59% der Menschen nutzen KI bereits, um sich bei alltäglichen Kaufentscheidungen unterstützen zu lassen. Produkte werden auf Basis konkreter Vorstellungen gesucht, verglichen, ausgewertet und von den gängigen LLMs, allen voran ChatGPT, dem Nutzenden präsentiert. 24% der Menschen sind sogar bereit, einem Agenten ihre Kreditkarteninformationen zu überlassen, sodass dieser nicht nur Produkte vorstellen, sondern sie auch direkt kaufen kann.
Auf der gegenüberliegenden Seite betreiben jedoch weniger als 5% aller Unternehmen eine Website, die im Stande wäre, diese kaufwilligen Agenten auch kaufen zu lassen. Dabei kannst du die meisten der dafür nötigen Maßnahmen auch als Marketer:in direkt anstoßen, wie uns unsere 121WATT Trainerin Cosima Vogel in ihrem Vortrag „Ready for the Agents“ auf der SMX 2026 erklärte.
Cosima beschreibt, wie ein KI-Agent vorgeht: Der Auftrag vom Nutzenden wird entgegengenommen, es werden Anbieter gefunden, Daten gelesen, Anbieter verglichen und sich für ein Produkt entschieden, danach der Kauf ausgeführt. An jedem dieser Schritte kann der Agent scheitern und springt sofort zur Konkurrenz.
Hier scheitern Agenten, wenn deine robots.txt KI-Crawler blockiert, kein Schema Markup auf deiner Seite vorhanden ist oder Inhalte in keinen Trainingsdaten auftauchen. Ebenso wenn Preise in Bildern versteckt sind, Produktdaten sich in JavaScript-Widgets verstecken oder strukturierte Informationen fehlen. Cosimas Formulierung dazu: „Der Agent sieht Pixel, nicht Preise.“ Was du prüfen kannst, ist Folgendes:
Schwächere Reviews und schlechtere Trust-Signale als beim Wettbewerb reichen aus, damit der Agent die Konkurrenz empfiehlt. Frag testweise ChatGPT oder Perplexity welche Dienstleister, Produkte oder Unternehmen er in deiner Branche empfiehlt und prüf, ob du genannt wirst (am besten unangemeldet, die KI weiß meistens wo du arbeitest).
Ohne API-Endpoint, ohne maschinenlesbares Checkout-Schema und ohne Payment-Integration ist dein Shop für Agenten nicht kaufrelevant. Egal ob er dich findet und empfiehlt. Prüfe, ob deine Produktseiten ein BuyAction-Schema enthalten und ob ein Agent technisch eine Bestellung auslösen könnte.
Die Formel ist einfach: Findability × Desirability × Buyability = dein Erfolg. Fällt nur einer der Faktoren auf null, ist das Gesamtergebnis null.
Mache hier direkt den Test, wie optimiert deine Website für KI-Systeme ist.
Cosima fordert ein „Dual Design Mandate“: Dieselbe Website braucht künftig zwei Schichten. Den IoH-Layer (Interface of Humans), hier finden sich Emotionen, Storytelling, Brand und Hyperpersonalization wie wir es derzeit kennen, und den IoM-Layer (Interface of Machines). Hier sind APIs, Schemata, maschinenlesbare Daten, Agent-Endpoints und MCP untergebracht.
Deine bisherige Arbeit an Content und UX wird auch in diesem Szenario auf keinen Fall wertlos. Laut einer von Cosima zitierten Accenture-Studie („Me, Myself and AI“, 2025) wechseln 24 % der Käufer:innen noch kurz vor dem Kauf die Marke. Die Menschlichkeit auf deiner Website bleibt entscheidend. Du brauchst nur relativ bald eine zusätzliche, maschinenlesbare Schicht.
Cosima zeigt eine klare Entwicklung: Heute besteht die Basis aus Schema.org + robots.txt + guter Content. Morgen geht es um Knowledge Graphs und MCP (Model Context Protocol: ein Standard, über den KI-Agenten mit externen Datenquellen kommunizieren) sowie ACP (Agentic Commerce Protocol von OpenAI/Stripe) und UCP (Universal Commerce Protocol von Google und Partnern). Übermorgen kommen auch Node Agents dazu, vollständig autonome KI-Systeme, die eigenständig Transaktionen durchführen.
Wie schnell das für dich relevant wird, hängt von deiner Branche ab und lässt sich in vier Szenarien unterteilen:
Für die meisten Unternehmen sind aktuell die Szenarien 1 und 2 am greifbarsten und genau dort liegen die Anforderungen. Strukturierte Daten und GEO werden in allen vier Szenarien benötigt. UCP/ACP-Integration wird erst ab Szenario 3 kritisch.
Der Vortrag endet mit einer klaren Zweiteilung. Punkte 1 bis 5 sind GEO Basics und mit bestehenden Mitteln umsetzbar, ohne Entwickler-Abhängigkeit:
Punkte 6 bis 10 machen dich Agent-Ready. Hier brauchst du Abstimmung mit Entwicklung oder Produktmanagement:
Cosimas Einordnung: 1 bis 5 kannst du heute starten. 6 bis 10 machen dich fit für das, was kommt. Das Zeitfenster ist jetzt offen.
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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