Ein solider Marketingplan ist das Herzstück jeder erfolgreichen Marketingstrategie. Er bietet dir eine klare Roadmap, um Unternehmensziele zu erreichen, und stellt sicher, dass alle Marketingaktivitäten zielgerichtet und effizient sind.
Ein solider Marketingplan ist das Herzstück jeder erfolgreichen Marketingstrategie. Er bietet dir eine klare Roadmap, um Unternehmensziele zu erreichen, und stellt sicher, dass alle Marketingaktivitäten zielgerichtet und effizient sind. Doch die Erstellung eines solchen Plans wird schnell zur Mammutaufgabe: Unzählige Details, Datenanalysen und strategische Überlegungen müssen berücksichtigt werden. Zum Glück bietet Künstliche Intelligenz (KI) hier eine effektive Lösung.
In diesem Artikel zeigen wir dir anhand eines praxisnahen Use Cases, wie du KI, speziell Tools wie ChatGPT, nutzen kannst, um in kürzester Zeit einen professionellen Marketingplan zu erstellen. Dabei soll die KI vor allem den ersten Entwurf liefern und dir damit einen Ausgangspunkt liefern. Wir begleiten dich Schritt für Schritt durch den Prozess und liefern dir wertvolle Tipps, wie du das Beste aus KI herausholen kannst.
Die Inspiration für diesen Case haben wir von Hubspot.
Dein Marketingplan ist ein wesentlicher Bestandteil deiner Marketingstrategie. Er sorgt dafür, dass dein Unternehmen sich auf seine Ziele konzentrieren kann und alle Marketingverantwortlichen an einem Strang ziehen. Allerdings kann die Erstellung eines solchen Plans aufgrund der vielen Details, die er berücksichtigen und erfassen soll, extrem zeitaufwendig und mühsam sein.
Keine Situation, in der KI nicht helfen könnte!
Hinweis: Wir arbeiten für diesen Use Case mit ChatGPT. Falls du lieber Gemini, Perplexity oder einen anderen KI-Agent verwendest, funktioniert es mit diesen genau so gut.
Die Beispieldaten, die wir für den Case verwenden, sind eingerückt und in Orange dargestellt.
Zunächst musst du verstehen, dass die Qualität der Antworten deines Chatbots direkt mit der Qualität deiner Anfragen zusammenhängt. Auch wenn das Erstellen eines Marketingplans mit KI Zeit sparen soll, musst du dir etwas Zeit nehmen, um Prompts und Informationen, die du der KI zur Verfügung stellst, gut vorzubereiten. Im Endeffekt handelt es sich bei einem Prompt um ein Briefing: Je besser das Briefing, desto besser der Output.
Die KI muss erfahren, für wen sie das Briefing erstellen soll, welche Produkte vermarktet werden sollen und wie diese sich von Konkurrenzprodukten abheben.
Wenn du deinen eigenen Aufwand auf ein Minimum beschränken willst, deckst du hier nur das nötigste ab:
Ich bin Marketingleiter einer Produktionsfirma, die Büromöbel für hybride Arbeitsplätze herstellt und vertreibt.
Um bessere Ergebnisse von der KI zu erhalten, schmückst du das Ganze weiter aus, und zwar um:
Pro-Tipp: Keine Information ist zu viel. Wenn du genügend Zeit hast, kannst du auch eine SWOT-Analyse oder andere Strategieüberlegungen vorlegen.
Für unser Beispiel-Unternehmen, welches wir FlexOffice Solutions GmbH taufen, haben wir folgende Punkte erarbeitet:
Produktpalette
USPs & Mehrwert des Unternehmens
Unternehmensleitbild
„Wir schaffen inspirierende Arbeitsumgebungen, die Flexibilität, Produktivität und Nachhaltigkeit fördern. Unser Ziel ist es, Unternehmen auf ihrem Weg in die hybride Arbeitswelt mit innovativen und individuellen Lösungen zu unterstützen.“
Herausforderungen in der aktuellen Wirtschaftslage
Was will dein Marketing-Team erreichen? Dokumentiere die Ziele, damit dein KI-Tool weiß, worauf alle seine Vorschläge hinarbeiten müssen.
