Keyword Difficulty gibt an, wie schwer es ist, für ein Keyword zu ranken, z. B. ist ‚Schuhe kaufen‘ deutlich schwieriger als ‚vegane Laufschuhe Damen Größe 39‘.
Vielleicht kennst du das: Du investierst Zeit in einen Artikel, optimierst sauber, baust vielleicht sogar Links auf, und trotzdem passiert… nichts. Kein Ranking, kein Traffic, keine Sichtbarkeit. Der Grund ist oft simpel: Das Keyword war von Anfang an nicht realistisch erreichbar.
Was lief falsch? Du hast vorher vermutlich nicht die Keyword Difficulty angesehen. Sie hilft dir einzuschätzen, ob du mit deiner Website überhaupt eine Chance hast, für ein bestimmtes Keyword in den organischen Suchergebnissen zu ranken, oder ob du gegen zu starke Konkurrenz antrittst.
Die Keyword Difficulty (Keyword-Schwierigkeit) beschreibt, wie schwer es ist, für ein bestimmtes Keyword in den organischen Suchergebnissen (eine Top-Position zu erreichen.
Sie wird in SEO-Tools wie Semrush oder SISTRIX als Kennzahl berechnet und basiert auf Faktoren wie der Stärke der konkurrierenden Websites, deren Backlinkprofil und der allgemeinen Wettbewerbssituation in den Suchergebnissen.
Wichtig zu verstehen ist aber:
Die Keyword Difficulty ist kein absoluter Wert, sondern eine Schätzung, die dir als Orientierung dient. Sie zeigt dir nicht, ob du ranken wirst, sondern wie hoch die Hürde ist, die du überwinden musst.
In Tools wie SEMrush, SISTRIX oder dem Google Keyword Planer wird die Keyword-Schwierigkeit als einzelne Kennzahl dargestellt. In der Realität entsteht sie aber aus verschiedenen Faktoren, die zusammen bestimmen, wie schwer ein Ranking tatsächlich ist. Folgende Faktoren werden dabei beachtet:
Wer rankt bereits auf Position 1?
Findest du auf der SERP bereits etablierte Marken wie große Shops (z. B. Zalando), Medien (z. B. SZ) oder andere bekannte Plattformen (z. B. eBay Kleinanzeigen), wird es meist schwer, beim Ranking mitzuhalten. Diese Websites verfügen meist über
Ranken hingegen kleinere oder spezialisierte Seiten, ist der Einstieg oft leichter.
Wie stark sind die Linkprofile der Top-Ergebnisse?
Backlinks sind weiterhin ein wichtiger Rankingfaktor. Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl, sondern vor allem die Qualität der verweisenden Domains.
Achte insbesondere auf:
Viele starke Backlinks erhöhen die Hürde für neue Inhalte. Gleichzeitig gilt: Wenige oder schwache Linkprofile können eine Chance sein.
Welche Suchintention steckt hinter dem Keyword?
Die Suchintention ist einer der wichtigsten Faktoren.
Google bevorzugt Inhalte, die genau zur Erwartung hinter einer Suchanfrage passen. Selbst ein sehr gut optimierter Artikel wird kaum ranken, wenn er die falsche Intention bedient.
Die drei wichtigen Intentionen sind:
Wenn die Top-Ergebnisse eine klare Richtung vorgeben, solltest du dich daran orientieren.
Welche Inhalte und Formate funktionieren aktuell in den Top-Ergebnissen?
Neben der Intention spielt auch die Umsetzung eine große Rolle:
In vielen Fällen ranken nicht einfach „die besten Texte“, sondern Inhalte, die das erwartete Format besonders gut erfüllen.
Wie sieht die Suchergebnisseite tatsächlich aus und wie viel Sichtbarkeit bleibt für organische Treffer?
Die organischen Ergebnisse stehen heute oft nicht mehr allein. Bei nahezu allen Suchergebnissen konkurrierst du zusätzlich mit:
Diese Elemente beeinflussen die Klickwahrscheinlichkeit. Selbst ein Ranking auf Position 1 garantiert dir daher nicht automatisch viel Traffic.
Alle gängigen SEO-Tools stellen eine Metrik für die Keyword Difficulty bereit. Das hilft dir, die Schwierigkeit eines Keywords schnell einschätzen zu können. Wichtig ist dabei: Jedes Tool verwendet eigene Daten und Berechnungsmodelle. Die Werte können sich daher unterscheiden und du solltest sie immer als Orientierung verstehen.
Im Folgenden siehst du, wie SEMrush, SISTRIX und der Google Keyword-Planer Keyword Difficulty abbilden und wie du die Werte richtig einordnest. Außerdem haben wir die Schwellenwerte für dich parat.
