Google Ads sind heutzutage praktisch ein MUSS für jeden, der ein erfolgreiches Geschäft aufbauen will. Organische Rankings verlieren immer mehr an Sichtbarkeit, da bezahlte Suchanzeigen die ersten Positionen auf der Suchergebnisse (SERP) ersetzen.
Google Ads sind heutzutage praktisch ein MUSS für jeden, der ein erfolgreiches Geschäft aufbauen will. Organische Rankings verlieren immer mehr an Sichtbarkeit, da bezahlte Suchanzeigen die ersten Positionen auf der Suchergebnisse (SERP) ersetzen. Wir stellen dir heute Googles gängigstes Anzeigenformat – die responsive Suchanzeige – vor und erklären dir in 10 Tipps, wie du dein Unternehmen damit erfolgreich bewirbst.
Als Grundlage dient uns ein Artikel von SEMrush.
Responsive Suchanzeigen (RSAs) sind ein spezifisches Werbeformat in Google Ads. Bei dieser Art von Anzeige gibst du verschiedene Überschriften und Layouts an. Google passt die Anzeige dann automatisch an den Kontext des Nutzers oder der Nutzerin an; je nachdem, welche Kombination (voraussichtlich) am besten performt.
Suchtrends entwickeln sich ständig weiter, sodass es schwierig ist, genau vorherzusagen, wie Menschen nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung suchen werden. Responsive Suchanzeigen meistern diese Herausforderung, indem sie kontinuierlich lernen, welche Kombinationen für verschiedene Suchanfragen am besten funktionieren.
Stelle dir Folgendes vor: Du betreibst eine Kaffeerösterei mit Café und willst deine neue saisonale Kaffeemischung bewerben. Für deine RSAs könntest du verschiedene Überschriften wie „Frische Herbstmischung“, „Wärme dich mit unserem Kaffee auf“ und „Neue saisonale Geschmacksrichtungen“ angeben. Zusätzlich verfasst du unterschiedliche Beschreibungen über den einzigartigen Geschmack des Kaffees, Sonderangebote und die gemütliche Atmosphäre in deinem Café. Google Ads experimentiert dann mit verschiedenen Kombinationen aus Beschreibungen und Überschriften und zeigt deiner potenziellen Kundschaft die relevanten Infos auf der Grundlage ihrer Suchanfrage.
RSAs nutzen die KI von Google, um die von dir bereitgestellten Überschriften und Beschreibungen automatisch auszuwählen und zu kombinieren, und dabei hoch relevante Anzeigen für die Suchanfragen der Nutzenden zu erstellen. Die KI untersucht dabei den Kontext jeder Suchanfrage und ermittelt anhand von Echtzeitsignalen, welche Kombination aus Überschrift und Beschreibung am effektivsten wäre. Ziel ist es, die richtige Anzeige zur richtigen Zeit an die richtige Person zu liefern.
In der Regel wählt Google Ads für eine Anzeige mindestens drei Überschriften und zwei Beschreibungen aus, die in verschiedenen Kombinationen und Reihenfolgen erscheinen. Teile der Anzeige, die der Suchanfrage des Nutzers oder der Nutzerin exakt entsprechen, werden fett dargestellt. Auf kleineren Bildschirmen, wie z. B. mobilen Geräten, oder in SERPs mit vielen Informationen werden in deiner responsiven Suchanzeige möglicherweise weniger Komponenten angezeigt.
Google passt sein Verständnis über deine Anzeigen im Laufe der Zeit an und lernt immer mehr darüber, welche Anzeigen für welche Anfragen am besten performen.
RSAs bieten dir vor allem Flexibilität und die Möglichkeit ein größeres Publikum mit Botschaften zu erreichen, die ankommen. Sie passen sich den Suchabsichten, Gerätetypen und Präferenzen der Nutzenden an.
Nice to know: Responsive Suchanzeigen werden gerne mit den dynamischen Suchanzeigen verwechselt, derweil verstecken sich dahinter zwei unterschiedliche Anzeigenformate.
Während responsive Anzeigen sich auf mehrere Überschriften und Beschreibungen stützen, die von den Werbetreibenden vorgegeben werden, werden Anzeigeninhalte bei dynamischen Suchanzeigen auf Basis der hinterlegten Landingpage KI-gesteuert erstellt.
Responsive Suchanzeigen sind besonders interessant, weil …
RSAs bestehen aus mehreren Komponenten, für die jeweils eine Zeichenobergrenze besteht, die für die Effektivität deiner Anzeige eine besondere Rolle spielt:
Warum die Begrenzungen? Google will damit sicherstellen, dass du relevante und präzise Anzeigen erstellst, die auf den Punkt sind. Es mag zunächst schwierig erscheinen, alles Wichtige in nur wenige Zeichen zu bringen, aber hier macht Übung den Meister. Nimm hier gerne eine KI wie ChatGPT zur Hilfe und lasse dich bei der Formulierung der Anzeigen und Beschreibungen unterstützen.
Wichtig ist, dass du deine Zielgruppe aktiv ansprichst und dein Angebot klar zum Ausdruck bringst.
Beispiel: Eine Konditorei könnte beispielsweise folgende Überschriften verwenden:
„Elegante Torten für jeden Anlass“
„Torten für besondere Anlässe“
etc.
„Elegant“ deutet auf Qualität hin, während „besondere Anlässe“ darauf hindeutet, dass es sich um einzigartige Torten mit einer persönlichen Note handelt.
Pro-Tipp: Mit Anzeigenerweiterungen kannst du deiner Anzeige weitere Informationen wie Kontaktdaten, Produkteigenschaften oder Sonderangebote hinzufügen. Diese werden zwar nicht immer ausgespielt, wenn aber doch, verleihen sie deiner Anzeige mehr Präsenz. Wir empfehlen, Anzeigenerweiterungen nicht auf Anzeigen-, sondern auf Kampagnen- oder sogar Konto-Ebene anzulegen, um ressourcensparend zu handeln.
Im Folgenden findest du eine Schritt-für-Schritt Anleitung, die dir den Einstieg erleichtert: Klicke im linken Menü deines Google-Ads-Kontos auf den Bereich Kampagnen und wähle dort anschließend den Reiter Anzeigen:

