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ChatGPT hat ein “Gedächtnis” und “Sora” als neue Video-KI

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Erschienen in Feb III 2024 | Künstliche Intelligenz
Level: Beginner

OpenAI bzw. ChatGPT entwickelt sich mit rasender Geschwindigkeit weiter und testet neue Features. Heute stellen wir dir die Memory-Funktion sowie Sora vor.

Memory-Funktion von ChatGPT

Einmal gepromptet, dauerhaft abrufbar. Was wäre, wenn ChatGPT sich Informationen und Details aus deinen früheren Chats einfach merken könnte? Wenn die KI laufend über die Präferenzen deiner Kundinnen und Kunden dazulernen würde, ohne dass du sie immer wieder neu mit den notwendigen Informationen füttern müsstest? Wie erleichternd wäre es, wenn du deine Formatfavoriten und Standard-Tonalität nicht immer wiederholen müsstest, weil der Chatbot sie automatisch auf deine Blogpost-Entwürfe anwendet? Mit der neuen Memory-Funktion soll genau das möglich werden.

Wenn du wissen möchtest, was das neue Gedächtnis von ChatGPT so kann und wie es deinen Arbeitsalltag in Zukunft erleichtern könnte, bleib dran. Wir erklären dir das neue Feature und haben uns dafür bei t3n.de, openai.com und verklickt.de schlau gemacht

Welchen Nutzen bringt das Feature?

Wenn sich ChatGPT jetzt schon wie eine Art Kollegin bzw. Kollege oder Sparringspartner:in für dich anfühlt, könnte sich das in Zukunft noch steigern. Denn das Gedächtnis ermöglicht eine deutlich personalisierte und effektive Kommunikation mit der KI. Du sparst Zeit und Mühe von wiederholten Prompts mit gleichem Inhalt und bekommst gleichzeitig relevantere Antworten. Dabei merkt sich die Software von selbst die in ihren Augen relevanten Informationen und wird dabei besser, je häufiger sie genutzt wird. Wenn du sichergehen möchtest, dass bestimmte Informationen ins Gedächtnis aufgenommen werden, kannst du das explizit dazu prompten.

  • Von OpenAI selbst werden u.a. folgende Anwendungsszenarien aufgeführt:
    Du hast einmal angegeben, dass Besprechungsnotizen bevorzugt in Überschriften, Aufzählungspunkten und Aktionspunkten zusammengefasst werden sollen. ChatGPT wird dir zukünftig alle deine Besprechungsnotizen so ausgeben.
  • Du bist Mutter einer kleinen Tochter, die Quallen liebt und erwähnst das in einem deiner vergangenen Chats. Bittest du ChatGPT später einmal um Ideen für die Erstellung einer Geburtstagskarte, wird u.a. ein Design mit Qualle und Partyhut vorgeschlagen.

Für wen ist das Feature verfügbar?

Da es sich um einen aktuellen Testpiloten handelt, ist die Funktion aktuell nur für einen kleinen Nutzerkreis freigegeben. Dabei wird nicht zwischen Gratis-User:in und Pro-Nutzenden unterschieden. Ob du eine:r der ausgewählten Testuser:innen bist, kannst du einfach über die Einstellungen herausfinden. Überprüfe unter “Personalization”, ob das Feature in der Navigation auftaucht. Pläne für eine umfassende Einführung sollen bald von ChatGPT bekannt gegeben werden.

Datenschutz und Sicherheit

ChatGPT legt bei der Memory-Funktion viel Wert auf Datenhoheit und Transparenz für die Nutzenden. So wurden Sicherheitsmechanismen eingebaut, die eine Speicherung von falschen Informationen verhindern sollen. Du kannst jederzeit abfragen, welche Informationen die KI sich gemerkt hat und auch den Befehl geben, diese wieder zu löschen. Das kannst du entweder in der Verwaltung des Features unter “Clear ChatGPTs memory” tun, oder als Prompt direkt im Chat abfragen bzw. löschen lassen. Genauso kannst du die ganze Funktion nach Belieben über die Einstellungen aktivieren oder deaktivieren. Soll die Funktion nur zeitweise umgangen werden, hat OpenAI einen Workaround über temporäre Chats implementiert. Hast du diesen aktiviert, dann werden keine neuen Erinnerungen generiert. Sensible Daten, wie Gesundheitsdaten, werden generell nicht von der Memory-Funktion erfasst, außer es du ordnest es konkret an.

