“Get a customer, not a sale!” So beschreibt Similarweb den Gedanken, der hinter deiner Lead-Strategie stehen sollte. Es geht nicht darum, einen Verkauf zu generieren, sondern primär darum, Kundinnen und Kunden für sich zu gewinnen.... » weiterlesen
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“Get a customer, not a sale!”
So beschreibt Similarweb den Gedanken, der hinter deiner Lead-Strategie stehen sollte. Es geht nicht darum, einen Verkauf zu generieren, sondern primär darum, Kundinnen und Kunden für sich zu gewinnen. Wir haben heute 7 Tipps für deine Lead-Strategie parat.
Ein Lead ist ein Kontakt, hinter dem eine Person steht, die Interesse an deinem Produkt oder deiner Dienstleistung hat. Die Personen hinterlassen dir ihre Kontaktdaten freiwillig, weil sie Informationen über dein Unternehmen oder deine Produkte erhalten möchten. In der Regel geben Interessentinnen und Interessenten ihren Kontakt als Tausch gegen eine Information, etwa ein Whitepaper oder eine Case Study, ab. Diese Dokumente sind sogenannte „Lead-Magnete“. Auch Newsletter-Abonnent:innen kannst du als Leads ansehen.
Du musst dich von dem Gedanken freimachen, dass Leads dir einfach so zufliegen. Um Leads zu generieren, musst du potenzielle Kund:innen von dir überzeugen und in den meisten Fällen ordentlich Budget in die Hand nehmen. Einige Marketer:innen (gerne auch die Chefetage) schrecken noch davor zurück, bezahlte Anzeigen für Leads zu schalten, da ein Lead nicht automatisch einen Kauf bedeutet.
Allerdings sind Lead Ads eine der besten Methoden, um an Leads zu gelangen.
Lead Ads gibt es sowohl bei Google (über Lead-Formulare), bei Meta (Lead Ads) und bei LinkedIn (Lead Gen Forms). Viele weitere Plattformen wie TikTok, Snapchat oder YouTube bieten ebenfalls die Möglichkeit an, Lead Ads zu schalten.
Bei Driftrock findest du eine hilfreiche Übersicht über die verschiedenen Plattformen und ihre Möglichkeiten zur Leadgenerierung.
Das Sammeln von Leads über Drittanbieter-Plattformen läuft in der Regel wie folgt: Zunächst musst du ein Lead-Formular anlegen und spezifizieren, welche Informationen du von den Interessentinnen und Interessenten haben möchtest. Denke daran, dass du dich laut Art. 5 Abs. 1c DSGVO an den Grundsatz der „Datenminimierung“ halten musst. Das bedeutet, dass du nur die Daten erheben darfst, die für das Ausführen der Verarbeitung notwendig sind. In der Regel ist das beim Generieren von Leads lediglich die E-Mail-Adresse. Rechtlich gesehen darfst du also nur die E-Mail-Adresse als Pflichtfeld abfragen. Alle anderen Angaben muss die Person freiwillig machen.
Bei den Ad-Tools der Social-Media-Plattformen werden einige Angaben zur Person direkt aus dem Profil übernommen. Das verringert die Hürde für Interessentinnen und Interessenten. Es ist wahrscheinlicher, dass sie neben der E-Mail-Adresse weitere Daten angeben: Sie sind bereits eingetragen.
Anschließend erstellst du wie für alle anderen Ads die Anzeige(n) und wählst einen passenden Call-to-Action.
Die eingehenden Leads kannst du dir jederzeit per CSV herunterladen. Denke daran, datenschutzgerecht mit den Daten umzugehen.

Lead Gen Ad bei LinkedIn
Persönliche Beratungstermine sind eine effiziente und kostengünstige Möglichkeit, Leads zu sammeln. Der Grundsatz für alle Lead-Strategien gilt auch hier: Halte die Barriere so gering wie möglich. Nutze ein Termin-Tool wie Calendly oder Koalendar, um Termine direkt bei dir zu buchen. Das funktioniert besser, als Interessent:innen zu bitten, dich per Mail zu kontaktieren und einen Termin zu vereinbaren.
