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Videomarketing ist heutzutage ein unverzichtbarer Bestandteil jeder erfolgreichen Online-Marketing-Strategie. Laut einer Studie von wyzowl nutzten 2023 91% der über 500 befragten Unternehmen Videos zu Marketingzwecken. Doch bevor du die Kamera einschaltest, gibt es eine entscheidende Hürde, die du meistern musst: das Erstellen eines überzeugenden Video-Skripts. Ein gut geschriebenes Skript schafft die Grundlage für jedes gelungene Video. Es sorgt nicht nur dafür, dass deine Botschaft klar und prägnant vermittelt wird, sondern es hilft auch dabei, eine Storyline aufzubauen, die die Zuschauer:innen fesselt und sie zum Handeln motiviert. In diesem Artikel erfährst du in sieben einfachen Schritten, wie du ein erfolgreiches Video-Skript schreibst. Dazu gibt es praktische Tipps und KI-Prompts von unserem Experten Michael Praetorius, die dir den Einstieg erleichtern.
Schlau gemacht haben wir uns bei HubSpot.
Ein Video-Skript ist das schriftliche Grundgerüst für dein Video und enthält den Dialog, visuelle Anweisungen und die Handlungen, die im Video dargestellt werden sollen. Es ist weit mehr als nur ein Textdokument, sondern dient dir und deinem Team als zentrale Orientierungshilfe, um den zeitlichen Ablauf und die gesetzten Ziele eures Videos klar im Blick zu behalten. Mit einem gut ausgearbeiteten Skript stellst du sicher, dass alle Beteiligten genau wissen, was sie zu tun haben und alles miteinander harmoniert.
Erfahre in den folgenden 7 Schritten, wie du ein gelungenes Video-Skript entwickelst:
Bevor du mit dem Schreiben beginnst, musst du dir darüber im Klaren sein, welches Ziel dein Video verfolgt. Möchtest du informieren, unterhalten oder verkaufen? Dein Ziel bestimmt den gesamten Ton und Inhalt des Skripts. Es hilft dir, den Fokus zu behalten und sicherzustellen, dass jede Zeile des Skripts und alle weiteren Schritte zu diesem Ziel beitragen. Notiere dir das Hauptziel und eventuell auch ein paar Nebenziele, die du erreichen möchtest.
Wenn du dir über die konkrete Zielsetzung deines Videos unsicher bist, denke darüber nach, welches Problem du mit deinem Video lösen möchtest. Angenommen, du stellst fest, dass die Konversionsrate für ein bestimmtes Produkt hinter den Erwartungen zurückbleibt. Dann ist es wichtig, zu analysieren, woran das liegt und wie ein Video dazu beiträgt, dieses Problem zu lösen:
Tipp: Verwende SMART-Ziele (spezifisch, messbar, erreichbar, relevant, zeitgebunden), um sicherzustellen, dass dein Ziel klar und erreichbar ist. Am besten eignen sich konkrete Kennzahlen, mit denen du den Erfolg der Video-Performance im Nachgang misst, wie z. B. die Anzahl der Views, die Verweildauer, die Konversionsrate oder die Anzahl der Interaktionen.
Der Erfolg jedes Marketingprojekts hängt entscheidend davon ab, die richtige Zielgruppe im Blick zu haben – und das gilt besonders für Videos. Im Gegensatz zu einer einfachen Online-Anzeige oder einem Blog erfordert die Produktion eines Videos oft mehr Zeit, Budget und Planung. Daher ist es umso wichtiger, dass dein Video gezielt eine bestimmte Zielgruppe anspricht und deren Bedürfnisse und Interessen berücksichtigt.
Bevor du mit der Konzeption deines Videos beginnst oder Figuren und Dialoge entwickelst, solltest du also genau herausfinden, wer deine Zielgruppe ist und was sie sich von deinem Video erhofft. Diese Entscheidung beeinflusst viele weitere Aspekte deines Videos, darunter:
Wenn dein Video darauf abzielt, die Markenbekanntheit zu steigern, sollte es möglichst breit angelegt sein und eine große, vielfältige Zielgruppe ansprechen. In diesem Fall wählst du allgemeine Themen, die für viele Menschen interessant und leicht zugänglich sind. Wenn du ein spezifisches Produkt oder eine Funktion hervorheben möchtest, sollte das Video gezielt auf eine Kundengruppe ausgerichtet sein, die mit den Problemen konfrontiert ist, die dein Produkt löst. In diesem Fall ist eine zielgerichtete Ansprache mit konkreten Lösungsansätzen und praktischen Demonstrationen wichtig, um die Relevanz deines Produkts zu unterstreichen.