Am besten verwendest du dazu das SMART-Framework für die Formulierung von Zielen. Mit anderen Worten: Stelle sicher, dass sie spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitlich begrenzt sind. So bleibt weniger Raum für Unklarheiten darüber, ob du erreicht hast, was du erreichen wolltest.
Für unser Beispiel-Unternehmen FlexOffice Solutions GmbH haben wir folgende Ziele formuliert:
Ziel 1: Steigerung der Markenbekanntheit
Ziel 2: Umsatzsteigerung durch nachhaltige Produktlinie
Ziel 3: Generierung qualifizierter Leads durch die Website
Wer sind deine Kund:innen? Wen muss dein Marketingplan erreichen? Die KI muss diese Informationen kennen, um sicherzustellen, dass ihre strategischen Vorschläge übereinstimmen.
Falls du im Unternehmen mit Buyer Personas arbeitest, kannst du diese der KI komplett zur Verfügung stellen. Falls nicht, solltest du denn noch mindestens eine Zielgruppe für die KI darstellen. Folgende Informationen solltest du mindestens mitgeben:
Für unser Beispiel-Unternehmen haben wir folgendes erarbeitet:
Alter: ca. 30 – 55 Jahre
Standort: Unternehmen mit Hauptsitz in urbanen Regionen und industriellen Ballungszentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region), da hier die Nachfrage nach hybriden Arbeitslösungen aufgrund der hohen Bürodichte und steigenden Remote-Arbeit besonders groß ist.
Unternehmen: Mittelständische Unternehmen (50–500 Mitarbeiter), größere Unternehmen sowie Start-ups mit einer Vorliebe für moderne Arbeitsumgebungen.
Berufsbezeichnungen: CEOs / Geschäftsführer:innen, HR-Leiter:innen (Fokus auf Mitarbeitermotivation und Wohlbefinden), Abteilungsleiter:innen, Office-Manager:innen oder Facility-Manager:innen
Ziele
Pain Points, die deine Produkte lösen können
Ein einfach festzulegender Punkt ist das Marketing-Budget, da dieses in der Regel vom Unternehmen vorgegeben wird. Wir legen beispielhaft eine
Summe von 250.000 Euro
fest.
Ebenso schnell lässt sich der Zeitraum festlegen, für den der Plan gelten soll. Es macht Sinn, hier einen etwas größeren Zeitraum zu bestimmen. Wir nehmen hier den
Zeitraum von einem Jahr.
Gestaltest du den Zeitraum kürzer, kann es sein, dass nicht alle Marketingmaßnahmen betrachtet werden können. Blogartikel und SEO-Optimierungen brauchen in der Regel etwas, um ihre Wirkung zu entfalten. Nach nur einem Monat wären hier beispielsweise vielleicht noch gar keine Ergebnisse sichtbar.
Es kann helfen, zusätzlich die wichtigsten KPIs anzugeben, dann kann die KI auf diese direkt eingehen und direkt eine auf diese KPIs optimierte Strategie vorschlagen. Das kann aber auch dazu führen, dass bestimmte Aspekte ausgelassen werden, weil sie beispielsweise nicht auf die KPIs einzahlen.
Du kannst die KPIs also auch (erstmal) guten Gewissens weglassen oder die KI sogar bitten, selbst relevante KPIs zu definieren.
Gibt es Marketing-Kampagnen von anderen Unternehmen, die dich inspirieren? Oder gibt es bestimmte Frameworks, die dich faszinieren und die du gerne anwenden möchtest?
Auch hier gilt: Wenn du der KI diese Beispiele zur Verfügung stellst, kann sie besser verstehen, was du von deinem Marketingplan erwartest.
Wir haben uns an dieser Stelle dazu entschieden, dass der Marketing-Plan den bekannten
Sales Funnel (5 Stufen: Awareness, Interest, Consideration, Action, Loyalty)
beachtet werden soll.