In den Kalender-Tools buchen sich potenzielle Kundinnen und Kunden direkt in deinen Kalender ein. Zusätzlich erhalten sie einen Eintrag in ihrem eigenen Kalender. Deine freien Slots kannst du entweder manuell eingeben oder per API aus deinem Kalender direkt übertragen lassen.

Beispiel: Calendly
Danach liegt es nur noch an dir, die Interessentinnen und Interessenten im Gespräch von dir und deinem Produkt zu überzeugen.
Der LinkedIn Sales Navigator ist ein Tool speziell für Marketing & Vertrieb. Damit kannst du relevante Personen aus deiner Zielgruppe identifizieren und sie zielgerichtet über LinkedIn ansprechen. Außerdem kannst du Personen, die bereits einen Lead abgegeben haben, „speichern“ und erhältst Updates, falls sich etwas am Lebenslauf ändert. Das wiederum bringt dir Gesprächsstoff, mit dem du deine Leads erneut ansprechen kannst. Der Sales Navigator eignet sich vor allem für Personen, die im B2B-Geschäft tätig sind.
Nahezu jedes Unternehmen betreibt in irgendeiner Form E-Mail-Marketing. Kein Wunder: E-Mails haben die höchste Conversion-Rate aller Online-Marketing-Maßnahmen. Hinzu kommt, dass die E-Mail-Adressen, die du bespielst, First-Party-Daten sind. Sie gehören dir und stellen einen wertvollen Datenschatz dar, den du nutzen solltest.
Verschicke neben dem regelmäßigen Newsletter an alle Empfänger:innen hin und wieder E-Mails an einzelne Gruppen, etwa an alle Interessent:innen zu einem bestimmten Thema oder an alle Personen aus derselben Region. So kannst du deine Marketing-Aktivitäten zielgerichteter an die Personen anpassen. Du kannst Nachrichten personalisieren und hast so vermutlich mehr Erfolg als mit generischen Botschaften, die eine größere Zielgruppe ansprechen sollen. In der Grafik siehst du ein Beispiel, wie die Segmentierung für die 121WATT aussehen könnte:

Besonders im B2B-Geschäft wirst du Leads haben, die Interesse an deinem Produkt bekundet haben, schlussendlich aber nicht konvertiert sind. Die Reise deines Leads muss hier nicht zu Ende sein. Wir empfehlen, diese Personen nach einiger Zeit neu anzusprechen und z. B. über neue Produkte zu informieren. Vielleicht liefert ein neues Feature oder ein Update genau den Kaufgrund, der in der ersten Runde zur Conversion gefehlt hat.
Am einfachsten gestaltest du die Ansprache per E-Mail. Aber auch in sozialen Netzwerken kannst du mit Retargeting die Personen erreichen, die bereits einen Lead abgegeben haben. Durch die Funktion, Käufer:innen aus dem Retargeting auszuschließen, hast du die Chance, wirklich nur Leute zu erreichen, die du noch überzeugen musst.
Wichtig: In sozialen Netzwerken wie Meta oder LinkedIn hast du theoretisch die Möglichkeit, Kontaktlisten hochzuladen und diese Personen anschließend zu targeten. Bitte sehe unbedingt von dieser Maßnahme ab. Das Hochladen von Kontaktlisten verstößt gegen die DSGVO und kann hohe Bußgelder nach sich ziehen. Grund ist vor allem, dass die Personen auf der Liste in der Regel nicht dem Tracking oder der Weitergabe ihrer Daten an Dritte zugestimmt haben.
Content Marketing sollte eine zentrale Rolle in deiner Lead-Strategie spielen. Offensichtlich ist, dass du mit Lead Magneten (s. u.) deine Zielgruppe „ködern“ willst. Was viele vergessen ist, dass auch Blogartikel und Beiträge auf der Website große Treiber für die Leadgenerierung sind.