Sollte dein Video zur Mitarbeiter- oder Kundenbindung gedacht sein, ist ein anderer Ansatz erforderlich. Hier setzt du auf emotionale Elemente, die die Loyalität und Identifikation mit deinem Unternehmen stärken, etwa durch authentische Kund:innenstimmen, Erfolgsgeschichten oder Einblicke hinter die Kulissen. So stellst du sicher, dass die Zielgruppe abgeholt wird.
Damit dein Video später überzeugt, brauchst du eine zentrale Hauptfigur, die deine Botschaft vermittelt und eine Verbindung zu den Zuschauer:innen herstellt.
Vielleicht hast du schon eine klare Vorstellung davon, wer die ideale Hauptfigur für dein Video ist. Das kann eine bekannte Influencerin sein, die das Vertrauen deiner Kundinnen genießt oder jemand aus deinem Unternehmen, wie der CEO oder ein:e Mitarbeiter:in eine Mitarbeiterin, der oder die authentisch die Stimme deiner Marke verkörpert. Falls du dir noch unsicher bist, wer die Hauptfigur sein soll, lohnt es sich, einen Schritt zurückzugehen und die Zielsetzung und Zielgruppe noch einmal genau zu betrachten. Überlege, welche Person deine Zielgruppe in ihrer aktuellen Phase der Customer Journey am meisten anspricht. Ist es ein Experte bzw. eine Expertin, der oder die die Vorteile deines Produkts fachkundig erläutert? Oder eher ein Kunde bzw. eine Kundin, der oder die positive Erfahrungen teilt und damit andere überzeugt?
Nachdem du deine Hauptfigur ausgewählt hast, erstellst du einen detaillierten Umriss. Welche Eigenschaften, Gewohnheiten und Eigenheiten hat sie? Welche Art von Sprache und Tonfall verwendet sie? Nutze diese Merkmale, um ein authentisches und erinnerungswürdiges Bild zu schaffen, das deiner Zielgruppe hilft, sich mit der Figur und damit auch mit deinem Video zu identifizieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Überlegung, welche Emotionen deine Hauptfigur hervorrufen soll. Soll sie inspirierend, lustig, ernst oder vertrauenswürdig wirken? Überlege auch, wie die Figur die Markenwerte verkörpert und wie sie sich in die Gesamtaussage deines Videos einfügt.
Ein ausführliches Briefing ist ein entscheidender erster Schritt für die erfolgreiche Produktion deines Videos. Es ermöglicht dir und deinem Team, die Antworten auf die wichtigsten Fragen des Projekts festzulegen und sicherzustellen, dass alle Beteiligten das „Wer, Was, Wann, Wo und Warum“ deines Videos verstehen. Ohne ein klar definiertes Briefing können Missverständnisse entstehen, die zu kostspieligen und zeitraubenden Änderungen führen.
Konzentriere dich bei der Erstellung deines Briefings auf die zentralen Ziele, das Thema und die Hauptpunkte des Videos. Dein Briefing muss nicht komplex sein oder einer bestimmten Struktur folgen, aber es sollte einige grundlegende Fragen beantworten:
Nachdem du ein klares Briefing erstellt hast, beginnst du damit, die Struktur deines Video-Skripts zu entwickeln. Eine Gliederung hilft dir, deinem Skript eine logische Struktur zu geben und sicherzustellen, dass das Video alle wichtigen Punkte anspricht, die im Briefing festgelegt wurden.
Beginne mit einer einfachen Gliederung, die die wichtigsten Abschnitte und Unterthemen deines Videos enthält. Überlege, wie der Dialog oder Monolog ablaufen soll und wie du die Übergänge zwischen den verschiedenen Abschnitten gestalten möchtest.
Jedes erfolgreiche Video hat eine klare Struktur. In der Regel besteht ein Video-Skript aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Wenn dein Video auf einem Blogbeitrag basiert, nutze die Unterabschnitte des Blogs als Ausgangspunkt für die Struktur deines Skripts. Denke daran, dass ein Skript anders geschrieben sein muss als ein Blog – es enthält natürliche Sprachmuster und berücksichtigt Pausen für Betonung und Klarheit.
Natürlich kannst du auch KI nutzen, um dich bei der Gliederung bzw. Ausarbeitung deines Video-Skripts zu unterstützen. Das kann für einen ersten Entwurf hilfreich sein, muss aber auf jeden Fall noch ausgearbeitet werden. Für ein Werbevideo kannst du z. B. folgenden Prompt von EVA. ausprobieren, indem du ihn mit den Infos aus deinem Briefing ergänzt:
Du bist Video-Content-Experte. Erstelle mir ein hochwertiges Marketing-Video-Skript für ein Unternehmen mit den folgenden Angaben:
Bitte strukturiere das Skript wie folgt:
1. Einleitung
2. Hauptinhalt (mit Schlüsselbotschaften)
3. Schlussfolgerung (einschließlich der Aufforderung zum Handeln)
Nun ist es an der Zeit, dein Video-Skript zu schreiben. Denke daran, dass ein gutes Skript einfach und funktional ist – es muss den Personen vor der Kamera helfen, ihre Botschaften klar und natürlich zu vermitteln.
