Google bietet dir verschiedene Wege, um Gebote in deinen Kampagnen zu steuern. Doch nicht jede Strategie führt automatisch zum Erfolg. Während manuelle Gebote volle Kontrolle bieten, kann KI-Unterstützung effizienter sein. Aber lohnt sich das wirklich? Welche Strategie hilft dir in welchem Szenario?
Google bietet dir verschiedene Wege, um Gebote in deinen Kampagnen zu steuern. Doch nicht jede Strategie führt automatisch zum Erfolg. Während manuelle Gebote volle Kontrolle bieten, kann KI-Unterstützung effizienter sein. Aber lohnt sich das wirklich? Welche Strategie hilft dir in welchem Szenario?
In diesem Artikel vergleichen wir alle wichtigen Gebotsstrategien, zeigen dir ihre Stärken und Schwächen und helfen dir, die beste Entscheidung für deine Anzeigen zu treffen.
Bevor du eine Gebotsstrategie auswählst, solltest du dir über dein Kampagnenziel im Klaren sein. Google Ads bieten viele Möglichkeiten – von mehr Markenbekanntheit bis zu gezielten Verkäufen. Ohne eine klare Zielsetzung kann auch die beste Strategie ins Leere laufen.
Typische Ziele für Google Ads Gebotsstrategien sind:
Jedes dieser Ziele braucht eine passende Gebotsstrategie. Eine falsche Wahl kann schnell zur Budgetfalle werden.
Google unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Ansätzen: manuelle Gebotsstrategien und automatische, KI-unterstützte Gebotsstrategien (Smart Bidding).
Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile. Manuelles Bieten kann sich lohnen, wenn du genau steuern willst, wie dein Budget eingesetzt wird. Smart Bidding hingegen kann durch Automatisierung bessere Ergebnisse liefern, wenn die Datengrundlage gegeben ist.
Die manuelle Cost-per-Click (CPC)-Gebotsstrategie gibt dir die volle Kontrolle über deine Werbeausgaben. Du legst selbst fest, wie viel du maximal für einen Klick auf eine Anzeige zahlen möchtest – auf Keyword-, Anzeigengruppen- oder Kampagnenebene. Diese Strategie eignet sich besonders für dich und dein Unternehmen, wenn du genau steuern willst, wo das Budget hingeht, und bereit bist, regelmäßig Gebotsanpassungen vorzunehmen.
Angenommen, du betreibst einen Online-Shop für nachhaltige Mode. Du möchtest gezielt für das Keyword „Bio-Baumwoll-T-Shirt kaufen“ werben und legst ein maximales CPC-Gebot von 1,50 € fest. Das bedeutet:
Das manuelle CPC-Bieten erlaubt dir, Gebote je nach Leistung zu steuern:
Sinnvoll für:
Nicht ideal für:
Hinweis: eCPC wird am 15.03.2025 aus allen bestehenden Kampagnen automatisch zu manuellen CPC-Geboten umgestellt, kann aber nicht neu als Kampagnentyp ausgewählt werden! Wie du deine Kampagnen am besten umstellen kannst, erfährst du hier.
Der auto-optimierte Cost-per-Click (eCPC) ist eine hybride Gebotsstrategie, die manuelle Kontrolle mit Googles KI-gestützter Optimierung kombiniert. Während du weiterhin die maximalen CPC-Gebote selbst festlegst, passt Google diese dynamisch an – je nachdem, wie wahrscheinlich eine Conversion für einen bestimmten Klick erscheint.
Das bedeutet konkret:
Mit Smart Bidding überlässt du Google vollständig die Kontrolle über die Gebotshöhe. Der Algorithmus passt die Gebote in Echtzeit an und berücksichtigt dabei verschiedene Faktoren wie Tageszeit, Standort, Gerät, Suchverhalten und bisherige Conversion-Daten. Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit für Klicks oder Conversions zu maximieren – basierend auf deiner gewählten Strategie.
Smart Bidding kann als weniger transparent wahrgenommen werden, da die genauen Algorithmus-Entscheidungen nicht immer vollständig nachvollziehbar sind. Google stellt jedoch immer mehr Berichte und Einblicke zur Verfügung, um die Funktionsweise besser zu verstehen.
