In unserer Reihe „alternative Verkaufsplattformen“ möchten wir dir Online Plattformen vorstellen, die du als B2C-Retailer abseits von Amazon nutzen kannst. Letzte Woche haben wir dir mit Etsy eine eher nischige Plattform vorgestellt. Heute möchten wir... » weiterlesen
Du kannst dir 121WATT-Inhalte in der Google-Suche jetzt bevorzugt anzeigen lassen.
In unserer Reihe „alternative Verkaufsplattformen“ möchten wir dir Online Plattformen vorstellen, die du als B2C-Retailer abseits von Amazon nutzen kannst. Letzte Woche haben wir dir mit Etsy eine eher nischige Plattform vorgestellt. Heute möchten wir dir eine ohnehin bekannte Plattform vorstellen, auf der du nicht nur handgefertigte Ware und Bastelbedarf verkaufen kannst: Ebay.
Im direkten Vergleich zum Giga-Konkurrenten Amazon (Umsatz 2021 in Deutschland: 37,33 Milliarden US$) sieht der Umsatz von eBay mit 1,2 Milliarden US$ eher mickrig aus (wobei wir bei diesen Zahlen wohl kaum von „mickrig“ sprechen können). Das entspricht etwa 1,28 % vom gesamten Umsatz des Online-Handels in Deutschland (Statista, 2022). Das lässt die Zahl unserer Meinung nach gar nicht mehr so klein wirken.
Im 3. Quartal von 2022 verzeichnete eBay insgesamt rund 135 Millionen aktive Kundinnen und Kunden (weltweit).
Wie du siehst, hast du bei eBay eine große Anzahl an potenziellen Käuferinnen und Käufern. Gleichzeitig ist aber auch die Konkurrenz recht groß. Verkaufen auf eBay wird in allen unseren Quellen als einfach und intuitiv beschrieben. Wir haben dir hier alle Vor- und Nachteile aufgelistet:

Vo- und Nachteile vom Verkaufen bei eBay
Schritt 1: Account anlegen
Zunächst musst du einen Verkäufer-Account anlegen. Du hast folgende Wahlmöglichkeit:

Lege einen Verkäuferaccount bei eBay an
Schritt 2: Listings anlegen
Nachdem du deinen Account angelegt hast, kannst du damit Beginnen, deine Produkte einzustellen. Dazu klickst du auf der Startseite auf Verkaufen. Nun machst du sehr präzise Angaben zu deinem Produkt. Du kannst sogar konkrete, bereits vorhandene Produkte auswählen oder direkt Produkt-, Modell- oder ISBN-Nummern angeben. Als privater Händler oder private Händlerin reicht das einfache Verkaufsformular. Solltest du eBay gewerblich nutzen, empfehlen wir die Verwendung des erweiterten Verkaufsformulars. Damit hast du mehr Optionen, zum Beispiel kannst du verschiedene Varianten von Angeboten hinterlegen, eine Ausschlussliste für Lieferorte anlegen oder detaillierte Rücknahmebedingungen festlegen. Außerdem musst du hier genauere Angaben zum Produkt machen, als es private Händler:innen mit im einfachen Formular tun müssen.

Produktlistings bei eBay anlegen
Beim einfachen Verkaufsformular sind Empfehlungen für den Preis und Lieferoptionen voreingestellt. Diese kannst du aber jederzeit ändern und anpassen.
Preismodell: Die Besonderheit bei eBay ist, dass du deine Produkte entweder zu einem Festpreis online stellen oder sie zur Auktion freigeben kannst. Bei einer Auktion legst du den Startpreis und die Dauer der Auktion fest. Interessentinnen und Interessenten können anschließend ihre Gebote abgeben und du kannst dein Produkt an den Käufer oder die Käuferin mit dem besten Gebot verkaufen. Diese Möglichkeit hast du bei den meisten anderen Online Marktplätzen nicht. Sie eignet sich auch dann, wenn du nicht sicher bist, wie viel ein Gegenstand wert ist.
Dauer des Listings: Hast du die Auktion als Preismodell gewählt, kannst du die Dauer auf einen, drei, fünf, sieben oder zehn Tage setzen. Sollte sich das Produkt nicht verkaufen, stellt eBay es für private Händler bis zu acht Mal erneut ein. Agierst du als Unternehmen, lässt dir eBay diese Freiheit nicht. Dann zahlst du jedes Mal, wenn das Produkt neu eingestellt werden muss. Außerdem zahlst du eine Gebühr, wenn du einen Mindestpreis festlegst.
Gegenstände mit festgelegten Preisen werden so oft wieder eingestellt, bis sie verkauft wurden oder du sie aus dem Listing entfernst. Auch hierbei fallen für gewerbliche Accounts Gebühren an, für private nicht.
Preis deines Produkts: Der Preis deines Produkts spielt eine große Rolle. Ist er zu niedrig, verdienst du nicht genügend Geld. Ist er zu hoch, werden Nutzer:innen das Produkt vermutlich günstiger bei jemand anderem kaufen. Um den optimalen Preis herauszufinden, solltest du dir die Preise der bereits verkauften und der noch nicht verkauften Produkte ansehen und auf Grund dessen deinen Preis festsetzen. Dabei siehst du auch, ob sich für das Produkt eher ein Festpreis oder das Auktionsmodell eignet.
Lieferoptionen: Im nächsten Schritt legst du die Lieferoptionen fest. Du hast die Wahl, Lieferung anzubieten oder das Produkt nur gegen Abholung zu verkaufen. Wenn du dich für Versand entscheidest, kannst du gleich die Maße und das Gewicht angeben, damit eBay die Versandkosten besser einschätzen kann.
Schritt 3: Listings verwalten und optimieren
Dein Angebot ist nun live, dennoch ist die Arbeit nicht getan. Es gibt noch viele Aufgaben zu erledigen, um deine Angebote zu optimieren und deinen Shop zu verwalten:
Informationen zu den verschiedenen Anzeigenformaten findest du auf dieser Seite.
Besonders zu Beginn deiner eBay-Karriere kann es passieren, dass Kundinnen oder Kunden eine Auktion gewinnen, aber nicht zahlen.
Wir raten dir, eine automatische Benachrichtigung einzurichten, welche die Person darüber informiert, dass er oder sie die Auktion gewonnen hat und nun bezahlen muss. Außerdem solltest du keine Produkte verschicken, bevor die Zahlung nicht eingegangen ist. Sollte sich die Person auch nach mehrmaligem Versenden der Rechnung nicht melden, kannst du bei eBay Beschwerde einreichen. So verhinderst du, dass du eine Gebühr für ein vermeintlich verkauftes Produkt bezahlen musst, welches dein Lager aber nie verlassen hat.
Dein Feedback hilft uns, unsere Inhalte noch besser zu machen.
Schade! Bitte schreib uns kurz, was dir gefehlt hat – so werden wir besser.