Seit die AI Overviews ausgerollt wurden, kennst du diese Diskussion vermutlich aus deinem eigenen Reporting: Der organische Traffic sinkt, die Rankings stehen aber unverändert gut da. Jemand fragt in die Runde, ob das an den KI-Antworten liegt. Die Vermutung ist da, beweisen kann es aber niemand, weil schlicht die Zahlen fehlen.
Du kannst dir 121WATT-Inhalte in der Google-Suche jetzt bevorzugt anzeigen lassen.
Seit die AI Overviews ausgerollt wurden, kennst du diese Diskussion vermutlich aus deinem eigenen Reporting: Der organische Traffic sinkt, die Rankings stehen aber unverändert gut da. Jemand fragt in die Runde, ob das an den KI-Antworten liegt. Die Vermutung ist da, beweisen kann es aber niemand, weil schlicht die Zahlen fehlen.
Bei Microsoft ist diese Lücke seit Februar 2026 geschlossen: Damals startete AI Performance in den Bing Webmaster Tools und zeigte erstmals, wo und wie oft Inhalte in den KI-Antworten des Microsoft Copilot, Bings KI-Zusammenfassungen und ausgewählten Partner-Integrationen zitiert werden. Der eigentliche Gewinn für Marketing-Teams waren dabei die Grounding Queries, also Beispiel-Formulierungen, mit denen die AI-Systeme selbst nach den Inhalten gesucht haben, bevor sie sie zitierten. Zum ersten Mal ließ sich damit nicht nur sehen, dass man zitiert wird, sondern auch, wie die Maschine die Frage übersetzt hat.
Jetzt, fünf Monate später, zieht Marktführer Google nach. Der Nachzügler liefert allerdings weniger als der Vorreiter.
Neben dem KI-Bericht will Google mit dem „Opt-out-Schalter“ ein Problem lösen, vor das sich besonders Publisher seit der Einführung der AI Overviews gestellt fühlen: „Kann ich verhindern, dass meine Inhalte in den AI Overviews erscheinen, ohne dass dies Auswirkungen auf mein reguläres Suchmaschinenranking hat?“
Der Toggle wird aktuell bei ausgewählten Websitebetreiber:innen in Großbritannien getestet und soll laut SEMrush bald auch global ausgerollt werden.
Der neue Report zeigt, wie viele Impressions deine Seiten in Googles AI-Features erhalten, aufgeschlüsselt nach Seite, Land, Gerät und Datum. Dabei gibt es einen Report für die Suchergebnisse, der Impressions innerhalb von AI Overviews und AI Mode abbildet, und einen separaten für die AI-Features in Google Discover.
Ein Detail, das fürs Reporting entscheidend ist: Es handelt sich um eigene Ansichten, nicht um separate Datensätze neben den bestehenden Performance-Reports. Deine bisherigen Gesamtzahlen ändern sich also nicht. Neu ist der Filter auf einen Anteil, der vorher unsichtbar mitgelaufen ist.
Den Bericht findest du unter Leistung > Google Suche-Ergebnisse > Generative KI.


Hier wird es unangenehm. Klickdaten enthält der Report nicht. Googles Hilfedokumentation listet Impressions, Seiten, Länder, Geräte und Daten auf, aber keine Klick-Metrik. Google hat angekündigt, im Lauf der Zeit weitere Metriken zu ergänzen. Ein Datum dafür gibt es nicht.
Wenn du zur Zeit also irgendwo die Schlagzeile „Search Console misst jetzt AI-Traffic“ liest, sollte dir das im Kopf bleiben: Gemessen wird aktuell lediglich die Sichtbarkeit, nicht der Traffic.
Fairerweise hast du bei Bing denselben blinden Fleck. Auch dort bleibt offen, ob sich Citations in Klicks, Traffic oder Geschäftsergebnisse übersetzen. Kein Anbieter beantwortet dir bislang die Frage, was AI-Sichtbarkeit tatsächlich wert ist.
