Stell dir vor, du könntest einen Blick hinter die Kulissen der Werbestrategien deiner Konkurrenz werfen – welche Ads sie schalten, welche Creatives sie nutzen und welche Kampagnen besonders lange laufen. Klingt nach Insiderwissen? Ist es auch! Und das Beste: Dieses Wissen ist kostenlos abrufbar – dank der Meta-Werbebibliothek.
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Stell dir vor, du könntest einen Blick hinter die Kulissen der Werbestrategien deiner Konkurrenz werfen – welche Ads sie schalten, welche Creatives sie nutzen und welche Kampagnen besonders lange laufen. Klingt nach Insiderwissen? Ist es auch! Und das Beste: Dieses Wissen ist kostenlos abrufbar – dank der Meta-Werbebibliothek.
Trotzdem nutzen viele Marketer:innen dieses Tool nicht effizient – oder wissen gar nicht, welche Schätze sich darin verbergen. Dabei kann die Werbebibliothek dir helfen, bessere Ads zu schalten, Markttrends frühzeitig zu erkennen und smarte Optimierungen vorzunehmen.
In diesem Artikel erfährst du praxisnah und direkt umsetzbar, wie du die Meta-Werbebibliothek für dich und dein Unternehmen nutzt – und deiner Konkurrenz damit einen Schritt voraus bist. Schlau gemacht haben wir uns bei buffer.com.
Ursprünglich wurde die Werbebibliothek eingeführt, um mehr Transparenz bei politischen Anzeigen zu schaffen. Doch mittlerweile ist sie ein wertvolles Tool für Marketer:innen, um Werbestrategien zu analysieren. Der Zugriff ist ganz einfach:

Quelle: https://www.facebook.com/Zalando
– Scrolle nach unten und wähle „Zur Werbebibliothek“.

https://www.facebook.com/Zalando/about_profile_transparency
Hier kannst du alle aktiven Anzeigen der jeweiligen Seite sehen – inklusive Creatives, Laufzeiten und Plattformen.
Doch bevor wir in die optimale Nutzung der Werbebibliothek eintauchen, gibt es ein paar wichtige Einschränkungen, die du kennen solltest.
Grundsätzlich zeigt die Meta-Werbebibliothek nur aktive Anzeigen, die aktuell auf Facebook, Instagram, Messenger oder im Audience Network laufen. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Anzeigen zu Themen, Wahlen oder Politik.
Meta speichert diese Anzeigen für sieben Jahre und stellt zusätzlich detaillierte Informationen bereit, um mehr Transparenz und Verantwortlichkeit in sensiblen Bereichen zu gewährleisten. Dazu gehören:
Durch die strengen Datenschutz- und Transparenzgesetze der EU zeigt die Meta-Werbebibliothek für Anzeigen, die in der Europäischen Union geschaltet werden, zusätzliche Details im Vergleich zu anderen Regionen. Dazu gehören:
Jetzt, da du die wichtigsten Unterschiede kennst, schauen wir uns an, wie du die Meta-Werbebibliothek konkret für dein Marketing nutzen kannst.
Bevor du die Meta-Werbebibliothek für deine Strategie einsetzt, solltest du wissen, wie du gezielt nach relevanten Anzeigen suchst.
Schritt 1: Suchfilter nutzen
Schritt 2: Anzeigen analysieren
In der rechten Spalte findest du zusätzliche Informationen zum Werbetreibenden, darunter Links zu seiner Facebook- und Instagram-Seite sowie Details zu den beworbenen Produkten oder Dienstleistungen.
Die Meta-Werbebibliothek ist eine Fundgrube für kreative Ideen. Statt im eigenen Marketing-Silo zu bleiben, kannst du hier direkt sehen, welche Anzeigen andere Marken gerade schalten. Suche gezielt nach relevanten Keywords oder Unternehmen aus deiner Branche und lass dich von den aktuell laufenden Kampagnen inspirieren. Mache Screenshots von guten Beispielen und speichere sie in einem Inspirations-Ordner.
Besonders spannend ist der direkte Vergleich: Welche Marken setzen auf emotionale Storytelling-Anzeigen, welche auf klare Verkaufsbotschaften? Wie variieren die Creatives – nutzen sie auffällige Farben oder eher minimalistische Designs? Wie steht es um die Anzeigenformate – Setzen Marken eher auf Videos, Karussell-Ads oder statische Bilder? Und was passiert nach dem Klick auf die Anzeige? Ein Blick auf die Landingpage zeigt dir, ob die Customer Journey stimmig ist oder ob dort Potenzial verschenkt wird.
