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Newsletter Okt II 2026 Pinterest Basiskompetenz

Weihnachtsgeschäft 2026: So nutzt du Pinterest für SEO und Social Commerce

Anna Imhof Autor:in Anna Imhof

Mitte Oktober ist das Weihnachtsgeschäft bereits in vollem Gange. Schon im September steigt die vorweihnachtliche Aktivität auf Pinterest deutlich an. Eine Analyse deutscher Google-Suchergebnisse zeigt außerdem: Pinterest gehört bei den untersuchten Weihnachtssuchen zu den sichtbarsten Domains, sowohl bei der Suche nach Informationen (informational) als auch bei Suchanfragen mit Kaufabsicht (transaktional). Für deine Marketingstrategie bedeutet das: Pinterest ist längst nicht mehr nur eine Inspirationsplattform, sondern verbindet Produktsuche, Kaufvorbereitung und Shopping. Wenn du deine Weihnachtskampagnen jetzt optimierst, solltest du deshalb nicht nur kurzfristige Conversions im Blick behalten, sondern auch die unterschiedlichen Phasen der Kaufentscheidung berücksichtigen.

In diesem Artikel erfährst du, wie du Pinterest und SEO im Weihnachtsgeschäft gezielt kombinierst, welche Inhalte zu welchem Zeitpunkt relevant sind und wie du deine organischen und bezahlten Maßnahmen aufeinander abstimmst.

Pinterest gehört zu den sichtbarsten Domains bei Weihnachtssuchen

SISTRIX hat 1.285 Suchbegriffe mit Kaufabsicht (transaktionale Keywords) und 2.324 informationsorientierte Suchbegriffe (informationale Keywords) rund um Weihnachten untersucht. Innerhalb dieser Auswahl belegt Pinterest bei transaktionalen Suchanfragen den zweiten Platz der sichtbarsten Domains in den deutschen Google-Ergebnissen, hinter Amazon und vor OTTO. Bei informationalen Suchanfragen liegt Pinterest auf Platz eins.

Dass Pinterest bei visuellen Suchanfragen eine wichtige Rolle spielt, ist nicht neu. Interessant ist jedoch, wie stark die Plattform inzwischen auch bei transaktionalen Suchanfragen in den Google-Ergebnissen vertreten ist. Ein wesentlicher Grund dafür ist die Struktur der Inhalte: Statt allgemeiner Themensammlungen findest du auf Pinterest zahlreiche spezialisierte Pinnwände, die konkrete Suchintentionen bedienen. Dazu gehören beispielsweise Geschenkideen für bestimmte Zielgruppen, selbst gemachte Weihnachtsdekoration oder Anleitungen für Adventskalender.

Diese thematische Spezialisierung unterstützt die Auffindbarkeit in den Google-Suchergebnissen. Gleichzeitig können Product Pins den Übergang von der Inspiration zur Produktauswahl erleichtern. Für deine SEO-Strategie eröffnet das eine zusätzliche Möglichkeit: Du kannst deine bestehenden Ratgeber, Produktseiten und visuellen Inhalte auch über Pinterest zugänglich machen.

Wichtig ist allerdings die Unterscheidung zwischen Sichtbarkeit und Traffic: Nur weil Pinterest bei Google gut rankt, bedeutet das nicht automatisch, dass Nutzer:innen anschließend deinen Shop besuchen. Deshalb solltest du insbesondere darauf achten, dass deine Pins einen klaren Mehrwert bieten und auf thematisch passende Landingpages verweisen.

Die Suchintention entscheidet über den richtigen Zeitpunkt

Die untersuchten Keyword-Gruppen zeigen unterschiedliche saisonale Nachfrageverläufe. Für die transaktionalen Suchbegriffe werden im Oktober 2026 rund 1,4 Millionen Suchanfragen prognostiziert. Bei den informationalen Suchbegriffen liegt der erwartete Höchststand im Dezember bei rund 11,3 Millionen.