Praktische Tipps zum Schreiben deines Skripts:
Das Schreiben eines Video-Skripts ist oft ein iterativer Prozess und es ist völlig normal, dass der erste Entwurf nicht perfekt ist. Es ist wichtig, den Text mehrmals zu überarbeiten, um unnötige Wörter zu streichen und den Sprachfluss zu verbessern. Mehrfache Überarbeitungen sorgen dafür, dass dein Skript prägnant, klar und wirkungsvoll bleibt.
Praktische Tipps zur Überarbeitung deines Skripts:
Auch für die Optimierung deines Skripts kannst du KI zur Hilfe nehmen. Kopiere es z. B. in ChatGPT und ergänze folgenden Prompt:
Verbessere den Erzählfluss meines Video-Skripts, welches sich an (Zielgruppe) richtet. Sorge für reibungslose Übergänge zwischen den Szenen, vertiefe die Motivationen der Charaktere und schlage Anpassungen der Dialoge vor, um die emotionale Wirkung zu erhöhen.
Du hast jetzt schon einige Tipps und Tricks parat, die dir bei der Erstellung deines nächsten Video-Skripts helfen werden. Abschließend haben wir noch unseren Medienexperten Michael Praetorius nach seinem Best Practice gefragt.

“Auch wenn wir es schon in der Grundschule anders gelernt haben, Geschichten zu erzählen – Einleitung, Spannungsaufbau, Höhepunkt und Schluss –, haben wir heute in der Mediennutzung in sozialen Netzwerken einfach nicht mehr die Zeit, dass eine Geschichte langsam beginnt. Wir müssen heute mit dem Ende einsteigen oder mit einem Cliffhanger.
Das kann man an einem Beispiel sehr schön veranschaulichen:
Klassischerweise beginnt ein Märchen mit den Worten: „Es war einmal in einem Land vor langer, langer Zeit, dort lebte eine Königstochter…“.
Du hast jetzt keine Ahnung, worum es geht, und es könnte jedes beliebige Märchen sein. Besser startest du deine Geschichte mit: „Frau im Glassarg, aber nicht tot.“ Jetzt wissen alle sofort, worum es geht. Selbst wenn man die Geschichte hier beendet, weiß man, dass es um eine Frau in einem Glassarg ging. Besonders spannend ist hier der Clou: Normalerweise liegen nur Tote in Särgen, und auch nur prominente Menschen liegen in einem Glassarg. Die Aufmerksamkeit ist dir ab der ersten Sekunde gewiss, und du kannst jetzt die Geschichte rückwärts erzählen: Schneewittchen hat gerade den dritten Mordversuch überlebt, nachdem sie bei den sieben Zwergen Unterschlupf gesucht hatte, nachdem ein Jäger sie im Wald umbringen sollte – und das alles nur wegen ihrer bösen Stiefmutter und deren Eifersucht.
Dieses Storytelling kannst du jetzt auf deine Geschichte anwenden: Starte mit dem Ergebnis und erzähle dann die Geschichte rückwärts. Wie ist es zum Ergebnis gekommen? Damit steigerst du die Verweildauer bei Videos oder Karussellposts oder die Scrolltiefe auf deiner Website.
Besonders hilfreich: Nutzende entscheiden sich gleich zu Beginn der Geschichte, ob sie weiter zuhören wollen oder nicht. Wer dran bleibt, ist besonders interessiert und hat auch eine besonders hohe Motivation, bis zum Ende zu bleiben. Vermeide in diesem Aufbau alles, was einen Abbruch verursachen könnte und nicht Teil der Geschichte ist. Dazu gehören zum Beispiel Logo-Einblendungen am Anfang, Intros mit Schriften oder Trenner für Kapitel.
Wenn du deine Geschichte mit künstlicher Intelligenz in diese Form gießen musst, kann dir folgender Prompt helfen:
Agiere als Drehbuchautor und strukturiere die Geschichte in 8 Szenenbilder, beginne die Geschichte mit dem Ende und erzähle sie rückwärts, so dass man am Ende der Geschichte wieder beim Anfang beginnt.”
Quellen: Hubspot, Die Erklärvideo Agentur (EVA)
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