Klicke anschließend auf das + und wähle Responsive Suchanzeige:

Anschließend öffnet sich noch ein Fenster, in welchem du die Kampagne und die Anzeigengruppe auswählst, in welcher die Anzeige platziert werden soll.
Nun öffnet sich die Maske, in welcher du deine Assets (= URL, Überschriften, Beschreibungen etc.) angibst.
Beginne mit der finalen URL und dem Angezeigten Pfad. Wie bereits erwähnt ist die finale URL die URL der Seite, auf die du User:innen mit deiner Anzeige bringen möchtest. Es sollte eine Seite sein, die zum Inhalt deiner Anzeige passt und zumindest das Keyword in der H1 enthält. Der angezeigte Pfad ist eine Art Fake-URL, die lediglich zum besseren Verständnis in deiner Anzeige angezeigt wird. Verwende hier sprechende Ausdrücke, um Nutzenden die bestmögliche Idee davon zu geben, was sie hinter der Anzeige erwartet
Wenn deine finale URL https://deinewebsite.de/services/katzen-pflege dann könnte dein Anzeigenpfad etwa so lauten: „deinewebsite.de/katzen-pflege/termine“.
Da wir in unserem Beispiel eine Anzeige für unseren Newsletter erstellen wollen, haben wir uns für folgende Optionen entschieden:

Nun legst du deine Überschriften und Beschreibungen fest. Wie oben bereits beschrieben, kannst du bis zu 15 Überschriften und 4 Beschreibungen angeben. Wir empfehlen, alle Optionen auszunutzen, um die größtmögliche Bandbreite an Optionen zu erhalten. Zusätzlich kannst du hier Site-Links angeben, um deine Anzeigenleistung noch weiter zu verbessern. Wir raten allerdings, Site-Links auf Konto- oder zumindest Kampagnen-Ebene anzulegen, um (zeitliche) Ressourcen zu schonen.

Des Weiteren kannst du deiner Anzeige an dieser Stelle Bilder oder andere Assets wie Promo-Codes, Kontaktdaten oder Preise hinzufügen. Hier gilt: Diese werden nicht zwingend ausgespielt und sind, wenn sie ausgespielt werden, aber ein nices Add-on, um deine Anzeige zu vergrößern und aufmerksamkeitsstärker zu gestalten. Um deine Anzeige zu speichern, klickst du unten auf der Seite auf Anzeige speichern.