Doch Inspiration bedeutet nicht nur, sich die besten Kampagnen anzusehen. Auch schwächere Anzeigen sind wertvoll, denn sie helfen dir, typische Fehler zu vermeiden. Vielleicht sind manche Anzeigen überladen mit Text oder die Call-to-Actions zu unklar formuliert? Durch die Werbebibliothek kannst du diese Schwächen identifizieren und in deinen eigenen Kampagnen gezielt besser machen. Wer also mit offenen Augen durch die Meta-Werbebibliothek scrollt, findet nicht nur gute Ideen – sondern auch wertvolle Learnings für optimierte Werbestrategien.
Einer der größten Vorteile der Meta-Werbebibliothek ist die Möglichkeit, einen Blick auf die aktuellen Anzeigen deiner Konkurrenz zu werfen. Egal ob du wissen möchtest, welche Produkte beworben werden, welche Bild- und Textstile genutzt werden oder wie stark verschiedene Formate wie Karussell- oder Video-Ads eingesetzt werden – all das lässt sich hier leicht nachvollziehen.
Angenommen, du bist in der Modebranche tätig und möchtest herausfinden, wie Levi’s seine Jeans bewirbt. Eine einfache Suche nach dem Markennamen oder dem Keyword „Jeans“ zeigt dir alle laufenden Anzeigen der Marke. Noch gezielter kannst du vorgehen, indem du Filter nutzt, um z. B. nur Video-Anzeigen oder bestimmte Plattformen wie Instagram oder Messenger anzuzeigen.
Doch Vorsicht: Die Strategie deiner Konkurrenz kann dir wertvolle Einblicke geben, sollte aber nicht der alleinige Maßstab für deine eigene Werbung sein. Nutze die Werbebibliothek, um Muster zu erkennen, aber hinterfrage sie auch kritisch. Welche Elemente würdest du übernehmen – und wo gibt es Potenzial, um dich abzuheben? Anstatt nur bestehende Kampagnen nachzuahmen, solltest du bewusst nach Möglichkeiten suchen, dich durch kreative Ansätze und gezieltes Messaging von der Konkurrenz abzugrenzen.
weiterer Praxistipp:
Analysiere mehrere Anzeigen einer Marke: Welche Versionen laufen parallel? Oft kannst du so A/B-Tests erkennen.
Die Meta-Werbebibliothek kann weit mehr als nur Konkurrenzbeobachtung – sie ist auch ein hervorragendes Tool für Marktanalysen. Indem du dir ansiehst, welche Anzeigen in deiner Branche geschaltet werden, kannst du ungefüllte Lücken identifizieren und gezielt für dich nutzen.
Vielleicht fällt dir auf, dass viele Marken vor allem auf Instagram werben, Facebook oder Messenger aber kaum nutzen. Das könnte darauf hindeuten, dass hier Potenzial für deine Anzeigen besteht. Oder du bemerkst, dass fast alle Ads in deiner Nische stark werblich wirken und wenig auf authentische, nutzergenerierte Inhalte setzen. In diesem Fall könntest du dich mit natürlicher wirkenden Creatives von der Konkurrenz abheben.
Ein weiterer Ansatz: Schaue dir an, welche Anzeigen langfristig geschaltet werden. Was wird immer wieder beworben, und wo gibt es Produkte oder Dienstleistungen, die kaum in den Feeds auftauchen? Wenn du erkennst, dass eine bestimmte Angebotsart fehlt, kannst du diese Lücke gezielt schließen und eine Nische besetzen, bevor es deine Konkurrenz tut.
Nutze die Werbebibliothek also nicht nur, um zu sehen, was andere tun, sondern um herauszufinden, was sie nicht tun – und genau dort neue Möglichkeiten für dein eigenes Marketing zu entdecken.
Wenn eine Anzeige über einen langen Zeitraum geschaltet wird, ist das ein starkes Indiz dafür, dass sie profitabel läuft. Kein Unternehmen investiert dauerhaft in Anzeigen, die nicht performen. Genau hier kannst du ansetzen: Indem du in der Meta-Werbebibliothek nach langlaufenden Ads suchst, kannst du herausfinden, welche Strategien und Inhalte besonders gut funktionieren.
