Standardmetriken wie Sitzungen oder Ereignisse in Google Analytics 4 sind ein Anfang, aber man stößt sehr schnell an ihre Grenzen. Sie beantworten selten die wirklich wichtigen granularen Geschäftsfragen: Wie tief scrollen Nutzer tatsächlich? Welcher CTA konvertiert am besten? Wie zufrieden sind Leser:innen mit deinen Inhalten?
Standardmetriken wie Sitzungen oder Ereignisse in Google Analytics 4 sind ein Anfang, aber man stößt sehr schnell an ihre Grenzen. Sie beantworten selten die wirklich wichtigen granularen Geschäftsfragen: Wie tief scrollen Nutzer tatsächlich? Welcher CTA konvertiert am besten? Wie zufrieden sind Leser:innen mit deinen Inhalten?
In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du Custom Metrics (Wenn du Deutsch als Kontosprache nutzt: Benutzerdefinierte Messwerte) Schritt für Schritt anlegst, um deine generischen Daten zielführend zu erweitern und an deine Ziele anzupassen. Inspiration für diesen Artikel haben wir uns bei MeasureSchool geholt.
Custom Metrics sind selbst definierte, quantitative Messwerte, die du an GA4 sendest, um Aktionen zu zählen oder zu messen, für die kein Standard etabliert wurde. Damit hast du die Möglichkeit, genau die Kennzahlen zu messen, die für dich und dein Geschäftsmodell entscheidend sind.
Im Gegensatz zu Custom Dimensions (Benutzerdefinierte Dimensionen), die beschreibende Merkmale liefern (z.B. welche Artikelkategorie gelesen wurde), beantworten Custom Metrics die Frage nach dem „Wie viel?“ oder „Wie oft?“. Sie messen ausschließlich Häufigkeiten und Mengen. Damit transferierst du generische Events in tatsächliche KPIs und machst den Erfolg deiner Maßnahmen messbar.
Bevor du deine erste Custom Metric anlegst, müssen ein paar Voraussetzungen stimmen. Betrachte sie als Checkliste für saubere und verlässliche Daten.
Hier sind vier konkrete Beispiele und Best Practises, die den Mehrwert von Custom Metriken verdeutlichen.
GA4 misst standardmäßig nur, ob ein Nutzer 90 % einer Seite gescrollt hat. Deswegen weißt du nicht, ob die meisten schon bei 50% oder doch erst bei 70% abspringen.
Die Lösung: Sende bei jedem 10%-Scroll-Inkrement ein Event mit dem Parameter scroll_percent (Wert: 25, 50, 75, 100). Registriere diesen Parameter als Custom Metric „Scrolltiefe“.
Der Mehrwert: Du kannst nun auswerten, wie weit Nutzer durchschnittlich scrollen. So erkennst du, ob wichtige Inhalte und CTAs überhaupt gesehen werden oder ob deine Seiten zu lang sind.
Du möchtest wissen, wie oft der „Newsletter abonnieren“-Button geklickt wird, aber GA4 zählt dies nur als generisches Event?
Die Lösung: Feuere beim Klick ein Event cta_click mit dem Parameter cta_count = 1. Registriere cta_count als Custom Metric „CTA Klicks Newsletter“.
Der Business-Mehrwert: Technisch gesehen könntest du einfach die „Ereignisanzahl“ für das cta_click-Event nutzen um dasselbe Ergebnis zu bekommen. Eine eigene Custom Metric bietet aber drei entscheidende Vorteile:
cta_click an anderer Stelle versehentlich ohne den Parameter ausgelöst wird.Im Artikel wurde der Begriff Calculated Metrics (berechnete Metriken) erwähnt. Es ist entscheidend, diese beiden Funktionen klar voneinander zu trennen, da sie unterschiedlich funktionieren.
Custom Metrics (Benutzerdefinierte Messwerte) sammeln die Rohdaten, die GA4 standardmäßig nicht kennt (z. B. die Summe aller abgegebenen Bewertungspunkte). Sie registrieren einen numerischen Event-Parameter, um einen neuen, grundlegenden Messwert in GA4 verfügbar zu machen.
Calculated Metrics (Rechnerisch ermittelte Werte) erstellen eine neue Metrik, indem sie eine mathematische Formel (+, -, *, /) auf bereits vorhandene Metriken anwenden. Diese vorhandenen Metriken können sowohl Standardmetriken (z. B. Sitzungen, Ereignisanzahl) als auch erstellte Custom Metrics sein.