Folgende Smart Bidding-Strategien stehen zur Auswahl. Klicke gerne auf die einzelnen Strategien, um direkt dorthin zu springen.
Jede dieser Strategien hat ihre eigenen Vorteile und Einschränkungen. Im nächsten Abschnitt gehen wir auf die wichtigsten Punkte jeder Strategie ein.
Diese Strategie sorgt dafür, dass Google dein Budget vollständig nutzt, um die maximale Anzahl an Klicks zu generieren. CPC-Gebote werden automatisch angepasst, um möglichst viel Traffic zu erhalten – unabhängig von Conversions oder Umsatz.
Wann ist das sinnvoll?
Typische Fehler:
Fazit: Ideal, wenn Reichweite & Traffic im Vordergrund stehen – aber nicht für Kampagnen mit Conversion-Fokus geeignet.
Diese Strategie sorgt dafür, dass Google dein Budget automatisch so verteilt, dass du die höchstmögliche Anzahl an Conversions erzielst – sei es ein Kauf, eine Anmeldung oder eine Kontaktanfrage.
Wichtig: Das richtige Attributionsmodell ist entscheidend für den Erfolg von Smart Bidding, besonders bei umsatzorientierten Strategien wie “Ziel-ROAS” und “Conversion-Wert maximieren”! Wähle ein Attributionsmodell, das die tatsächlichen Umsatzbeiträge deiner Keywords und Anzeigen möglichst genau widerspiegelt, um die KI nicht in die falsche Richtung zu lenken.
Alles über Attributionsmodelle bei Google Ads erfährst du hier.
Optimierungstipps für bessere Performance
Typische Fehler vermeiden
Praxisbeispiel:
Ein SaaS-Unternehmen möchte mehr Testversion-Anmeldungen generieren. „Conversions maximieren“ hilft, das Budget gezielt für Nutzer:innen einzusetzen, die wahrscheinlich ein Formular ausfüllen werden. Sobald genügend Daten gesammelt wurden, kann auf „Ziel-CPA“ gewechselt werden, um die Kosten pro Anmeldung weiter zu optimieren.
Diese Strategie funktioniert ähnlich wie „Conversions maximieren“, aber mit einem wichtigen Unterschied: Google optimiert nicht auf die Anzahl der Conversions, sondern auf den Gesamtwert. Besonders für E-Commerce oder Unternehmen mit verschiedenen Produkt- oder Dienstleistungspreisen ist das entscheidend.
Ein Onlineshop verkauft Sneaker zwischen 50 € und 250 €. Statt nur möglichst viele Verkäufe zu erzielen, sorgt „Conversion-Wert maximieren“ dafür, dass Google die Anzeigen bevorzugt für Käufer:innen ausspielt, die tendenziell teurere Modelle kaufen.
Mit der Ziel-CPA-Strategie (Cost per Action) optimiert Google deine Gebote so, dass du möglichst viele Conversions zu einem festgelegten Preis pro Aktion erhältst. Perfekt für Unternehmen, die ihr Budget strikt auf rentable Leads oder Verkäufe ausrichten.
Ein SaaS-Unternehmen möchte Leads für 30 € pro Anmeldung generieren. Google optimiert automatisch, um den CPA möglichst stabil zu halten.
Die Ziel-ROAS-Strategie (Return on Advertising Spend) optimiert deine Gebote so, dass du den höchstmöglichen Umsatz pro investiertem Werbe-Euro erzielst. Besonders nützlich für E-Commerce-Unternehmen, die ihren Umsatz steigern wollen, ohne die Rentabilität aus den Augen zu verlieren.
Wichtig: Das richtige Attributionsmodell ist entscheidend für den Erfolg von Smart Bidding, besonders bei umsatzorientierten Strategien wie “Ziel-ROAS” und “Conversion-Wert maximieren”! Wähle ein Attributionsmodell, das die tatsächlichen Umsatzbeiträge deiner Keywords und Anzeigen möglichst genau widerspiegelt, um die KI nicht in die falsche Richtung zu lenken.
Alles über Attributionsmodelle bei Google Ads erfährst du hier.