In den Punkten 1 bis 6 hast du unterschiedliche Informationen zu deinem Unternehmen gesammelt. Manche waren bereits vorher festgelegt, andere musstest du gegebenenfalls erst erarbeiten. All diese Informationen helfen der KI, dein Unternehmen und deine Produkte besser zu verstehen. Fasse nun alle in einem Prompt zusammen. Wir haben den generischen Prompt hier für dich vorbereitet, sodass du ihn direkt kopieren und in die eckigen Klammern deine erarbeiteten Informationen einfügen kannst. Im Screenshot findest du den Prompt, wie wir ihn für unser Beispiel eingegeben haben.
„Ich bin Marketingleiter bei [Unternehmensart & Name des Unternehmens], die [was dein Unternehmen macht].
Du sollst mir dabei helfen, einen Marketingplan für das Unternehmen zu erstellen. Dieser soll die nächsten [Zeitraum] abdecken. Wir haben ein Budget von [Budget] Euro zur Verfügung.
Ziehe bei der Erstellung das Modell des Sales Funnel (5-stufig: Awareness, Interest, Consideration, Action, Loyalty) in Betracht. Für alle Stufen sollen Maßnahmen vorhanden sein.
Bitte orientiere dich bei der Erstellung des Marketingplans stark an den folgenden Vorgaben:
1. Die Produktpalette setzt sich aus folgenden Produkten zusammen:
[Produkte / Produktgruppen]
2. Mit folgenden Eigenschaften will sich [Unternehmen] vom Wettbewerb abgrenzen:
[USPs]
3. Das Unternehmensleitbild der Firma lautet: „[Leitbild]“
4. In der aktuellen Wirtschaftslage stehen wir vor folgenden Herausforderungen:
[Herausforderungen in der aktuellen Wirtschaftslage]
5. Die Marketingabteilung von [Unternehmen] möchte folgende Ziele verfolgen. Sie sind nach der SMART-Methode aufgebaut
[Ziel 1]
[Ziel 2]
[Ziel 3]
6. Unsere Zielgruppe besteht hauptsächlich aus folgenden Personen
[Berufsbezeichnungen] im Alter zwischen [Alter] Jahren, die an den Standorten [Standorte] für Unternehmen mit [Unternehmensgröße] tätig sind.
Ihre Ziele in der Firma sind [Ziele]. Dabei stehen sie vor unterschiedlichen persönlichen Herausforderungen: [Herausforderungen]. Folgende Probleme kann unser Produkt dabei lösen: [Pain Points & Probleme].
Relevante KPIs darfst du selbst festlegen.“

Wir haben von ChatGPT eine detaillierte Aufstellung zu einem möglichen Marketingplan bekommen:
ChatGPT hat zu beginn nochmal die Ziele und die Zielgruppe zusammengefasst. Anschließend wurde ein Marketing-Plan für die verschiedenen Stufen des Sales Funnels erarbeitet. Diese Ausgabe findest du hier:
Marketingplan für FlexOffice Solutions GmbH (12 Monate)
Budgetübersicht
Gesamtbudget: 250.000 €
Sales Funnel und zugehörige Maßnahmen
1. Awareness (Budget: 25 % – 62.500 €)
Ziel: Steigerung der Markenbekanntheit
KPIs:
Reichweite (Social Media, Website-Traffic): + 25 %
Medienerwähnungen
Presseveröffentlichungen: + 10
- Content-Marketing
- Erstellung eines Blogs mit Themen wie „Zukunft hybrider Arbeitsplätze“ und „Nachhaltige Büroeinrichtung“
- Infografiken und Whitepapers, z. B. „Die Top-Trends im hybriden Arbeiten 2024“
- Budget: 15.000 €
- Social Media Advertising
- LinkedIn- und Facebook-Kampagnen, gezielt auf Facility Manager:innen und HR-Leiter:innen
- Budget: 20.000 €
- PR-Arbeit
- Pressemitteilungen zu neuen Produkten und Projekten, Fokus auf Nachhaltigkeit und Innovation
