Google Ads: Neue Aufbewahrungsfristen für granulare Reporting-Daten Google führt ab dem 1. Juni 2026 neue Aufbewahrungsfristen für granulare Reporting-Daten (Stunden-, Tages-, Wochenebene) in Google Ads ein. Besonders relevant ist das für alle, die mit langfristigen... » weiterlesen
Google führt ab dem 1. Juni 2026 neue Aufbewahrungsfristen für granulare Reporting-Daten (Stunden-, Tages-, Wochenebene) in Google Ads ein. Besonders relevant ist das für alle, die mit langfristigen Analysen, Forecasts, Benchmarks oder Marketing-Mix-Modellen arbeiten. Denn granulare Daten, also zum Beispiel stündliche, tägliche oder wöchentliche Reports, bleiben künftig nur noch 37 Monate verfügbar. Danach sind sie weder über die Google-Ads-Oberfläche noch über die API abrufbar.
Monatliche, quartalsweise und jährliche Reporting-Daten bleiben länger erhalten, nämlich bis zu 11 Jahre. Trotzdem kann der Verlust granularer Daten für viele Teams kritisch werden. Gerade Agenturen, BI-Teams und Unternehmen mit eigenen Dashboards sollten prüfen, ob historische Google-Ads-Daten rechtzeitig exportiert und in einem eigenen Data Warehouse gesichert werden.
Noch kürzer ist die Frist bei bestimmten Reichweiten- und Frequenzmetriken. Kennzahlen wie Unique Users, durchschnittliche Impressions-Frequenz pro Person oder Frequency-Distribution-Daten bleiben nur drei Jahre verfügbar. Wer solche Daten für Kampagnenauswertungen oder Mediaplanung nutzt, sollte automatisierte Export-Prozesse einrichten.
Unser Tipp: Prüfe zeitnah, welche Google-Ads-Daten du für langfristige Analysen brauchst. Besonders Tages-, Wochen- und Frequenzdaten solltest du vor Ablauf der Fristen sichern, damit deine Reportings auch künftig vergleichbar bleiben.
Quelle: Search Engine Land
Instagram testet und erweitert mit Instants ein neues Format für spontane Foto-Momente. Seit dem 13. Mai ist die Funktion laut Ankündigung auch in Europa verfügbar. Die Idee: Du teilst ein quadratisches, ungefiltertes Foto direkt mit Freund:innen. Andere können darauf reagieren, die Reaktionen landen anschließend in deiner Inbox. Klingt neu, fühlt sich aber vertraut an.
Denn im Kern sind Instants vor allem eines: quadratische Stories, die nur einmal angesehen werden können. Damit folgt Instagram einem bekannten Muster. Neue Formate entstehen häufig durch bewusst gesetzte Einschränkungen: Stories verschwinden nach 24 Stunden, Reels waren anfangs kurz und vertikal, Instants sind jetzt ungefiltert, quadratisch und nur einmal sichtbar. Das soll Spontanität fördern, wirkt aber auch wie der Versuch, bekannte Mechaniken neu zu verpacken.

Quelle: Instagram
Für Social-Media-Teams stellt sich deshalb weniger die Frage, ob Instants „das nächste große Ding“ werden. Spannender ist: Wird daraus ein Format mit echter Nutzung? Denn erst dann wird es für Marken relevant. Sollte Instagram genügend Aktivität sehen, sind die nächsten Schritte absehbar: mehr Gestaltungsmöglichkeiten, feinere Sichtbarkeitseinstellungen, Versand per DM, Integration in Facebook und perspektivisch auch Werbeformate.
Unser Tipp: Beobachte Instants, aber plane noch keine großen Ressourcen ein. Für Marken ist das Format aktuell vor allem ein Signal dafür, wie stark Plattformen nach neuen Nutzungsanlässen suchen. Relevant wird es erst, wenn Instants messbar Reichweite, Interaktion oder Community-Nähe erzeugen. Bis dahin gilt: testen ja, überbewerten nein.