Beim Durchsehen der Anzeigen wirst du schnell Muster erkennen. Vielleicht setzt eine Marke konsequent auf ein bestimmtes Videoformat oder bewirbt immer wieder dieselben Produkte. Oft sind das Bestseller oder Angebote, die sich besonders gut verkaufen. Auch die Art der Bildsprache, die Tonalität der Texte oder die verwendeten Call-to-Actions verraten viel darüber, was für die jeweilige Zielgruppe funktioniert.
Die Meta-Werbebibliothek bietet zahlreiche Filtermöglichkeiten, mit denen du Anzeigen gezielt nach deinen Interessen durchsuchen kannst. Statt dich durch endlose Anzeigenlisten zu scrollen, kannst du durch die richtige Kombination aus Keywords und Filtern genau die Ads finden, die für deine Analyse relevant sind.
Wenn du nach bestimmten Begriffen suchst, kannst du die Ergebnisse weiter eingrenzen. Setze Anführungszeichen, um nach einer exakten Wortgruppe zu suchen, zum Beispiel „Jetzt im Sale einkaufen“. Falls du mehrere Begriffe gleichzeitig einbeziehen möchtest, kannst du diese mit dem |-Symbol kombinieren, etwa „Schuhe | Sale | Weihnachten“, um Anzeigen zu sehen, die einen dieser Begriffe enthalten.
Zusätzlich lassen sich die Ergebnisse durch verschiedene Filter weiter verfeinern. Du kannst nach Sprache, Plattform (Facebook, Instagram, Messenger), Medientyp (Bild, Video, Karussell), Werbetreibendem und Zeitraum filtern. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn du sehen möchtest, welche Anzeigen in einer bestimmten Saison oder für eine bestimmte Zielgruppe geschaltet wurden.
Neben klassischen Werbeanzeigen kannst du in der Meta-Werbebibliothek auch gesponserte Beiträge von Marken und Creator:innen einsehen. Diese Inhalte tragen das Label „bezahlte Partnerschaft“ und zeigen, welche Kooperationen zwischen Unternehmen und Influencer:innen auf Facebook und Instagram stattfinden.
Um gesponserte Beiträge zu finden, rufst du die Meta-Werbebibliothek auf und klickst oben rechts auf „Branded Content“. Anschließend kannst du gezielt nach Plattform (Facebook oder Instagram), Zeitraum und Marke filtern. So erhältst du eine Übersicht aller bezahlten Partnerschaften eines Unternehmens oder eines Creators innerhalb des gewählten Zeitraums und kannst dir die jeweiligen Beiträge anschauen.
Obwohl keine detaillierten Leistungsdaten wie Impressionen oder Engagement-Raten sichtbar sind, kannst du dennoch wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Welche Art von Content wird für Kooperationen genutzt – eher authentische Storytelling-Posts oder klassische Werbeanzeigen? Welche Marken setzen besonders stark auf Influencer-Marketing? Und welche Creator:innen arbeiten regelmäßig mit denselben Unternehmen zusammen?
Diese Funktion eignet sich besonders, wenn du Influencer-Marketing in deine eigene Strategie integrieren möchtest. Sie hilft dir, mögliche Partner:innen zu identifizieren oder die Kampagnen deiner Konkurrenz besser einzuschätzen. Beachte jedoch, dass nur Beiträge mit dem Label „bezahlte Partnerschaft“ angezeigt werden – klassische Affiliate-Postings oder Werbegeschenke sind hier nicht erfasst.
Wenn du regelmäßig mit der Meta-Werbebibliothek arbeitest, kann es mühsam sein, immer wieder die gleichen Suchbegriffe und Filter neu einzugeben. Um Zeit zu sparen, kannst du Suchanfragen speichern und später mit nur einem Klick erneut abrufen.
Hast du beispielsweise nach saisonalen Werbemustern gesucht und dabei bestimmte Keywords und Filter verwendet? Dann kannst du diese Suche speichern, indem du auf „Suche speichern“ klickst und ihr einen eindeutigen Namen gibst. Beim nächsten Mal musst du nicht alle Einstellungen neu setzen – du findest deine gespeicherten Suchanfragen unter „Gespeicherte Suchvorgänge“ und kannst sie sofort wieder aufrufen.
Auch wenn die Funktion noch relativ einfach gehalten ist und keine detaillierte Organisation oder Labels erlaubt, ist sie dennoch praktisch für regelmäßige Wettbewerbsanalysen oder die Beobachtung bestimmter Kampagnen über einen längeren Zeitraum. Wer die Werbebibliothek strategisch nutzt, kann mit gespeicherten Suchen schneller arbeiten und gezielt relevante Anzeigen auswerten.
Quellen:
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