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KI-Werbung im Vergleich: So gut performen KI-Ads wirklich

Die Frage ist längst nicht mehr, ob KI Werbung erstellen kann. Spannender ist, ob diese Werbung auch wirklich funktioniert. Eine aktuelle Studie: „AI Ads That Work: How AI Creative Stacks Up Against Humans“ liefert darauf... » weiterlesen

Anna Imhof Autor:in Anna Imhof

Die Frage ist längst nicht mehr, ob KI Werbung erstellen kann. Spannender ist, ob diese Werbung auch wirklich funktioniert.

Eine aktuelle Studie: „AI Ads That Work: How AI Creative Stacks Up Against Humans“ liefert darauf eine ziemlich klare Antwort. Forschende der Columbia University, Harvard University, TU München und Carnegie Mellon University haben dafür mehr als 300.000 Anzeigen mit über 500 Millionen Impressions und rund drei Millionen Klicks untersucht. Verglichen wurden KI-generierte und menschlich erstellte Creatives aus denselben Kampagnen. Das Ergebnis: KI-Werbung kann bei der Performance mithalten.

Interessant ist aber vor allem, warum manche KI-Anzeigen besser funktionieren als andere. Die Studie zeigt, dass erfolgreiche Creatives nicht möglichst perfekt wirken müssen. Im Gegenteil: Natürlichkeit, klare visuelle Signale und menschliche Gesichter spielen eine wichtige Rolle.

Für dich im Marketing heißt das: KI ersetzt keine gute Kreation. Sie kann aber dabei helfen, gute Werbung schneller zu produzieren, mehr Varianten zu testen und erfolgreiche Ansätze besser zu skalieren.

In diesem Artikel schauen wir uns an, wie KI-generierte Werbung im Vergleich zu menschlichen Creatives performt, welche Faktoren die Ergebnisse beeinflussen und was du daraus für deine eigenen Kampagnen mitnehmen kannst.

KI vs. Mensch: So wurde wirklich verglichen

Damit der Vergleich zwischen KI-generierten und menschlich erstellten Anzeigen möglichst fair ausfällt, haben die Forschenden mit einem sogenannten „Sibling-Ads“-Ansatz gearbeitet. Vereinfacht gesagt wurden dabei Anzeigen miteinander verglichen, die unter nahezu identischen Bedingungen liefen.

Das bedeutet: Die KI-Anzeige und das menschlich erstellte Creative stammten vom selben werbetreibenden Unternehmen, gehörten zur gleichen Kampagne, wurden am selben Tag ausgespielt und führten auf dieselbe Landingpage. Auch Faktoren wie Zielgruppen-Targeting und Kampagnenumfeld wurden kontrolliert.

Warum das wichtig ist: Wenn eine Anzeige besser performt als eine andere, liegt das nicht automatisch am Creative. Auch Budget, Zielgruppe, Timing oder Angebot können das Ergebnis beeinflussen. Durch den direkten Vergleich sehr ähnlicher Anzeigen wollten die Forschenden genau diese Effekte möglichst klein halten.

So lässt sich deutlich besser beurteilen, ob die Art der Erstellung, also KI oder Mensch, tatsächlich einen messbaren Unterschied bei der Performance macht. Wichtig für die Einordnung: Untersucht wurden Display-Anzeigen auf Taboolas Plattform Realize. Die KI-Creatives wurden dort mit dem GenAI Ad Maker erstellt. Die Ergebnisse lassen sich deshalb nicht eins zu eins auf jede Plattform, jedes Anzeigenformat oder jedes KI-Tool übertragen.

KI-Werbung performt auf Augenhöhe

Auf den ersten Blick sieht das Ergebnis sogar nach einem Vorteil für die KI aus: In den Rohdaten kamen KI-generierte Anzeigen auf eine Click-Through-Rate von 0,76 Prozent, menschlich erstellte Creatives auf 0,65 Prozent. Das entspricht einem relativen Unterschied von rund 17 Prozent.

Für die Einordnung ist aber auch wichtig zu besachten, dass Rohdaten allein noch nicht erklären, warum dieser Unterschied entsteht. Kampagnen, Branchen, Zielgruppen oder die konkrete Ausspielung können die Performance ebenfalls beeinflussen. Genau deshalb haben die Forschenden diese Faktoren statistisch kontrolliert.

Danach blieb kein eindeutiger Performance-Vorteil für die KI übrig. Die zentrale Aussage der Studie ist deshalb nicht: KI macht automatisch die besseren Anzeigen. Sondern: KI-generierte Creatives können unter vergleichbaren Bedingungen auf demselben Niveau performen wie menschlich erstellte Werbung.

Für dich ist das vor allem deshalb relevant, weil damit ein häufiger Einwand entkräftet wird: Mehr Geschwindigkeit und mehr Varianten müssen nicht automatisch zulasten der Werbewirkung gehen.

Mehr Klicks: aber was passiert nach dem Klick?

Für Performance-Kampagnen reicht eine höhere Click-Through-Rate allein noch nicht aus. Entscheidend ist, ob die zusätzlichen Klicks auch zu relevanten Aktionen führen. Genau deshalb haben die Forschenden nicht nur die CTR betrachtet, sondern auch die nachgelagerte Conversion Performance.

