KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot nutzen die Inhalte aus den Chats der Nutzer:innen, um ihre Modelle weiter zu verbessern. Das kann besonders bei sensiblen Informationen problematisch werden. Umso wichtiger ist es für dich zu verstehen, wie deine Daten verwendet werden.
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KI-Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot nutzen die Inhalte aus den Chats der Nutzer:innen, um ihre Modelle weiter zu verbessern. Das kann besonders bei sensiblen Informationen problematisch werden. Umso wichtiger ist es für dich zu verstehen, wie deine Daten verwendet werden. Gerade wenn du KI-Tools beruflich einsetzt, solltest du wissen, wie das Training dieser Modelle funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, deine Daten zu schützen.
Wir zeigen dir heute, wie du die Nutzung deiner Daten verhindern kannst. Schlau gemacht haben wir uns dafür bei t3n und Lukas Eppler.
ChatGPT & Co werden mit riesigen Mengen an Textdaten trainiert. In den Standardeinstellungen vieler KI-Tools ist vorgesehen, dass deine eingegebenen Daten und Gespräche mit dem Chatbot für Trainingszwecke genutzt werden. Diese Daten sind entscheidend, damit KI-Modelle sich verbessern und in künftigen Versionen noch leistungsfähiger werden.
Warum sind deine Daten für die KI so wertvoll? Daten aus Interaktionen mit realen Nutzer:innen sind für KI-Anbieter von großem Interesse, denn sie:
Allerdings bringt dieses automatische Datensammeln auch Risiken mit sich, insbesondere wenn du der KI sensible Informationen anvertraust. Nutzt du solche Tools im beruflichen Kontext, etwa um Performance-Daten, Finanzberichte oder andere interne KPIs zu analysieren, sollten diese Daten auf keinen Fall unkontrolliert weitergegeben werden – auch nicht an eine KI.
Falls du auf den Einsatz von KI trotzdem nicht verzichten willst, bieten viele Programme wie ChatGPT oder Gemini die Option, das Datensammeln zu deaktivieren, um die Daten besser zu schützen.
Opt-Out-Option bei ChatGPT
OpenAI bietet für ChatGPT die Möglichkeit, deine Daten vom Training auszuschließen. So funktioniert’s:

Quelle: ChatGPT

Quelle: ChatGPT
2. Datennutzung bei Google Gemini deaktivieren:
3.Claude (Anthropic) und Microsoft Copilot
Die KI-Tools von Microsoft und Anthropic stellen Sonderfälle dar, da sie andere Ansätze beim Umgang mit Nutzerdaten verfolgen.
Bei Claude ist die Sache schnell erklärt: Anthropic versichert, dass keine Konversationen zwischen Nutzer:innen und der KI für das weitere Training verwendet werden. Ausnahmen bestehen, wenn du den Feedback-Button (Daumen hoch oder runter) nutzt, da die jeweilige Antwort in diesem Fall als positives oder negatives Beispiel für das Training herangezogen wird.

Quelle: Antrophic
Microsoft Copilot hingegen ist etwas komplexer. Laut einer Bestätigung von Microsoft gegenüber der Plattform Wired werden bestimmte Eingaben von Privatanwender:innen doch für das Training der KI genutzt. Microsoft betont zwar, dass diese Daten zuvor anonymisiert werden, eine individuelle Option um das Sammeln solcher Daten zu deaktivieren gibt es jedoch nicht.
Die Opt-Out-Option ist bei ChatGPT und Gemini ausschließlich in den kostenpflichtigen Versionen verfügbar. Zwar werden deine Daten weiterhin für den laufenden Betrieb des Dienstes verwendet, etwa zur Anzeige der vergangenen Chats, jedoch nicht für das langfristige Training der Modelle. Es bleibt jedoch wichtig zu bedenken, dass die Unternehmen weiterhin Zugriff auf deine Daten haben, auch wenn diese nicht für Trainingszwecke eingesetzt werden sollen.
Auch wenn Opt-Out-Optionen deine Daten besser schützen können, bleibt also ein gewisses Restrisiko, dem du dir bewusst sein solltest. Meistens überwiegen trotzdem die Vorteile, sodass ein bewusster Umgang mit deinen Daten ausreicht. Für besonders sensible Anwendungen kannst du KI-Modelle auf eigener Hardware betreiben. Diese Lösung ist aber nur in Ausnahmefällen notwendig.
Damit du das Beste aus KI-Tools herausholen kannst, ohne dabei wichtige Sicherheitsaspekte zu vernachlässigen, solltest du folgende Punkte beachten:
Wichtig: Der Schutz deiner Daten vor Trainingszwecken und Datenschutz im Sinne der DSGVO sind zwei separate Themen, die du nicht verwechseln solltest. Die DSGVO schreibt vor, wie persönliche Daten verarbeitet, gespeichert und geschützt werden müssen. Dazu gehört auch, dass sensible Kundendaten wie Namen, Adressen oder Finanzinformationen nicht in KI-Systeme eingegeben werden sollten, es sei denn, diese Systeme garantieren den Schutz und die Nichtweitergabe der Daten.
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