Es war nur eine Frage der Zeit bis YouTube (die größte Videoplattform weltweit) Regelungen für Videos mit von KI erstellten Inhalten festlegt. Diese sollen in den nächsten Monaten umgesetzt werden.

Am 14. November veröffentlichte YouTube ein Statement auf ihrem Blog dazu, wie sie in Zukunft mit KI umgehen möchten. Wir haben dir hier das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

Generative KI hat das Potenzial, Kreativität zu fördern und eine neue Erfahrung für Creator:innen und Zuschauer:innen zu schaffen. Allerdings birgt sie auch viele Risiken, weswegen YouTube Regelungen für KI-generierte Inhalte einführt.

Zunächst unterliegen auch diese Inhalte den YouTube Community Guidelines. Darin sind Regelungen zu Spam, sensiblen Inhalten, gewaltverherrlichenden Inhalten, Fake News etc. festgehalten.

YouTube will Funktionen einrichten, die Zuschauer:innen darüber informieren, ob ein Inhalt von KI erstellt wurde. Dazu sollen verschiedene Labels in der Beschreibung eines Videos platziert werden.

Des Weiteren sollen Creator:innen die Möglichkeit haben, beim Hochladen eines Videos anzugeben, ob darin…

a) …reale Inhalte, die mit Hilfe von KI verändert wurden, zu sehen sind.
b) … komplett von KI erstellte Inhalte (= synthetische Inhalte) zu sehen sind.

Laut YouTube ist die Angabe zur Produktionsweise vor allem wichtig, wenn es sich um politische Themen, Konflikte, Gesundheitsthemen oder Personen des öffentlichen Lebens dreht. User:innen, die wiederholt gegen die Deklarierung von KI-generierten Inhalten stoßen, werden Sanktionen erhalten, beispielsweise das Entfernen von Inhalten, das Sperren oder sogar Löschen des Accounts oder das Ausschließen aus dem YouTube Partner Programm.

Ein weiterer Schritt ist, User:innen die Möglichkeit zu geben, Videos zu melden und sie ggf. (unter Beachtung verschiedener Faktoren) entfernen zu lassen, wenn ihr eigenes Gesicht oder ihre Stimme in einem KI-generierten Video verwendet wurde und sie nicht davon wussten. Das gilt auch für Musiker:innen, wenn sie KI-generierte Videos entdecken, die ihre individuelle Stimme beim Singen oder Rappen imitieren.

Quelle: blog.youtube

Nice to know: “Wrapped”-App greift Instagram- und TikTok-Daten ab

Nice to know

Kennst du Spotify Wrapped? Seit einigen Jahren bietet Spotify gegen Ende des Jahres jedem User und jeder Userin eine Zusammenfassung des eigenen Musikkonsums. Es ist ein regelrechter Trend geworden, sein eigenes Spotify Wrapped über Social-Media-Plattformen wie Instagram und TikTok mit seiner Community zu teilen. Im Fall von Spotify ist das komplett ungefährlich, da die Daten vom Streaming-Anbieter selber kommen und diesem Informationen zu Streams und Downloads sowieso zur Verfügung stehen.

Aktuell kursiert ein ähnlicher Trend auf TikTok und Instagram. Dabei wird versprochen, sehen zu können, wie viele Videos man angesehen hat, wer das eigene Profil am häufigsten aufgerufen hat etc. Alles Informationen, die ganz “nice to know” sind.

Auf TikTok sieht das Ganze beispielsweise so aus:

@iluvarii4l I thought i spent more time on tik tok lol #tiktok #tiktokwrapped #xyzbcafyp #foryou #fyp #fypシ #foryoupage #fypシ゚ ♬ Rapp Snitch Knishes (Live Instrumental) – OMA

Das Problem: Instagram und TikTok bieten die Wrapped-Funktion nicht von sich aus an. Man erstellt sie über Drittanbieter-Apps, die im App-Store bzw. im Google-Play-Store heruntergeladen werden müssen. Um den Dienst nutzen zu können, muss man seine Anmeldedaten preisgeben.

Das große Problem: Der Datenschutz. Wenn du die Dienste nutzt, gibst du deine Anmeldedaten an Unternehmen weiter, die nicht zu Meta oder ByteDance (TikTok) gehören und auch nichts mit diesen zu tun haben. Damit erhöht sich die Gefahr eines Hacker-Angriffs massiv. Wenn du Zahlungsdaten (z. B. Kreditkarteninformationen) in der Instagram-App hinterlegt hast, kann das ganze noch schwerwiegendere Folgen haben.

Wir möchten dich also an dieser Stelle ausdrücklich vor diesen Apps warnen. So lustig und verlockend der Outcome auch sein mag.
Übrigens: User:innen berichten, dass beim erneutem Hochladen der Daten andere Zahlen ausgespuckt wurden, als beim ersten Versuch. Die Statistiken sind also mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit (wen wundert’s?) ohnehin nicht richtig.

Quelle: t3n.de