Quelle: AllSocial.de, Instagram
LinkedIn will stärker gegen generische KI-Inhalte vorgehen. Hintergrund ist eine Analyse von Originality AI, nach der mittlerweile rund 54 Prozent aller LinkedIn-Artikel mithilfe von KI geschrieben worden sein sollen. Wer regelmäßig durch den Feed scrollt, dürfte das Gefühl kennen: viele Beiträge klingen ähnlich, folgen denselben Dramaturgien und liefern am Ende eher glatte Formulierungen als echte Erkenntnisse.
Jetzt reagiert LinkedIn mit einem eigenen KI-Erkennungsmodell. Die Plattform will Inhalte, die vor allem Bestehendes wiederholen und keinen klaren Mehrwert bieten, künftig in ihrer Reichweite einschränken. Automatisierte Kommentare und austauschbare KI-Beiträge sollen es schwerer haben. Gleichzeitig betont LinkedIn: KI als Schreibhilfe ist nicht das Problem. Entscheidend ist, ob ein Beitrag eine eigene Perspektive, Erfahrung oder Haltung transportiert.
Spannend ist daran vor allem die Ironie. LinkedIn hat KI-Funktionen selbst stark in die Plattform integriert: von Profiltexten über Beitragsvorschläge bis hin zu KI-gestützten Textüberarbeitungen. Jetzt versucht die Plattform, die Folgen dieser Entwicklung wieder algorithmisch einzufangen. Oder anders gesagt: Erst wurde das Schreiben per KI möglichst einfach gemacht, jetzt soll KI erkennen, wann zu viel KI im Text steckt.
Für dein LinkedIn-Marketing heißt das: Glatt gebügelte Thought-Leadership-Posts werden riskanter. Wer nur allgemeine Aussagen, Floskeln und austauschbare Learnings veröffentlicht, könnte künftig weniger Reichweite bekommen. Gute Chancen haben dagegen Beiträge mit konkreten Erfahrungen, klarer Meinung, Fachwissen und einem erkennbaren menschlichen Ton.
Unser Tipp: Nutze KI auf LinkedIn als Sparringspartner, nicht als Ghostwriter. Lass dir Ideen strukturieren, Argumente schärfen oder Varianten formulieren. Aber bring immer deine eigene Perspektive ein. Gerade in einer Flut perfekter KI-Texte können Ecken, Kanten und echte Erfahrungen wieder zum stärksten Differenzierungsmerkmal werden.
Quelle: futurebiz
Google Analytics 4 bekommt einen neuen Standardkanal für KI-Traffic. In den Standardkanalgruppen kann künftig der Kanal „AI Assistant“ auftauchen. Darüber werden Besuche erfasst, die von erkannten KI-Assistenten kommen. Der Traffic erhält automatisch das Medium „ai-assistant“ und den Kampagnennamen „(ai-assistant)“.
Für dein Reporting ist das ein wichtiger Schritt. Bisher musstest du KI-Verweise oft über eigene Reports, Filter oder manuelle Auswertungen sichtbar machen. Jetzt rückt dieser Traffic direkt in die Standardberichte von GA4 und steht damit neben Kanälen wie Organic Search, Paid Search oder Referral. Das macht es einfacher, KI-Traffic regelmäßig zu beobachten und mit anderen Quellen zu vergleichen.
Wichtig ist aber: GA4 zeigt dir vor allem, was nach dem Klick auf deiner Website passiert. Du siehst also, ob KI-Assistenten Traffic bringen und wie sich diese Besuche verhalten. Was GA4 nicht zeigt: welche Inhalte in KI-Antworten genannt wurden, bei welchen Prompts deine Marke erscheint oder wie deine Sichtbarkeit im Vergleich zum Wettbewerb aussieht. Für diese Fragen brauchst du weiterhin zusätzliche Tools.
Für SEO- und Content-Teams ist das Update trotzdem ein klares Signal. KI-Assistenten werden nicht mehr nur als experimentelle Traffic-Quelle behandelt, sondern als eigener Kanal. Damit wird auch die Frage wichtiger, ob deine Inhalte von KI-Systemen gefunden, verstanden und zitiert werden können.
Quelle: Semrush
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