Diese Prognosen beziehen sich auf die analysierte Keyword-Auswahl. Sie zeigen keinen allgemeingültigen Nachfrageverlauf für alle Weihnachtsprodukte. Prüfe deshalb für deine wichtigsten Produkte und Themen, wann das Suchinteresse steigt und seinen Höhepunkt erreicht.

Das zeigt, warum du deine Weihnachtsstrategie nicht ausschließlich am klassischen Shopping-Peak ausrichten solltest. Die Customer Journey verläuft nicht bei allen Produkten gleich. Während Nutzer:innen beispielsweise bereits früh nach Adventskalendern oder Weihnachtsgeschenken suchen, bleiben Themen wie Weihnachtsrezepte, Dekorationsideen oder Weihnachtssprüche bis kurz vor den Feiertagen relevant.

Für deine Content-Planung bedeutet das, dass du informative und transaktionale Inhalte zeitlich und inhaltlich unterschiedlich behandeln solltest. Produkt- und Kategorieseiten müssen rechtzeitig für die steigende Kaufnachfrage optimiert sein. Ratgeber, Anleitungen und Inspirationsinhalte können dagegen über einen längeren Zeitraum Sichtbarkeit aufbauen und Nutzer:innen zu passenden Angeboten führen.

Ein Beispiel: Du veröffentlichst eine Anleitung zum Befüllen eines Adventskalenders. Der passende Pinterest-Pin führt zu diesem Ratgeber, in dem du die verwendeten Produkte verlinkst. So finden Leser:innen zunächst die gesuchte Anleitung und können anschließend gezielt die benötigten Artikel auswählen.

Von der Inspiration zum Kauf: So verändert Pinterest das Weihnachtsshopping

Pinterest entwickelt sich zunehmend von einer Inspirationsplattform zu einem relevanten Shopping-Kanal. Bereits 2024 wurden Funktionen wie personalisierte Wunschzettel, kuratierte Gift Guides und Deal-Anzeigen eingeführt, um die Produktsuche und Kaufentscheidung stärker miteinander zu verbinden.

Für das Weihnachtsgeschäft 2026 rückt nun vor allem die frühzeitige Ansprache potenzieller Käufer:innen in den Mittelpunkt. Die vorweihnachtliche Aktivität steigt bereits im September deutlich an. Deshalb kann es sinnvoll sein, Kampagnen über mehrere Phasen der Customer Journey hinweg auszuspielen, statt sich ausschließlich auf die umsatzstarken Wochen im November und Dezember zu konzentrieren.

Mit Pinterest Performance+ stehen dir außerdem automatisierte Kampagnenfunktionen zur Verfügung, die unter anderem die Erstellung und Optimierung von Anzeigen vereinfachen sollen. Eine von Pinterest veröffentlichten Untersuchung hat gezeigt, dass kleine und mittlere Unternehmen, die Performance+-Kampagnen mit ROAS-Geboten nutzten, einen um 28 Prozent höheren ROAS erzielten.

Dieser Wert bezieht sich auf die untersuchte Konstellation und ist keine allgemeine Prognose für deine Kampagnen. Automatisierung kann dir manuelle Arbeit abnehmen, ersetzt aber weder eine durchdachte Strategie noch die Bewertung deiner tatsächlichen Geschäftsergebnisse.

Wenn du Performance+ einsetzt, solltest du deshalb weiterhin auf aussagekräftige Conversion-Daten, geeignete Kampagnenziele und relevante Creatives achten. Besonders wichtig ist, dass du nicht nur den ausgewiesenen ROAS betrachtest, sondern auch überprüfst, welchen zusätzlichen Beitrag deine Kampagnen tatsächlich leisten.

Was du von OTTO und Kartenliebe für deine SEO-Strategie lernen kannst

Die Untersuchung der Google-Suchergebnisse zeigt außerdem, dass erfolgreiche saisonale SEO-Strategien sehr unterschiedlich aussehen können. Besonders interessant sind dabei die Beispiele von OTTO und Kartenliebe.