SEMrush zeigt dir die Keyword-Schwierigkeit als Prozentwert zwischen 0 und 100 an.
Zur Berechnung betrachtet SEMrush eine Vielzahl von Faktoren, beispielsweise das Backlinkprofil einer Domain, Suchvolumen des Keywords und ausgespielte SERP-Features. Eine vollständige Erklärung dazu findest du direkt bei SEMrush.
Du findest die Keyword Difficulty sowohl für einzelne Keywords (z. B. im Keyword Overview) oder in verschiedenen Keyword-Berichten, unter anderem im Keyword Magic Tool.

Auch SISTRIX gibt die Keyword Difficulty in einem Prozentwert von 0 bis 100 an. Hier gilt ebenfalls:
SISTRIX ist hier nicht ganz so transparent wie SEMrush und gibt nur an, dass sie für die Berechnung rund 15 verschiedene Werte betrachten, die regelmäßig neu evaluiert werden.
Den Difficulty-Score findest du bei SISTRIX beispielsweise im Keyword-Überblick für ein einzelnes Keyword oder in diversen Keyword-Berichten.

Der Google Keyword-Planer zeigt den Wettbewerb als „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ an.
Wichtig dabei ist, zu verstehen, dass sich diese Angabe primär auf die bezahlte Suche bezieht und nicht auf SEO.
Trotzdem kannst du die Daten sinnvoll nutzen, zum Beispiel als Hinweis auf:
Ein Keyword mit hohem Wettbewerb im Keyword Planer deutet oft darauf hin, dass es wirtschaftlich interessant ist. Das kann auch im SEO-Kontext ein Signal für stärkere Konkurrenz sein.

Zur schnellen Einschätzung kannst du dich an folgenden groben Schwellenwerten orientieren:
Wichtig:
Diese Werte sind nur eine grobe Orientierung und unterscheiden sich je nach Tool und Branche. Die tatsächliche Wettbewerbssituation solltest du immer zusätzlich anhand der Suchergebnisse prüfen.
Beispielsweise können in Nischen mit wenig Wettbewerb auch Keywords mit höherer Difficulty erreichbar sein, während in stark umkämpften Branchen selbst niedrige Werte anspruchsvoll sein können.
Kennzahlen wie die Keyword Difficulty sind ein guter Einstieg. Sie helfen dir, Keywords schnell zu priorisieren und grob einzuordnen. Allerdings bilden sie die Realität der Suchergebnisse nur vereinfacht ab. SEO-Tools arbeiten mit eigenen Datenmodellen und können nicht vollständig berücksichtigen:
Zwei Keywords mit identischem Difficulty-Wert können sich in der Praxis völlig unterschiedlich verhalten.
Ein weiteres Risiko ist, dass du Chancen übersiehst, wenn du dich ausschließlich auf Tool-Werte verlässt. Gerade Keywords mit mittlerer oder hoher Difficulty können trotzdem erreichbar sein, wenn:
Die wichtigste Regel lautet daher:
Tool-Werte sind ein Startpunkt, keine Entscheidungsgrundlage. Die tatsächliche Einschätzung triffst du erst, wenn du dir die Suchergebnisse selbst anschaust. Wie das geht, lernst du in den nächsten Abschnitten.
Ob ein Keyword realistisch ist, hängt nicht nur von einem Tool-Wert ab, sondern davon, wie gut deine Website im Vergleich zur bestehenden Konkurrenz aufgestellt ist.
Eine pauschale Grenze gibt es nicht. Stattdessen solltest du mehrere Faktoren gemeinsam betrachten. Dazu musst du in die manuelle Überprüfung gehen und dein Keyword über die Suchleiste bei Google eingeben.
Ein Keyword ist in der Regel realistisch, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Mit diesem einfachen Ablauf kannst du schnell beurteilen, ob ein Keyword realistisch ist. KI kann dir helfen, den Prozess zu beschleunigen.
Am Ende hast du eine erste Ahnung davon, wie schwer die Besetzung des Keywords wird und ob es sich überhaupt lohnt.
Am Ende verstehst du, gegen welche Wettbewerber, Domains und Seitentypen du tatsächlich antrittst.
Ergänzend kannst du KI nutzen, um schneller Struktur und Inhalte zu verstehen:
Am Ende weißt du, welche Suchintention Google bevorzugt und welche Inhalte für das Keyword gut funktionieren.
Beispiel-Prompt:
Analysiere die folgenden URLs und bestimme die zugrunde liegende Suchintention. Handelt es sich überwiegend um informative, transaktionale oder vergleichende Inhalte? Fasse außerdem zusammen, welche Art von Content (z. B. Ratgeber, Liste, Produktseite) dominiert.