Es hat sich gezeigt, dass KI-generierte Anzeigen die Klickrate steigern konnten oder auf einem vergleichbaren Niveau halten, ohne dass sich die Qualität des Traffics messbar verschlechterte. Die zusätzlichen oder gleich hohen Klickzahlen gingen also nicht automatisch zulasten der Conversion.

Das heißt, KI-Creatives können nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen, sondern auch im weiteren Funnel mithalten. Trotzdem bleibt es wichtig, die Performance nicht nur an der CTR zu messen. Entscheidend ist immer, ob die Anzeige am Ende auch auf dein eigentliches Kampagnenziel einzahlt.

Warum menschlich wirkende KI-Ads besser performen

Besonders spannend wird die Studie bei der Frage, wie Menschen die Anzeigen wahrnehmen. Denn für die Performance war nicht nur relevant, ob ein Creative tatsächlich mit KI erstellt wurde. Entscheidend war vor allem, ob es auch danach aussah.

KI-generierte Anzeigen, die als menschlich wahrgenommen wurden, erzielten besonders gute Ergebnisse. Anzeigen, die dagegen künstlich oder eindeutig KI-generiert wirkten, performten schwächer, selbst dann, wenn sie in Wahrheit von Menschen erstellt worden waren.

Die Studie zeigt damit ziemlich deutlich: Die Herkunft des Creatives ist weniger wichtig als seine Wirkung. Ein stark polierter Look, auffällige Symmetrien oder eine sehr hohe Farbsättigung können schnell den typischen „KI-Look“ erzeugen. Authentisch wirkende menschliche Gesichter hatten dagegen einen positiven Effekt auf Wahrnehmung und Klickrate.

Wenn du also KI für Werbemittel einsetzt, solltest du nicht versuchen, möglichst perfekte Bilder zu erzeugen. Wichtiger ist, dass das Creative glaubwürdig, natürlich und passend zur Zielgruppe wirkt.

Wo KI-Werbung besonders gut funktioniert

Die ausgewerteten Daten zeigten auch, dass sich die Performance von KI-Werbung je nach Branche unterschied. Besonders positive Effekte gab es unter anderem in den Bereichen Personal Finance sowie Food & Drink. In anderen Bereichen, etwa Education, fielen die Unterschiede zwischen KI-generierten und menschlich erstellten Anzeigen geringer aus.

Das ist für die Einordnung wichtig. Denn auch bei KI-Creatives bleiben Branche, Zielgruppe und Angebot entscheidend. Ein Motiv, das in einer emotionalen oder stark nutzenorientierten Kategorie gut funktioniert, lässt sich nicht automatisch auf andere Kampagnen übertragen.

Kurz gesagt heißt das KI liefert keine universell bessere Werbung. Sie kann dir aber dabei helfen, schneller verschiedene Ansätze zu testen und herauszufinden, welche Motive, Botschaften und visuellen Elemente in deinem konkreten Umfeld funktionieren.

Was du für deine Kampagnen mitnehmen kannst

Was die Studie vor allem gezeigt hat, ist, dass KI-generierte Creatives nicht automatisch schlechter performen müssen als menschlich erstellte Anzeigen. Für die Praxis wird das besonders interessant, weil sich mit KI zugleich deutlich schneller unterschiedliche Creative-Varianten entwickeln lassen. Der größte Hebel liegt dabei nicht darin, menschliche Kreativität komplett zu ersetzen, sondern schneller mehr Varianten zu entwickeln, zu testen und erfolgreiche Ansätze weiter auszubauen.

Nutze KI vor allem dort, wo du viele Creative-Varianten brauchst. Teste unterschiedliche Bildwelten, Botschaften und Formate gegeneinander und bewerte nicht nur die CTR, sondern auch die nachgelagerte Conversion. Achte gleichzeitig darauf, dass deine Anzeigen nicht zu künstlich wirken. Authentische Motive und klar erkennbare menschliche Elemente können einen Unterschied machen.

Wichtig bleibt außerdem: Verlasse dich nicht auf allgemeine Benchmarks. Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Branchen. Was bei Personal Finance funktioniert, muss in Education nicht genauso gut abschneiden.

Unterm Strich wird KI vor allem dann interessant, wenn sie dir hilft, schneller zu lernen, welche Creatives in deiner Zielgruppe tatsächlich funktionieren.

Fazit: KI macht Werbung nicht automatisch besser – aber schneller testbar

Die Studie zeigt sehr deutlich, dass KI-generierte Werbung mit menschlich erstellten Creatives mithalten kann. Entscheidend ist aber nicht, dass ein Motiv mit KI entstanden ist, sondern ob es als Werbung funktioniert. Relevanz, Glaubwürdigkeit und eine passende visuelle Sprache bleiben genauso wichtig wie bisher.

Der eigentliche Vorteil von KI liegt deshalb vor allem in der Geschwindigkeit. Du kannst schneller Varianten entwickeln, mehr Ansätze testen und erfolgreiche Muster zügiger weiterentwickeln. Genau darin steckt für viele Kampagnen der größte praktische Nutzen.

KI ersetzt also nicht die Idee hinter guter Werbung. Sie kann dir aber helfen, schneller herauszufinden, welche Idee wirklich trägt.

Quellen: contentmanager.de , taboola.com

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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert. 

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