Mit nur 18 Minuten pro Tag dein Social-Media am Laufen halten geht nicht? Geht doch! Wir zeigen dir, wie und worauf du dich dabei konzentrieren solltest. Als Grundlage beziehen wir uns auf diesen Artikel von... » weiterlesen
Mit nur 18 Minuten pro Tag dein Social-Media am Laufen halten geht nicht? Geht doch! Wir zeigen dir, wie und worauf du dich dabei konzentrieren solltest. Als Grundlage beziehen wir uns auf diesen Artikel von Hootsuite.
Die effektive Verwaltung von Social Media erfordert Zeit und Engagement. Mit einer klaren Strategie und den richtigen Tools kannst du den Aufwand jedoch auf unter einer halben Stunde pro Tag reduzieren, ohne an Qualität und Sichtbarkeit zu verlieren.
Also los, lass uns die Uhr starten. Die Zeit läuft..
Die ersten 1-3 Minuten deiner Zeit solltest du dich mit Social Listening beschäftigen. Das bedeutet im Grunde nichts anderes als aktiv zuzuhören, was auf den verschiedenen sozialen Plattformen speziell über dich, aber auch deine Konkurrenz gesagt wird. Grundlage und Maßstab hierfür sollte deine persönliche Zielsetzung sein. Wofür möchtest du stehen bzw. in welchem Kontext möchtest du, dass dein Name fällt? Welche Gefühle sollen mit deiner Marke oder deinem Produkt assoziiert werden? Überprüfe also z. B., wo du oder dein Produkt verlinkt oder erwähnt wurde. Schaue dir auch an, wie das vergleichsweise bei deinen wichtigsten Konkurrenten und Partnern aussieht.
Sei wachsam, um aktuelle Trends und Entwicklungen so schnell wie möglich zu erkennen. Beobachte hier beispielsweise, welche Keywords und Hashtags im Bereich deines Produkts, aber auch speziell bei deiner Zielgruppe genutzt werden. Mit Google Alerts kannst du Benachrichtigungen für Keywords setzen, die sich auf dein Unternehmen beziehen. Das erleichtert dir die Arbeit. Andere Tools bieten Dashboards, bei denen du die oben genannten Informationen und News bezüglich deiner Marke automatisch angezeigt bekommst und dann im nächsten Schritt auswerten kannst. Das spart erheblich Zeit! Eine Auswahl findest du in diesem Artikel.
In den nächsten 3-8 Minuten geht es darum, deine Social Listening Daten und Beobachtungen auszuwerten und daraus für dich nutzbare Erkenntnisse abzuleiten. Diese kannst du dann in deine Social Media Strategie integrieren.
Beim Online-Händler Zappos (Schuhe und Modeartikel) findest du ein solches Beispiel auf X:
In Minute 8-10 solltest du nochmal einen letzten Blick auf deinen Content-Plan werfen. Welche Posts hast du für heute eingeplant? Am besten schaust du diese nochmal final durch, damit du keine Rechtschreibfehler übersehen hast. Vielleicht kannst du beliebte Hashtags ergänzen, die du vorher identifiziert hast? Überprüfe auch, ob der Veröffentlichungszeitpunkt noch passend ist oder ob aktuelle News dagegen sprechen. Wurden bei einem Wintereinbruch dieses Wochenende beispielsweise viele Veranstaltungen oder Flüge abgesagt, solltest du einen Beitrag zu Veranstaltungen oder Reisen verschieben.
Nutze Minute 10-15 dafür, deine Inhalte zu teilen. Verwende hierfür auch plattformspezifische Features wie Reels bei Instagram und Facebook. Wenn du ein Gefühl dafür entwickelst, wann deine Zielgruppe online ist, kannst du mit ihnen ohne großen Zeitverzug interagieren. Poste zu den richtigen Zeiten, dann bekommst du ihre Reaktionen auf deinen Content direkt mit und kannst darauf reagieren.
Neue Inhalte zu erstellen ist in der Kürze der Zeit natürlich schwierig und auch nicht immer notwendig. Zwischendurch kannst du auch kuratierte oder nutzergenerierte Inhalte (re)posten, die deinen Nutzer:innen Mehrwert geben. Das können z. B. Artikel, Videos, /Memes, Infografiken oder Bilder deiner Follower:innen sein. Füge dort z. B. ein eigenes Statement oder Gedanken in der Caption hinzu.
Trotzdem musst du dir immer wieder gesondert Zeit nehmen, um eigene Inhalte zu erstellen. Unser Experten-Tipp von Michael (Referent für Social Media und Geschäftsführer der NOEO GmbH): Versuche es doch mal mit zeitlosen Staffelproduktionen nach einem Themenplan. Im besten Fall entsteht dadurch Content, der über einen längeren Zeitraum eine Geschichte aufbaut und die Nutzer immer wieder neu abholt. Dafür musst du dir natürlich extra Zeit nehmen, um dich in die Themenwelten und User-Stories zu versetzen. So kannst du Inhalte auf einen gewissen Vorrat produzieren und sie dann in deinem Redaktionsplan ergänzen.
Experten-Tipp von Michael für spannende Inhalte: Inspiration und Tutorials. Versuche, ein Thema auf zwei verschiedene Weisen zu erzählen. Einmal aus Perspektive eines bzw. einer Hilfe-Suchenden, der oder die sein Problem lösen will. Zum anderen als Inspiration für jemanden, der oder die sich weiterentwickeln will, aber über das Thema bisher noch nicht gestoßen ist. Als Hersteller von Reinigungsmitteln könntest du beispielsweise einen Post verfassen, wie du Fettflecken in 3 Schritten am besten entfernen kannst. So adressierst du den Hilfesuchenden. Wenn du in einem Post auf nachhaltige Inhaltsstoffe eingehst oder darauf Rituale zu Neujahr zu schaffen, bedienst du eine zweite Perspektive.
Endspurt…Die letzten 3 Minuten laufen. Du solltest sie nutzen, um mit deinem Publikum in Kontakt zu treten. Beantworte also Fragen, gehe auf Kommentare, Feedback und Erwähnungen ein, like oder teile positive Reaktionen. Beidseitige Kommunikation ist hier das Stichwort. Dadurch schaffst du Nähe und erhöhst die Brand Awareness.
Zappos reagiert häufig auf Erwähnungen von Kund:innen und schafft dadurch Kundenbindung:
In deinen Posts und den Kommentaren kannst du auch bestimmte Fragen verwenden, die das Engagement steigern. Beispiele sind:
Was haltet ihr von unserer neuesten Produkteinführung?“
„Welche Art von Inhalten würdet ihr gerne von uns sehen?“
„Was können wir tun, um dein Erlebnis zu verbessern?“
Fazit: Zugegeben, 18 Minuten für Social Media pro Tag sind schnell vorbei. Du wirst etwas Übung brauchen, um alles oben beschriebene wirklich in 18 Minuten zu schaffen. Eine klare Fokussierung und Strategie, tägliche Routine und die richtigen Tools sind deshalb ausschlaggebend.
Quellen: blog.hootsuite.com (1), meltwater.com, blog.hootsuite.com (2)
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