GA4s erweiterte Messung erfasst zwar Video-Events (Start, Fortschritt, Ende), liefert aber keine fertige Metrik mit einer „Anzahl Video-Starts“?
Die Lösung: Erstelle beim video_start-Event einen Parameter video_view = 1. Registriere diesen als Custom Metric „Video Views“.
Der Business-Mehrwert: Du kannst Berichte erstellen, die dir pro Seite oder pro Kampagne die genaue Anzahl der gestarteten Videos anzeigen.
Deine Nutzer können Artikel mit 1-5 Sternen bewerten, aber du kannst in GA4 nur die Anzahl der Bewertungen sehen, nicht die durchschnittliche Qualität?
Die Lösung: Sende beim Bewertungs-Event einen Parameter rating_value mit der Note (1-5). Registriere dies als Custom Metric „Summe der Bewertungen“.
Der Business-Mehrwert: In einem Exploration-Bericht kannst du die „Summe der Bewertungen“ durch die „Ereignisanzahl“ teilen und erhältst so die durchschnittliche Bewertung pro Artikel. Alternativ kannst du auch hier die Funktion „Calculated Metrics“ in GA4 nutzen (Summe der Bewertungspunkte / Ereignisanzahl).
Alternativ könntest du auch für jede mögliche Antwort-Option („sehr hilfreich“, „nicht hilfreich“ etc.) eine eigene Metric anlegen.
Wenn ein Nutzer auf „sehr hilfreich“ klickt, wird ein Event ausgelöst, das den Parameter very_helpful = 1 enthält. Klickt er auf „nicht hilfreich“, wird ein Event mit dem Parameter not_helpful = 1 gesendet. Es wird somit je ausgelöstem Event hochgezählt. In Berichten kann man die Metriken very_helpful, not_helpful etc. dann direkt verwenden und hat sofort die absoluten Zahlen für jede Kategorie. Das ist sehr intuitiv und einfach zu lesen.
Auf der anderen Seite verbraucht diese Methode nur für das Feedback-System fünf Custom-Metric-Slots. Da dir nur 50 Slots zur Verfügung stehen, solltest du dir gut überlegen, ob dir die Plätze reichen oder nicht.
So wie in diesem Beispiel wird es immer mehrere Wege geben, Sachverhalte abzubilden. Überlege dir, ob ein benutzerdefinierter Messwert das richtige für dich ist und wenn ja, wie du ihn implementieren möchtest.
Hast du alle Vorbereitungen abgeschlossen und bei unseren Best Practises bereits Ideen gesammelt? Dann wird es Zeit für deine erste Custom Metric.
Bevor du startest, solltest du dich an folgenden Fragen orientieren:
Obwohl du alles richtig angelegt hast, brauchst du noch etwas Geduld. GA4 benötigt in der Regel 24-48 Stunden, bis die Daten für deine neue Metrik in den Berichten sichtbar werden.
Um die Metriken anschließend in deinen Berichten zu verwenden, kannst du deine Berichte über das Stiftsymbol anpassen und sie als einzelne Messwerte hinzufügen.
Damit bei der Einrichtung nichts schiefgeht, hier noch ein paar Tipps aus der Praxis:
Auch bei unserem vorherigen Beispiel der Scrolltiefe kommt es auf deine Fragestellung an. Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern nur die passende Methode für deine Analyse:
scroll_percent): Dies ist ideal, wenn du den durchschnittlichen Scrollwert über alle Nutzer hinweg ermitteln willst. Deine Frage lautet in diesem Fall: „Wie weit wird auf Seite X im Schnitt gescrollt?“scroll_milestone mit Werten wie „25%“, „50%“, „75%“): Dies ist die perfekte Wahl, wenn du Nutzer segmentieren und zählen willst. Deine Frage lautet hier: „Wie viele Nutzer haben die wichtige 75%-Marke erreicht, bevor sie abgesprungen sind?“Erfolgreiche Webanalyse beginnt nicht im Tool, sondern mit der richtigen Frage. Definiere, was Erfolg für dich bedeutet, und baue dann die Metriken, um diesen Erfolg messbar zu machen. Anstatt deine Strategie an die verfügbaren Standard-Reports anzupassen, passt du mit Custom Metrics die Analyse an deine Strategie an.
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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