Die Frage, die Publisher seit dem Start dieser Features umtreibt, lautet: Kann ich meine Inhalte aus den AI Overviews raushalten, ohne mein normales Ranking zu beschädigen? Der neue Schalter beantwortet sie mit ja.
Google formuliert es unmissverständlich: Seiten, die sich „abmelden“, erhalten weder Traffic noch Impressions aus den generativen AI-Features. Diese Einstellung wird nicht als Ranking-Signal für Suchergebnisse außerhalb dieser AI-Features verwendet.
Ob der Ausstieg klug ist, ist eine andere Frage, und sie ist vor allem eine Rechenaufgabe. AI Overviews haben inzwischen über 2,5 Milliarden monatlich aktive Nutzer:innen, der AI Mode hat ebenfalls die Milliarde überschritten. Für die meisten Marketing-Teams, die Reichweite aufbauen wollen, ist der Opt-out damit keine ernsthafte Option. Interessant wird er dort, wo Inhalte selbst das Produkt sind und die Extraktion in eine KI-Antwort das Geschäftsmodell untergräbt, also klassischerweise bei Publishern und Paid-Content.
Wichtig: Der neue Google-Schalter ist nicht identisch mit „Google-Extended“, da er spezifisch das Erscheinen in AI Overviews regelt, während Google-Extended das Training der KI-Modelle durch Web-Inhalte untersagt. Er nutzt bestehende Mechanismen wie Snippet-Controls, um die Darstellung in der Live-Antwort zu steuern, statt wie Google-Extended das Lernen der KI zu regulieren.
Beide Funktionen starteten mit einer Teilmenge von Websitebetreiber:innen in Großbritannien, der globale Rollout sollte folgen. Genau hier ist der Stand aber weitergezogen, und das ist die für dich entscheidende Nachricht.
Bereits am 23. Juni berichtete Search Engine Land, dass der Report nicht mehr auf britische Seiten beschränkt ist: SEOs sahen ihn für Seiten in den USA, Indien und der Schweiz. Googles John Mueller bestätigte den schrittweisen Rollout auf Bluesky, man rolle die Reports Stück für Stück an einzelne Seiten aus und werte laufend das Feedback aus.
Für dich heißt das zweierlei. Erstens: Der Report ist bis heute nicht für alle freigeschaltet. Er kann in den kommenden Wochen ohne Ankündigung bei dir auftauchen, garantiert ist das aber nicht. Zweitens gilt eine zusätzliche Bedingung: Selbst wenn deine Property freigeschaltet ist, erscheint der Report erst, wenn deine Seite genug AI-Impressions gesammelt hat. Dieselbe Schwellenlogik kennst du vom Discover-Report.
Prüfen kannst du es so: Öffne in der Search Console den Bereich „Leistung“. Erscheint unter „Suchergebnisse“ ein zusätzlicher Report „Generative KI“, bist du dran. Alternativ hängst du direkt „/ai“ an die URL des Performance-Reports. Siehst du nichts, bist du entweder noch nicht freigeschaltet oder hast schlicht zu wenige AI-Impressions.
Wer den Opt-out-Toggle sucht: Der sitzt nicht bei den Reports, sondern unter Einstellungen, KI-Steuerung, Generative KI in der Suche. Standard ist „einschließen“, und wirksam wurde die Einstellung erst ab dem 17. Juni 2026. Wer den Schalter vorher gesetzt hat, hat zunächst nichts verändert.
Auch mit vollständigem Zugang bleibt eine strukturelle Grenze. Der Report zeigt deine Impressions in Googles AI-Features. Deine Zielgruppe nutzt aber auch ChatGPT, Perplexity und andere AI-Suchmaschinen. Diese Sichtbarkeit taucht in der Search Console nie auf.
Und andersherum genauso: Deine Google-Zahlen erscheinen nicht in den Bing Webmaster Tools, deine Copilot-Citations nicht in der Search Console. Beide Anbieter berichten ausschließlich über die eigenen Oberflächen. Wenn du beide Ökosysteme abdecken willst, brauchst du auch beide Tools, und selbst dann bleibt das Bild unvollständig. Für alles außerhalb dieser beiden brauchst du weiterhin GA4, wo sich Referral-Traffic aus AI-Quellen erfassen lässt, ergänzt um ein eigenes Monitoring der Nennungen.