Ein Onlineshop für Elektronik möchte pro 1.000 € Werbebudget mindestens 5.000 € Umsatz erzielen (Ziel-ROAS = 500 %). Google optimiert die Gebote, um diesen Wert bestmöglich zu erreichen.
Diese Strategie optimiert deine Gebote so, dass deine Anzeige mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit in den Top-Suchergebnissen oder sogar auf Platz 1 erscheint. Ideal für Marken, die gezielt auf Sichtbarkeit setzen – etwa in stark umkämpften Märkten oder bei Branding-Kampagnen.
Eine Anwaltskanzlei möchte in ihrer Stadt immer ganz oben in den Google-Suchergebnissen erscheinen, wenn Nutzer:innen nach „Fachanwalt Arbeitsrecht München“ suchen. Mit 80 % angestrebtem Anteil und einer CPC-Obergrenze von 5 € steuert Google die Gebote entsprechend.
Ohne ausreichend Conversion-Daten kann Smart Bidding nicht effizient optimieren. Beste Strategie für den Start:
Direkt mit „Conversions maximieren“ starten, wenn Google keine ausreichenden Daten hat. Das führt oft zu unkontrollierten Kosten und schlechter Performance.
Sobald du eine stabile Conversion-Rate hast, aber noch nicht weißt, welchen Preis pro Conversion du dir leisten kannst, ist „Conversions maximieren“ der richtige Schritt.
„Conversions maximieren“, um innerhalb des Budgets die maximale Anzahl an Leads oder Verkäufen zu erzielen.
„Ziel-CPA“ zu früh aktivieren – ohne solide Conversion-Daten setzt du den falschen CPA-Wert und Google kann die Gebote nicht optimal steuern.
Wenn dein Ziel ist, möglichst viele Conversions zu einem festen Preis zu erzielen, ist „Ziel-CPA“ deine beste Wahl.
„Ziel-CPA“, wenn du bereits mindestens 30 Conversions pro Monat hast und dein durchschnittlicher CPA stabil ist.
Einen zu niedrigen CPA ansetzen – Google wird dann keine Gebote mehr platzieren, weil dein Gebot unrealistisch ist. Setze den CPA anfangs etwas über deinem bisherigen Durchschnitt und optimiere ihn schrittweise nach unten.
Wenn du nicht einfach nur möglichst viele Abschlüsse willst, sondern die wertvollsten Kund:innen ansprechen möchtest, dann zählt der Umsatz pro Conversion mehr als die Anzahl der Conversions.
Alle Conversions gleich bewerten. Falls du verschiedene Produkte mit unterschiedlichen Margen hast, hinterlege Conversion-Werte in Google Ads, damit Google gezielt auf hochwertige Käufe optimieren kann.
Wenn deine Priorität Markenbekanntheit und Sichtbarkeit ist, anstatt konkrete Abschlüsse zu erzielen, dann solltest du auf Impressionen statt auf Klicks oder Conversions optimieren.
„Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen“, um sicherzustellen, dass deine Anzeige regelmäßig in den obersten Suchergebnissen erscheint.
Den Zielwert zu hoch ansetzen. 100 % Sichtbarkeit ist extrem teuer und oft nicht rentabel – starte mit 70–80 % und optimiere schrittweise.
Egal, welche Strategie du wählst – teste Änderungen mindestens 2–4 Wochen, bevor du Anpassungen machst. Googles KI braucht Zeit zum Lernen, und vorschnelle Änderungen können die Performance unnötig verschlechtern.
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Ist den eCPC überhaupt noch verfügbar? Für Such- und Displaykampagnen ist da doch Feierabend – oder?
Hallo Alexander,
du hast Recht, dass der eCPC nicht mehr für neue Kampagnen verfügbar ist!
Er wird aber bis zum 15.03. noch in bestehenden Kampagnen unterstützt, weshalb wir ihn noch in den Artikel aufnehmen wollten.
Nach dem 15.03 werden alle eCPC-Kampagnen automatisch zu einem manuellen CPC-Gebot umgestellt. Das habe ich nun etwas klarer hervorgehoben.
Danke für deinen Hinweis!
Viele Grüße
Philipp und dein 121WATT-Team