Trotzdem behält sich das Unternehmen vor, dass es deine Inhalte, die du mit ChatGPT teilst, zu Trainingszwecken für seine Modelle nutzt. Team- bzw. Enterprise-Kunden und Kundinnen sind davon grundsätzlich ausgenommen.

Hier siehst du einen Screenshot, der die Verwaltung der Memory-Funktion zeigt:

Der Screenshot zeigt die Memory-Funktion in ChatGPT.

Quelle: openai.com

Was sagen unsere Expert:innen?

Obwohl nur wenige unserer Expert:innen aktuell schon auf die neue Memory-Funktion zugreifen können, haben wir sie jetzt schon nach ihrer Meinung gefragt.

Das sagt unser Experte für künstliche Intelligenz im Online Marketing Dr. Christoph Röck:blank

“ChatGPT kann sich zukünftig deine Präferenzen merken und Vorlieben anpassen – meiner Meinung nach ist das fast analog zu personalisierten Suchergebnissen. Trotzdem lohnt es sich, die gespeicherten Daten aus dem Gedächtnis von Zeit zu Zeit zurückzusetzen. Sonst besteht Gefahr, sich irgendwann in einer Art Bubble zu befinden, die keine neuen Perspektiven mehr zulässt.”

Quellen:

3n.de, openai.com, verklickt.de.

 

Sora – die neue Video-KI von OpenAI

Du begeisterst dich für Innovationen im Bereich KI-gestützte Videoerstellung? Dann gibt es spannende Neuigkeiten für dich! ChatGPT stellte kürzlich mit Sora sein neues Text-to-Video-Modell vor und beeindruckt mit ersten Einblicken und Ergebnissen.

Grundlage des Artikels sind diese Beiträge von openai.com und ingenieur.de.

Was kann Sora?

Sora ermöglicht es dir, realistische Videos aus einfachen Text-Prompts zu generieren – und das in ziemlich guter Qualität. Dabei baut es auf früheren Forschungen zu DALL·E- und GPT-Modellen auf.

OpenAI selbst beschreibt seine Funktionen wie folgt:
“Sora ist in der Lage, komplexe Szenen mit mehreren Charakteren, bestimmten Bewegungsarten und präzisen Details des Motivs und Hintergrunds zu erstellen. Das Modell versteht nicht nur, wonach der Benutzer in der Eingabeaufforderung gefragt hat, sondern auch, wie diese Dinge in der physischen Welt existieren.” (Zit. Quelle: openai.com)

Ergänzend veröffentlicht das Unternehmen einige Einblicke in von Sora generierte Videos. Schau dir die Beispiele am besten selbst an.

Das Bild zeigt ein von Sora generiertes Video, auf dem eine Küste zu sehen ist.

Quelle: openai.com

Prompt: „Drone view of waves crashing against the rugged cliffs along Big Sur’s garay point beach. The crashing blue waters create white-tipped waves, while the golden light of the setting sun illuminates the rocky shore. A small island with a lighthouse sits in the distance, and green shrubbery covers the cliff’s edge. The steep drop from the road down to the beach is a dramatic feat, with the cliff’s edges jutting out over the sea. This is a view that captures the raw beauty of the coast and the rugged landscape of the Pacific Coast Highway.“ (Quelle: openai.com)

Das Bild zeigt ein von Sora generiertes Video, auf dem ein Mann zu sehen ist.