Der Report zeigt dir keine Historie aus der Zeit, bevor Google ihn für deine Property freigeschaltet hat. Für eine der ersten Live-Seiten reichten die Daten nur bis zum 18. Mai 2026 zurück. Wenn du später Veränderungen belegen willst, musst du den Ausgangsstand deshalb selbst sichern, und zwar am besten sofort.
So gehst du vor: Öffne den Generative-KI-Report, wähle oben die Dimension „Seiten“ (Pages) und stell den Zeitraum auf das maximal verfügbare Fenster. Über den Export-Button lädst du Chart- und Tabellendaten herunter. Sichere diesen Export mit Datum, und wiederhole ihn in festem Rhythmus, etwa monatlich. So baust du dir die Zeitreihe, die der Report selbst nicht mitliefert.
Die Pages-Dimension ist dabei die wichtigste: Sie gruppiert die Daten nach der finalen URL, die ein AI-Feature verlinkt hat, also nach einzelnen Seiten statt nach Ländern oder Geräten. Damit siehst du auf URL-Ebene, welche deiner Inhalte überhaupt in AI-Antworten auftauchen, und genau diese Liste brauchst du für die Delta-Analyse im nächsten Schritt.
Die eigentliche Erkenntnis steckt nicht im AI-Report allein, sondern im Abgleich. So gehst du vor: Zieh dir die Top-20-URLs nach AI-Impressions. Hol dir für dieselben URLs und denselben Zeitraum die Klicks aus dem klassischen Performance-Report. Stell beides nebeneinander und schau, in welche der drei Gruppen jede URL fällt.
Ein sauberer Kausalbeweis ist das nicht, weil die Klickdaten aus den AI-Features fehlen. Als Priorisierung für die nächste Content-Runde reicht es aber und mehr liefert dir aktuell niemand.
Die Grounding Queries dort liefern dir eine Information, die Google gar nicht anbietet: wie AI-Systeme deine Themen intern formulieren. Das lässt sich auf deine Inhaltsplanung anwenden, auch wenn Bings Marktanteil klein ist.
Die Einrichtung dauert wenige Minuten: Auf Bing meldest du dich mit einem Microsoft-, Google- oder Facebook-Konto an. Der schnellste Weg führt über den Import aus der Search Console: Du autorisierst den Zugriff einmalig, und Bing übernimmt deine bereits verifizierten Properties samt Sitemaps automatisch, ohne erneute Inhaberprüfung. Den AI-Performance-Report findest du danach als eigenen Bereich im Dashboard.
Google hat Transparenz geschaffen, aber keine Erfolgsmessung. Wer AI-Sichtbarkeit strategisch nutzen will, muss sich die entscheidenden Zusammenhänge weiterhin selbst bauen. Daraus folgen drei Dinge:
Erstens: Kommuniziere intern klar, dass der Report Sichtbarkeit misst und keinen Traffic, bevor jemand die Zahlen als Traffic-Beleg missversteht.
Zweitens: Der Rollout ist längst über UK hinaus, die Schweiz ist bereits dabei. Das ist kein Thema für Q4, sondern eines für dein nächstes Reporting.
Drittens: Der Opt-out kostet dich kein Ranking, aber bei 2,5 Milliarden AI-Overviews-Nutzer:innen kostet er Reichweite. Für die meisten Teams ist die Entscheidung damit gefallen, bevor die Diskussion überhaupt beginnt.
Den systematischen Umgang mit der Search Console lernst du im Google Search Console Seminar. Wie du in AI Overviews, ChatGPT und Co. überhaupt sichtbar wirst, zeigt dir das GEO-Seminar. Und wer die Grundlagen schon drauf hat und seine Sichtbarkeit gezielt ausbauen will, findet den nächsten Schritt in GEO für Fortgeschrittene.
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
Quellen: Semrush, Google Keywords Blog, Search Engine Land
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