Pro Anzeigengruppe kannst du in Google Ads maximal drei Anzeigen erstellen. Diese Begrenzung ermöglicht es den maschinellen Lernalgorithmen von Google, verschiedene Anzeigenkombinationen innerhalb jeder Anzeigengruppe zu testen, um eine optimale Leistung und effizientes Lernen zu gewährleisten.
Jede Überschrift und jede Beschreibung ist eine Chance, deine Anzeige auf die spezifische Suchanfrage eines Nutzers oder einer Nutzerin abzustimmen. Das ist entscheidend, wenn du langfristig effektive Anzeigen schalten willst. Um das größtmögliche Potenzial rauszuholen, solltest du alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das bedeutet: Verfasse 15 Überschriften und 4 Beschreibungen. Das ist aktuell jeweils die maximale Anzahl an Assets, die du vergeben kannst.
Neben der Anzahl der Überschriften und Beschreibungen solltest du auch auf die Varianz achten. Wenn möglich, sollte in jedem einzelnen Asset ein anderer Aspekt deines Produktes hervorgehoben werden (z. B. Merkmale, Vorteile oder Werbeaktionen)
Hier findest du ein paar Tipps zur Gestaltung von Überschriften und Beschreibungen für responsive Suchanzeigen:
Verfasse deine Überschriften so, dass sie unabhängig von der Reihenfolge, in der sie erscheinen, Sinn ergeben und dass jede Überschrift alleine bereits eine wichtige Aussage trifft.
Für Beschreibungen und Überschriften lohnt es sich übrigens besonders, mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten. ChatGPT kann dir beispielsweise in Kürze verschiedene Optionen ausgeben.
Keine Frage: Keywords sind in responsiven Suchanzeigen sehr wichtig, aber nicht jede Überschrift muss das Keyword enthalten. Andernfalls wärst du auch in der Varianz deiner Überschriften sehr eingeschränkt. Das primäre Ziel ist es, mit deiner Zielgruppe über Vorteile, Funktionen oder CTAs in Kontakt zu treten.
Wenn du deine Anzeige mit Keywords überlädst, kann sich dein Anzeigentext mechanisch und weniger benutzerfreundlich lesen.
Achte stattdessen auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Verwendung von Keywords und kundenorientierten Botschaften.
Hier sind einige Tipps:
In der Anzeigenerstellung hast du die Möglichkeit, einzelne Überschriften oder Beschreibungen “anzupinnen”, sodass diese sicher in der Anzeige erscheinen. Das kann in speziellen Situationen Sinn ergeben, beispielsweise für Haftungsausschlüsse oder wenn bestimmte Compliance-Anforderungen eingehalten werden müssen. Ein weiterer Use-Case wäre, wenn du beispielsweise ein veganes Restaurant bist, und sichergehen willst, dass der Slogan “100% veganes Menü” in der Anzeige vorkommt.
In der Regel schränkt das Anpinnen von Überschriften oder Beschreibungen in deinen responsiven Suchanzeigen die Möglichkeiten der Google-KI ein, mit verschiedenen Kombinationen zu experimentieren. Diese Einschränkung kann den Optimierungsprozess beeinträchtigen und möglicherweise zu einer geringeren Anzeigenleistung führen.
Halte dich an diese Richtlinien:
Der Bericht zu den Kombinationen zeigt dir, wie verschiedene Anzeigenkombinationen bei deiner Zielgruppe ankommen. Die Analyse der häufigsten Asset-Kombinationen hilft dir zu verstehen, welche Überschriften und Beschreibungen am besten zusammen funktionieren.
Du findest den Bericht, wenn du auf Kampagnen > Anzeigen klickst und anschließend nach der spezifischen Anzeige suchst, die dich interessiert. Dort klickst du auf Assetdetails aufrufen. Anschließend kannst du oben den Reiter Kombinationen auswählen


Um deine Anzeigen zu verbessern, ändere oder passe Überschriften oder Beschreibungen an, die nicht funktionieren.
Achtung: Auch wenn dieser Bericht zeigt, welche Kombinationen mehr Impressionen erzielen, solltest du dich nicht darauf verlassen, dass du Überschriften oder Beschreibungen allein auf der Grundlage dieser Daten festlegst. Responsive Suchanzeigen funktionieren nur dann, wenn sie sich an Echtzeitsignale wie Suchanfragen und Nutzerpräferenzen anpassen können.
Aus dem Englischen von SEMrush. Dort findest du auch noch weitere Tipps für deine responsiven Suchanzeigen.
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