URLs: [URL 1] [URL 2] [URL 3]
Nutze KI, um:
Am Ende weißt du, welche Inhalte zum Standard gehören und an welchen Stellen du dich sinnvoll vom Wettbewerb differenzieren kannst.
Beispiel-Prompt:
Vergleiche die folgenden Top-Ergebnisse und identifiziere Gemeinsamkeiten:
– Welche Themen oder Aussagen kommen in fast allen Inhalten vor?
– Welche Struktur oder Gliederung wird häufig verwendet?
Identifiziere außerdem mögliche Content-Lücken oder fehlende Aspekte.
URLs: [URL 1] [URL 2] [URL 3]
Zusätzlich kannst du KI nutzen, um die inhaltliche Qualität einzuschätzen:
Am Ende weißt du, wie hoch die technische und inhaltliche Hürde für ein Ranking ist.
Beispiel-Prompt:
Bewerte die folgenden Inhalte im Hinblick auf ihre Qualität und Tiefe:
– Wie detailliert sind die Inhalte?
– Wie gut sind sie strukturiert und verständlich?
– Wirken sie eher oberflächlich oder sehr umfassend?
Gib mir eine Einschätzung, wie hoch die inhaltliche Hürde für ein Ranking ist.
URLs: [URL 1] [URL 2] [URL 3]
Am Ende kannst du einschätzen, wie sichtbar organische Ergebnisse überhaupt noch sind und wie realistisch Traffic überhaupt noch ist.
Am Ende deiner Analyse steht eine klare Entscheidung:
Angreifen, wenn der Wettbewerb überschaubar ist und du realistisch die Chance hast, einen besseren oder passenderen Inhalt zu erstellen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn in den Suchergebnissen keine übermächtigen Marken dominieren oder die bestehenden Inhalte Schwächen zeigen.
Long-Tail wählen, wenn das Haupt-Keyword zu stark umkämpft ist, aber spezifischere Varianten realistischer erscheinen. In diesem Fall lohnt es sich, enger an Suchintention, Zielgruppe oder Anwendungsfall zu arbeiten und auf konkrete Suchanfragen auszuweichen.
Niedrig priorisieren, wenn große Marken dominieren, die Konkurrenz sehr stark ist und kurzfristig kaum realistische Ranking-Chancen bestehen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass du das Thema komplett auslassen solltest. Gerade für eine vollständige Themenabdeckung kann es sinnvoll sein, trotzdem einen soliden Inhalt zu veröffentlichen. Der Unterschied liegt in der Priorität: Statt direkt viel Zeit und Ressourcen zu investieren, setzt du zunächst auf eine gute Basis und entwickelst den Inhalt später gezielt weiter.
Keyword Difficulty ist eine hilfreiche Kennzahl, um den Wettbewerb in den Suchergebnissen schnell einzuschätzen. Sie zeigt dir, wie hoch die Hürde für ein Ranking ist und hilft dir dabei, Keywords sinnvoll zu priorisieren.
Gleichzeitig gilt: Kein Tool kann die Realität der Suchergebnisse vollständig abbilden. Entscheidend ist immer, wie die tatsächliche Konkurrenz aussieht, welche Inhalte ranken und ob du einen echten Mehrwert liefern kannst.
Erfolgreiche SEO-Strategien basieren daher nicht nur auf Kennzahlen, sondern auf einer fundierten Bewertung aus Tool-Daten, SERP-Analyse und strategischer Priorisierung.
Wenn du Keywords auf diese Weise bewertest, triffst du bessere Entscheidungen, setzt deine Ressourcen gezielter ein und erhöhst deine Chancen auf nachhaltige Rankings.
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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Bietet ihr ein Seminar an, wo man den Umgang mit den Tools und Keywörter erlernen kann?
Hallo Rainer,
vielen Dank für deinen Kommentar. Zu diesem Thema bieten wir sowohl ein SEO-Seminar als auch ein Google Ads Seminar an.
Im SEO-Seminar gehen wir ausführlich darauf ein, wie du die Suchbegriffe identifizierst, für die es sich lohnt, in der Google-Suche gefunden zu werden. Wenn du dich eher für Keywords im Zusammenhang mit dem Schalten von Werbeanzeigen interessierst, wird dieses Thema in unserem Google Ads Seminar behandelt.
Wenn du weitere Fragen hast oder eine persönliche Beratung wünschst, melde dich gerne per E-Mail bei uns.
Viele Grüße
dein 121WATT-Team