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Dein Budget reicht zunächst nur für einen bezahlten Kanal, und im Team gibt es zwei Lager. Die einen wollen Google, weil dort „die Leads herkommen“. Die anderen wollen LinkedIn, weil dort „die Entscheider:innen sitzen“. Wer hier nach Bauchgefühl entscheidet, zahlt im schlimmsten Fall für Klicks, aus denen nie ein echter Umsatz wird, oder baut Bekanntheit auf, mit der der Vertrieb nichts anfangen kann.
Die Grundregel: Gibt es genügend kaufnahe Suchanfragen und brauchst du zeitnah Vertriebsgespräche, ist Google Search meist der bessere Start. Ist deine Kategorie wenig bekannt, der Auftragswert hoch und die Zielgruppe über Funktion, Branche oder Zielunternehmen klar abgrenzbar, spricht mehr für LinkedIn.
Ob diese Faustregel für dein Unternehmen trägt, prüfst du in drei Schritten: Suchnachfrage bewerten, Kosten bis zur Opportunity berechnen und den Kanal mit klaren Erfolgs- und Abbruchkriterien testen.
Ein Hinweis vorab: Google Ads umfasst auch Kampagnen wie Demand Gen oder YouTube, die Menschen ohne konkrete Suche erreichen. In diesem Artikel vergleichen wir bewusst die Suchkampagnen mit LinkedIn, weil genau das die typische Frage beim ersten Budget ist.
Google Search erfasst Nachfrage, die schon artikuliert ist: Wer „Lohnabrechnungssoftware Mittelstand“ eintippt, sucht aktiv. LinkedIn erreicht Personen nach Rolle, Branche, Unternehmensgröße oder als Liste benannter Zielaccounts, unabhängig davon, ob sie gerade suchen.
Warum das zweite überhaupt wichtig ist, erklärt die 95:5-Regel. Sie besagt, dass zu jedem Zeitpunkt nur ein kleiner Teil der potenziellen B2B-Käufer:innen im Markt ist. Die Herleitung: Wechseln Unternehmen ihren Anbieter im Schnitt alle fünf Jahre, sind pro Quartal etwa 5 % kaufbereit. Je nach Kategorie und Zykluslänge liegt dieser Anteil höher oder niedriger, die Regel ist also ein Denkmodell und keine Messgröße. Ihre Botschaft: Wer erst sichtbar wird, wenn gesucht wird, steht oft nicht mehr auf der Shortlist. Welcher Kanal diese frühe Sichtbarkeit schafft, legt die Regel nicht fest. LinkedIn ist eine Möglichkeit, Fachinhalte, Bewertungsplattformen oder Präsenz in KI-Antworten sind andere.
Die Recherche beginnt immer öfter in KI-Assistenten. In einer G2-Befragung von gut 1.000 B2B-Softwarekäufer:innen im März 2026 gaben 51 % an, ihre Recherche häufiger in einem KI-Chatbot zu starten als bei Google, ein Jahr zuvor waren es 29 %. Für dich heißt das: Breite Recherchesuchen nehmen ab, und wer bei Google sucht, hat oft schon eine Vorauswahl. Die Discovery-Phase verlagert sich insgesamt. Davon profitieren Reviews, gute Fachinhalte und strukturierte Produktinformationen ebenso wie Paid Social.
Google automatisiert die Suche. AI Max ist ein KI-Funktionspaket für Suchkampagnen, das Anzeigen auch für Anfragen ausspielt, auf die du nie gezielt gebucht hast, und es ist bei neuen Suchkampagnen inzwischen standardmäßig aktiv. Google nannte zum Start im Mai 2025 im Schnitt 14 % mehr Conversions bei ähnlichem CPA. Das sind Google-eigene Daten über alle Branchen, kein B2B-Benchmark. Seit September 2026 werden automatisch erstellte Assets und die kampagnenweite Broad-Match-Einstellung auf AI Max umgestellt, Dynamic Search Ads folgen ab Februar 2027. Auf LinkedIn bauen Predictive Audiences Zielgruppen aus deinen eigenen Kundendaten. In beiden Fällen optimiert die Automatisierung auf das Ziel, das du ihr gibst. Gibst du ihr Formularabschlüsse, bekommst du billige Formularabschlüsse.