OTTO nutzt seine Filterstruktur gezielt, um spezifische Suchanfragen abzudecken. Bei Adventskalendern können beispielsweise Kombinationen aus Produktkategorie und Marke über eigene indexierbare Filter-URLs in den Google-Ergebnissen erscheinen. So wird unter anderem die Suche nach Rituals Adventskalendern bedient, ohne dass dafür zwingend eine vollständig neue Kategorieseite erstellt werden muss.

Das funktioniert allerdings nur mit einer sauber gesteuerten technischen SEO-Struktur. Wenn du Filterseiten unkontrolliert indexieren lässt, riskierst du Duplicate Content, Keyword-Kannibalisierung und unnötig viele indexierte URLs. Für kleinere Shops ist deshalb nicht die möglichst umfangreiche Indexierung entscheidend, sondern die gezielte Auswahl von Filterkombinationen mit relevanter Suchnachfrage.

Kartenliebe verfolgt einen anderen Ansatz. Der Shop bietet eine umfangreiche Sammlung von Weihnachtssprüchen, die informationale Suchanfragen bedient. Über passende interne Verlinkungen gelangen Nutzer:innen anschließend zu den Weihnachtskarten im Shop.

Das Beispiel verdeutlicht, wie du informationale Inhalte sinnvoll mit transaktionalen Angeboten verbinden kannst. Entscheidend ist, dass der Übergang zum Produkt für Nutzer:innen nachvollziehbar ist und zu ihrer ursprünglichen Suchintention passt.

Für deine eigene Website bedeutet das: Du brauchst nicht zwingend komplexe SEO-Technik, um saisonale Suchanfragen erfolgreich abzudecken. Auch gut strukturierte Inhalte mit klarer Suchintention und sinnvoller interner Verlinkung können einen wichtigen Beitrag leisten.

Frühe Sichtbarkeit ist wichtig, aber kein Garant für mehr Umsatz

Für die Bewertung deiner Kampagnen ist auch wichtig, ob sie Käufe auslösen, die ohne die Werbung nicht entstanden wären. Der inkrementelle ROAS (iROAS) setzt den geschätzten zusätzlichen Umsatz ins Verhältnis zu den Werbeausgaben.

Eine von Pinterest angeführte Untersuchung ermittelte einen durchschnittlichen iROAS von 3,71. Das entspricht 3,71 Euro zusätzlichem Umsatz pro Euro Werbeausgaben. Mehr als die Hälfte der dabei gemessenen zusätzlichen Verkäufe stammte von Neukund:innen. Zusätzlicher Umsatz ist allerdings nicht mit Gewinn gleichzusetzen: Ob eine Kampagne profitabel ist, hängt auch von den übrigen Kosten ab.

Das ist ein interessanter Hinweis darauf, dass Pinterest auch jenseits der unmittelbaren Kaufentscheidung einen Beitrag leisten kann. Allerdings lässt sich daraus nicht ableiten, dass jede Marke mit einem früheren Kampagnenstart automatisch vergleichbare Ergebnisse erzielt.

Hinzu kommt die wirtschaftliche Situation. Das Weihnachtsgeschäft 2025 war bei verschiedenen klassischen Weihnachtsprodukten durch rückläufige Absatzmengen und gleichzeitig steigende Umsätze aufgrund höherer Preise geprägt. Ein Umsatzplus bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, dass auch mehr Produkte verkauft wurden.

Betrachte deshalb neben Umsatz und ROAS auch den Anteil der Neukund:innen, die Conversion Rate und die Zahl der verkauften Produkte.

Deine Checkliste: So bereitest du deine Weihnachtskampagnen gezielt vor

Damit du die Erkenntnisse direkt in deiner Marketingplanung nutzen kannst, solltest du in dieser Woche deine bestehenden SEO-Inhalte und Pinterest-Aktivitäten überprüfen.