Stell dir Folgendes vor: Du findest einen spannenden Beitrag zu einem Thema, das dich sehr interessiert. Der Artikel gibt dir viele relevante Informationen. Wenn du jetzt am rechten Bildschirmrand ein Lead-Formular findest, das dir eine Case Study zu dem Thema anbietet oder die Aufnahme in den Newsletterverteiler ermöglicht, gibst du sehr wahrscheinlich einen Lead ab, da du weitere hilfreiche Informationen zum Thema haben möchtest.
Achte darauf, dass deine Seiten eine gute Usability haben und dass sie SEO-optimiert sind, damit Interessentinnen und Interessenten sie auch finden.
Du musst dich bei der Erstellung von ansprechenden Inhalten nicht auf Blogartikel limitieren. Informative Inhalte können auf verschiedenste Art und Weise medial aufbereitet werden. Die Range reicht von Infografiken über Erklärvideos, Anleitungen, Videos und Präsentationen über Podcasts, E-Books & Co.
Wir würden empfehlen, die Anmeldebox für den Newsletter auf jeder Seite, die interessanten Content enthält, zu platzieren. Falls du Whitepaper, Studien oder Ähnliches anbietest, solltest du die Lead-Formulare auf Seiten platzieren, die thematisch dazu passen.
Wir haben in jedem Blogartikel das Anmeldeformular für unseren Newsletter in der linken Sidebar platziert:

Beispiel: Verlinkung des Newsletter-Anmeldefelds im Blog
Entgegen der Annahme, dass alle Menschen lieber mit echten Menschen sprechen als mit einem Bot, kann ein Chatbot den Einstieg in ein „Gespräch“ mit dem Unternehmen vereinfachen. Besonders Personen aus der Generation der Millennials oder Gen Z telefonieren sowieso ungern und möchten den Erstkontakt lieber anonym halten. Ein Chatbot ist die ideale Möglichkeit. Der größte Pluspunkt eines Chatbots ist, dass er rund um die Uhr verfügbar ist und User:innen sofort Antworten liefert.
Brauchen sie mehr Unterstützung oder wird eine Anfrage zu komplex, können sie ihre Kontaktdaten hinterlassen.
Wichtig ist, dass der Chatbot einwandfrei funktioniert und er einen Mehrwert liefert. Ein “Gesprächspartner“, der keine hilfreichen Antworten parat hat, wird User:innen nur verärgern.
Weitere und ausführlichere Ideen für Lead Magnets findest du bei Clickrocket.
Wie schnell muss ich einen Lead bearbeiten?
Glauben wir der Studie von Lead Response Management, so ist ein Lead am effektivsten, wenn eine Reaktion innerhalb einer Stunde nach Lead-Abgabe erfolgt. Im Fall von E-Mail-Marketing gestaltet sich das mittels Automatisierung einfach. Wenn du den telefonischen Kontakt suchst, solltest du möglichst schnell zum Hörer greifen: Die gleiche Studie fand heraus, dass ein Anruf mehr als 20 Stunden später eher einen negativen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben kann.
Darf ich Lead-Daten kaufen?
Besonders wenn Leads nicht wie gewünscht eingehen oder komplett ausbleiben, mag es verlockend klingen, Lead-Daten zu kaufen. BITTE TU DAS NIEMALS! Beim Kauf von Leads kann es zum einen datenschutzrechtliche Probleme geben. Zum anderen ist es unwahrscheinlich, dass diese Personen tatsächlich an deinem Produkt interessiert sind.
Du kannst davon ausgehen, dass die Personen hinter den Leads nicht deiner Zielgruppe angehören. Sie fühlen sich eher gestört, da sie ungefragt Werbung erhalten. Im „besten“ Fall markieren sie deine E-Mails als Spam, im schlimmsten Fall klopft irgendwann die Datenschutzbehörde bei dir an.
Konzentriere dich darauf, qualifizierte Leads über deine eigenen Kanäle zu sammeln. Das ist zwar der mühsamere, aber auch der deutlich sinnvollere Weg.
Quellen: similarweb.com, marketingguys.com, dealfront.com, clickrocket.de
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