Die Matrix dient der ersten Orientierung. Zeigen die meisten Zeilen in eine Richtung, hast du eine klare Tendenz. Den Ausschlag geben aber die kaufnahe Suchnachfrage, das erreichbare Volumen und die erwarteten Kosten pro Opportunity. Gerade bei Mischfällen, etwa vorhandener Suchnachfrage bei hohem Auftragswert und langem Zyklus, hilft das Rechenbeispiel weiter unten.
Bleiben am Ende nur wenige kaufnahe Begriffe mit relevantem Suchvolumen übrig, ist Google Search als erster Kanal wahrscheinlich zu schwach. Gibt es dagegen ausreichend konkrete Suchanfragen, prüfst du im nächsten Schritt, ob du sie innerhalb deiner maximalen Kosten pro Opportunity profitabel erreichen kannst.
Die entscheidende Frage lautet: Wie viel darf ein Lead kosten? Die Obergrenze ergibt sich aus einer einfachen Formel:
maximale Kosten pro Lead = maximale Kosten pro Opportunity × Anteil der Leads, die zur Opportunity werden
Ein Beispiel mit angenommenen Werten (keine Benchmarks, setze deine eigenen Zahlen ein): Du willst höchstens 1.200 Euro pro Opportunity ausgeben, das Monatsbudget liegt bei 5.000 Euro.
Auf den ersten Blick wirkt LinkedIn günstiger, weil der Lead weniger kostet. Rechnet man bis zur Opportunity, dreht sich das Bild. Mit realistischen Klickpreisen aus deinem Keyword Planer und der Prognose im LinkedIn Campaign Manager wird aus dieser Rechnung deine eigene Entscheidungsgrundlage.
Wenn die Nachfrageprüfung genug kaufnahe Begriffe ergibt und das Rechenbeispiel unter deiner Obergrenze bleibt. Starte kontrolliert mit eng definierten Suchkampagnen, prüfe den Suchbegriffbericht wöchentlich und schließe unpassende Begriffe konsequent aus. Da AI Max bei neuen Kampagnen voreingestellt ist, entscheide bewusst, ob du es nutzt, und teste es zunächst nur auf einem Teil des Budgets. Die B2B-Erfahrungen sind gemischt: In einer Branchenauswertung stiegen die Kosten pro Lead unter AI Max von 493 auf 850 Dollar, obwohl der Klickpreis sank und deutlich mehr Klicks kamen.
Wenn deine Kategorie kaum gesucht wird, der Kundenwert hoch ist und du deine Zielgruppe über Funktion und Unternehmen präzise eingrenzen kannst, etwa Finanzleiter:innen in mittelständischen Industrieunternehmen oder eine Liste von 200 Zielaccounts. Rechne nicht mit schnellen Abschlüssen: Eine „Demo buchen“-Anzeige an eine kalte Zielgruppe läuft meist schwach. Besser funktioniert ein nützlicher Einstieg wie ein Benchmark oder ein fundierter Beitrag deiner Geschäftsführung als Thought Leader Ad. Wer reagiert, bekommt danach das stärkere Angebot. Bei Lead Gen Forms gehört mindestens eine qualifizierende Frage dazu, und die Leads sollten schnell im CRM landen.
Lege vor dem Start fest, woran du den Test misst und wann du ihn abbrichst:
Ergänze zusätzlich ein Feld „Wie bist du auf uns aufmerksam geworden?“ in deinen Formularen. Wer dich über LinkedIn oder eine KI-Antwort entdeckt, kommt oft erst später über die Suche nach deinem Firmennamen, und die Last-Click-Auswertung schreibt den Erfolg dann Google zu.
Die eigentliche Frage ist nicht „Google oder LinkedIn“, sondern „Was zuerst?“. Drei Schritte führen zur Antwort: Suchnachfrage prüfen, die eigene Obergrenze für Kosten pro Opportunity berechnen und den gewählten Kanal mit vorher festgelegten Abbruchkriterien testen. Langfristig ergänzen sich beide Kanäle. LinkedIn bringt dich früh auf die Shortlist, Google Search fängt die Suche ab, wenn aus dem Interesse ein konkreter Bedarf wird.
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Quellen: Growth Marketing Genie, Marketing Week, G2, Google Ads & Commerce Blog, Search Engine Land
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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert.
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