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Wie sich Suchverhalten verändert und was das für SEO bedeutet, zeigte unsere Trainerin Dr. Christina Jacker-Hundt auf der diesjährigen SMX in ihrem Vortrag „Von Boomer bis Gen Z – Wer googelt wie?“.
Dabei wurde schnell klar: Klassische Suchmaschinen sind längst nicht mehr für alle Zielgruppen die erste Anlaufstelle. Vor allem jüngere Generationen setzen verstärkt auf Social Media, wenn sie nach Antworten suchen.
Was heißt das für deine SEO-Strategie? Wir zeigen dir, warum Social SEO immer wichtiger wird – und wie du Suchmaschinenoptimierung und soziale Plattformen clever verbindest.
Besonders spannend war die Analyse und Darstellung der unterschiedlichen Suchgewohnheiten der verschiedenen Generationen. Chrissy zeigte auf, dass sich nicht nur die bevorzugten Plattformen unterscheiden, sondern auch die Art der Suchanfragen und die Erwartungshaltung an die Ergebnisse.
Menschen dieser Generation – geboren zwischen Mitte der 1950er und Mitte der 1960er – sind mit analogen Medien groß geworden und nutzen das Internet oft funktional. Sie greifen auf klassische Suchmaschinen wie Google zurück und formulieren ihre Fragen häufig in vollständigen Sätzen. Dabei bevorzugen sie bekannte, vertrauenswürdige Quellen, die fundierte und ausführliche Informationen liefern. Sie suchen nach Klarheit – und klicken eher auf Ergebnisse, die ihre Frage präzise wiedergeben.
Die „Digital Immigrants“ der Generation X bewegen sich sicher im Netz, nutzen aber eine Mischung aus traditionellen Medien und digitalen Kanälen. Ihre Suche ist zielgerichtet – es geht um Effizienz. Plattformen wie Facebook oder YouTube werden zur Informationsgewinnung herangezogen, daneben bleiben Suchmaschinen essenziell. Interessant ist: Diese Generation erwartet Verlässlichkeit, aber auch eine gewisse Tiefe – und informiert sich gern über bewährte Blogs oder themenspezifische Foren.
Die Generation Y ist mit dem Internet aufgewachsen – und das spiegelt sich im Suchverhalten wider. Sie wechseln flexibel zwischen Geräten und Plattformen, sind ständig online und gleichzeitig auf der Suche nach Inspiration und praktischen Lösungen. Ihre Suchanfragen sind häufig kurz und stichpunktartig. Neben Google spielen visuelle Plattformen wie Instagram, YouTube und Pinterest eine große Rolle – vor allem, wenn es um Lifestyle, Reisen, Rezepte oder DIY geht. Besonders stark ist der Einfluss von Bewertungen und sozialen Empfehlungen: Wer überzeugen will, braucht soziale Relevanz.
Die Gen Z nutzt Suchmaschinen zwar noch – aber nicht mehr als erste Anlaufstelle. Sie startet ihre Informationssuche oft direkt auf TikTok oder Instagram. Was sie erwartet: schnelle Antworten, unterhaltsam aufbereitet und visuell verständlich. Die Inhalte müssen snackable sein– klar, kurz, relevant. Gleichzeitig legen sie großen Wert auf Authentizität. Klassische Werbeversprechen verfehlen hier oft ihr Ziel. Stattdessen vertraut die Gen Z auf persönliche Empfehlungen, Creator:innen, die sie kennen, oder echte Erfahrungsberichte – oft gezielt über Foren wie Reddit gesucht.
Eine überraschende Sidenote: Über 40 Prozent der US-Bürger:innen nutzen TikTok bereits als Suchmaschine – ein Trend, der auch in Europa weiter an Bedeutung gewinnt. Dies wurde auch in der anschließenden Fragerunde nochmal unterstrichen. Für Unternehmen bedeutet das: SEO darf nicht mehr nur Google im Blick haben, sondern muss Social-Plattformen aktiv in die Strategie einbinden.
Ein weiterer wichtiger Punkt in Christinas Vortrag war die veränderte SEO-Journey. Während Suchanfragen früher linear verliefen – Nutzer:innen gaben ein Keyword bei Google ein, klickten auf ein Ergebnis und fanden die gesuchte Information –, verläuft die Journey heute oft ganz anders.
Diese Entwicklung zeigt, dass Marken ihre Inhalte anpassen müssen. Wer weiterhin nur auf klassische Google-Suchergebnisse optimiert, läuft Gefahr, von relevanten Zielgruppen schlicht nicht mehr gefunden zu werden.
Chrissy machte in ihrem Vortrag deutlich, dass Social SEO kein Trend ist, sondern eine notwendige Weiterentwicklung. Wer heute sichtbar sein will, muss die Mechanismen der Plattformen verstehen und nutzen.
Dazu gehört:
Die Erkenntnisse aus Christinas Vortrag sind klar: SEO muss sich weiterentwickeln, um mit den veränderten Suchgewohnheiten Schritt zu halten. Doch was bedeutet das konkret? Hier sind die wichtigsten Maßnahmen:

Chrissy hat mit ihrem Vortrag eindrucksvoll gezeigt, dass sich die digitale Suche im Wandel befindet – und dass Unternehmen, die diese Entwicklung aktiv mitgestalten, langfristig erfolgreicher sein werden. Wer tiefer in das Thema einsteigen will, lernt in unserem Persona Seminar mit ihr, wie man aus Zielgruppeninformationen Personas für dein Unternehmen entwickelst.
Quelle:
Vortrag: “Von Boomer bis Gen Z – Wer googelt wie??” von Dr. Christina Jacker-Hundt (SMX München 2025)
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Sehr spannendes Thema! Gibt es hierzu Studien oder was ist die Grundlage dieses Artikels? Würde gerne mit wissenschaftlichem Kontext mehr darüber erfahren :)
Hallo Angelika,
vielen Dank für deinen Kommentar und dein Interesse an dem Thema. Grundlage dieses Artikels ist ein Vortrag von Dr. Christina Jacker-Hundt auf der diesjährigen SMX München 2025. Christina beschäftigt sich seit langem mit Werbepsychologie & Branding und hat in dem BEreich auch ihre Dissertation verfasst. Sie ist als selbständige Beraterin tätig und steht Unternehmen als Sparringspartnerin bei der Entwicklung und Optimierung von Marketing-Strategien und -Projekten zur Seite. Mehr über Christina erfährst du auf ihrer Homepage.
In ihrem Vortragt hat Chrissy unter anderem folgende Quellen genannt:
– Social Shopping – Studie von GetApp
– Social Media Report 2024
– The AI generation gap
Ich hoffe, die Links helfen dir weiter. Ansonsten können wir auch empfehlen, das Thema in Google Scholar zu suchen, um wissenschaftliche Beiträge dazu zu finden. Oftmals erhält man mit englischen Suchanfragen auch mehr und bessere Ergebnisse.
Viele Grüße
Eva und dein 121WATT-Team