Es gibt zwei sehr unterschiedliche Arten, mit KI zu arbeiten. Die erste kennen alle: „Schreib mir fünf Überschriften für den Newsletter.“ Das dauert fünf Sekunden und sieht bei jedem gleich aus. Die andere geht tiefer.... » weiterlesen
Es gibt zwei sehr unterschiedliche Arten, mit KI zu arbeiten. Die erste kennen alle: „Schreib mir fünf Überschriften für den Newsletter.“ Das dauert fünf Sekunden und sieht bei jedem gleich aus. Die andere geht tiefer. Du gehst in dein Unternehmen hinein, sprichst mit deinen Daten und kommst zu echten Erkenntnissen, in einem Format, das du selbst festlegst. Genau diese zweite Dimension macht das Model Context Protocol möglich, kurz MCP.
MCP ist ein offener Standard, den Anthropic im November 2024 veröffentlicht hat. Im Kern steckt dahinter eine Verbindung zwischen deinem KI-Assistenten und deinen eigenen Tools und Daten. Statt generisch zu antworten, kann dein KI-Assistent, etwa Claude, damit auf deine SEO-Plattform, dein Analytics-System oder dein CRM zugreifen und versteht, mit welchen Zahlen es bei dir wirklich zu tun hat.
Sistrix, Ahrefs oder keywordtool.io bindest du heute per URL und Login direkt in claude.ai ein, ganz ohne Installation. Der Einstieg ist also um einiges einfacher geworden als noch vor wenigen Monaten.
MCP ist dabei nur einer von mehreren Bausteinen, mit denen sich Claude an ein Unternehmen anpassen lässt. Hier geht es um genau diesen einen: die Verbindung zwischen KI und deinen Tools.
Ja. MCP ist ein offener Standard, kein Claude-Feature. OpenAI hat ihn im März 2025 offiziell übernommen, auch Google und Microsoft unterstützen ihn. Wie einfach der Einstieg ist, unterscheidet sich allerdings deutlich:
Weil Claude für diesen Zweck momentan am einfachsten ist, nutzen wir ihn in den Beispielen. Die Tools selbst lassen sich genauso mit einem anderen Assistenten verbinden, sofern er MCP unterstützt.
Der eigentliche Reiz liegt darin, Daten aus mehreren Quellen in einem Chat zu kombinieren. Du fragst zum Beispiel in einem Durchgang nach den Conversions aus GA4, den Rankings aus deinem SEO-Tool und der Performance deiner Kampagnen, ohne zwischen Plattformen zu wechseln. Das funktioniert für SEO genauso wie für Web-Analyse, Content oder Reporting. Und weil du das Ergebnis in ein festes Format bringen kannst, lässt sich daraus auch ein wiederkehrendes Reporting bauen, das jede Woche gleich aussieht. Die meisten Tool-Anbindungen haben außerdem nur Lesezugriff. Du kannst beim Ausprobieren also kaum etwas kaputtmachen.
Alexander Holl empfiehlt einen klaren Einstieg in drei Schritten. Fang mit Sistrix an, weil die Anbindung am einfachsten funktioniert. Nimm danach Google Analytics und die Google Search Console dazu, weil diese beiden Quellen so zentral sind. Mit diesen drei Verbindungen hast du für die ersten Wochen genug, um den Nutzen an echten Fragen zu erleben.
Bevor Kundendaten oder personenbezogene Daten ins Spiel kommen, solltest du die Datenschutzfrage klären. Für erste Versuche eignen sich nicht-sensible oder anonymisierte Daten.
Unsere Podcast-Folge mit Alexander Holl ordnet ein, wie MCP, Skills und Projects im Unternehmen zusammenspielen, ein guter strategischer Einstieg zum Hören. Zur Folge.
Unser Insight „Talk to your Data“ von Alexander Holl zeigt MCP hands-on: mit einem fertigen Prompt zum Nachbauen und Live-Analysen an echten Daten. Zum Video.
Wer es genau wissen will: die offizielle MCP-Dokumentation. modelcontextprotocol.io.
Der beste Einstieg bleibt ein einziges Tool, das du ohnehin täglich nutzt, plus eine echte Frage an ein echtes Projekt. Der Rest ergibt sich dann fast von selbst.
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