- Kooperationen mit Fachzeitschriften wie „Bürowirtschaft“ oder „Facility Management“Budget: 10.000 €
- Messen & Events
- Teilnahme an Fachmessen wie Orgatec oder Zukunft Personal
- Budget: 17.500 €
2. Interest (Budget: 20 % – 50.000 €)
Ziel: Interesse an Produkten wecken
KPIs:
Anzahl Newsletter-Abonnent:innen: + 15 %
Webinar-Teilnehmer:innen: > 500 in 12 Monaten
- E-Mail-Marketing
- Regelmäßige Newsletter mit Produktneuheiten und Tipps für hybride Arbeitswelten
- Segmentierung nach Branche und Unternehmensgröße
- Budget: 10.000 €
- Webinare
- Themen wie „So gelingt der Wechsel in die hybride Arbeitswelt“ oder „Effiziente Büroplanung“
- Budget: 15.000 €
- Produkt-Demos
- Virtuelle Produktvorstellungen (VR/AR) und interaktive Tools auf der Website
- Budget: 15.000 €
- Landing Pages
- Erstellung spezifischer Seiten für nachhaltige Produkte und Services
- Optimierung für SEO und Conversion
- Budget: 10.000 €
3. Consideration (Budget: 20 % – 50.000 €)
Ziel: Kaufentscheidung unterstützen
KPIs:
Anzahl Teststellungen: >200 Anfragen
Landing-Page-Conversions: >8 %
- Case Studies:
- Erfolgsgeschichten mit bestehenden Kunden (z. B. Mittelständler X steigert Produktivität um 20 %)
- Budget: 10.000 €
- Produktproben:
- Kostenlose Teststellungen für modulare Systeme und ergonomische Möbel
- Budget: 20.000 €
- Beratung:
- Individuelle Planungstools und persönliche Beratung vor Ort
- Budget: 20.000 €
4. Action (Budget: 25 % – 62.500 €)
Ziel: Kaufabschluss fördern
KPIs:
Abschlussrate (Leads zu Kunden): Ziel: >20 %
Umsatzsteigerung nachhaltige Produkte: +15 % im Quartal
- Rabattaktionen
- Einführungsangebote für nachhaltige Produktlinien
- Budget: 20.000 €
- Retargeting-Kampagnen
- Dynamische Anzeigen für Website-Besucher:innen und Webinarkonsumenten
- Budget: 15.000 €
- Verkaufsunterlagen
- Erstellung hochwertiger Broschüren und digitaler Kataloge
- Budget: 15.000 €
- Affiliate-Partnerschaften
- Kooperation mit Architekten, Planern und Fachhändlern
- Budget: 12.500 €
5. Loyalty (Budget: 10 % – 25.000 €)
Ziel: Kundenbindung und Wiederkäufe
KPIs:
Kundenbindungsrate: >70 %
Teilnahme an Kundenprogrammen: >200 Teilnehmer:innen
- Kundenevents:
- Exklusive Einladungen zu Networking-Events und Workshops
- Budget: 10.000 €
- Loyalty-Programm:
- Punktesystem für Wiederkäufe und Weiterempfehlungen
- Budget: 7.500 €
- After-Sales-Service:
- Regelmäßige Check-ins und Support-Pakete
- Budget: 7.500 €
Wir sind von der Ausgabe schon ziemlich begeistert. Da es sich bei der FlexOffice Solutions GmbH um ein fiktives Unternehmen handelt, haben wir nicht wirklich die Möglichkeit, die Ergebnisse mit der Realität abzugleichen und zu überprüfen, ob der Plan so tatsächlich umsetzbar wäre.
Wenn du einen solchen Plan aber für dein Unternehmen erstellst, bist du durchaus in der Lage, Anpassungen vorzunehmen und der KI weitere Anweisungen zu geben.
Bedenke dabei: Die KI ist wie ein Praktikant oder eine Assistenz. In der Regel musst du das erste Ergebnis weiter verfeinern, bis das fertige Produkt deinen Anforderungen entspricht. Außerdem solltest du auch das fertige Ergebnis nicht blind einfach übernehmen, sondern immer nochmal gegenchecken.
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