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International SEO abseits von hreflang

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Erschienen in Sep II 2022 | SEO
Level: Beginner

Schneller, höher, weiter: Wenn du ein wachsendes Unternehmen hast (oder Teil davon bist), wird sich irgendwann die Frage stellen, ob ins Ausland expandiert werden soll. Falls das passiert, musst du die Website anpassen beziehungsweise ein neues Verzeichnis oder eine komplett neue Domain erstellen. Beim Search Engine Land haben wir Tipps für internationales SEO gefunden, die du abseits von hreflang anwenden kannst. Diese Tipps stellen wir dir hier vor.

1. ccTLD statt gTLD
Bist du in verschiedenen Ländern vertreten, lohnt es sich, country code Top Level Domains (ccTLD) zu besetzen. Das ist zum Beispiel .de für Deutschland, .at für Österreich oder .ch für die Schweiz. User:innen identifizieren damit schnell, woher eine Seite kommt und ob sie in ihrer Sprache verfasst ist. Außerdem wirken Domains mit ccTLD vertrauenswürdiger als Seiten mit generic Top Level Domain (gTLD, z. B. .com). Selbst wenn man sich dafür entscheidet mit Subdirectories zu arbeiten, können diese ccTLD weitergeleitet werden und niemand anderes kann auf diesen Konkurrenzangebote aufbauen.
ccTLDs sind in der Regel besser als Subdomains. Subdirectories funktionieren insbesondere im Zusammenspiel mit hreflang. Subdirectories haben den Vorteil, daß alle Links, die auf die Seite verweisen im Google-Algorithmus mit einbezogen werden. Dies kann jedoch auch zum Nachteil werden, wenn zu viele Links aus anderen Sprachräumen auf diese Seite verweisen. Wenn hreflang nicht genau gesetzt wurde, kann es zudem leicht zu Duplicate Content kommen, wenn die Seite auf unterschiedliche Länder eines Sprachraumes ausgerichtet ist (z.B. Östtereich, Deutschland). Bei gleichen Inhalten auf verschiedenen Domains mit verschiedenen ccTLDs verstehen Suchmaschinen viel eher, dass es sich nicht um Duplicate Content handelt. Hast du stattdessen denselben Inhalt in Deutsch, Englisch und Französisch auf der gleichen Domain, sollte es keine Probleme geben.
ccTLDS sind aber nicht die Lösung für alles. Auch die anderen Optionen haben ihre Vorteile:

Vor- und Nachteile der URL-Strukturen

2. „Content-language“ Meta Tag
Im Head deiner Website kannst du die Sprache deiner Seite hinterlegen. Das content-language Meta Tag gibt Suchmaschinen Informationen darüber, in welcher Sprache die Seite verfasst ist und welche Sprache die Zielgruppe spricht. Im Head-Bereich deiner Website sieht das so aus:

Beispiel Meta Tag "content-language"

Die Codes folgen den Normen ISO 639 für die Sprache und ISO 3166 für die Geolocation. Das sind zum Beispiel:

  • de-de für eine deutsche Seite in Deutschland
  • de-at für eine deutsche Seite in Österreich
  • en-us für eine englische Seite in den USA
  • es-ar für eine spanische Seite in Argentinien

3. Lokale Inhalte
Bei der Erstellung von Inhalten für andere Länder oder in anderen Sprachen musst du auf länderspezifische Eigenschaften achten. Es reicht nicht, Inhalte von der Hauptseite zu übersetzen und sie 1:1 zu übertragen. Folgendes solltest du beachten:

  • Keywords: Keywords variieren von Sprache zu Sprache, es passieren Übersetzungsfehler oder du stolperst über False Friends. Rankst du im Englischen zum Beispiel für main course, ist damit vermutlich nicht der Hauptkurs gemeint, sondern der Hauptgang. Auch innerhalb einer Sprache treten von Region zu Region Unterschiede auf. So sprechen wir in Deutschland von Pfannkuchen, während wir in Österreich Palatschinken bestellen. Wo du in Deutschland ein Fahrrad ausleihst, holst du dir in der Schweiz ein Velo. Selbst innerhalb eines Landes gibt es sprachliche Unterschiede. Das bekannteste Beispiel ist hier wohl der Krapfen / Berliner / Pfannkuchen / Kreppel. Die beste Lösung: Führe für jede Sprache eine separate Keywordrecherche durch. Das ist mühsam, lohnt sich aber für die User Experience.
  • Meta Daten: Meta Daten musst du in jedem Fall an die Sprache anpassen. Prinzipiell gelten aber überall die gleichen Optimierungs-Regeln. Bedenke auch hier, dass Keywords von Sprache zu Sprache und von Region zu Region variieren können.
  • Inhalte: Bei den Inhalten gibt es viele Faktoren, die du bedenken musst, wenn du sie in verschiedenen Ländern veröffentlichst. Denke an die offensichtlichen Elemente, wie zum Beispiel Firmenadresse oder die Währung. Je nachdem, in welche Länder du expandierst, herrscht dort unter Umständen ein anderes Klima, gibt es andere Jahreszeiten oder befindet sich der Zielort in einer anderen Zeitzone? Auch kulturelle Unterschiede solltest du bei den Inhalten beachten. Was in einer Kultur gerne gesehen wird, ist in einer anderen vielleicht verpönt oder ein No-Go.

4. Backlinks
Backlinks, die auf eine Seite führen, sollten aus demselben Land beziehungsweise derselben Region wie deine Seite kommen und dieselbe Sprache „sprechen“. Andernfalls wird eine neue Seite nicht gut ranken. Oder schlimmer: Die Links werden als Spam gewertet. Neue Links zu bekommen ist mit viel Aufwand und Networking verbunden, lohnt sich aber. Bitte sieh davon ab, Linkkauf oder -tausch zu betreiben, um deine Website schneller zum Ranken zu bringen. Das wird nach hinten losgehen.

5. Lokale Suche registrieren
Registriere jede Seite separat mit dem Firmenstandort im jeweiligen Land bei Google My Business. Registriere sie außerdem bei lokalen Firmenregistern, wie zum Beispiel Yandex Business Directory. Links aus kleinen, lokalen Registern sorgen für eine Menge Trust und Autorität für deine Domain.

🔍 Genauere Ausführungen zu den einzelnen Punkten findest du beim Search Engine Land.