Quelle: openai.com

Prompt: „A movie trailer featuring the adventures of the 30 year old space man wearing a red wool knitted motorcycle helmet, blue sky, salt desert, cinematic style, shot on 35mm film, vivid colors.“ (Quelle: openai.com)

Vor allem bei der Länge der Videos stellt Sora aktuelle Konkurrenten in den Schatten. Während Googles Lumiere beispielsweise auf ca. 5 Sekunden beschränkt ist, beeindruckt Sora mit einer Länge von bis zu 60 Sekunden. Auch bei der Auflösung von bis zu 1920 x 1080 Pixel und der Unterstützung verschiedener Seitenverhältnisse übertrifft Sora den Konkurrenten mit 512 x 512 Pixel um einiges.

Weitere Funktionen des Tools sind u.a. Bild zu Video z.B. mit Bildern aus DALL-E 3, Videos erweitern oder editieren, um Stil oder Inhalte anzupassen. Darüber hinaus kannst du zum BeispielVideos mit realen Aufnahmen kombinieren.

Aktuelle Schwächen weißt das Tool nach eigenen Angaben von OpenAI aktuell noch bei der richtigen Darstellung bzw. Simulation von physikalischen Gesetzen, komplexen Szenen und der Einschätzung von räumlichen Details auf.

Für wen ist Sora verfügbar?

Da das Tool aktuell noch in der Entwicklungsphase ist, steht es bislang nur Red Teamern zur Verfügung, welche mögliche Sicherheitslücken bzw. -risiken identifizieren sollen. Zusätzlich hat eine ausgewählte Gruppe an Kreativen aus der Branche aktuell schon Zugang, darunter Designer:innen, Filmemacher:innen, Visual Artists und Personen, die beruflich regelmäßig mit Videos arbeiten. OpenAI möchte so Lernerfahrungen sammeln und die Video-KI optimieren. Wann es zu einer breiten Einführung kommen soll, wurde noch nicht kommuniziert.

Gefahr von Deepfakes & Co

Eine Video-KI, die täuschend echte Videos generieren kann. Das schürt – berechtigterweise- Sorge und Bedenken um möglichen Missbrauch, Falschinformationen und Deepfakes. OpenAI gibt deshalb an, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, bevor es zu einer breiten Veröffentlichung kommen soll. Das sind zum einen die Zusammenarbeit mit Red Teamern, also Sicherheitsexpert:innen in den Bereichen Fehlinformationen, hasserfüllte Inhalte und Verzerrungen. Zum anderen werden Tools entwickelt, die irreführende Inhalte erkennen und die Herkunft bzw. zugehörige Informationen von Medien überprüfen können. So kann beispielsweise erkannt werden, ob ein Video mit Sora erstellt wurde oder nicht.

Was sagen unsere Expert:innen?

Solltest du dich mit Sora auseinandersetzen? Wir haben unsere Expert:innen nach ihrer ersten Einschätzung gefragt und folgende Statements erhalten:

Dr. Christoph Röck, unser Referent für künstliche Intelligenz im Online Marketing, sagt: “Für mich stellt Sora den letzten Schritt zur multimedialen KI dar und hat sich damit zu einer für alle Mediengattungen einsetzbaren KI entwickelt. Die Qualität der ersten Filme hat mich wirklich überrascht.”

Patrick KllingbergPatrick Klingberg, ebenfalls Experte für KI im Online Marketing, meint: “Ich bin absolut fasziniert von den Möglichkeiten, die Sora für (Content-)Marketer bietet. Die Fähigkeit, aus Textbeschreibungen Videos zu generieren, ist ein enormer Schritt vorwärts in der Content-Produktion. Die Beispiele, die ich gesehen habe, zeigen beeindruckend, wie Kreativität und KI-Technologie zusammenkommen, um visuell ansprechende und informative Videos zu erstellen. Besonders spannend finde ich das Potenzial für Bildungsinhalte und Marketingkampagnen, wo komplexe Ideen oder Produkte auf einfache und verständliche Weise visuell dargestellt werden können.”

Quellen:

ingenieur.de, KI-Toos Newsletter von Jens Polomski, openai.com