  • Suchanfragen nach Zeitpunkt sortieren: Starte mit deinen wichtigsten saisonalen Produkten. Welche Suchanfragen sind schon im Herbst relevant, welche erreichen erst im Dezember ihren Höhepunkt? Prüfe dann, ob du für jede dieser Suchintentionen passende Inhalte hast. Ratgeber, Geschenkideen und Anleitungen sollten gezielt auf die zugehörigen Produkt- und Kategorieseiten verlinken.
  • Pinterest-Grundlagen prüfen: Ist dein Produktkatalog aktuell? Führen deine Pins auf die richtigen Landingpages? Und decken deine Pinnwände konkrete Themen ab statt allgemeiner Weihnachtsbegriffe? Spezialisierte Pinnwände wie „Geschenke für Hobbygärtner:innen“ treffen die jeweilige Suchintention deutlich besser als eine Sammelpinnwand „Weihnachten“.
  • Performance+ als Test aufsetzen: Wenn du Pinterest Performance+ ausprobieren willst, starte mit einem festen Testbudget. Lege Testdauer und Erfolgskriterien vorab fest, prüfe dein Conversion-Tracking und plane genug Zeit und Budget für die Lernphase ein.
  • Ergebnisse realistisch einordnen: Zugerechnete Käufe, Umsatz und ROAS zeigen dir, wie die Kampagne innerhalb der Plattform abschneidet. Ob sie wirklich zusätzliche Käufe auslöst, verraten diese Kennzahlen allein nicht. Dafür brauchst du einen Inkrementalitätstest, etwa mit einer vergleichbaren Kontrollgruppe, die keine Anzeigen aus der Testkampagne sieht. Ein erster Test ist also ein guter Anfang, aber noch kein belastbarer Nachweis.
  • Über den 24. Dezember hinaus planen: Laut einer von Pinterest veröffentlichten Erhebung kaufen 55 Prozent der wöchentlichen Nutzer:innen zwischen Weihnachten und Neujahr weiterhin online ein, 45 Prozent auch im stationären Handel. Lass deine Kampagnen deshalb nicht automatisch an Heiligabend enden.

Unser Tipp: Erstelle eine einfache Tabelle mit deinen wichtigsten Weihnachtskategorien und ergänze für jede Kategorie die folgenden Informationen:

  1. Suchintention: Suchen Nutzer:innen nach Inspiration, Informationen oder konkreten Produkten?
  2. Saisonaler Höhepunkt: Wann steigt die Nachfrage besonders stark?
  3. Bestehende Inhalte: Welche Landingpages, Ratgeber und Pinterest-Pins sind bereits vorhanden?
  4. Verknüpfung: Gibt es sinnvolle Übergänge von informationalen Inhalten zu passenden Produktseiten?
  5. Maßnahmen: Welche Inhalte oder Kampagnen müssen vor dem nächsten Nachfrageanstieg angepasst werden?

Mit dieser Übersicht erkennst du schnell, wo Inhalte fehlen, welche Kampagnen du priorisieren solltest und wo sich organische und bezahlte Maßnahmen sinnvoll ergänzen.

Fazit: Pinterest und SEO gehören im Weihnachtsgeschäft zusammen

Pinterest solltest du bei deiner Weihnachtsplanung nicht mehr ausschließlich als Social-Media-Kanal betrachten. Die Plattform verbindet visuelle Inspiration mit konkreten Shopping-Möglichkeiten und erreicht durch ihre starke Präsenz in den Google-Suchergebnissen auch Nutzer:innen außerhalb des eigenen Netzwerks.

Für deine Marketingstrategie bedeutet das vor allem, SEO, Content und Paid Social stärker aufeinander abzustimmen. Entscheidend ist dabei nicht, möglichst früh möglichst viel Budget auszugeben, sondern in den unterschiedlichen Phasen der Kaufentscheidung mit den passenden Inhalten präsent zu sein.

Wenn du deine saisonalen Landingpages, Pinterest-Inhalte und Kampagnen jetzt gezielt aufeinander abstimmst, schaffst du bessere Voraussetzungen, um aus Inspiration tatsächliche Käufe zu machen.

Quellen:

 

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Dieser Artikel wurde KI-unterstützt erstellt und durch menschliche Fachkenntnis überarbeitet und optimiert. 

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